Guitar Rig 4.


A
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Hi

Weihnachten steht vor der Tür ;) und das netz lässt einem förmlich den Sabber im Mund zusammenlaufen.
Ich bin nähmlich auf Guitar Rig 4 gestoßen.
Ich hatte vom 3er mal die Demo udn fand die Sounds ziehmlich gut.
Ich habe wie ich finde eigentlich ein ganz ordentliches Live Setup und die Frage ist jetzt zurecht wofür 400€ ausgeben wenn ich doch Soundmäßig zufrieden bin?
Die Antort findet sich im Praktischen. Ich spiele mit einem Freund (2Mann Coverband) oft in sehr kleinen Bars , Clubs , oder mit anderen Leuten oft in Kirchen oder kleinen Andachten. Bei solchen Lokations ist weniger oft mehr. Ich will dort nicht immer Amp, Kabel, riesenboard , Mikro etc hinschleppen und aufbauen. Zumal oft Platzmangel herscht. Und da wirkt für mich die Lösung mit diesem einen Floorboard von Guitarrig verlockend.

So jetzt zu meinen Fragen.
Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit dem Vorgänger oder sogar mit aktuellen Modell gesammelt? Wenn ja , Welche?

Brauche ich für mit Guitar Rig sonst noch etwas auf der Bühne , oder kann ich einfach direkt von dem Teil ins Pult?

Ist das Volume Pedal beim Kontrollboard auch als WahWah einstellbar ? (bin vielleicht blöd aber habe diesbezüglich nichts gefunden)

Dient das Kontrollrig auch als normales Interface fürs Homerecording?

Wenn ich etwas Live bzw in der Pause etc verändern will komme ich um den Laptop wohl nicht drumrum , oder?


Vielen Dank für eure Zeit
gruß
Matze
 
Ugorr
Ugorr
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Moin.
Den Laptop brauchst Du doch sowieso, denn das Kontrollpedal steuert doch nur die GuitarRig-Software an. Oder bin ich da auf dem total falschen Dampfer?
Ich würde Dir eher einen Modeller ala TonelabST oder POD X3live nehmen.
Gruß
Ugorr
 
A
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Hi

Achso o_O
Ich dachte man kann die Presets auf das Kontrolldingens speichern ...
Naja nochmal erkundigen :roll:

Gruß
Matze
 
A
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Du bist da auf einem völlig falschen Dampfer. Guitar Rig ist SOFTWARE.
Der Rig Control ist lediglich Interface und (aktuell auch MIDI) Fußschalter.
Wenn dein Budget 400,- beträgt schau dir das Digitech RP1000 an.
 
A
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Wenn dein Budget 400,- beträgt schau dir das Digitech RP1000 an.

Oh mein Gott, was hast du getan :shock:
Ich bin völlig angetan von dem Teil . Ich habe es immer geliebt wie bei meinem alten ME50 eine pedalboardfunktion zu haben , also Chorus Delay Distortion Live zu steuern. Das hat dann aber immer unter mangelnder vielfalt und möglichkeiten gelitten. Hier habe ich die Möglichkeit quasi 5 Live Pedalboards als Presets in der unteren Reihe zu speichern und live in der oberen reihe zu spielen.
Das man dann auch noch den eigenen Lieblingszerrer udn auch den Ampsound, wenn ich wiedder nen größeren auftritt mit allem habe , quasi dazu schalten kann macht das teil für mich perfekt!!
Wenn es jetzt auch nur halbsogut klingt wie es sich in meinen Augen bedienen lässt wäre es perfekt.
Danke für diesen großartigen Tipp.

Gruß
matze
 
gwenman
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Hi,
Mit GuitarRig (Version 1-3) hab ich zu Hause immer wieder mal ein paar Aufnahmen gemacht. Clean-Sounds sind ein paar sehr leckere enthalten. Die Angezerrten Modelle hören sich seit V3 auch nit schlecht an (ich hab sie aber immer als recht "synthetisch" empfunden). Vor allem das editieren der ganzen Einstellungen (Amps, Boxen, Effekte usw.) noch nach der Aufnahme ist recht spannend.
Live hatte ich es nie in Verwendung.

