Innenleben einer Strat neu verdrahten


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Hallo und Guten Tag,

zunächst bitte ich 'mal um Entschuldigung, weil ich sicherlich die Suchfunktion nicht richtig genutzt habe...

Welchen Draht nehmt denn Ihr für die normalen Erneuerungsarbeiten im Inneren? Gibt es irgendwelche Empfehlungen odet tut's auch der normale Klingeldraht?

Danke für Eure Antworten und allen ein ganz schönes Wochenende
 
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Bumblebee
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Hi,

es tut auch der normale Klingeldraht :)

Ich selber würde aber sog. Clothwire nehmen. Bin vielleicht hier etwas versnobt.
Es sieht gut aus (sieht zwar unter dem Schlagbrett eh niemand) und lässt sich schön damit arbeiten.
Bekommt man bei Leosounds, TAD oder vielleicht auch im Musikgeschäft bei Dir irgendwo um die Ecke

Gruß
Bumble
 
gitarrenruebe
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Clothwire hat auch den Vorteil, dass man nicht die Isolierung "ungewollt" mit dem Lötkolben wegschmurgeln kann.

Alternativ ist natürlich auch noch so´n "braided shielded cable" ne dufte Sache:
Der "heisse" Draht innen, dann kommt Stoffisolierung, dann ein Abschirmgeflecht. Damit kann man sehr sauber arbeiten und die Masseabschirmung toll überall anlöten.
gw0837a.jpg
 
Bierschinken
Bierschinken
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Hallo,

ich spreche jetzt mal aus rein technischer Sicht . . .

Braided Wire: Hohe Querkapazität! - Das bedämpft Höhen.
Wenn man das E-Fach gescheit abschirmt ist die doppelte Schirmung mit diesem Kabel nicht nötig.

Cloth Wire: Angenehm zu Verarbeiten, da man die Isolierung zurückschieben kann und nicht abtrennen muss.
Nachteil der Sache ist der Starre Draht, dieser kann durch Vibrationen brechen oder die Lötstelle mechanisch belasten, sodass der elektrische Kontakt nichtmehr vom Besten ist.

Ich persönlich würde eine Silikon- oder PVC-ummantelte Litze verwenden mit einem Querschnitt von 0,12 - 0,25qmm.

Grüße,
Swen
 
sietec
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Alternativ ist natürlich auch noch so´n "braided shielded cable" ne dufte Sache:
Der "heisse" Draht innen, dann kommt Stoffisolierung, dann ein Abschirmgeflecht. Damit kann man sehr sauber arbeiten und die Masseabschirmung toll überall anlöten.

Ist aber für eine Strat recht untypisch.
 
Tomcat
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Clothwire. Definitiv. Den kann man sich schön zurechtbiegen, passend verlegen und in die Laschen vom Schalter und den Potis stecken und in einem Rutsch verlöten.
 
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Bierschinken":1hxv0ns7 schrieb:
Ich persönlich würde eine Silikon- oder PVC-ummantelte Litze verwenden mit einem Querschnitt von 0,12 - 0,25qmm.

Grüße,
Swen

Jupp,

das nehme ich auch. Eben wegen der "Belastung"! Klar, beim Löten muss man aufpassen, dass starre Kabel belastet beim Biegen aber halt auch die Lötpunkte.

Die starren , dickeren Cloth Kabel in die Ösen verlegen und dann löten , geht vermutlich auch, stört mich persönlich aber, weil ich zusätzlich noch einen Widerstand parallel zum Poti löte , um die Resonanzüberhöhung des Pickups zu modifizieren (250 KOhm mit Humbucker, ja das kann gut sein) und ausserdem modifziere ich ich noch Potiregelweg mit einem Widerstand plus einen Kondensator zwecks Treblebleed-Mod. Also mind. 2 Widerstände und 2 Kondesatoren im Fach. Das passt eh nicht alles durch die Öse.
 
Bierschinken
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Hallo,

Marcello das klingt interessant, was machst du denn genau mit zusätzlichen R´s?

Ich überlege grade ob es nicht sinnvoll ist grundsätzlich hinter meine Tonepotis noch so 22k - 47k zu packen um die Ausbildung der Resonanzüberhöhung beim runterregeln zu verhindern.

Grüße,
Swen
 
W°°
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Bierschinken":2ruxv4tp schrieb:
Cloth Wire: Angenehm zu Verarbeiten, da man die Isolierung zurückschieben kann und nicht abtrennen muss.
Nachteil der Sache ist der Starre Draht, dieser kann durch Vibrationen brechen oder die Lötstelle mechanisch belasten, sodass der elektrische Kontakt nichtmehr vom Besten ist.

Ich persönlich würde eine Silikon- oder PVC-ummantelte Litze verwenden mit einem Querschnitt von 0,12 - 0,25qmm.

