Gibt es denn gar keine Bassisten mehr?


A
Anonymous
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Hi,
ich bin am Durchdrehen. :mad:

Wir wollen eine neue Band aufbauen, ganz weit weg vom Top40-gecovere, ganz weit weg von den Akustik-Gitarren - eigene Sachen im Stil der 70er. LedZeppelin und Wolfmother stehen ganz oben.

Schlagzeuger und Sänger sind schon mit an Board. Nur der Bassist fehlt. Aber wir finden keinen :( .

Die, die ich hier in der "Szene" kenne und für die Musik in Frage kommen kann ich an einer Hand abzählen. Jedoch sind die alle "voll ausgelastet". Der Rest macht bösesten Metal oder spielt das "Rote Pferd" rauf und runter.

Auch auf Anzeigen meldet sich keiner :motz2:

Das kann doch nicht sein :kratz: Irgendwo im Coburger Landkreis muss es doch jemanden geben.

Kennt ihr sowas?

MfG - Basti (der jetzt nochmal alle ihm bekannten Bassisten anruft und nervt :-D )
 
A
Anonymous
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Nabend,
ja das Problem mit den fehlenden Bassern kenn ich nur zu gut.
Im näheren Umkreis kenne ich mindestens 20 Gitarristen, davon min. 5
ohne Band, aber nicht einen, der jemals ernsthaft Anstalten gemacht
hätte, zwecks einer Band einen Bass in die Hand zu nehmen.
("hauptamtliche" Bassisten kenn ich 2. Beide nicht das Nonplusultra, aber
machen ihren Job ganz ordentlich und sind in ihren Bands voll
eingespannt)

Ich selbst habe wegen des Bassistenmangels schon in 2 Bands Bass
gespielt, war ne Notlösung. Nicht dass es keinen Spaß gemacht hätte,
aber ein Bass ist nunmal keine Gitarre.

Der Basser an sich scheint eine aussterbende Spezies zu sein...

P.S Ich bin übrigends in einer der beiden Bands an die Gitarre gerückt,
weil einer der beiden Klampfer die Band nur gebremst hat und deshalb an
den Bass abgeschoben wurde bis wir Ersatz haben, das war vor nem
halben Jahr...

Die andere Truppe hat sich aufgelöst...

Schönen Abend noch...
mfG Toni
 
E
erniecaster
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Hallo!

Gibt es auch anders. Die Band, in der ich jetzt spiele, bestand nur noch aus Sängerin, Bassist und Keyboarder und hat längere Zeit einen Drummer und einen Gitarristen gesucht. Geheizter, sicherer Probenraum und P.A. vorhanden. Bis auf den neuen Gitarristen sind das alles sehr freundliche und kompetente Menschen und Musiker.

Nach vier Proben ein Gig, beim Gig den Nachfolgegig im November klar gemacht, im Dezember und April steht auch schon was fest.

Geht also auch anders.

Gruß

erniecaster
 
A
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Hi!
Uns geht es genauso hier im Saarland!
Wir suchen seit Monaten einen fähigen Bassisten für eigene Sachen Richtung Led Zep, Them Crooked Fultures etc.
Die 2 die da waren bekamen kalte Füsse ansonsten nur Absagen. Eigene Stücke zu machen scheint absolut out zu sein. Die wollen alle Top 40 covern und Kohle machen!
Wir sind jetzt soweit, dass wir noch bis Ende des Jahres warten und dann die Sache wohl sterben lassen müssen :(

Grus Lemmes
 
muelrich
muelrich
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Doch, Bassisten gibt es noch. Sogar welche, die keine Covermucke machen wollen.....

Bloß dort, wo die sind, gibt es den Rest nicht.....:-(
 
Riddimkilla
Riddimkilla
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Servus,

Bassisten und Drummer sind ja noch einfach, aber versucht doch mal nen Baritonsaxofonisten (m/w) zu finden, der sowohl im Satz als auch solistisch spielen kann und nen Draht zu Soca und Afrobeat hat und in der Region wohnt ... in München, da kenne ich einen, aber in Köln/Bonn is schlimm, trotz Musikhochschule und einiger Bigbands.

Lasst euch das Leben nicht von sowas vermiesen!


R
 
Armint
Armint
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Lust zu eigenen Stücken hätt ich schon (und mache ich auch seit 27 Jahren mit meinen Kumpels) - aber deshalb ins Saarland fahren wäre dann doch etwas zuuu viel Enthusiasmus. ;-)

LG
Armin
 
B
Burning Bastard
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Hallo,

da wir kürzlich auch Besetzungswechsel hatten (Gitarrist ging nach USA studieren), geb ich meinen Senf auch mal dazu.