Schuki":3pq6d1ns schrieb:
Wenn dein Budget 400,- beträgt schau dir das Digitech RP1000 an.
Wenn es jetzt auch nur halbsogut klingt wie es sich in meinen Augen bedienen lässt wäre es perfekt.
Danke für diesen großartigen Tipp.

Gruß
matze

Wenn du noch 50€ draufpackst, kriegst du auch das Boss GT 10, welches ich sehr empfehlen kann. Hat zwar ein paar Studio-Features weniger als das RP1000 (kein XLR-Ausgang, nur 1 USB-Anschluss...), trotzdem voll Live-Tauglich. Gibt aber noch viele Alternativen in der Preisklasse. Geschmackssache, wenn du mich fragst...

Seit ich mein GT10 hab, brauch ich auf jeden Fall kein Guitar Rig mehr, weil das ja eh praktisch ein GuitarRig-Komplettsystem zum mitnehmen ist :)

Aber, anscheinend war das eh ein Missverständnis deinerseits, im Bezug auf GuitarRig.

Freundliche Grüße
 
A
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Hi

Ja war ein Missverständnis ,trotzdem danke für die Antwort , ich hatte im Eifer des Gefechts einfach falsch gelesen .
Beim Digitech begeistert mich ine rster Linie die Steuerung. Mann müsste einfach mal verschiedene Modelle dieser Preisklasse im Vergleich hören.Also am betsen gleich 5 von den 400€ kisten zu weihnachten bestellen ;)

Gruß
matze
 
gwenman
gwenman
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Schuki":1xnknhjp schrieb:
Hi

Ja war ein Missverständnis ,trotzdem danke für die Antwort , ich hatte im Eifer des Gefechts einfach falsch gelesen .
Beim Digitech begeistert mich ine rster Linie die Steuerung. Mann müsste einfach mal verschiedene Modelle dieser Preisklasse im Vergleich hören.Also am betsen gleich 5 von den 400€ kisten zu weihnachten bestellen ;)

Gruß
matze

Diese Art der Steuerung ist übrigens auch beim GT-10 möglich. Jetz aber genug der Werbung :p

Viel Spaß beim Testen-lass mal hören, was deine Vergleichstests ergeben haben. Ich bin da auch nicht mehr auf dem neuesten Stand, was es so gibt.
Gruß
Philipp.
 
A
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Das RP1000 finde ich ungeschlagen*. Ob in den Effekten den Ampmodels
oder der Metallkonstruktion. Einzig fehlendes MIDI und fehlende Schalt-
ausgänge sind ein Manko was beim spielen in die PA oder mit 1-Kanal
Amps nicht äußerst ins Gewicht fällt.

*Im Vergleich zu BOSS GT8/10, POD X3 Live & Co.

Edit:
Ich hoffe noch auf ein MIDI Upgrade/einen Nachfolger der MIDI&Relais hat. :|
 
HaWe
HaWe
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Tip von mir:
Schau Dir auch den POD XTL an.
Das ist zwar das vorletzte Modell von Line6, m.E. aber durchaus brauchbar.

Tja .... ist wohl wie immer ....... selbst testen ist angesagt. ;-)

Aber, das macht ja auch Spaß! :)
 
Sonny
Sonny
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Ich benutze Guitar Rig 4 seit kurzem und bin doch recht begeistert

Klingt wesentlich besser als das alte 3 und lässt sich teilweise auch besser steuern.
Die Presets wurden endlich überarbeitet und klingen nun endlich richtig :cool:

Mein Fazit::dafuer:

Dennoch finde ich dass manche Hardware Modeller es besser machen.Trotzdem als Demo eine gute Wahl wenn man ein Interface hat.
 
Raptor
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In der Preisklasse möchte ich noch kurz das Line6 M13 in die Runde werfen. Habe ich selber nicht gespielt, aber soweit ich weiß sind dazu hier im Forum und auch generell bei Tests nur positive Meinungen zu hören. Die Idee mit den "Stompbox Board Presets" ist hier ebenfalls vorhanden.
 
