Mehrere Amps


A
Anonymous
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Tach Jungs,

ich habe da mal wieder ein paar Fragen.

Mir geht ein Abend mit den ersten Versuchen zwei Amps parallel zu betreiben nicht aus dem Kopf.

Wenn man die Probleme die man sich damit aufhalst (mehr zu schleppen, für kleine Gigs zu aufwendig, Levelanpassungen etc.) mal außen vor läßt... was meint ihr???

Spielt ihr zwei Amps parallel oder nebeneinander (clean/verzerrt)?

Habt ihr da gleiche Charakter (britisch/britisch) oder mischt ihr (fender/marshall)?

Führt das nicht dazu, dass ihr beide Amps immer an habt weil einfach mehr Druck und Wums?

Wenn man sich manche proffesionelle Setups anschaut kommt man sich ja vor wie der letzte Steinzeitmensch mit einer Gitarre, Tretern, Amp.

Sacht ma

Gruß
 
frank
frank
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kerndrifter":3f4h4xgx schrieb:
Mir geht ein Abend mit den ersten Versuchen zwei Amps parallel zu betreiben nicht aus dem Kopf. ... was meint ihr???
Kam mir noch nie in den Sinn.

kerndrifter":3f4h4xgx schrieb:
Spielt ihr zwei Amps parallel oder nebeneinander (clean/verzerrt)?

Habt ihr da gleiche Charakter (britisch/britisch) oder mischt ihr (fender/marshall)?

Führt das nicht dazu, dass ihr beide Amps immer an habt weil einfach mehr Druck und Wums?

nö, nö, nö ...

kerndrifter":3f4h4xgx schrieb:
Wenn man sich manche proffesionelle Setups anschaut kommt man sich ja vor wie der letzte Steinzeitmensch mit einer Gitarre, Tretern, Amp.
Na ja, die Tatsache, dass Du hier bist und andere auch, beweist mir das Gegenteil. Gut, alles irgendwie Verrückte. Aber da fühle ich mich in guter Gesellschaft.

Jetzt bin ich gespannt, wie es anderen mit diesem Thema geht.
 
E
erniecaster
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Hallo!

Ahem...

kerndrifter":2x5ihvcl schrieb:
Wenn man die Probleme die man sich damit aufhalst (mehr zu schleppen, für kleine Gigs zu aufwendig, Levelanpassungen etc.) mal außen vor läßt... was meint ihr???

Das ist eine sehr theoretische Diskussion, wie ich finde, denn diese Probleme sind nun mal da und die Probleme und Nachteile dieser Anlagen überwiegen in der Liga, in der ich spiele, die Vorteile bei weitem.

Gruß

e.
 
J
JohnnyT
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Hallo Kerndrifter!


Mich treibt dieses Thema auch immer wieder um. Ich bin der Meinung, dass es keinen Amp bisher für mich gab, der die 2 Sounds, die ich wirklich brauche in guter Qualität abliefern kann, es war immer ein Kompromiss. Demenstprechend sehe ich das mit den 2 Amps eigentlich als eine für mich akzeptable und gute Lösung an. das Schleppen ist mir egal, ich schleppe meist sowieso auch Teile der PA, Drums etc. mit auf die Bühne, da würde mich 1 Amp mehr nicht umbringen. Mein Auto ist auch groß genug dafür.

Ich hatte mal die Variante einen JTM45 im Combogehäuse mit 2x12er zu haben und via Tonebone Headswitch den JTM45 und einen Soldano wechselweise auf die Box zu schalten.
Schicke Sache, funzt aber nur, wenn der Klangcharakter der Speaker jeweils auch zu den Amps passt imo.

Ich mag bei Cleansounds gerne 4x10er, die haben einfach eine Ansprache die ich klasse finde, wenns um clean geht. Bei Zerrsounds mag ich 4x12er, aber das wäre mir dann doch zu groß, daher wäre meine Lösung eine 2061CX artige Box mit 2 diagonal eingesetzten 2x12ern.

Das wird mein Wunschsetup für die Zukunft.

Nichtsdestotrotz, dieses Setup würde ich nur auffahren, wenn genug Platz da ist, und man nicht mit 3 Bands spielen muß und man mal eben schnell alles zur Seite räumen muß. Dafür habe ich eben das Stressbrett für den 4x10er Combo und gut ist.



Persönlich finde ich es eigentlich auch konsequenter mehr Amps auf der Bühne zu haben, als mehrere Gitarren, weil hier soundlich imo was passiert, was man auch im Publikum hören kann.

Und wenn ich mich damit selber wohlfühle, das Zeug selber schleppe und alles in mein Auto bekomme ist es mir auch wirklich herzlich egal, wie das andere finden. Ich muß und will mich so gut wie möglich auf der Bühne fühlen, und dahingehend ist dann auch für mich alles erlaubt, was für mich machbar ist (schleppen, bezahlbar, platzmäßig an Bühne angepasst).


