Gutes Angebot?


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Was willst Du denn wissen? Applause ist die Billigmarke der Kaman Music Corp. und wird in Korea gefertigt. In diesem Fall erhältst Du einen US- Mid Deep Bowl (mitteltief, recht angenehm zu spielen, rein akustisch nicht so voll klingend) mit den im Angebot beschriebenen Features. Anzumerken ist noch, dass sie keinen eingebauten Preamp hat.
 
frank
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Hi,

ich besaß 20 Jahre eine sehr hochwertige Ovation Custom. Es stimmt, sie war sehr angenehm zu spielen, die Saitenlage war einer schlecht eingestellten e-Gitarre vergleichbar. Aber ihr Klang blieb ewig der gleiche - sehr klar, aber eher flach - ohne jegliche Veränderung. Und darüber habe ich die Lust an der Gitarre verloren.

Mein Fazit: Diese Ovations haben keinen Charakter.
 
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Hola!
Also die Korpusform von Ovations ist auf jeden Fall eine Sache für sich. Ich komme mit ihnen gar nicht klar und finde sie nicht sehr angenehm mit ihren komischen runden Rücken. Ovations sind halt eher als Bühnenakustiks zum stehend spielen konzipiert.
Unverstärkt/akustisch gespielt klingen sie meist IMHO etwas dünn und im sitzen neigen sie dazu, durch die bauweise vom Knie zu rutschen.
Wenn es also eine Gitarre für die warmen Tage sein soll, die du hauptsächlich
a. im sitzen
b. unverstärkt
spielen willst, DANN solltest du dich eher nochmal nach einem anderen Modell umschauen!

Falls du es noch nicht getan hast solltest du eine OVation UNBEDINGT vorher anspielen um zu sehen ob du mit der Korpusform klarkommst.

Gruß
Simon

EDIT:
Nur um Mißverständissen vorzubeugen
Übern Akustikamp gefiel sie mir klanglisch ganz gut und fand sie auch nicht charakterlos. Nur das Spielgefühl sagte mir eben nicht zu.
 
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frank":13b7ca74 schrieb:
Hi,

ich besaß 20 Jahre eine sehr hochwertige Ovation Custom. Es stimmt, sie war sehr angenehm zu spielen, die Saitenlage war einer schlecht eingestellten e-Gitarre vergleichbar. Aber ihr Klang blieb ewig der gleiche - sehr klar, aber eher flach - ohne jegliche Veränderung. Und darüber habe ich die Lust an der Gitarre verloren.

Mein Fazit: Diese Ovations haben keinen Charakter.

Dem widerspreche ich heftigst. Meine Ovation hat Charakter und klingt auch; in der Tat die "elektrischste" Akustik vom Spielgefühl her. Allerdings bringt der mitteltiefe Korpus naturgemäss ein flachereres Klangbild, da das Volumen fehlt. Letztendlich sind diese Gitarren aber auch nicht dafür gebaut, sondern stellen eine robuste und feedbackfreundliche Bühnenakustik dar und hier sind sie gut. Vor allen Dingen die älteren US-Modelle mit dem "orginal" 6-Piezo Urlayout klingen ausgesprochen gut. Ein eigener Klang, über den man bestimmt trefflich diskutieren kann. Der Klang meiner US-Ovation (in der der Piezo aber noch mit einem Telexmikrofon kombiniert wird - Recording Model)) gefällt mir jedenfalls.

Ich kann sie ja Pfingsten mitbringen...
 
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Banger
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7-ender":2lkpcddo schrieb:
Dem widerspreche ich heftigst. Meine Ovation hat Charakter und klingt auch; in der Tat die "elektrischste" Akustik vom Spielgefühl her.

Hi Martin,
so sehe ich das auch. Ich habe zwar keine Ovation, aber einen Nachbau gleichen Typs. Der rein akustische Klang ist nichts für verwöhnte Ohren, aber dafür sind diese Dinger (insbesondere die flachen Ausführungen) nicht konzipiert. Der verstärkte Klang hat auf jeden Fall Charakter - der typische Ovation-Sound halt. Manch einer nennt es zurecht "Plastik-Sound", für andere ist es der Himmel auf Erden.
Ich mag die Schüssel, weil ich mir damit auf der Bühne unkompliziert den gewünschten Sound im entsprechenden Kontext (Rock, nicht Folk) zurechtbiegen kann und das Ding nicht sofort unkontrolliert loshupt. Die Decke ist halt steif wie Sau. Die Ibanez meines Vaters klingt zwar akustisch wie auch verstärkt um Welten besser, beschränkt aber die Bewegungsfreiheit auf ca. 0,5m², bevor es rückkoppelt.
Vom Spielgefühl her kommt man als schwachbrüstiger Elektro-Sechssaiter auch sehr gut mit dem Ding zurecht - es ist halt alles eine Frage der Kompromisse, die man eingeht.

