Gitarrenläden und Ihre Verkäufer!

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Anonymous

Guest
Hi zusammen,l

letztens war ich erstmalig in Freiburgs wahrscheinlich grösstem Gitarrenladen.Naja ich kuckte mich ne Weile um,und fragte dann ob ich mal was anspielen kann.Dann hat mir der Verkäufer die Story vom Pferd reingedrückt,von wegen also nur wenn ich sie auch kaufen will,und er würde einen halben Tag pro Woche jemand zahlen der die Gitarren poliert und davon hat er jetzt die Schnauze voll.Also ich finde sowas unmöglich :evil: ,schliesslich gehöre ich auch nicht zu den Jungs die nur mal in den laden gehen um mal auf ner Teuren Klampfe spielen zu können!Da vergeht einem gerade die Lust dort was zu kaufen.

Gruss Jochen
 
Joe Guitar":38fl4xkr schrieb:
Hi zusammen,l

letztens war ich erstmalig in Freiburgs wahrscheinlich grösstem Gitarrenladen.Naja ich kuckte mich ne Weile um,und fragte dann ob ich mal was anspielen kann.Dann hat mir der Verkäufer die Story vom Pferd reingedrückt,von wegen also nur wenn ich sie auch kaufen will,und er würde einen halben Tag pro Woche jemand zahlen der die Gitarren poliert und davon hat er jetzt die Schnauze voll.Also ich finde sowas unmöglich :evil: ,schliesslich gehöre ich auch nicht zu den Jungs die nur mal in den laden gehen um mal auf ner Teuren Klampfe spielen zu können!Da vergeht einem gerade die Lust dort was zu kaufen.

Gruss Jochen

Vielleicht sollte in den Reviews auch mal über Musikläden geschrieben werden. So mancher Shop würde sich vielleicht danach ein wenig mehr Gedanken machen, unter welchem Licht sein Geschäft steht.
 
Hi Jochen,
wieder mal ein beleg dafür das Deutschland DIE Servicewüste schlechthin ist. Wobei es in den kleineren Läden meist ziemlich freundliche und meist kompetente Leute sind. Wobei in den größeren Läden die Gesichter lang gezogen werden wenn man fragt ob sie so nett wären mich dieses Effektgerät anspielen zu lassen. Wohingegen wenn man sich was kaufen will sie einem sofort raten das gerät xy anzuspielen weil es 5 Schalter mehr hat und 50€ mehr kostet. Na ja so ist es halt mal.
 
Reviews über Läden. Sicherlich eine Sache, über die man mal nachdenken kann. Vielleicht könnte man ja mal eine Abteiling mit Links und Adressen erstellen, wo man auch kurz einen Kommentar abgeben kann. Ich persönlich hätte wirklich ein Problem eine Laden zu empfehlen. Die, die Auswahl haben sind meist irgendwie komisch bei der Kundenberatung. Ist nicht so, dass die ein nicht machen lassen (siehe Post oben, da würd´ich den Laden sofort kommentarlos verlassen), aber man hat auch nicht unbedingt das Gefühl, dass man erwünscht ist.

Kleinere Läden haben eventuell wirklich ´nen engagierten Verkäufer, allerdings nur ein paar Niedrig- bis Mittelklasse Instrumente oder die üblichen Utensilien im Sortiment. Insofern unterscheiden die sich im Verkaufsprogramm dann überhaupt nicht groß. Bis auf den Umstand, dass die halt keine 5000 Euro Gibson im Laden haben. Wieso die sich nicht nach interessanten Alternativen umschauen, müssen ja nicht wer weiss wie teuer sein, und damit eine wirklich Alternative gegenüber den großen, alles fressenden Diskountern darstellen können. Ist irgenwie alles Mainstream...ich denke, mit ´ner ehrlichen, guten Beratung kann man Leute auch von was anderem als z.B. Gibson oder Epiphone überzeugen. Vor allem, wenn´s sogar besser klingt.