Was ich jedoch wirklich noch nie prickelnd fand war, mehr als 1 Amp gleichzeitig laufen zu haben. Meist ist es ja platzmäßig so, dass man in dem Falle beide Amps nah beieinander stehen hat, und da löscht sich eben auch ne ganze Menge aus, also, mehr Druck heißt das nicht unbedingt. Zumal, der Schaltaufwand ist nicht zu unterschätzen, den man dann hat. Ich meine 2 Amps, 1x clean, 1x crunch und dann gleichzeitig, das ist nicht wirklich immer lustig, also braucht man dann schon Treter, und am besten programmierbar das ganze, damit man nicht blöd beim Schalten wird -> alles in allem wäre mir das zu aufwendig.

Was aber schon toll klingt ist Bi-Amping, so das man quasi ein Pseudo Stereo hat, aber da sist wieder eine andere Geschichte...,-)))



Alles Gute!
 
A
Anonymous
Guest
warum nicht.
ich selbst habe es noch nicht ausprobiert,aber der basser von meiner band
spielt über zwei amps.er kann damit sehr vielseitige sounds anbieten.
er benutzt einen ABY fussschalter.beide amps-orange-ampeg klingen
zusammen sehr ausgewogen und rund.einzeln klingt z.b. der orange
mit einem verzerrer sehr gut,der ampeg ist dafür im cleanen bereich
besser.
ich habe auch mal gehört,das jemand ein grosses topteil mit einem
kleinen koffer über den lineout angesteuert hat.vom sound war er
sehr begeistert.allerdings hatte er einen hohen röhrenverschleis.
wenn man langfristig auf grösseren bühnen spielt und das nötige
kleingeld vorhanden ist, lohnt sich vielleicht um mit zwei amps
oder mehr, einen volleren sound zu ereichen.
gruss
arbeiter
 
A
Anonymous
Guest
Hi,
ich beschäftige mich auch schon eine ganze Zeit damit. Was ich (im Wohnzimmer) sehr geil fand: Wet-Dry-Setup

Ich hab meine Gitarre ganz normal durch Comp, Booster,... in meinem Laney L20H geschickt.
Der hat einen parallelen FX-Loop, deswegen konnte ich das Signal hier schön splitten.
Vom "Send" bin ich in Chorus, Delay,... und dann in die Endstufe von meinem Carvin Vintage 16.

So hatte ich über die Laney-Endstufe + Box den "Dry-Sound" und über die Carvin-Enstufe + Speaker den "Wet-Sound".

Das klingt schon sehr fett.

Da beim "Abschalten" vom "Wet-Sound" jeodch ein Teil vom Signal verloren geht, baue ich mir jetzt noch ein Pedal, mit dem ich zwischen 100%-Dry und 50/50 hin- und herblenden kann.

Als nächsten Schritt (wenn das alles so funktioniert, wie ich mir das vorstelle) werde ich das ganze auch mal im Proberaum testen.

"Traum" ist natürlich eine weiter 2x12" Box + seperate Endstufe für die Bühne, aber das steht noch in den Sternen. ;-)


MfG -Basti-
 
trekkerfahrer
trekkerfahrer
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Das ist zuhause mein Standard Setup.
Fender Bandmaster plus Roland JC 50 mit Chorus leise dazu gemischt. Natürlich clean. Schöner geht's nicht. Darin bade ich gerne. Also morgens duschen und abends baden.
Auf der Bühne käme ich nicht auf die Idee.
Da bin ich eher für gut ortbare Sounds.

Schöne Grüße
Ralf
 
A
Anonymous
Guest
... ich habe in der Zeit, als ich Helfer beim Schleppen hatte und genug Auftritte, um routiniert einen schnellen Aufbau zu schaffen ein 3-Kanal-System gefahren. Marshall pur über eine alte 4x12er mit 25W-Celestions und dann ein Abgriff aus einem Speakerausgang und ab ins Stereo-Effekt-Rack damit, da am Schluss in eine Mesa 50/50 und in eine gesplittete Marshall. Fett, schwer, Möglichkeiten ohne Ende, aber ich würde es nicht mehr durch die Gegend karren wollen. Mit den richtigen DI-Lösungen an den 3 Enden war es aber durchaus auch für fremde Mischer zu händeln und hat (fast) immer so geklungen, wie ich das wollte.
Alternativ hatte ich auch mal einen JC120 in der Effektseite (das klassische Andy Summers Setup :) ).

Gelegentlich formen sich solche Setups noch in meinem Geiste ....

