Hilfe bei Akkordüberleitung


A
Anonymous
Guest
Schönen guten Abend zusammen,

Vorweg muss ich gestehn, dass ich wenig bis keine Ahnung von Harmonielehre besitze ... , deswegen bin ich mir nicht sicher ob die von mir gemachten Angaben zur bewältigung meiner Frage reichen, aber ich bemühe mich mal.

Vor einigen Tagen kam mir eine Melodie, kurze Zeit später eine zweite. Nun würde ich gerne beide miteinander verknüpfen, weiß jedoch nicht genau wie (da mir beide Melodien etwas bedeuten)
(Da es sich um zwei unterschiedliche Tonarten handelt)

Die Akkorde der Melodie I sind wie folgt:

D F#m Bm G

Die Akkorde der Melodie II sind wie folgt:

C# G# D#m A#m

Melodie II hatte ich schon nach C G Dm Am transponiert, was mir jedoch nicht das Gefühl gibt, welches ich mit diesem Song verbinde ....

Ich hatte folgendes als Lösungsansatz in Erwägung gezogen:

D F#m Bm G dann einen G#m/E stehen lassen und dann weiter mit C# G# D#m A#m.

Das ist meiner Meinung aber noch nicht das "richtige" (wenn man dass denn als richtig oder falsch bezeichnen kann) auf jedenfall suche ich einen Akkord welcher mir die Überleitung von dem G auf das C# bringt.

( G#m/E ist bei "Red Hot Chili Peppers - Under the Bridge" der "Überleitungs"akkord von der Strophe zum Refrain.)

Ich hoffe mir kann jemand von euch weiterhelfen :)

Liebe Grüße

tim
 
A
Anonymous
Guest
Da sehe ich nur 2 Möglichkeiten:

Entweder 'ne ellenlange Modulation, um die Tonart um 1/2 (von D auf C#) runter zu bringen.

Oder die Radikallösung à la Claptons Layla: übergangslos. Wobei Du Dir zusätzlich das pikante Problem beschert hast, dass nicht nur die Tonart 1/2 tiefer sackt sondern dies gleichzeitig per Tritonussprung passiert (Wechsel V=G auf neue I=C#).

Kurzum: Wenn besoffen - dann richtig. Da der Bruch so krass ist, dass er nicht wirklich zu glätten ist, würde ich ihn gar nicht erst kaschieren, sondern die Flucht nach vorn antreten und als "Übergang"

# entweder einfach das G am Ende um 1 oder 2 Takte als Warteposition verlängern oder (besser!) 2 Takte D anfügen. Damit rastet das Gehör eindeutig auf der Grundtonart ein, von der der Wechsel 1/2 tiefer dann ohne Modulation ganz einfach zu machen ist.
 
A
Anonymous
Guest
Bohr, wie schnell man wieder alles vergisst, was man gelernt hat ;)

Also soweit ich mich erinnere ist der Sprung von G-Dur nach Cis-Dur ein Tritonus, den man wunderbar mit Hilfe des Neapolitaners lösen kann.

Da es im Quintenzirkel abwärts geht nimmt man den Neapolitaner der Ausgangstonart (G-Dur). Den bildet man indem man die Subdominante vermollt und kleine Sexte hinzufügt. Hier in dem Fall die Töne Cis - Dis - Gis (Zum Greifen einfach einen C-Moll Barree und statt 5. Bund D-Saite den 6. nehmen). Dieser Akkord mit den Tönen wäre umgedeutet auch genausogut die Dominante in Cis-Dur, nur mit der Quinte im Bass. Also ein Akkord, der bei beiden Tonarten Sinn gibt. ergäbe sich folgendes Bild der Akkordfolge:

D | F#m | Bm | G G#/C | C# G# D#m A#m

... oder so.

Anderer Ansatz ist über den Dv zu gehen. Also eig. VII. Stufe ein verminderter Akkord. Das tolle ist, jeder Ton kann als Leitton in eine neue Tonart gelten. Also würd ich statt F# verm. einfach C verm. nutzen (ist der dritte Ton von F# verm.) und den als Übergang nutzen. Also denn:

D | F#m | Bm | G C verm. | C# G# D#m A#m

Hoffe das stimmt jetzt auch alles ;) Habs länger nicht mehr angewandt den ganzen Kram.

Gruß,
Jacques

Edit: Schöner wirds evtl. mit ein, zwei Septimen:

D | F#m | Bm | G G#/C (oder auch Cm7#5) | C#maj7 G# D#m A#m
 
A
Anonymous
Guest
Huch, ist wohl was spät und die Müdigkeit schlägt durch. Hatte den F#m ganz vernachlässigt, der müsste dann ja b5 beinhalten, sonst wirds nix... So hast du natürlich recht und es ist eher D-Dur.

Wobei die letzten beiden Chords, Bm und G auch in beide Tonarten passt und man da schon ne schleichende Modulation reininterpretieren könnte und sagen könnte, dass man das dann "ausnutzt". Bei mir klingt der Wechsel von Cm7#5 nach C#maj7 gut in dem Zusammenhang. Nur das G

Es wird zu spät. Vielleicht haben andere ja noch Ideen?

Juute Nacht!
 
muelrich
muelrich
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Transponier Melodie II einen Halbton höher nach D. Dann hast Du beide Melodeien in D ..... :cool:
 
physioblues
physioblues
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Es hängt doch vor allem entscheidend von der Melodieführung der beiden Motive ab.
Passt das überhaupt zusammen ?
Auf welchem Ton endet Melodie 1 und wo geht Melodie 2 los ?
Ist Melodie 1 schon ein in sich geschlossenes Paket ( Strophe / Vers ) und Melodie 2 auch ( als Refrain oder bridge ) ?


Noch eine Frage : Was lässt nach der Transponierung nicht mehr das gleiche Gefühl aufkommen ? Spielst du mit Akkorden mit Leersaiten ?
 
A
Anonymous
Guest
D F#m Bm G

Ganz normal im Cleankanal spielen.
DAnn kurz vor der zweiten Melodie tritt auf den Fußtaster Gain auf 12 Uhr und Powerslide von oben bis unten und dann ganz unscheinbar wieder bei C#
einsetzen ;-)
Ne aber ganz ehrlich ich kann mir nicht vorstellen das du da nen ganz holperfreien Übergang hinbekommst schließlich gehst du ja von D-Dur (2kreuz) (wobei man bei deinen Akkorden wirklich erst an G-dur denkt^^)
Nach öhm äh Gis-Dur?
Schon etwas krass wie ich finde^^
 
 

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