Diese Argumente werden natürlich alle vollkommen obsolet, wenn man etwas mehr investiert und sich eine von Walter Kraushaars Stageplayern gönnt - Gitarren, die flach sind, akustisch übelst geil klingen und auch am Amp verdammt gut am Gas hängen, wie Walter am Freitag wieder mal gezeigt hat. Da steht ein kahlköpfiger Herr mit einer Elektro-Akustik, im Rücken ein Peavey Classic 30 ("Billig-Amp", der kleine Querverweis auf einen anderen Thread sei mir erlaubt) und im Kopf entsteht ein Zwist: das Ohr meldet: "E-Gitarre, ordentlich Gain" und das Auge: "Laber keinen Scheiß, ich sehe eine Akustische!" :-D
 
frank
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Hi Leute,

um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:

Die Marke Ovation hat einen guten Namen. Und das ganz sicher nicht ohne Grund.

So zeigte meine 1981er 1619 Custom mit eingebautem Preamp verstärkt einen sehr guten Klang. Den Sound vergleiche ich gern mit Simon&Garfunkels "Live at Central Park".

Ansonsten hätte ich sie auch nicht 20 Jahre besessen, allerdings "nur gute" 12-15 Jahre regelmäßig gespielt; denn ohne Amp wurde der Sound in meinen Ohren zunehmend fragwürdiger. Zweifelsohne hat sich mein Geschmack geändert.

Ich bevorzuge seit längerer Zeit eine "richtige" Akkustik, die - weil ohne Preamp - ggfls. über`s Mikro läuft.

Vielleicht noch ein Hinweis: Die Decke bzw. die Verbindung von Decke und Kunststoffkospur der Ovations neigen manchmal dazu, im Bereich des Steges nachzugeben. Es kann schlimmstenfalls zu einer regelrechten Beule kommen. Es macht also Sinn, nicht gerade 12er Saiten aufzuziehen und die Saiten zu entspannen, wenn man länger nicht spielt.
 
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frank":1fblyvrk schrieb:
...So zeigte meine 1981er 1619 Custom mit eingebautem Preamp verstärkt einen sehr guten Klang. Den Sound vergleiche ich gern mit Simon&Garfunkels "Live at Central Park"....

...Vielleicht noch ein Hinweis: Die Decke bzw. die Verbindung von Decke und Kunststoffkospur der Ovations neigen manchmal dazu, im Bereich des Steges nachzugeben. Es kann schlimmstenfalls zu einer regelrechten Beule kommen. Es macht also Sinn, nicht gerade 12er Saiten aufzuziehen und die Saiten zu entspannen, wenn man länger nicht spielt.

Kunststück. Paul Simon spielte dort eine Ovation 1619 Custom...

Nun zu Deinem Tip: Es ist gewollt, dass die Decke leicht gewölbt ist (Die Decke meiner Lowden ist hinter dem Steg auch leicht gewölbt, am Rande bemerkt). Ich spiele seit je her .12er Saiten auf der Ovation (das ist übrigens auch die Werksbesaitung), problemlos. Aber entspannen kann dazu führen dass die Decke "einfällt". Das habe ich schon ein paarmal gesehen, daher Vorsicht.
 
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Tach Leuts,

das mit der sich hebenden Decke ist durchaus auch bei anderen Akustik-Gitarren üblich.

Die Dauerbelastung durch den Zug der Seiten ist derart enorm, dass sich die Deck tatsächlich ein Stück hebt. Ich bezweifele jedoch, dass dies allein gefährlich ist.

Letztlich ist die Decke der A-Gitarre durch entsprechende Verleistung derart konzipiert, dass sie dieser Belastung standhalten soll. Es mag tatsächlich Gitarren geben, die derart gut gebaut sind, dass die Anhebung der Decke nicht auftritt. Aber wenn es doch so ist, muss man sich um die Stabilität nicht zwangsweise sorgen.
 
