Fender Superchamp XD Effektweg Mod

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Hier will ich euch zeigen, wie man mit wenig Aufwand einen Effektweg in den kleinen Superchamp xd einbaut. War ne Sache von etwa einer halben Stunde.
Ich habe mich dazu entschlossen eine Stereo-Klinken-Buchse zu nehmen, welche ich mit einem Y-Kabel verwenden werde. Ist auch recht einfach zu händeln und man bekommt konfektionierte Kabel in allen Längen.

Nach dem Einbau haben wir ein Zoom G2 eingeschliffen. Klingt schon klasse in Verbindung mit dem SCxd und ist eine Überlegung wert.

Hier nun ein paar Bilder vom Einbau, mit etwas Beschreibung:

Hier sieht man gut, wo man abgreifen muss. Der Kondensator ist überflüssig, allerdings entfernt man ihn besser erst nach dem anlöten der beiden Kabel für Effekt In/Out

3avc-gj.jpg


Das Loch für die Einbaubuchse. Hier war vorher eine Halteschraube für die hintere Blende. Sehr praktisch - Stufenbohrer angesetzt und fertig!

3avc-gk.jpg


Einbau der Buchse und erste Verkablungen:

3avc-gl.jpg

3avc-gm.jpg

3avc-gx.jpg


Und fertig! Sieht doch gut aus - als wenn es so sein sollte:

3avc-go.jpg



Der Ruhestrom (BIAS) war bei mir etwas zu kühl (30mV) eingestellt - aber immer noch im verträglichen Rahmen. Nach der Justierung hörte man doch einen kleinen Unterschied gegenüber vorher. Der Amp geht nun im Kanal1 etwas früher in die Sättigung. Folglich lohnt es sich doch, den Wert exakt auf 40mV einzustellen. Man sollte den Wert nach etwa 1 Stunde Betriebszeit nochmals kontrollieren.

Warnung: Achtung Hochspannung! Diese Arbeit ist nicht ganz ungefährlich und sollte nur von einem fachkundigen Tech vorgenommen werden!

3avc-gp.jpg


Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig Hilfestellung und Anregungen geben ;-)
 
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Hi Martin,

tolle Anleitung - dank der Bilder sehr einfach nachzuvollziehen!

Du bist von der Buchse an R5 auf Masse gegangen.
Nur zur Sicherheit? Die Buchse sollte sich eigentlich auch über das Chassis Masse holen können oder?

Wozu die beiden Kondenser? Brummfilter?


Gestern habe ich meinen Austausch SCXD bekommen, den Bias habe ich auch erstmal justiert, lag bei mir bei ca. 28mV.
Verstehe nicht so recht warum die im Werk nicht genauer justieren?!

Gruß
Ralf
 
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Das sieht ja wirklich einfach aus. Nur wär mir etwas zitterig zumute, mit dem Lötkolben in der Nähe einer bis jetzt funktionierenden Elektronik herumzuwerkeln.
 
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McCracken":1r1z9v33 schrieb:
Das sieht ja wirklich einfach aus. Nur wär mir etwas zitterig zumute, mit dem Lötkolben in der Nähe einer bis jetzt funktionierenden Elektronik herumzuwerkeln.

Mit dem passenden Werkzeug ist das absolut kein Problem - einen 50 Watt Blödkolben würde ich da allerdings auch nicht ansetzen :lol:
 
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twulf":11a3una7 schrieb:
Du bist von der Buchse an R5 auf Masse gegangen.
Nur zur Sicherheit? Die Buchse sollte sich eigentlich auch über das Chassis Masse holen können oder?

Die Buchse sieht ziemlich isoliert aus ;-)

Gruß
Björn
 
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Was mich ja nun interessiert, warum ist der Widerstand, der für den FX-Weg wegfällt, denn nun eigentlich unwichtig? Zu irgendwas muss er ja gut sein, oder?
Oder ist genau da die Schnittstelle Vorstufe/Endstufe?




Frizze :top:
 
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frizze":21rn63my schrieb:
Was mich ja nun interessiert, warum ist der Widerstand, der für den FX-Weg wegfällt, denn nun eigentlich unwichtig? Zu irgendwas muss er ja gut sein, oder?
Oder ist genau da die Schnittstelle Vorstufe/Endstufe?

Hi Frizze,
der Kondensator ist/war wichtig und deshalb wurde er ja oben an der Buchse durch zwei Stück mit geteiltem Wert wieder eingesetzt. Das habe nicht ich selbst ausgeklügelt, sondern ein guter Freund von mir - der Jürgen Rath ;-)

Dieses Effektweg-Modding ist auch nicht die Variante aus den US-Foren, es wurde noch verfeinert. Das mit der Stereo-Buchse ist auch ne feine Sache. Effekt-In liegt am Tip der Stereo-Klinke. Ich hab'n 6 Meter Insert Kabel (Y-Kabel) mit roter und schwarzer Monoklinke, so kann man da auch nix verwechseln im Eifer des Gefechts.

