Gibson Nashville/Kalamazoo


A
Anonymous
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...hallo leute, bin neu hier und desshalb möcht ich mich erstmal vorstellen: bin der nikolaus, 27, komme aus wien und spiele schon a zeitel gitarre...

nun zu meiner frage: bezüglich der produktionsstätten von gibson (nashville und kalamazoo) gibt es da bzw. wo sind da die unterschiede, werden an einem standort nur die einen modelle gebaut und am anderen die anderen, oder ist einer für die hochwertigeren und der andere.....sprich ein standort davon mehr massenfertigung, oder ist an der ganzen sache überhaupt nichts dran....

...und vielleicht weiss ja jemand warum es überhaupt die zwei standorte gibt


sehr konfuse fragen ich weiss, aber vielleicht habt ihr ja eine antwort
danke
n
 
frank
frank
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Hi Nik,

schön Dich hier zu begrüßen.

Zu Deiner Frage:

Wenn ich recht orientiert bin, fertigt Gibson in Kalamazoo gar keine Gitarren mehr.

Bis in die 80er hinein war Kalamazoo war der ursprüngliche und einzige Gibson-Standort.

In den 80ern wurde aus wirtschaftlichen Erwägungen ein Teil der Produktion nach Nashville verlagert. Später wurde Kalamazoo gänzlich geschlossen. So lange beide Standorte bestanden, wurde der Herstellungsort in den letzten 3 Ziffern der Serien-Nr. verewigt - 0-499 = Kalamazoo, 500 -999 = Nashville.

Der Standort sagt nichts über eine bessere oder schlechtere Qualität aus, was immer wieder gern behauptet wird. Lediglich in der Anfangszeit gab es in Nashville Qualitätsprobleme. Das dürfte aber mehr mit den Abläufen in der Arbeitsorganisation zu tun haben, die es immer gibt, wenn ein Standort neu eröffnet wird.

Seit einigen Jahren betreibt Gibson eine neue Produktionsstätte in Bozeman/Montana. Soweit ich weiß, werden dort nur die akkustischen Instrumente gefertigt.

Wenn Du Dich grundsätzlich für die Gibson-Historie interessierst, sei Dir das große Gibson-Buch empfohlen. Es ist zwar eher klein, aber historisch interessant.

Ist Dir damit geholfen?
 
A
Anonymous
Guest
Hallo Nikolaus,
nach meinem Kenntnisstand sieht das mit den Produktionsstätten grob gesagt folgendermaßen aus:

KALAMAZOO war der ursprüngliche Standort von Gibson. Dort produziert Gibson schon seit Jahren (ca. 1984) nicht mehr. Einige ehemalige Gibson-Leute sind aber dort geblieben und bauen dort Gitarren under dem Markennamen "Heritage".

NASHVILLE ist der Ort, an den die Gibson-Firmenleitung von Kalamazoo umgezogen ist. Ein Gibson-Werk gibt es dort schon seit ca. 1975. Da werden heute Solidbody-E-Gitarren gebaut und der Custom-Shop ist dort ansässig.

In MEMPHIS werden schwerpunktmäßig Semiakustiks/Halbresonanz- und Jazz-Gitarren (ES-175 etc) gefertigt.

In MONTANA werden die "akustischen" Instrumente (Gitarren, Mandolinen...) produziert.

Schöne Grüße,
Klaus
 
A
Anonymous
Guest
kk":2ga8wri9 schrieb:
...KALAMAZOO war der ursprüngliche Standort von Gibson. Dort produziert Gibson schon seit Jahren (ca. 1984) nicht mehr...

und genau das wundert mich ein wenig....ich hab eine aus dem 96er jahr, die laut s# in kalamazoo gebaut wurde...
 
frank
frank
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nikkfuchs":18u54xl1 schrieb:
kk":18u54xl1 schrieb:
...KALAMAZOO war der ursprüngliche Standort von Gibson. Dort produziert Gibson schon seit Jahren (ca. 1984) nicht mehr...

und genau das wundert mich ein wenig....ich hab eine aus dem 96er jahr, die laut s# in kalamazoo gebaut wurde...

Nein, da irrst Du. Nachdem Kalamazoo aufgegeben wurde, gelten auch die diesbezüglichen Regeln der Serien-Nr. bei den Solid-Guitars nicht mehr.

Schau mal ins FAQ. Dort findest Du einen Beitrag zur Identifizierung von Gitarren an Hand der Serien-Nr.
 