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hallo marcel,

wie schon hier so oft erwähnt, ne ovation ist geschmacksache. also spiel dir gitarre oder gerade eine ovation auf jeden fall vorher mal an. ich mag die dinger vom spielgefühl und sound überhaupt nicht. irgendjemand sagte hier "spielt sich wie ne schlecht eingestellte e-gitarre". durch den tierischen zug der auf der decke lastet, finde ich spielt sich die ovation alles andere als angenehm.

wenn du nach alternativen suchst, bemühe doch mal die suche-funktion hier, das gibt einiges her. ich spiele zuhause eine crafter und auf der bühne eine yamaha apx.

gerade die yamaha akustikgitarren haben gute klangeigenschaften und lassen sich sehr leicht spielen. wenn man also mehr e-gitarre spielt und akustikgitarre nicht gewöhnt ist, auf jeden fall eine gute wahl. hier findest du sicher gute angebote in ebay oder bei den einschlägigen händlern im internet.

viel spass beim kauf!

gruss

alex
 
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honeyweed":26wl2hj3 schrieb:
...durch den tierischen zug der auf der decke lastet, finde ich spielt sich die ovation alles andere als angenehm...

Das habe ich jetzt nicht verstanden, Alex. Worin bitte besteht denn der Unterschied zwischen einer Ovation und einer anderen XYZ-Akustik bei gleicher Mensurlänge und gleicher Saitenstärke?

OT am Rande: Sollte ich mir jemals eine Gitarre (vom Walter z.B. ;-) ) bauen lassen, hätte sie das Halsprofil meiner Ovation...
 
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honeyweed":3vuwp60l schrieb:
... durch den tierischen zug der auf der decke lastet, finde ich spielt sich die ovation alles andere als angenehm...

Das kann man so nicht stehen lassen. Es liest sich so, als sei die Belastung durch die Saiten bei einer Ovation prinzipiell höher. Dem ist aber nicht so!

Subjektiv mag man das Gefühl haben, objektiv, bei identischen Vorraussetzungen, kann es aber eigentlich nicht sein.
 
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Hallo Leute,

ich habe zwar nicht so viel Erfahrungen mit Akustik-Gitarren, aber die Ovations, die ich kenne, sind meines Erachtens hervorragende Gitarren für Bandmucker, weil sie sich alle sehr gut vom Gesang trennen (sie produzieren, für mein Empfinden, hauptsächlich Frequenzen, die über denen der normalen menschlichen Stimme liegen).

Meine Ibanez-Akustik hat dagegen eine weichen, runden Klang, der mir besser gefällt, der aber im Bandgefüge leider schon wieder mit dem Gesang kollidiert.

C-ya
 
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moin jungs,

ich meinte natürlich den subjektiven spieleindruck, den meinigen! ich empfand die ovations die ich gespielt habe, nicht als schön zu bespielen. man musste fester drücken, als bei einer anderen gitarre um es mal auf den punkt zu bringen. das fand ich nicht schön und auf dauer ein bisschen ermüdend, besonders wenn man viel barrè spielt.

und für mich muss eine akustische gitarre in erster linie akustisch also ohne amp gut klingen! für alles andere wie feedback oder allgemeinsound über pa gibts ja hilfsmittel, wie z.b. feedbackdinger ins schallloch (ein wort mit drei L, gefällt mir nicht) oder spezielle preamps von boss (ad-reihe) oder mein heissgeliebtes ag-stomp von yamaha. son geilen sound hat sonst eh keiner...

gruss an die handwerker

alex

p.s. und ob da mehr, weniger oder gleichviel zug auf der decke lastet, wäre erst zu beweisen. vielleicht kann da ja ein fachmann mal was zu sagen. ich hab auf jeden fall mal eine zerdeppert und da kam mir die decke katapultmäßig entgegen. daher meine annahme der zug wäre stärker, aber wissenschaftlich belegen kann ich das nicht und in physik war ich auch nicht gut...
 
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so, um meine schmach wieder reinzuwaschen habe ich gerade mit dem deutschen vertrieb von ovation telefoniert und einen sehr auskunftsfreudigen herrn am telefon gehabt:

der zug auf der decke ist, wie ihr schon gesagt habt, natürlich nicht höher :-(
das wirkt nur evtl. subjektiv so, weil ovation 12er aufzieht und für ein absolut einwandfreies klangergebnis 13er Saiten empfiehlt. da muss man dann schon etwas fester drücken, also nix für frauen (hat der mann so gesagt!)

das die ovation für den spieler etwas "dünn" klingt hat wohl den grund, dass beim spielen keine bassresonanzen über den korpus abgegeben werden, nach vorne ist der klang dann wie bei jeder anderen gitarre! aber man sitzt ja beim spielen selten vor der gitarre...

so, man lernt ja immer noch dazu und freut sich drüber! aber das ist dann eher was für den "ich freu mich-thread!"

gruss

alex
 
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OT:

Es gibt Sachen, die sind einfach überflüssig. Ich habe mal ein bißchen aufgeräumt.
 
frank
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7-ender":1neudugu schrieb:
Nun zu Deinem Tip: Es ist gewollt, dass die Decke leicht gewölbt ist (Die Decke meiner Lowden ist hinter dem Steg auch leicht gewölbt, am Rande bemerkt). Ich spiele seit je her .12er Saiten auf der Ovation (das ist übrigens auch die Werksbesaitung), problemlos. Aber entspannen kann dazu führen dass die Decke "einfällt". Das habe ich schon ein paarmal gesehen, daher Vorsicht.