Ugorr
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Moin.
Das M13 ist doch ein reines Effektegerät. Shuki möchte ja bei kleinen Gigs auch Ampsimulationen nutzen. Das bietet das M13 imho nicht. Als reines Effektgerät aber ein prima Teil.
Gruß
Ugorr
 
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Hi

Moin.
Das M13 ist doch ein reines Effektegerät. Shuki möchte ja bei kleinen Gigs auch Ampsimulationen nutzen. Das bietet das M13 imho nicht. Als reines Effektgerät aber ein prima Teil.

Genau so ist es. Vom M13 hab ich hier schon vor längerem viel positives gehört aber für meine zwecke nähmlich auch ohne amp spielen zu können im moment eher ungeignet.
Kommt sowas eigentlich arg komisch sollte man sich gegen die Weihnachtszeitzeit drei so Kisten zum Testen bestellen?
Ich weiß eigentlich ist es ja mein gutes Recht Sachen zu bestellen und innerhalb der Frist zurückzuschicken (mein Musikgeschäft des Vertrauens führt die Teile leider nicht)
Aber ich komme mir bei sowas irgendwie "affig" vor . Drei solche Teile zu betsllen , aber wie sonst will ich einen vergleich bekommen....
Naja schönes Wochenende , ich hab meins nämlich schon heute
:cool:
Gruß
Matze
 
A
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Hi,
ich spiele das GT 10 von Boss mit einem oder zwei aktiv Monitoren oder über die Pa falls vorhaden, bei kleinen Gigs.(Kneipe etc) und ich kann das Gt 10 nur empfehlen. Aber im Prinzip hat sich bei Boss seit dem GT 5 bzw, GT 3 nicht viel verändert man kann also getrost auf ein GT 3,5,6 oder 8 zurückgreifen die Teile funktionieren für solche Anwendungen zuverlässig .
Gruß
Wolle
 
E
erniecaster
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Hallo!

Schuki":13e8l25l schrieb:
Kommt sowas eigentlich arg komisch sollte man sich gegen die Weihnachtszeitzeit drei so Kisten zum Testen bestellen? Ich weiß eigentlich ist es ja mein gutes Recht Sachen zu bestellen und innerhalb der Frist zurückzuschicken (mein Musikgeschäft des Vertrauens führt die Teile leider nicht)
Aber ich komme mir bei sowas irgendwie "affig" vor . Drei solche Teile zu betsllen , aber wie sonst will ich einen vergleich bekommen....

Es ehrt dich, dass du dir diese Gedanken machst. Grundsätzlich ist es so, dass jeder Händler, der online seine Waren anbietet, damit leben muss. Das bedeutet meiner Ansicht nach aber nicht, dass man diesen Service wirklich ausnutzen muss.

Mein Vorschlag: Überleg dir erst einmal, was du brauchst. Was soll das Gerät für dich können? Mach dir mal einen Zettel, auf dem steht, welche Sounds du tatsächlich benutzt, wie viele Sounds in einem Song etc. Lade dir danach erstmal die Bedienungsanleitungen runter. Die liest du in aller Ruhe durch. Kannst du dir vorstellen, wie die Geräte zu bedienen sind? Oder sagst du "das muss ich aber erstmal probieren"? Was kosten die Teile? Ist eins signifikant billiger als die anderen?

Harmony-cental.com ist ja eine Art Comedy und man muss das sehr vorsichtig lesen. Wenn aber in sehr vielen Beiträgen z.B. was von schlechten Buchsen oder Rauschen steht, kann man das ernst nehmen. Ich meine, dass man das ruhig lesen sollte, bevor man was bestellt.

Nach diesen Recherchen wird dir ein Gerät am sympathischsten sein. Das bestellst du dir und probierst es. Und wenn das in der Bandsituation funktioniert, ist der Käse gegessen und du denkst nicht mehr darüber nach, ob ein anderes Teil besser wäre.

Mein Tip übrigens: Line6 M13 plus ein Treter der Character Series von Tech21. Das benutzt du als "kleines Besteck". Und wenn es laut sein darf, das M13 plus deinen Amp. Aber das ist nur eine sehr theoretische und sehr subjektive Meinung.