Ach wisst Ihr was: Ich mach meinen eigenen Laden ;-)
 
In den größeren Läden kommt es immer drauf an, an welchen Verkäufer man gerät. Bestes Beispiel ist da der Thomann. Da gibt es in der Gitarrenabteilung eine Schlafmütze, aber die anderen Leute sind echt hilfsbereit und haben zum Großteil auch echt Ahnung. Besonders mag ich den kleinen Bodybuilder-Typen, der immer so viel labert, bis er auch sämtliche schlechte Seiten des Instruments aufgeführt hat. :) Nein, Scherz beiseite. Ich kaufe beim Thomann wirklich nicht nur wegen der niedrigen Preise! Die haben mir sogar mal anstandslos einen 150 Watt Marshall geliehen, weil meiner kurz vor einem Auftritt in die Reperatur musste.
Problematisch wird's nur, wenn man - wie ich Depp - am 27.12. hinfährt, wenn hunderte Leute ihr Weihnachtsgeld verprassen wollen... das ist dann echte Massenabfertigung.

In kleineren Läden habe ich da schon viel schlechtere Erfahrungen gemacht (Verkäufer, die mit dem Wort "Bottleneck" nichts anfangen konnten, sind da noch das Harmloseste).

P.S.: Das sollte jetzt keine Thomann-Werbung sein - ich hab mit denen nix zu tun, außer, dass ich auch aus Oberfranken stamme :cool: Aber ich fände so einen Erfahrungsaustausch echt gut! Schreibt mal, was ihr so erlebt habt!
 
Also das ganze ist mir auch scho in anderen Rubriken, zB Sport oder Mode aufgefallen!
Die Leute wollen nur Verkaufen egal was es kostet.
Also ich will hier zwar auch keine Werbung machen...
Aber bei PPC-Music Hannover sind total nett und hilfsbereit!
Naklar irgendein komischer Typ is immer dabei.
Aber neulich wollte sich mein kleiner cousin sichne KLassikgitarre holn, aber erst mal antesten.
Obwohl er noch nie eine Klampfe inner Hand gehalten hatte durfte er den Unterschied zwischen der 100 und der 400 euro Preisklasse sich mal klar machen! Also das fand ich echt gut!
Es muss zwar bei hochwertigen Gitarren ein Personal dabei sein, aber mit dem darf man dann wirklich alles testen.
Hatte eigentlich vor demnächst mal die "white Falcon" anzutesten.... :)
LG manuel
 
Als ich mich vor Weihnachten in einem kleinen Musikalienhandel (wenig E-Gitarre, viel Akustikgitarre) nach einem Ampmodeller umgesehen habe, musste ich miterleben, wie ein scheinbar restlos überforderter Verkäufer versuchte, einem (vermutlicherweise) Papa ein Multieffekt von Digitech als Weihnachtsgeschenk für Sohnemann schmackhaft zu machen: die ganze Zeit während ich daneben stand (so ca. 2-3 Minuten) schlug der Verkäufer mit einem Plek auf die Saiten seiner Gitarre ein und hatte dabei den Flanger in allen Einstellungen voll aufgedreht! :mrgreen:
Der Kunde stand mit hochgezogenen Augenbrauen daneben und ließ ohne Wimpernzucken das Soundgewitter über sich ergehen (wahrscheinlich mit Grausen an das denkend, was sein Sohn damit erst anstellen möge, wenn schon professionelle Verkäufer so damit rumhunzen) und ich musste wirklich an mich halten, um dem redlich bemühten Verkäufer nicht die Gitarre aus der Hand zu reißen...
 
