Marshall TSL 60


Gerrit
Gerrit
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Hiho Freunde der (feucht-)fröhlichen Gitarrenkunst.

Ich möchte mir einen neuen Amp zulegen, genauer ein Topteil (die Geschichte mit dem Preamp habe ich mir aus dem Kopf geschlagen). Noch genauer: Ich habe ein Angebot über einen Marshall TSL 60 für ca. 700 €.

Jetzt möchte ich mal von Euch wissen: Was ist denn eigentlich von Marshall-Tops zu halten, hält die TSL-Serie, was sie verspricht und ist das ein angemessener Gebrauchtpreis für solch einen (2 Jahre alten) Amp (ohne erkennbare Defekte und Beschädigungen)?

Danke für Eure Antworten, Ihr helft mir sehr weiter.
 
A
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Moinsen,

den Preis find ich OK. (300 unter Neupreis)
Ich schätze mal auf dem Level werden die sich auch halten.
(Nur bei den Transistor-Amps guggt man meist in die Röhre)
Kaputt gehn kann bei den Teilen eh (fast) nix.
Einfach ausprobieren obs gefällt.

ein Marshall ist ein Marshall ist ein Marschall....
;-) na,ja, meistens jedenfalls. :-D

greez
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
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Tja, gute Frage, wie gefällt Dir denn der Amp?

Meine persönliche Meinung ist:

Der TSL klingt nicht so gut wie der DSL, gerade im Crunch und Drivebereich klingt für mich der DSL definierter. Wenn es ein Dreikanaler von Marshall sein soll, Augen auf nach einem LM6100. Der basiert auf dem 30Anniversary Amp, hat Midi, einen guten Cleansound (das geht bei Marshall), einen sensationellen Crunchkanal (mit drei unterschiedlichen Modes) und ein sehr guter Leadkanal. Känale können über Midi geschaltet werden, jeder Amp mit eigenem Gain, Master und Klangregelung, das ist das beste Mehrkanalkonzept, dass Marshall meiner Meinung nach je gebaut hat. Geht in der Bucht immer zwischen 700 und 850 Euro weg, der Preis ist auch angemessen.
 
frank
frank
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Gerrit":1onjh8vs schrieb:
Jetzt möchte ich mal von Euch wissen: Was ist denn eigentlich von Marshall-Tops zu halten, hält die TSL-Serie, was sie verspricht und ist das ein angemessener Gebrauchtpreis für solch einen (2 Jahre alten) Amp (ohne erkennbare Defekte und Beschädigungen)?

Hi Gerrit,

ich schaute gerade mal bei Ebay unter "beendete Angebote" nach dem TSL 60. Ergebnis: 2 wurden jüngst angeboten, einer mit Startpreis von 500 €, Auktion vorzeitig beendet (vielleicht verkauft?). Der zweite in optisch sehr gutem Zustand mit Startpreis von 700 €. Kein Gebot.

Ich würde sagen, der Verkäufer will zuviel für den Amp haben. Der 60er ist nicht so wertstabil wie der 100er. Und so würde ich sagen, um die 600, das könnte ein fairer Preis sein.
Ein Bekannter von mir hat seinen 60er wieder verkauft. Nicht, weil er zu leise war, das war`s nicht. Nein, er hat ihm vom Sound einfach nicht gefallen. Und die Durchsetzungsfähigkeit bemängelte er auch.

Was würde ich tun? Ich würde den Amp zunächst mal mit meiner Klampfe testen. Und erst, wenn er mir danach noch gefallen sollte, würde ich über den Preis nachdenken.
Hast Du eine Box? Ja? Gut. Ist es dieselbe, an der der Amp jetzt hängt? Ist sie es nicht, dann probiere den Amp ruhig auch an Deiner Box aus. Unterschiedliche Boxen machen unterschiedlichen Sound. Vergiß das nicht.