Grüße,
Swen
Klohs Weier? Meist Du vielleicht Gewebedraht? ;-)

Mir ist noch kein Draht gebrochen. Das kenne ich nur von uralten PVC Litzen aus deutschen Gitarren der 50er und 60er, bei denen diffundierende Säure das Kupfer zerfressen hat.
Ich finde nicht hitzefeste Isolierungen in der Praxis indiskutabel.
Bis zu meinem Lebensende habe ich Draht, der sonst für Halogen Installationen verwendet wird: Eine Litze mit Silikon-Isolation und Stoffmantel. Sieht bekannt altbacken aus, aber lässt sich kinderleicht mit einem Messer abisolieren, fusselt an den Enden nicht aus und ist absolut Hitzefest. Da kann man auch mal mitten in das Gewusel mit dem Lötkolben...
 
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Bierschinken":21cw7r1u schrieb:
Hallo,

Marcello das klingt interessant, was machst du denn genau mit zusätzlichen R´s?

Ich überlege grade ob es nicht sinnvoll ist grundsätzlich hinter meine Tonepotis noch so 22k - 47k zu packen um die Ausbildung der Resonanzüberhöhung beim runterregeln zu verhindern.

Grüße,
Swen

Hi Swen,

recht einfach: I.d. R nehme ich 500 Kohm Potis für´s Volume-Poti. Dazu Rs ab 500 KOhm aufwärts parallel dazu gelötet. Ist ja so: Je Höher der Widerstand, desto höher die Ausprägung der Resonanzfrequenz. Senke ich den Widerstand, so senke ich auch die Ausprägung der Resonanzfrequenz. In Abhängigkeit von Gitarre und verwendetem Pickup, kann man "grätzige, dürre" Humbucker recht satt und ausgewogener klingen lassen. Eine Frage des Geschmacks.Man kann da gut und billig experimentieren. Ich glaube, Gibson hat mal ´ne Zeitlang (oder baut noch) 300 KOhm Potis ein, Gene Baker (R. Ford) verwendet prinzipiell 250 KOhm Potis mit Humbuckern. Man büßt etwas Output ein...

Der 2. R landet zwischen Eingang und Schleifer. Ich nehm üblicherweise 150 KOhm. Er verändert den Regelweg des Potis. Normalerweise ist ja bei "5" schon Schluss mit Runterregeln bei logarithmischen Poti. Mit dem 150 KOhm Widerstand, ist fast der gesamte Regelweg nutzbar. Wenn man seinen Sound über das Volume Poti steuert, ist das sehr willkommen, finde ich. Bei all der Modifikation braucht es noch den "Treble-Bleed", finde ich, denn sonst wird es einfach zu dumpf beim Runterregeln. Ich nutze hier meist etwas zwischen 150 - 180 pF prallel zum 150 Kohm Widerstand. Vorteil auch hier. Hätte man nur den Kondesantor am Poti, so würde er , je nach Position des Volume-Potis, frequenzselektiv arbeiten. Bei Runterregeln dünnt der Sound bei einem regulären Log Poti aus, oder wird blechern. Der Widerstand gleicht das Verhalten ebenfalls aus.
Am Tonepoti hängt bei mir ein schnöder 0,047 uF Kondensator. Ich komme damit klar...
 
Bierschinken
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Ja genau, Walter, eben jenen Gewebedraht meine ich.

Woher weisst du das mit der Säure? - klingt interessant.
Sind das acide Weichmacher die dem Cu zu schaffen machen?

Direkt brechen tut der starre Draht auch eher selten, aber die Lötstellen unterliegen mechanischer Belastung da der starre Draht mehr schwingt als eine Litze und damit die Schwingung auf die Lötstelle überträgt.
Ich kenne das von Amps, die dann plötzlich bei mir auf der Werkband stehen weil sich über die Jahrzehnte was losgerappelt hat.
Bei Gitarren hab ichs noch nicht gesehen, würde es aber auch nicht ausschließen.

Einzig mit Koaxkanel stehe ich auf Kriegsfuß, die Isolierung des Innenleiters der RG147 Kabel ist so Wärmeempfindlich wie Ed vom Schleck :roll:

Grüße,
Swen

Edit: Marcello, der Ansatz ist interessant.
Der 150k limitiert damit den oberen Widerstand des Spannungsteilers, d.h. dass auch der 150p ab einem gewissen Drehwinkel konstant die Frequenzen "durchlässt", dreht man dann aber weiter runter sinkt der Gesamtwiderstand und damit sinkt auch die Resonanzüberhöhung, so wirds beim runterdrehen nicht grätzig. - Netter Trick!

Ich finde übrigens, dass es sich wahnsinnig lohnt den Tone-C gegen einen kleineren auszutauschen. Ist schon ganz angenehm wenn der Toneregler mehr kann wie nur "dumpf".
 
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Bierschinken":549o5t5x schrieb:
Ich finde übrigens, dass es sich wahnsinnig lohnt den Tone-C gegen einen kleineren auszutauschen. Ist schon ganz angenehm wenn der Toneregler mehr kann wie nur "dumpf".

Jo, sicher, eine Frage des persönlichen Gustso. Senkt auch die Kapazität, die durch´s Tone Poti auf den PU wirkt.

Sag mal, machst du rein privat an Amps rum? Oder ist das zumindest Semi-Gewerblich , oder sowas in der Art?