Nun, ich habe bei meiner eine nur leichte Wölbung gehabt, die beim Neukauf nicht vorhanden war. Sie entstand durch die Zugbelastung.

Ein Gitarrenbauer erzählte mir, dass die Verbindung zwischen Kunststoffkorpus und Holzdecke (zumindest bei älteren) Ovations nicht optimal sei und sich lösen könne. Seinen Rat an mich zur Verhinderung des Schadens habe ich hier wiederholt, die o.a. Wölbung hat sich in der Folge nicht vergrößert. Vielleicht hat er den Sachverhalt falsch beurteilt.

Als ich die Gitarre verkaufte haben potenzielle Käufer genau diese Stelle kritisch betrachtet. Vielleicht wollten sie diesen Umstand nur nutzen um den Preis zu drücken.

Aber das eine Wölbung der Decke in Höhe des Steges gewollt ist, mag ich nicht so recht glauben. Immerhin zeigt sich an meiner nun schon älteren Breedlove nicht, die lange Zeit mit 11er Saiten bespannt war.

Ich bin jetzt wirklich an einem Statement unserer Gitarrenbauer interessiert.
 
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Banger
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mad cruiser":2ltrut3m schrieb:
Es gibt Sachen, die sind einfach überflüssig. Ich habe mal ein bißchen aufgeräumt.

200px-Hand_with_thumbs_up.jpg


frank":2ltrut3m schrieb:
Ein Gitarrenbauer erzählte mir, dass die Verbindung zwischen Kunststoffkorpus und Holzdecke (zumindest bei älteren) Ovations nicht optimal sei und sich lösen könne.

Hi Frank,
bei einer schlechten Verbindung zwischen Decke und Bowl würde sich die Decke am Rand von der Schüssel lösen. Eine Wölbung in der Decke selbst ließe eher auf eine unterdimensionierte Beleistung der Decke schließen; dieses Phänomen habe ich aber auch schon bei "normalen" Westerngitarren beobachtet.
 
frank
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Banger":10ctue2v schrieb:
Hi Frank,
bei einer schlechten Verbindung zwischen Decke und Bowl würde sich die Decke am Rand von der Schüssel lösen.

Ja, so wollte ich das auch verstanden wissen.

Banger":10ctue2v schrieb:
Eine Wölbung in der Decke selbst ließe eher auf eine unterdimensionierte Beleistung der Decke schließen; dieses Phänomen habe ich aber auch schon bei "normalen" Westerngitarren beobachtet.

Ja, das wäre eine logische Überlegung.

Ebenso logisch wäre aber auch, dass das Material irgend woher kommen muss, dass sich nach oben wölbt. Warum nicht vom Rand? Oder verformt sich auch die Bowl?

Anders ausgedrückt: Wenn sich die Verbindung stellenweise lösen würde, könnte sich auch eine gut beleistete Decke anheben, da sie punktuell ohne Halt ist.

Nachtrag: Wie es sich nun auch immer mit der Wölbung verhalten mag, off topic ist`s allemal. Daniel denkt ja nicht über eine alte Ovation, sondern über eine Applause der heutigen Tage in einer ganz anderen Preisklasse nach. Sie wird sich im Handling sowie in der Verarbeitung ganz anders darstellen, als meine ehemalige Custom.

Daniel, im Zweifel kannst Du die Gitarre kaufen, ausprobieren und bei Nichtgefallen zurückschicken. Da kann nichts schiefgehen.
 
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frank":27w66vfl schrieb:
7-ender":27w66vfl schrieb:
Nun zu Deinem Tip: Es ist gewollt, dass die Decke leicht gewölbt ist (Die Decke meiner Lowden ist hinter dem Steg auch leicht gewölbt, am Rande bemerkt). Ich spiele seit je her .12er Saiten auf der Ovation (das ist übrigens auch die Werksbesaitung), problemlos. Aber entspannen kann dazu führen dass die Decke "einfällt". Das habe ich schon ein paarmal gesehen, daher Vorsicht.