So richtig nett fand ich den Typen, der mir die ganze Zeit hinterherlief und mit in die Soundkabine kam um zu sehen, was ich da mache. Ich war dann so dreist, mir eine Strat und ein Kabel zu nehmen um einen gebrauchten Boogie zu testen ... er wich nicht von meiner Seite, ich fühltre mich wie bei einer Workshopveranstaltung ... bis ich ihm sagte, daß ich für Gitarrenunterricht normalerweise Geld nehmen müßte und er sich ja noch garnicht vorgestellt habe. Ich muß ja zugeben, ich habe mich mit meinen Eigenmächtigenkeiten etwas provokant verhalten ;-) Aber das wirkte und er zog von dannen ... wie ich später allerdings feststellte, war er kein Mitarbeiter, sondern ein etwas merkwürdiger Kunde vom Musicstore Cologne ... sowas gibt es auch. Der Store ist übrigens ein beliebter Treffpunkt für die höher, schneller, schriller-Fraktion. Steve Vai ist ein Gichtfinger gegen diese Shrapnel-Mutationen, die sich in so erbarmungsloser Manier da die Ibanez in die Hand drücken ... schauderhaft und leider unabwendbar. Aber was tut man nicht alles wg. eines Schnäppchens, hahaha!

Alles in allem waren meine Erfahrungen mit den bekannten Läden soweit gut und wenn es mal zu Mißverständnissen oder Seltsamkeiten kam, war immer noch was witziges dran. Letztlich ist der Job in einem Musikgeschäft oft ähnlich dem Job des Wärters in einer geschlossenen Anstalt.
 
Joe Guitar":pjq8v3r6 schrieb:
...Jungs die nur mal in den laden gehen um mal auf ner Teuren Klampfe spielen zu können...

Zuerstmal ein Hallo an alle :-D

Also meiner Meinung nach gehört das zu einem guten Musikladen, das man hingehen kann und dort das anspielen kann was man möchte. Auch wenn der Verkäufer jetzt nachher die Gitarre halt putzen muss. wenn man keine Vergleichsgitarre zum spielen hat könnte man ja die Gitarren ja gleich nur noch bestellen ohne sie getestet zu haben, und für irgendwas stehen die teuren Gitarren ja auch rum, und der Service ist ja für solche Dinge da, oder!?? Ich war auch schon im MP und hab ne Gretsch ausprobiert, zum Vergleich zu ner Ibanez Artcore. Entrüstet hat mich eigentlich nur, als ich mich am Ende für eine Korea PRS entschieden hatte, und gefragt habe, ob ich mir die Gitarre in schwarz mal ansehen könnte und der Verkäufer nur meinte, sie sähe gleich aus und kehrt machte, als ob es nicht klar wäre das wenn ich nach der anderen Farbe frage, Interesse an der Gitarre hätte :? . Allerdings werde ich jetzt vorerst nichts mehr im MP kaufen, der Service ist unglaublich...beides, die PRS und den Amp denn ich gekauft hatte, waren kurz später ein Garantiefall, den Verstärker brachte ich jetzt schon zum 2ten mal, der Verkäufer hat dann gemeint, ich könnte ihn ja gleich selbst bei der Firma vorbeibringen. *nerv* :shock:. Immerhin, das erste mal hatte MP mir den Amp gleich nach Hause geschickt, in einer Riesenschachtel, in welcher sie auch noch gleich einen Grossteil an Müll mitgeschickt haben :| . Wenn der (schlechte) Service besser wäre, würde sich das wahrscheinlich auch ändern. Da gehe ich lieber in unseren örtlichen Laden. Da kann ich zwar nicht auswählen, aber immerhin bringt der Verkäufer bereitwillig die Gitarren zum testen.

hoffe, meine Meinung ungefähr verständlich ausgedrückt zu haben :lol:

greetz

edit: sorry dass der Eintrag 2mal drin ist... :oops:
 
Hai,

und ich behaupte mal, daß für jeden doofen Verkäufer in den großen Läden jeden Tag mindesten 100 bekloppte Kunden reinspazieren.



.
 
physioblues":1a8i448u schrieb:
Hai,

in den großen Läden jeden Tag mindesten 100 bekloppte Kunden reinspazieren.



.