Nä?! Amptechnikerse-Kontakte sind ja immer nützlich... ;-)

P.S: DEr 150 Kohm Widerstand sollte eigentlich bei "Voll auf " keine Auswirkung auf den Klang haben. Ich finde aber, hat er doch. Der biegt auch schon an der Resonanzüberhöhung rum...frag mich nicht. Ich finde, das ist so. Es klingt halt "satter" und ich steh da drauf.
 
Bierschinken
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Nää, Amps sind reines Hobby, die bau ich für mich selber.

Hin und wieder kommen schonmal Bekannte, die wissen dass ich sowas mache und lassen sich nen Satz neue Röhren oder n bisschen Soundtuning verpassen.

Der 150k macht bei Poti voll auf tatsächlich nichts! - Der kann da echt nix machen ;-)

Grüße,
Swen
 
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Bierschinken":9wmyaypf schrieb:
Nää, Amps sind reines Hobby, die bau ich für mich selber.


....und wieso ist davon nix in der Galerie zu sehen? Bisschen Lobhudelei für geile Verdrahtung und so absahnen? Na, wär das nix? ;-)
 
Bierschinken
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Ach, so toll sind die Sachen nun auch nicht und ausserdem liegt es mir nicht so zu prahlen. ;-)
 
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Bierschinken":8rb67u4a schrieb:
Ach, so toll sind die Sachen nun auch nicht und ausserdem liegt es mir nicht so zu prahlen. ;-)

:oops: :roll: Du, du typisch deutscher "mein-Licht-unter-den-Scheffel-stellen" du!
Wenn einer so tolle Sachen macht :clap: :clap: :clap: :clap:
...dann sollte, müsste, DARF er das zeigen.

Also: ab nach vorne an die tafel! :p
 
Bierschinken
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Naja, weil der Thread eh schon gehilackt ist :lol:

Der wohl größte Wurf aus dem Hause Bierschinken . . .

3rax-5p.jpg


3rax-5r.jpg


Der Amp ist von mir und einem Freund für ihn gebaut worden.
Endstufe liefert 60W mit zwei KT66, dazu gibts nen schaltbaren seriellen Loop und eine 3 Kanalige Vorstufe.
Fenderclean mit boost für crunchiges, Hot rodded Plexi für Crunch bis sattem Drive und ein SLO-artiger Leadkanal für Gebretter jeglicher Art.

Geiler Amp. :cool:

Grüße,
Swen

PS; ich bin grad an was interessantem dran, wenn es fertig ist komm ich ja vielleicht mal freiwillig an die Tafel ;-)
 
Blues-Verne
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Peetown @ SP
steht der auf normalen Füssen, oder hast du den entkoppelt?

...bzw. schon mal angehört, was da(nach) passiert?
 
gitarrenruebe
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Blues-Verne":novmu0fl schrieb:
steht der auf normalen Füssen, oder hast du den entkoppelt?

...bzw. schon mal angehört, was da(nach) passiert?

Das Ampchassis hängt wahrscheinlich schwebend im Head :roll:

Man kann hoffentlich aber auch mit einem Amp, der nicht entkoppelt ist, prima Musik machen, oder ?

Nein, scheiße, was hab ich nur die letzten Jahre alles falsch gemacht ...
Kein Böckchen-Voodoo, keine Tone-Pimping durch Buche-Multiplex-Blöcke, und meine Speaker sind zT mittig zentriert montiert:
Muss ich nun die Gitarre an den Nagel hängen :shock: ?

Herr Bierschinken, schönes Teil !
Ich kontakte Dich mal wg. einem Attentat ;-)
 
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gitarrenruebe":sktapxb9 schrieb:
Blues-Verne":sktapxb9 schrieb:
steht der auf normalen Füssen, oder hast du den entkoppelt?

...bzw. schon mal angehört, was da(nach) passiert?

Das Ampchassis hängt wahrscheinlich schwebend im Head :roll:

Jetzt komm´ich erst dahinter, worauf die Frage hinaus laufen sollte... :facepalm:


Und ich denke:" Kehr, bisse blöd, aber fragste mal lieber nicht, bevor du dir hier noch die elektrotechnische Blöße gibst!"

Jetzt steig ich dahinter! Mann, Mann, Mann, das ist schon echt "schräg", auf sowas wäre ich im Leben nicht gekommen! Ergibt aber Sinn in Zusammenhang mit der Tolex-Empfehlung!

Mir schwant so langsam, was das für "krasse" Erfahrungen sind, die man so als Ampschrauber oder Gitarrenbauer z.T mitmachen muss. Auch Gitarrenverkäufer ist vermutlich hartes Brot!
 
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Bierschinken":m2wd3brm schrieb:
PS; ich bin grad an was interessantem dran, wenn es fertig ist komm ich ja vielleicht mal freiwillig an die Tafel ;-)

Ich bitte darum!

Sieht doch geil aus!

Das nächste Mal noch etwas mehr "dokumentieren und das Innenleben ablichten, bitte! Wir sind hier nicht beim Playboy....eher amerikanische Ausgabe vom Hustler Magazin!! ;-) Wir wollen ALLES!
 
 


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