Gruß

erniecaster
 
A
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Hallo,
öhem...
nur als kleine Frage:
wenn Du als 2-Mann-Combo spielst ... oder in Kirchen oder in kleinen
Clubs - da wirst Du doch wohl kaum Metal machen oder tausend Sounds
brauchen, denke ich mal.
Da kann man sich doch nen kleinen Combo hinstellen und vielleicht
zwei Treter - warum glauben die Leute bloß immer daß man zig Sounds und Simulationen braucht?
Spielen muß man können, es gibt doch viele Möglichkeiten mit den Fingern
und den Pickups und den Potis was zu machen.
Warum soll ich mir eigentlich ne Simulation eines Amps kaufen wenn ich den Verstärker benutzen kann...?
Für Recordings find ich das ok mit dem Digitalkram -
aber live ist das doch völlig unnötig.
Dem Publikum ist doch völlig egal ob ein Sound exakt wie auf dem Album klingt - und ich maße mir an Dinge so zu spielen wie ICH das gut finde,
mit meinem Sound, da hat sich noch niemand beschwert.
Also bitte - mehr Mut zur Eigenständigkeit und zu individuellem Sound.

Grüße,
Stefan
 
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und ich maße mir an Dinge so zu spielen wie ICH das gut finde,
Ich auch :cool:
Ich spiele seit ca 4Jahren genau so wie du das beschrieben hast,kleiner combo ein paar treter fertig.
Und , das funktioniert auch^^
Nur glaube ich das mir so ein Gerät die Proben, das Recording und viele Livestituationen erheblich vereinfacht.
Spielen muß man können,
Daran arbeite ich jetzt schon seit 4-5 Jahren und es wird nicht besser ,also muss man eben mal Geld investieren ;-)

Gruß
Matze
 
A
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Das Guitar Rig 3 KE finde ich ganz gut. Ich nutzte es allerdings vorwiegend für die Produktion von Intros. Auch für unterwegs und zum Aufnehmen von Ideen und Demos ist das eine ganz nette Sache.
On Stage habe ich es auch noch nicht genutzt. Da setze ich auf anderes Equipment. Wäre aber interessant, das mal zu machen. Jemand umfangreiche Erfahrung damit?
Wenn ich das so richtig mitbekommen habe, hat Rammstein während der Produktion ihres neuen Album Guitar Rig in Strophenteile und bei cleanen Sachen eingesetzt. Bleibt jetzt die Frage, ob sie es Live auch so machen würden.
Jedenfalls ist das Ganze ein interessantes Thema.

Greets!
 
Woody
Woody
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Ugorr":3v6vhzkd schrieb:
Moin.
Das M13 ist doch ein reines Effektegerät. Shuki möchte ja bei kleinen Gigs auch Ampsimulationen nutzen. Das bietet das M13 imho nicht. Als reines Effektgerät aber ein prima Teil.

Jetzt habe ich zu dem M13 auch noch mal eine Frage,
kann ich das auch als MIDI-Board verwenden?
Wenn ich damit mein Rack steuern könnte und gegebenenfalls Effekte vor die Vorstufe schalten könnte,
dan wäre das u.U. für mich interessant.

Viele Grüße,
woody
 
A
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Ich hatte GR3 jetzt mal in den Fingern und mit Laptop im Proberaum. Habe es dort an die Endstufe mit Gitarrenbox angeschlossen.
Finde auch, dass es gegenüber den Vorgängerversionen einen erheblichen Sprung bei den Amp-Modellen gemacht hat. Richtig gut fand ich den "Orange" mit Treble-Booster, Plexi ist ok, JCM800 furchtbar, "Gratifier" hmm, naja, HiGain-Maschine Ultra-wasweißich not bad.
Reagiert auch auch gut auf den Poti Gitarrenpoti, obwohl ich finde, dass viele Modelle ziemlich komprimieren.
Bis zu einem wirklichen Ampersatz im Liveeinsatz ist es m.M. klangtechnisch noch ein 1-2 Versionsnummern weit - ganz abgesehen von den ganzen computerspezifischen Problemen auf der Bühne.