Ist Dir geholfen?
 
ollie
ollie
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Also, ich habe den TSL 100 und bin LIVE eigentlich schon zufrieden.
Der Amp ist vielseitig, hat aber wie fast alle Marshalls, ein "Höhenproblem" (oder sagen wir obere Mitten...).
Er beißt und das macht einem das Spiel etwas beschwerlich. Man muss jedoch sagen, dass er sich wuenderbar gegen jeden Bandteilnehmer durchsetzt. Also die H+K, Engl und Mesa Teile kommen dagegen nicht an....

Der DSL klingt nicht wirklich besser - wie ich finde - er klingt einfach anders. Er hat etwas weniger Kompression und macht dadurch mehr auf.

Der Leadsound ist relativ weich obwohl er bei weitem nicht so komprimiert wie ein Engl oder H+K. Bei Studioaufnahmen bin ich geneigt den Crunchkanal mit einem TS9 davor als Leadkanal zu verwenden, da dieser mehr Mitten hat uns sich dadurch besser abhebt. Leichter bespielbar ist der Lead Kanal, allerdings schenkt einem der Marshall nichts, er ist in meinen Augen einer der schwerst-spielbaren Amps....

Der Cleansound macht sich für Marshall Verhältnisse ganz gut. Mit einem Booster davor sind knackige Crunch Soli möglich... Ihm fehlen jedoch die Seidigen, crispen Höhen wie einem Soldano bzw. Boogie...da ist er Meilen davon entfernt...

Ich nehme zur Zeit mit einem TSL 100 auf, der Vorteil ist, man kann ihn auf 50 Watt runterswitchen, obwohl er deshalb noch nicht klingt wieder der TSL 50....

Der Crunch Kanal ist ein wenig dünn und glasig, nicht so warm und mittig wie der gute alte 800er...

Meiner hat ein arges Brummen und der Einschleifweg verändert das Grundsignal im Bypass, ausserdem hat der EWeg von Anfang an sehr gebrummt, ohne das ein Techniker dies wirklich in den Griff bekommen hat (ich bin ja eine technische Vollpfeife)....obwohl ich ihn 2 mal eingeschickt habe.

Also ich denke, es gibt besserklingende Amps für dieses Geld, ich habe vor kurzem den Peavey Classic 30 getestet, hat halt nur 2 Kanäle, hat mir aber besser gefallen....und mit dem Grundsounds eines Koch kann er nicht mithalten, kostet allerdings auch deutlich weniger.
 
doc guitarworld
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ollie":2spvsz2r schrieb:
....und mit dem Grundsounds eines Koch kann er nicht mithalten...

Ollie, Ollie, Du bist infiziert! Hahahaha!

Ich könnte hier als Alternative zu den genannten Amps
einen gebrauchten Multitone I als Top anführen. Für
ca 900 Euro liegt der am Markt zur Zeit. Der Amp
deckt jeden Sound ab. Ich hatte den als 2x12" Combo,
was leider den Transportnerv trifft. Ansonsten Hammeramp!

Also, noch etwas sparen und nach einem Multitone Top schauen.
Da eine 2x12" Vintage 30 drunter und ab geht die Lucie.
Die hauseigenen Eminence-Speaker (Koch gelabelt) klingen
übrigens auch wirklich gut. Vielleicht ein 2x12" damit?

Achja, ich bin mit Dolf Koch weder verwandt noch verschwägert.
Ich finde die Amps, die die Holländer da bauen, aber absolut
toll in den Punkten Verarbeitung, Klang und last but not least
im Preis. Da zahlt man bei MB, H&K etc. leider zu viel drauf.
Deswegen kann ich auch so schreiben über die Teile.

Ich überlege mir das mit dem Supernova :)
 
A
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Guest
Hellau,

Also ich habe 'nen TSL60. Der Cleansound ist wirklich klasse, aber im Zerrbereich hat er zuwenig Druck und Durchsetzungsvermögen. Deshalb habe ich ein wenig mit Effekten (Bodentreter) rumgespielt, um meinen Sound zu bekommen. Ich besitze das Teil zwar noch für Aufnahmen, würde es mir aber nicht nochmals anschaffen, sondern einen Batzen mehr in die Hand nehmen und in den TSL100 investieren. Live setze ich heute den Peavey Triple XXX und einen 100 Watt Fender Vibroverb ein...

Gruzz ;-)
 

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