Hi,

Bist Du Verkäufer? ;-) .ne aber Du hast schon recht,es gibt schon so gewisse spezialisten!Nur eigentlich heisst es ja "der Kunde ist König",man muss es damit ja nicht übertreiben,aber schliesslich solte ma verdammt nochmal freundlich behandelt werden,weil in Musikläden halt doch bisschen mehr Geld liegengelassen wird,wie im Aldi bei der gereitzten Verkäuferin.
Gruss Jochen
 
physioblues":3p5s55jj schrieb:
Hai,

und ich behaupte mal, daß für jeden doofen Verkäufer in den großen Läden jeden Tag mindesten 100 bekloppte Kunden reinspazieren.

.

Das glaube ich aber auch!

Hallo Stefan, tach zamma.

Wo gibt es das denn, dass man ein mal monatlich das gesamte Geschäftsinerieur mit Fettfingern begriffeln, allen Anwesenden mit Lärm und dummen Fragen auf den Sack gehen, und Instrumente mit Gürtelschnallen, Fingernägeln und Plecs verkratzen darf, um nach einer Stunde öffentlicher Probe mit dem Hinweis, man müsse sich das (was auch immer...) noch mal überlegen, das Schlachtfeld des Geschäftes und der zurückbleibenden Gesichter zu verlassen?!?
Gibt es irgend eine Branche von der man ähnliches erwartet, wie von Musikalienhändlern? Gibt es irgend eine Branche, die ähnliches Verhalten ihrer "Kunden-Könige" duldet?
Mir fällt keine ein.

Ich bin ein energischer Feind jeder Form angestellter Bräsigkeit. Trantüten soll man scheuchen, notfalls feuern.
Aber :!:
Gammelige, nervige unangenehme und unvorsichtige möchtegern "Könige" auch.
Gegenseitiger Respekt und höfliche Ansprache öffen oft Türen und Tore!
 
Nabend zusammen!
Ich habe mal in einem Laden den amüsanten und dennoch sehr direkten Hinweis gelesen:
Wenn Der Kunde behandelt werden möchte wie ein König, so möge er sich auch wie einer benehmen!
Ja, der Sauerländer ist 'ne direkte Natur und schwafelt nicht viel drumherum :)

Leider gibt es immer wieder Deppen, die sich in Läden benehmen wie Sau und damit die kleine, aber sich im Hirn festsetzende Minderheit (vgl. Klassifizierung von Ausländern in D ["alle Polen klauen"]) repräsentieren. Leider gibt es dann auch Verkäufer, die es nicht auf die Reihe bekommen (bzw. deren Nervenkostüm kollabiert ist), diese Deppen vom ordentlichen Kunden zu unterscheiden und fröhlich verallgemeinern.
Man hat übrigens meiner Erfahrung nach beim Händler direkt einen Stein im Brett, wenn man zuerst seine Jacke (und ggf. das geknöpfte Hemd) ablegt bevor man sich in die Nähe der Harfen bewegt - das signalisiert dem halbwegs intelligenten Händler "Nu kuck, der will uns nicht alles verschrammen" ;-)
 
Banger":ru66ujh4 schrieb:
Man hat übrigens meiner Erfahrung nach beim Händler direkt einen Stein im Brett, wenn man zuerst seine Jacke (und ggf. das geknöpfte Hemd) ablegt bevor man sich in die Nähe der Harfen bewegt - das signalisiert dem halbwegs intelligenten Händler "Nu kuck, der will uns nicht alles verschrammen" ;-)

Ich hab letzten Samstag bei einem Gig die Knöpfe meines weißen Hemdes mit Leukoplast abgeklebt :-D Das hat mir backstage zwar einige ungläubige Blicke eingebracht, aber dafür gehts meiner Gitarre immer noch bestens!
 
cook":xhgrcvx4 schrieb:
Ich hab letzten Samstag bei einem Gig die Knöpfe meines weißen Hemdes mit Leukoplast abgeklebt :-D Das hat mir backstage zwar einige ungläubige Blicke eingebracht, aber dafür gehts meiner Gitarre immer noch bestens!
Im Gegensatz zur Ware im Laden sehe ich das bei meinem Eigentum nicht sooo eng. Wenn in mein Baby 'ne Macke kommt, isses halt Rock'nRoll :cool:
 