Habe übrigens das Terratec-FW-Interface verwendet, das gerade bei Thomann für 99€ verramscht wird. Macht m.M. seine Arbeit sehr gut, geringe Latenz (5ms) mit einem Single-Kern Athlon-M 2.400 Hz (!), kaum Nebengeräusche und Einstreuungen.

Nach dem Test an der richtigen Box fand ich die internen Boxensims nur noch schlimm, kann auch an unserer PA liegen. Aber auch über meine JBL-Control-1 zuhause klingt's irgendwie käsig. Im Mix und vielleicht mit einem PlugIn das mit IR umgehen kommt glaube ich kaum noch ein Mensch drauf, dass die Gitarre mit Software aufgenommen wurde.
 
A
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Ist zwar 'ne etwas späte Antwort, aber weil ich zwei der hier bereits erwähnten Teile benutze (nämlich Guitar Rig 4 und ein GT-10), gebe ich mal meinen Senf dazu.

Zu GR4:
Hier haben die Native Instruments Entwickler wirklich einen großen Schritt nach vorne getan. Speziell auf der Marshall-Seite sind sehr gute neue Amp-Modelle hinzugekommen, was aber für "naturnahe" Sounds einfach ziemlich geil ist, das ist das neue "Control Room" Modul. Hier haben die Jungs von NI sich mit Peter Weihe in dessen Studio getroffen und die besten seiner Speaker/Mic-Kombinationen als Impulsantworten aufgezeichnet. Im Control Room wählt man jetzt halt 'ne Box an und kann dann in einem Mischer-Interface die Mikros nach Belieben mischen. Das ist einfach zu handhaben und macht vor allem soundmäßig sehr viel her.
Ferner sind bei GR4 dann ja schon immer ganz lustige Effekte an Bord gewesen, da wurde auch nochmal zugelegt - wer viel Homerecording betreibt, der weiß, wie gut sich die Effekte auch gerne mal für was Anderes als Gitarren einbinden lassen.
Live-Betrieb ist dann ja aber so'ne Sache. Bedenken muss man:
Wo kommt der benötigte Laptop hin? Ich hatte mir mal, temporät zumindest, so'ne Lösung gebastelt, da hab ich meinen Laptop einfach zugeklappt (kann man, zumindest bei den meisten Windows-Kisten, ja einstellen, dass der dann nicht abschaltet) und den auf 'ner Schublade in's Rack geschoben. Geht an sich. Nur, man muss dann halt auch wieder 'n Rack dabei haben. Den Laptop kann man sonst aber echt meist nicht so günstig plazieren. Die Racklösung kommt aber auch wieder mit Nachteilen, denn da kann man nicht mal eben an 'nem Parameter rumdrehen. Ich hatte auch dafür eine Lösung, hab' mir nämlich ein GR-Template gebastelt, welches ich prima mit 'nem Behringer BCR2000 (so'ne MIDI-Kiste mit vielen Drehreglern) kontrollieren konnte. Ist aber auch wieder ungeil, denn das Teil muss ja auch mit... Alternativ geht's übrigens auch (und zumindest partiell noch besser) mit einem Native Instruments Kore Controller, aber da wachsen die Kosten dann so langsam doch erheblich.
Für Macbook-Nutzer sieht die Sache noch schlechter aus, da ist's nämlich Essig mit in's Rack schieben. Standardmäßig geht so'n Teil bei zugeklapptem Deckel nämlich in den Ruhezustand. Da gibt's dann zwar die Möglichkeit, das nur fast zuzuklappen oder ein Tool namens "Sleepless" zu benutzen, davon rate ich aber dringlichst ab, denn Macbooks saugen ihre (unbedingt benötigte, die Teile werden echt warm) Frischluft durch die Tastatur an. Da kann man sich ganz schnell den Rechner wegtoasten (deshalb auch *NIE* irgendwelche Plastiktastaturüberzüge verwenden!).
Und dann sollte man nicht vergessen, dass, wenn man das Rig Control verwendet, dieses auch als Audio-Interface dient. Das liegt dann, nur mit so 'nem luschigen USB-Stöpsel verbunden, mitten auf irgendwelchen wackelnden Bühnen. Wenn der Stecker mal rausrutscht ist erstmal Schicht im Schacht (kann trotz Kabelsicherung ja alles passieren). Unter Windows kann man dann meist nicht einfach wieder einstöpseln sondern muss auch die Applikation neu starten. Ziemlich ungeile Sache.
Fazit: Letztendlich habe ich GR live nur mal bei einer Musical-Produktion im Orchestergraben verwendet. Da ist die Plazierung dann eben unkritisch. Und ich konnte per DVBT-Stick Fußball gucken (war nämlich während der WM 2006, also auch noch mit dem alten GR) ;o))