Nun, ich habe bei meiner eine nur leichte Wölbung gehabt, die beim Neukauf nicht vorhanden war. Sie entstand durch die Zugbelastung.

Ein Gitarrenbauer erzählte mir, dass die Verbindung zwischen Kunststoffkorpus und Holzdecke (zumindest bei älteren) Ovations nicht optimal sei und sich lösen könne. Seinen Rat an mich zur Verhinderung des Schadens habe ich hier wiederholt, die o.a. Wölbung hat sich in der Folge nicht vergrößert. Vielleicht hat er den Sachverhalt falsch beurteilt.

Als ich die Gitarre verkaufte haben potenzielle Käufer genau diese Stelle kritisch betrachtet. Vielleicht wollten sie diesen Umstand nur nutzen um den Preis zu drücken.

Aber das eine Wölbung der Decke in Höhe des Steges gewollt ist, mag ich nicht so recht glauben. Immerhin zeigt sich an meiner nun schon älteren Breedlove nicht, die lange Zeit mit 11er Saiten bespannt war.

Ich bin jetzt wirklich an einem Statement unserer Gitarrenbauer interessiert.

Ich hoffe ja wirklich, dass wir den Marcel noch nicht abgeschreckt haben, aber es gibt so wenig Ovation-Threads... ;-) . Verzeih mir!

Bowl: Der ist aus einem Formstoff hergestellt, ähnlich Fieberglas und wird in einer Form gepresst. Der verformt sich plastisch nahe Null.

Bei herkömmlichen Gitarren wird die Decke mit einem "Reifchen" mit der Zarge verbunden. Bei einer Roundback wird die Decke einfach mit dem Bowl verklebt. Bei ungeeignetem Kleber und/oder schlechter Verarbeitungsqualität kann durch die Zugbelastung die Decke sich vom Bowl lösen und möglicherweise komplett abreißen. Zumindest entsteht an der Stelle ein "Spalt". Im Normalfall jedoch ist die Verklebung auf die entstehende Belastung ausgelegt.

Ovation hat sich von je her sehr experimentierfreundlich bezüglich der Deckenbeleistung gegeben, schließlich ist die Decke das einzige an dieser Gitarre, was schwingt. Im Falle Deiner Custom und auch meiner Legend hat die Decke eine X-Beleistung (der Kreuzungspunkt der Leisten liegt vor dem Schallloch) und drei asymetrisch fächerförmig verlaufenden Leisten im Bereich hinter dem Steg, so dass die Decke um den Steg herum noch schwingen kann. Hier wird sich die Decke unter Zugbelastung also leicht wölben, konstruktionsbedingt.

So, genug kluggeschissen ;-) (sollte ich irgendwas falsch wiedergegeben haben, verbesser mich bitte, Walter)


Nochmal zu Dir, Marcel: Sollte die Gitarre ein robustes, leicht zu spielendes Arbeitstier sein, liegst Du bestimmt nicht falsch mit der Applause. Klanglich mußt Du Einbußen hinnehmen. Die Korpusform ist gewöhnungsbedürftig. Übrigens nicht nur im Sitzen, je nach Bauchform des Spielers... :cool:

Gruß, Martin
 
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Hallo
Nein ich bin noch nicht verschreckt ;).
Bin aber zu dem entschluss gekommen das ich lieber mit 200-300 € in einen Laden laufen werde und anteste was ich kaufen werde.
Ich werde wohl zu 100% im sitzen spielen, also sollte das ganze auch gemütlich sein ;).

Danke für eure "extrem" ausführlichen Antworten.
 
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Moinsen,

hi Marcel,
die Wölbung bei den Ovation is Ok auch für "sitzendSpieler"
im Stehend spielen find ichs extrem angenehm...

einziger Verbesserungsvorschlag wäre bei diesen Gitarren...die Wölbung auch nach innen gerichtet anzubieten...um in zunehmendem Alter und Absolvierung einiger GW Sessions die Wampe verstecken zu können
... :-D

aber ich würd an deiner Stelle ruhig mal ein paar verschiedene Bauformen vor Ort ausprobieren und dir "dat Rosinchen" rauspicken

greez
 
finetone
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alien":35cdao64 schrieb:
...um in zunehmendem Alter und Absolvierung einiger GW Sessions die Wampe verstecken zu können
... :-D

greez

Nu komm, soviel haben wir ja nun wirklich nicht getrunken!!
ICH zumindest nicht, soweit ich mich erinnenern kann! ;-) :lol:
 
 

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