:-D :-D :-D :-D :-D

ich find aber auch: nur geräte mit macken und denen man das alter ansieht haben charme.... muss kein teures Vintage-zeug sein, aber was altes spricht mich einfach mehr an!
 
cook":1yiphdxa schrieb:
Ich hab letzten Samstag bei einem Gig die Knöpfe meines weißen Hemdes mit Leukoplast abgeklebt :-D Das hat mir backstage zwar einige ungläubige Blicke eingebracht, aber dafür gehts meiner Gitarre immer noch bestens!

Äh nicht wirklich, oder?

Metal-Band oder Galagruppe?

SCNR
burke
 
W°°":1x4mlzk7 schrieb:
physioblues":1x4mlzk7 schrieb:
Hai,

und ich behaupte mal, daß für jeden doofen Verkäufer in den großen Läden jeden Tag mindesten 100 bekloppte Kunden reinspazieren.

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Das glaube ich aber auch!

Hallo Stefan, tach zamma.

Wo gibt es das denn, dass man ein mal monatlich das gesamte Geschäftsinerieur mit Fettfingern begriffeln, allen Anwesenden mit Lärm und dummen Fragen auf den Sack gehen, und Instrumente mit Gürtelschnallen, Fingernägeln und Plecs verkratzen darf, um nach einer Stunde öffentlicher Probe mit dem Hinweis, man müsse sich das (was auch immer...) noch mal überlegen, das Schlachtfeld des Geschäftes und der zurückbleibenden Gesichter zu verlassen?!?
Gibt es irgend eine Branche von der man ähnliches erwartet, wie von Musikalienhändlern? Gibt es irgend eine Branche, die ähnliches Verhalten ihrer "Kunden-Könige" duldet?
Mir fällt keine ein.

Ich bin ein energischer Feind jeder Form angestellter Bräsigkeit. Trantüten soll man scheuchen, notfalls feuern.
Aber :!:
Gammelige, nervige unangenehme und unvorsichtige möchtegern "Könige" auch.
Gegenseitiger Respekt und höfliche Ansprache öffen oft Türen und Tore!

dann könnt ihr euch mal vorstellen, wie es MIR ergeht, als richtig ausgebildeter Musikalienhändler (und NICHT Verkäufer im Musikalienladen oder gelernter Einzelhändler im Musikladen)
Kommt mal jemand rein, mit dem ich mal richtig fachsimpeln kann? Nein, denn wir haben im Laden mit Gitarren, Rockmusik nichts am Hut.
Das heisst nicht, das ich die Kunden nicht beraten kann.
Aber dann soll ich den leuten Noten lesen können, wissen ob die das spielen können (das ich auch noch jedes Instrument spielen kann um das zu beurteilen soll auch noch sein, oder wie?)
In einer Buchhandlung verlangt auch keiner, das ich ihm den Inhalt vorlese oder gar das Lesen beibringe.

Oder einen unbekannten Schlager von Anno dazumal kennen. (Was ich an Hits aus den 70ern, 80ern kenne, da fragt keiner nach.) Das ich sofort den Komponisten kenne, wenn mir jemand nur einen Titel nennt, noch nicht mal für welches Instrument (darunter ist es ja einsortiert) wird auch noch selbstverständlich verlangt. Oder auch woarus das Werk ist.

Ähnlich ist es mit der Zahlungsmoral, auf Rechnung, auf EC-Karte (selbst für kleine Beträge), auf Zettel (wird eingesammelt und viel später bezahlt), das gibt es woanders nicht. "Sie sind ja auch kein Kaufhaus" darf man sich sagen lassen. Klar. Dann wird auch noch um Prozente gepokert, wobei dies quatsch ist (Notenpreisbindung).
manchmal sind sich die Leute zu bequem mal eben in die Stadt zu fahren und man soll es zuschicken.