Wir haben jetzt ne (sehr gute) Gitarristin, hat bei uns trotz intensiver Anzeigenschaltungen/Bekanntenkreis abklappern und Zettel aushängen aber auch länger gedauert. Und vom Fach ist sie eigentlich auch nicht (vorher noch keinen Punkrock gespielt, kann ja mal vorkommen :roll: )

Es hatten sich vorher zwar einige gemeldet, passte alles aber nicht so richtig. Alle Kombinationen waren vorhanden: kein eigenes Equipment (15W-Transistor-Kombo und kein Geld/Bereitschaft, das zu ändern), 15 Jahre alt, keine Zeit unter der Woche, Schichtdienst, Profilneurosen, spielt ihr auch Metal?...etc.

Auf ne Anzeige hier hat sich übrigens keiner(!) gemeldet!

Da schraubt man so nach und nach die eigenen Ansprüche an das Wunsch-Bandmitglied in spe herunter. Musikgeschmack, Spielfähigkeiten, Charakter? Zweitrangig...

Mein Einschätzung ist, dass das Freizeitangebot abseits der Musik (v.a. Internet-Foren, hehe...) stark zugenommen hat, vielleicht trägt auch Guitar-Hero dazu bei...irgendwie scheint's nicht mehr so viele Musiker wie früher zu geben, und der Nachwuchs ist hoffnungslos an den Metal verloren

Hört sich andererseits auch wie "früher war alles besser"- Gejammer an...

Früher hat auch immer der "Gitarrist" den Bass gekriegt, der keine Soli spielen konnte...(ich z.B. in der Schulband, hab's trotzdem verkackt...)

Im Endeffekt hat's auch seine Vorteile - In einer Vorgängerband haben wir jahrelang ohne Bassisten gespielt (auch keinen gefunden, übrigens), was mein Zusammenspiel mit den Drums deutlich verbessert hat.

so, jetzt fällt mir nix mehr ein, war jetzt eh nicht so wichtig...
 
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Burning Bastard":39f0hdys schrieb:
Früher hat auch immer der "Gitarrist" den Bass gekriegt, der keine Soli spielen konnte...

Haha, das stimmt - ich hab mich immer heftigst mit strammen Riffs gewehrt :lol:

...heute gibt es massig Gitarristen die weder Soli noch Rhythmus spielen können, somit noch schlechtere Bassisten abgeben würden - aber trotzdem ne menge Spaß dabei haben und das ist doch auch was ;-)
 
A
Anonymous
Guest
Daher sollte man den Bassisten nicht mehr als den armen minderbemittelten Cousin des Gitarristen ansehen und nur gitarrenorientierte Musik anbieten...sondern auch mal daran denken, was so ein Basser denn wollen könnte....

Genau so sehe ich das auch! Wer Bass spielt sollte sich voll und ganz drauf einlassen. Es gibt nix schlimmeres als verkappte Gitarristen am Bass!
Die besten Erfahrungen habe ich bis jetzt mit Bassisten gemacht die vom Klavier oder Orgel kamen.
Im Übrigen galt das früher auch für andere Instrumente. Ich meine, als wir angefangen haben ("sellemools" sagt der Saarländer), wollte jeder erstmal Gitarre spielen, am besten die Leadgitarre, yeah. Obwohl keiner die Gitarre richtig halten konnte. Und wer am meisten Einfluß hatte (oder Kohle für ne geile Anlage), der durfte die dann auch spielen. Der Rest der Truppe musste dann Drums, Bass spielen oder womöglich singen, was ja keiner wollte (und konnte). Die Einzigen die ihr Instrument wirklich einigermaßen beherrschten, waren die Organisten (wohlbemerkt nicht Keyboarder). Den die hatten schon Unterricht und zu Hause ne Farfisa stehen!

Yoyo so war das in den späten Siebzigern bei Magman, Lemmes und co. :-D
 
Armint
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Lemmes":15mc2qnt schrieb:
... Genau so sehe ich das auch! Wer Bass spielt sollte sich voll und ganz drauf einlassen. Es gibt nix schlimmeres als verkappte Gitarristen am Bass!
Die besten Erfahrungen habe ich bis jetzt mit Bassisten gemacht die vom Klavier oder Orgel kamen. ...
Jo, und dann hätten wir halt einen verkappten Keyboarder am Bass. (Mit Flächensounds ...)

Wer von seinem ursprünglichen Instrument nicht loskommt ist in jedem Falle ein schlechter Basser.

Ich glaube ich kann für mich behaupten, dass ich sowohl im Cover- als auch im Bereich eigener Stücke den Gitarristen in mir recht gut verdrängen kann. Wenn ich Bass spiele, dann bin ich mit Leib und Seele Basser. Ich interessiere mich nicht mal dafür wie meine Gitarristen das ein- oder andere spielen, sondern bin mit mir und meinem Bass im Hier und Jetzt alleine.
Dennoch spiele ich - in einer anderen Band und Musikrichtung - Gitarre (eher akustisch) und rede da auch unserem Bassisten nicht rein.