Zum GT-10:
Nachdem mir das mit GR/live also doch nicht so zugesagt hatte, musste endlich mal ein Ersatz für mein olles GT-5 ran (ich brauche einfach ständig DI-Sounds, spiele halt viel Theaterkram, da ist das mittlerweile fast Standard). Hab' also alle möglichen Geräte angehört. Letztendlich hat dann der Sound (und ein paar weitere Features, dazu gleich) den entscheidenden Unterschied gemacht. Ich finde bspw. PODs (von denen ich Modell I und 'n XT besitze) absolut undynamisch. Der Grundsound geht irgendwie schon in Ordnung, aber ich variiere Sounds extrem viel nur durch Tonabnehmer und Volume-Poti Spielereien, das machen die PODs irgendwie gar nicht gut. Ähnliches gilt, zumindest m.M. nach, für die Digitech-Geschichte. Das GT-10 hingegen macht das super.
Das RP1000 war durchaus ein attraktiver Kandidat, zumal man die einzelnen Effekte super ab/zu-schalten kann (beim GT-10 muss man da extra in den Manual-Modus wechseln, kann dann keine Patches mehr schalten, muss also wieder zurück...). Aber der Sound war's für mich dann eben doch nicht.
Ferner gibt's dann noch einen weiteren, mittlerweile für mich doch entscheidenden Vorteil: Das GT-10 hat 'nen Amp-Switcher Ausgang. Ich wollte das anfangs gar nicht mit Amp verwenden, aber jetzt isses doch quasi mein Standard-Setup geworden. Nämlich GT-10 und Laney LC50 (ein absolut unterbewerteter Amp, der ist nämlich tierisch). Ich hab' echt noch jede Menge deutlich illustreren Krempel, aber in jüngster Zeit greife ich nur noch auf diese Kombination (wahlweise noch mit ner zusätzlichen 1x12"er) zurück. Ist in 1 Minute aufgebaut, bietet extrem hohe Flexibilität und klingt vor allem saugeil (Anm.: Die Qualität der Loop im GT-10 ist DEUTLICH besser als bei den Vorgängermodellen).
Ferner hat das GT-10 noch andere sehr sinnvolle Dinge zu bieten, wie bspw. das globale Utility Menü. Nicht nur, dass man generell die Speaker-Sims abschalten kann (das geht ja mittlerweile bei vielen Geräten), nee, hier gibt's 'n globalen EQ, globales Noise Gate Threshold (superb!), globaler Hallanteil und man kann sogar Anpassungen für verschiedene Gitarren vornehmen (macht u.U. sehr viel Sinn).
Und das Teil scheint sehr solide verarbeitet zu sein. Alle Buchsen sind aus Metall und am Gehäuse verschraubt, das Pedal ist sehr robust, etc.
Nachteile hat's natürlich auch. Vor allem die Umschaltpause zwischen Patches, in denen man nicht identische Ampmodelle benutzt, nervt. Und ich finde es dann schon fast peinlich, dass sich das Teil nicht global das eingetappte Tempo merken kann (das konnte selbst das GT-5 schon vor ca. 15 Jahren, Umschaltpausen gab's da auch keine), da muss man nach jedem Patchwechsel wieder neu tappen, wenn man denn temposynchrone Delays und sowas braucht. Extrem dämlich, dafür würde ich das Ding gerne mal 'nem Entwickler in den Rachen stopfen.
Unterm Strich aber für mich bislang definitiv die beste Live-DI-Lösung, die ich je verwendet habe (und das waren so einige...).

So, genug damit.

Gruß
Sascha
 

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