Den Service - für so wenig Geld - gibt es nirgendwo anders.
Und dafür habe ich dann Musikalienhändler gelernt und verdiene netto 800 (!) Euren (3/4 Stelle, da Vollzeit nicht bezahlbar und auch nicht lohnt bei dem bisschen mehr netto), 110 Euren fahrtkosten, maximal 3 Stunden Fahrerei am Tag.
Nö, das möchte ich manchmal an den Nagel hängen.
Musikalienhändler macht hier und da keinen Spass mehr - da würde ich gerne die Problemchen der Leute in den Gitarrenläden seeehr viel lieber in Kauf nehmen.
Ich bin gerne nett und zuvorkommend, freue mich wenn ich den leuten helfen kann, verstehe mich mit den Stammkunden sehr gut und habe auch genug Fachwissen um die Kunden zu beraten (leider nicht mit dem Wissen, mit dem ich am liebsten "beraten" würde)
Aber irgendwann stosse ich an meine Grenzen und es ist zuviel.
Und die Umsätze werden eh weniger, da die Leute hier und da sparen. Somit habe ich weniger Arbeit und eh schon einen kleinen Lohn.
Dafür mach ich es jetzt den leuten gleich und spare ebenfalls hier und da ein.
ich werde gar nicht mehr auf Konzerte gehen, erheblich weniger CD's kaufen und auch gitarrenmäßig geizen.
Damit sorge ich im Endeffekt auch für die schlechteren Umsätze, unter denen ich auch "leide", aber es geht nicht anders.
Hier schliesst sich der Kreis.
Ich denke mal das ich den Job Ende des Jahres ganz aufegegeben habe (nach fast 10 Jahren), da er meiner Ansicht nach keine Zukunft mehr hat.
Manchmal frage ich mich ob ich damals eine fehlentscheidung bei der Jobwahl getroffen habe.

Ihr stört euch an (nicht ausgebildeten) Verkäufern in Gitarrenläden, ich bin ausgebildet und störe mich an den Ansprüchen der Kunden.
Im meinem Laden ist es ja mit noch mehr Aufwand verbunden, zu verkaufen. Wo sonst muss man für sowenig "Verdienst" an der Ware soviel Fachwissen aufbringen?
 
Naja, der Vergleich mag hinken, aber ich denke in einem KLamottemladen ist es ähnlich. Da geht man ja auch rein, probiert alles an, passt nicht, sieht scheisse aus oder findet nicht das Richtige, man legt´s völlig zerknüddelt wieder hin und raus. Klar! Nicht jeder der Klamottenkaft summt in einer Affenlautstärke "Stairway to heaven" vor sich hin.

Mit dem Gegenseitigen Respekt, dass geht völlig in Ordnung. Man fühlt sich mit Sicherheit wohler, wenn man beim Gespräch mit Kunde/Verkäufer sich nicht bediderseits für ein Arschloch hält. Aber wenn mich jemand fragt: " Wie dat Effektgrät gefällt dir nicht?" "Nee," sag ich, " prinzipiell wirklich nett, aber leider hat es einen mittigen Klang, den finde ich nicht so umwerfend." Dann zieht Gegenüber die Augenbrauen hoch. " Ja, dann muss ich das Gerät mal checken bevor ich es zurücknehmen kann"." Bravo", denke ich mir, " wärs´s kaputt, wär´s eh ein Gewährleistungsfall (nicht Garantie und ich muss auch nicht dreimal nachbessern lassen, sondern kann die Kohle direkt zurückfordern, wenn mir danach ist!!)" Aber was soll´s . Er dröhnt halt mit dem Ding rum und slbst ein Baum hätte gehört, dass das Ding den Klang stark verändert. Wie auch immer, man kommt sich bei solchen Sachen eben doof vor und ich halte mich eben nicht für einen bekloppten Kunden, sondern für einen höflichen Menschen, der halt nicht verarscht werden will.