Zur Zeit suche ich z.B. gerade nach dem Hypertera-clean-JC120-Setup aus 2 Roland SB-100 (15" und klar ohne Ende) mit einem Roland SBF-325 dazwischen (mir fehlt noch ein zweiter SB-100 zu einem angemessenen Spielereipreis :) )

aber ganz im Ernst finde ich sowas eher lustig als praktisch.

JohnnyT":11o5kvn3 schrieb:
Was aber schon toll klingt ist Bi-Amping, so das man quasi ein Pseudo Stereo hat, aber da sist wieder eine andere Geschichte...,-)))
... war für mich immer der ausschlaggebende Punkt, das persönliche Klangbad :cool:
 
A
Anonymous
Guest
Hey,

schön zu hören das sich auch andere damit beschäftigen.

Das mit der Liga in der (ich auch) wir spielen sehe ich auch so. Würde auch ungern bei nem kleinen Gig da meine Türme aufbauen.

Als ich das mit nem Kumpel mal getestet habe (der hatte sich so einen Lehle Switcher besorgt) fand ich es super. Da lief nen Reussenzehn mit nem (grübel) Engel oder Koch Amp zusammen.

Das mit den Boxen finde ich auch sehr interessant.

Für mich ist das so eine Sache wie "einmal angefangen, kann man nicht mehr ohne".

Diesen Aspekt räumlichere Effekte zu haben, ist mir noch nicht in den Sinn gekommen. Wir ging es nur um die verschiendene Sounds und mein Marshall ist clean eigentlich immer ein Kompromiß für mich.

So nen Fender Tröte daneben wär schon geil.

Vielen Dank bis hierher.
 
A
Anonymous
Guest
Mike MCCready von Pearl Jam hatte früher ein Setup, wo er nach dem Wah in ein Panvolumepedal und von da aus in einen Twin und in einen Plexi gegangen ist, die er per Fuss stufenlos hin- und hermischen konnte. Das fände ich für manche Stile sehr verlockend.
 
A
Anonymous
Guest
kerndrifter":3chkoujm schrieb:
Wir ging es nur um die verschiendene Sounds und mein Marshall ist clean eigentlich immer ein Kompromiß für mich.

So nen Fender Tröte daneben wär schon geil.

Mal abgesehen von der Räumlichkeit:

Gibt es nicht genug Amps am Markt, die sowohl einen "fenderigen"
Clean-Kanal, "Marshall-Oldschool-Rock" und einen "Modern HiGain"-Kanal
in Einem bieten?

Mein Billig-Peavey kann Clean besser als mein Marshall und der Gain-Kanal
ist auch nicht zu verachten und das geht bestimmt noch viel besser.

Wenn ich da jetzt irgent etwas verpasst habe, lasst es mich wissen ...
 
S
Schnabelrock
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Auch Warren Haynes spielt über einen Diaz (clean) und einen Soldano (unclean) - und klingt hervorragend. Also, die Sache hat schon ihren Reiz, auch wenn sie für einen Spassmusiker natürlich aufwendig und ein bisschen überdreht sein mag.

Aber mein Gott, heute hat auch jeder Polo mehr als 100 PS und braucht bloss 45 ...
 
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kerndrifter":35mk7aa9 schrieb:
Tach Jungs,

ich habe da mal wieder ein paar Fragen.

Mir geht ein Abend mit den ersten Versuchen zwei Amps parallel zu betreiben nicht aus dem Kopf.

Wenn man die Probleme die man sich damit aufhalst (mehr zu schleppen, für kleine Gigs zu aufwendig, Levelanpassungen etc.) mal außen vor läßt... was meint ihr???

Spielt ihr zwei Amps parallel oder nebeneinander (clean/verzerrt)?

Habt ihr da gleiche Charakter (britisch/britisch) oder mischt ihr (fender/marshall)?

Führt das nicht dazu, dass ihr beide Amps immer an habt weil einfach mehr Druck und Wums?

Wenn man sich manche proffesionelle Setups anschaut kommt man sich ja vor wie der letzte Steinzeitmensch mit einer Gitarre, Tretern, Amp.

Sacht ma

Gruß

Ich habe das vor Jahren mal probiert und habe parallel zum Engl Jive einen AC30 gefahren.
Ergebnis?
Unbrauchbar.
Die Kompression des einen und das Attack des anderen führt zu dem Gefühl der zeitlichen Versetzung. Knack-Braa!
Außerdem waren die Tonformanten der Amps so weit auseinander, dass man sie im Kopf nicht zu einem Ereignis zusammen bringen konnte.
Im Mix mag so etwas sehr brauchbar sein, da man die Ereignisse übereinander legen, Phasen schieben und EQen kann. Im Proberaum und aus verschiedenen Lautsprechern an verschiedenen Stellen war es für mich ein Experiment mit klarem Ausgang: Das mache ich nicht mehr.
 
 

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