A
Anonymous
Guest
FAQ":u5gv2ogi schrieb:
Gibson Seriennummern-Identifikation: Standard-Modelle

Die Authentizität, Herkunft und/oder das Baujahr eines Instrumentes läßt sich nicht nur anhand konstruktiver Merkmale verifizieren, sondern natürlich auch anhand der Seriennummer. Welche Informationen eine Seriennummer in sich birgt, ist von Modell zu Modell und Hersteller zu Hersteller unterschiedlich und von letzterem selbst oft nicht zweifelsfrei zu entschlüsseln. Dies etwa dann, wenn eine Firma im Laufe der Jahrzehnte immer neue Systeme einführte oder sogar Listen aus der Prä-Computer-Ära verschollen sind.

Auch bei Gibson tat man sich schwer ein einmal begonnenes System durchzuhalten und weiterzuführen - bis 1977. In diesem Jahr wurde ein 8-stelliges System eingeführt, das bei den Standard-Modellen von Gibson bis heute Verwendung findet und Auskunft über Ort und Datum der Herstellung gibt.

Die Gibson-Seriennummern entschlüsselt man wie folgt.

Die Syntax: JTTTJNNN

J: 1. und 5. Ziffer = Jahr

T: 2. bis 4. Ziffer = Tag des Jahres (1-365)

N: 6. bis 8. Ziffer = Herstellungnummer (beginnend mit 0/1/2/3/4: Herstellungsort=Kalamazoo, beginnend mit 5/6/7/8/9: Herstellungsort=Nashville)

Beispiel: # 90363657

Die Gitarre mit dieser Seriennummer wurde am 5. Februar 1993, als die 157.te dieser Modellreihe in diesem Jahr, in Nashville produziert.

...und da meine letzten drei ziffern vom achtstelligen code 431 sind deutet das doch auf kalamazoo hin? oder irre ich mich da jetzt...eine alternative decodierung für neuere s# hab ich nicht gefunden
 
A
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Guest
Hallo,
ich habe dazu Folgendes gefunden:
...ab 1977...
"....die letzten 3 Nummer stehen für die Fabrik. 001 bis 499 für Kalamazoo, 500 bis 999 für Nashville. Die Nummern für Kalamazoo wuden ab 1984 nach dem Auszug aus der dortigen Frabrik nicht mehr vergeben. Als die Produktion der akustischen Gitarren 1989 in Bozeman begann, wurde das Nummern-System überarbeitet. So bekam Bozeman die (letzten 3) Nummern 001 bis 299, und ab 1990 Nashville 300 bis 999...."

Für 1994 gilt nochmal was anderes. Da war das 100-jährige Jubiläum der Fa. Gibson und alle Seriennummern fangen mit 94 an.

Gruß, Klaus
 
frank
frank
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nikkfuchs":5hkwaeqp schrieb:
...und da meine letzten drei ziffern vom achtstelligen code 431 sind deutet das doch auf kalamazoo hin?

Hi Nik,

Mööönsch,

so schwer ist das doch nicht. Wie soll 1996 in Kalamazoo eine Gitarre produziert worden sein, wenn es dort gar keine Produktionsstätte mehr gab?
 
A
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Guest
super passt...eigentlich ist es ja sowieso egal wo sie herkommt, nur eben diese ungereimtheit hat mich schon länger etwas stutzig gemacht und jetzt hab ich einfach ein publikum gefunden welches ich fragen kann....danke für die antworten

haut rein
 
A
Anonymous
Guest
frank":3hl97pde schrieb:
Wenn Du Dich grundsätzlich für die Gibson-Historie interessierst, sei Dir das große Gibson-Buch empfohlen. Es ist zwar eher klein, aber historisch interessant.

Hi Frank!

Welches meinst du? Wheeler, Bacon, Duchossoir?

Meine Empfehlung wäre auf jeden Fall A.R. Duchossoir, Gibson: The Classic Years (wenn möglich die alte Ausgabe, hatte bessere Fotos), hier erfährt man fast alles zu den Instrumenten, Hardware und Entwicklung.
Für ein wenig mehr Info um das drumherum bei Gibson ist Walter Carters "100 years of an american icon" sehr empfehlenswert.
Für den Paula Fan geht es an Iwanades "Beauty od the Burst" nicht vorbei, bis ins Detail wird hier der Klassiker schlechthin auseinandergenommen. Viele Mess- und Wertetabellen + viele schöne Fotos. Ähnlich bei Vic Da Pras "Sunburst Alley"-> schicke Fotos.
Nicht so toll, aber mit ein paar selteneren Vertretern der Les Paul ist Tom Wheelers "50 years of the Gibson Les Paul".
Allgemein zu empfehlen ist Wheelers "American guitar book", welches sich aber nicht ausschließlich mit Gibson, sondern mit allen amerikanischen Herstellern befasst.
Rührig geschrieben, wenn auch nicht sehr informativ ist Julius Bellsons "The Gibson story" aus den 70ern, die von Gibson in Auftrag gegeben wurde.

Hasta!
 

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