Anders die nette Angestellte aus dem kleinen Gitarrenladen. "Ich bräuchte da ´nen Gigbag für eine 335!". "Oh, das stellen wenige her. Aber ich habe mal welche bestellt, die hatten genau diese Form. Einen müsste ich noch auf Lager haben", geht los und holt´s. Dann nehm ich noch einen Dampit, einen Notenständer und Saiten. Zahle das Ganze, freue mich über den super Gigbag und denke nicht darüber nach, ob ich eventuell hätte handeln müssen, weil ich sonst verarscht werden könnte.

Wenn ich den Ausgangs Post betrachte, wäre es so als hätte die den Gigbag nur aus dem Lager geholt, wenn ich vertraglich versichere den auch zu nehmen.
 
Marcello":26hybt9t schrieb:
" wärs´s kaputt, wär´s eh ein Gewährleistungsfall (nicht Garantie und ich muss auch nicht dreimal nachbessern lassen, sondern kann die Kohle direkt zurückfordern, wenn mir danach ist!!)"

Hi,

so einfach ist es nicht, da bist Du fehlinformiert.

(davon ausgehend, daß Deutsches Recht Anwendung findet, oder bist Du Österreicher/ Schweizer? Da kenne ich mich nicht aus...)

Also erst mal gibt es seit der Schuldrechtsreform 2001 den Begriff der Gewährleistung im BGB nicht mehr (alle bisherigen Leistungsstörungen werden unter dem Begriff "Pflichtverletzung" zusammengefaßt, es wird nicht mehr zwischen Unmöglichkeit, Verzug oder Gewährleitung unterschieden UND die eigenständigen Gewährleistungsrechte beim Kauf wurden (zum Glück) abgeschafft)! Der Primäranspruch bei Sachmängeln ist die Nacherfüllung, zunächst kann der Käufer also (nur) Nachbesserung der fehlerhaften Sache oder Ersatzlieferung einer neuen (mangelfreien) Sache fordern.

Erst wenn die Nacherfüllung scheitert, kommen die Ansprüche auf Rücktritt, Minderung, Schadensersatz und Aufwendungsersatz in Betracht. Dazu muß die Nacherfüllung allerdings unmöglich oder unverhältnismäßig sein, oder die eine dem Verkäufer gesetzte Frist verstreicht erfolglos.

Die Folgen des Rücktritts dürften bekannt sein, Käufer und Verkäufer haben erhaltene Leistungen gegenseitig zurückzugewähren.

Fazit: ein Anspruch auf Rückerstattung des Kaufpreises kommt erst dann in Betracht, wenn der Verkäufer keine Nacherfüllung leisten kann oder will.

Gruß
burke
 
@ burke: Du hast Recht: vielleicht sollten wir noch einmal über die weißen Hemden nachdeken ;-) ;-) ;-)
 
@cook: näht Pailetten drauf... oder noch schwuler: nehmt diese Show-Glitter-Hemden *hr hr hr*

@burke: ich war die Tage mal am überlegen: "Was studiert der burke eigentlich noch gleich...?" - jetzt weiss ich's wieder, danke *g*
 
Marcello":3vqdddch schrieb:
Naja, der Vergleich mag hinken, aber ich denke in einem KLamottemladen ist es ähnlich. Da geht man ja auch rein, probiert alles an, passt nicht, sieht scheisse aus oder findet nicht das Richtige, man legt´s völlig zerknüddelt wieder hin und raus. Klar! .

Das ist richtig. Ich glaube aber nicht das du zum Klamottenverkaufen soooviel an fachwissen brauchst und auch soooviele Löcher in den Bauch gefragt wirst. Oder das du da den Leuten auch noch soviel drumrum erzählen musst. Oder den Leuten die Sachen anprobieren musst...
Deshalb handelt es sich da auch meist um Verkäufer und nicht um Händler.
Anders beim Musikalienhändler... Ich stehe nicht bloss rum um zu kassieren und aufzuräumen.
 

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