Für mich ist der xd nun fast perfekt. Perfekt ist er dann, wenn er als Mini-Topteil da steht - das ist dann die nächste Aktion fürs kommende WE.
 
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twulf":piyjv0hn schrieb:
Hi Martin,

tolle Anleitung - dank der Bilder sehr einfach nachzuvollziehen!

Du bist von der Buchse an R5 auf Masse gegangen.
Nur zur Sicherheit? Die Buchse sollte sich eigentlich auch über das Chassis Masse holen können oder?

Wozu die beiden Kondenser? Brummfilter?


Gestern habe ich meinen Austausch SCXD bekommen, den Bias habe ich auch erstmal justiert, lag bei mir bei ca. 28mV.
Verstehe nicht so recht warum die im Werk nicht genauer justieren?!

Gruß
Ralf

Hi Ralf,
laut einigen Ami-Foren liegt er Ruhestrom bei den meisten zwischen 30mV und 35mV. Laut Fender ist ein Wert von 40mV vorgegeben und so steht es auch auf dem Schaltplan.

Durch entfernen des Kondensators C64 mussten oben an der Stereo-Buchse folglich zwei Stück mit geteiltem Wert wieder eingesetzt werden. Somit ist die originale Schaltung wieder gegeben.
 
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frizze":399pxaew schrieb:
sondern ein guter Freund von mir - der Jürgen Rath Wink

....ihr kennt ja Leute....

Frizze :top:

Das Saarland ist nicht all zu groß Frizze :lol: Bei solchen Vorhaben bin ich bei Jürgen auch immer bestens beraten.

Übrigens haben wir uns fast weggelacht, als wir das hier gelesen haben:

3avc-gq.jpg


Schämp - ich habe also passend eine saarländische Ausführung bekommen :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
 
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Banger
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Magman":3uith2e9 schrieb:
frizze":3uith2e9 schrieb:
Was mich ja nun interessiert, warum ist der Widerstand, der für den FX-Weg wegfällt, denn nun eigentlich unwichtig? Zu irgendwas muss er ja gut sein, oder?
Oder ist genau da die Schnittstelle Vorstufe/Endstufe?

Hi Frizze,
der Kondensator ist/war wichtig und deshalb wurde er ja oben an der Buchse durch zwei Stück mit geteiltem Wert wieder eingesetzt.

Laut Schaltbild (auf Seite 1 in C/D-3/4) ist C64 der Koppelkondensator zwischen Vor- und Endstufe. Das mit dem geteilten Wert haut nicht hin, denn die Kapazitäten von Kondensatoren addieren sich nur bei Parallelschaltung, seriell verdrahtet ergibt die Summe der Kehrwerte der Einzelkapazitäten den Kehrwert der Gesamtkapazität:
80a30a11251b0edac293627ef6701f64.png

- ist also genau umgekehrt zur Widerstandsberechnung.
Da der originale C64 eine Kapazität von .1µF hat, passen auch die zwei Kondensatoren mit 100µF nicht als einfacher Ersatzwert. Aber ich denke, dass Jürgen Rath schon weiß, was er da tut. ;-)
 
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Hallo Magman,

ich gehe davon aus, dass man den FX auch als Power Amp In verwenden kann. Was für ein Pegel liegt an dieser Stelle an?
 
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mad cruiser":3ah1t6q2 schrieb:
Hallo Magman,

ich gehe davon aus, dass man den FX auch als Power Amp In verwenden kann. Was für ein Pegel liegt an dieser Stelle an?

Hi Mad,
man müsste es exakt messen, aber geh mal von etwa 800-1000mV aus. Eine Idee von Jürgen war auch noch ein Poti + Kondensator zwischen die Stereo-Buchse einzubauen - somit wäre man recht flexibel was Anwendungen betrifft. Wäre das evtl. interessant für dich?

Ich muss auch nochmals Rücksprache mit Jürgen halten, es kann sein dass ich mich oben bei dem Wert der Kondensatoren vertan habe. Ich denke der Wert ist dann wohl eher 220nF.

Edit: Und es sind dann letztendlich auch zwei 220nF Kondensatoren drin. Auf meinem Schmierzettel stand da noch 100µF, mit welchen wir getestet hatten.
 
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Hallo Martin,

220 yf wäre ein Elko!!!!

Der richtige Wert ist 220nF! Wichtig für die Sicherheit ist eine ausreichende Spannungsfestigkeit von 400V.

Aber mit 100nF wird´s auch gehen.

LG
Eckhard
 
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Welches sind denn jetzt die korrekten Werte der Kondensatoren? Man will ja nicht unbedingt die falschen einlöten....



Frizze :top:
 
 

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