Ich wurde Anno 1982 von einem Schulkameraden gefragt ob ich als Basser in seine Band einsteigen wollte (hatte ein paar Monate vorher bei ihm angefagt nach einer Stelle als Gitarrist). Zu dem Zeitpunkt konnte ich recht passabel Klassikgitarre spielen und natürlich Lagerfeuergeschrammel.
Ohne meine "Ausbildung" an der Klassikgitarre hätte ich mich seinerzeit am Bass schwerer getan, so wusste ich wenigsten welcher Ton wo ist und hatte ein Gefühl fürs Greifen und Zupfen. Den "Rest" - wie der Bass den Bandklang füllt - musste ich mir selbst beibringen - umgekehrt hätte ich aber genauso E-Gitarre neu erlernen müssen - von der Klassikgitarre bleibt da ja auch nicht mehr viel übrig.

LG
Armin
 
HaWe
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Keine Basser???? :shock:
Ich habe in meiner Familie 1 .. 2 .. 3 .. 4 Stück davon ;-)
 
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muelrich":34difxqj schrieb:
Sag ich doch immer: seit Grunge ist alles verdorben.....

Nichts gegen Grunge! Musik kann auch ohne gutes Gitarrenspiel super sein ;-)

Das Bassistenproblem kenne ich. Leider.
Ich spiele beides gerne, aber der Gitarristen-Markt scheint mir recht gesättigt. In meiner Altersklasse (16-20) allerdings eher von Supermackern die zwar auf Bassisten herabschauen, aber selbst nichts so richtig auf die Reihe bekommen.

In meiner Band wechseln unsere Bassistin und Ich uns mit dem Bass spielen ab.
 
muelrich
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Rockforever":1piq4acg schrieb:
Nichts gegen Grunge! .......

.... In meiner Altersklasse (16-20) ....

Ich wollte ja schon schreiben, dass diese Alterklasse ja einiges entschuldigt......aber ich kenne Leute in Deiner ALterklasse, die stehen uaf Led Zeppelin, Deep Purple und Grand Funk......

ALs ich in Deiner ALterklasse war, hab ich übrigens Zappa, Mahavishnu Orchestra und Gentle Giant gehört....wer mit sowas aufgewachsen ist, kann Grunge nur shice finden ....
 
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Also ich höre neben den Melvins, Nirvana und Meat Puppets durchaus auch Grand Funk ;)
Led Zeppelin finde ich auch super, allerdings ein wenig zu pompös.

Ich finde man sollte sich musikalisch gegen nichts kategorisch verschließen. Außer gegen 80er Glammetal :evil:

Aber das stand hier ja gar nicht zur Diskussion ;-)
 
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muelrich":175xtjyc schrieb:
ALs ich in Deiner ALterklasse war, hab ich übrigens Zappa, Mahavishnu Orchestra und Gentle Giant gehört....wer mit sowas aufgewachsen ist, kann Grunge nur shice finden ....
Die Musiker, die Grunge erfunden haben, waren genau mit dem Zappa- und 70er-Jahre-Artrock-Mist aufgewachsen. Deshalb haben sie Grunge gemacht.

Kennst Du die wunderschöne Szene aus dem Doors-Film, in der die New Yorker Szene rund um John Cale, Lou Reed und Warhol auf die Doors trifft?
 
muelrich
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MH":s6s01so2 schrieb:
Deshalb haben sie Grunge gemacht.

Ne ja, iss klar: weil sie zu faul oder zu blöd waren, Ihre Instrumente beherrschen zu lernen......

Sorry, wer Zappa beleidigt, wird mein Freund nie nicht sein...... :evil:
 
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muelrich":ups3hif8 schrieb:
MH":ups3hif8 schrieb:
Deshalb haben sie Grunge gemacht.

Ne ja, iss klar: weil sie zu faul oder zu blöd waren, Ihre Instrumente beherrschen zu lernen......

Sorry, wer Zappa beleidigt, wird mein Freund nie nicht sein...... :evil:
Ich möchte Herrn Zappa nicht beleidigen, aber musikalisch ist er für mich ein Scharlatan. Seine "Mothers Of Invention" waren aus meiner Sicht im Vergleich mit den "Velvet Underground" künstlerisch bedeutungslos.
 
muelrich
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MH":38hj6f7u schrieb:
Ich möchte Herrn Zappa nicht beleidigen ....

Dann hättest Du Dir den Rest deines "Geschreibsels" sparen sollen.

:roll:

Aber mit so einem intoleranten Altsack wie mir, der zudem fast alles von Zappa auf CD und alles an Biogrphien über ihn gelesen hat...kannste über dieses Thema eh nicht vernünftig reden.

Für mich steht das Gesamtwerk von Zappa (und die Mothers sind da imho nicht an vorderster Stelle) wie ein Monolith meilenweit über allem (!), was der Rest an Populärmusik zu bieten hat.

Btw. hab ich mal ein Zappa Coverprojekt geleitet und das war der komplizierteste Kram, den ich je gespielt habe.
 

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