Musikunterricht an Schulen zum Ausgleich


A
Anonymous
Guest
Moinsen

absolut off Topic

hat das jemand mitbekommen?

wir haben jetzt amerikanische Gepflogenheiten?
Amoklauf in den Schulen (Dettmold)
Dies stimmt mich sehr traurig
Ein 18jähriger schießt alles platt ..erschiesst sich feigerweise dann selber(wo kriecht der eigentlich die Waffen her?)
10 verletzte...3 schwerverletzte....viele unglückliche Menschen...KInder mit Trauma...fürs Leben...
vieleicht wäre hier eine ordendtliche Musiktherapie im Bildungsministerium anzumelden
(Musik bildet und beruhigt)

wie ist eure Meinung?

greez
 
A
Anonymous
Guest
Hi,

meiner Meinung nach ist hier die nicht vorhandene Erziehung, Aufsichtspflicht und Aufklärung der Eltern schuld. Den Eltern ist es einfach egal, was die Kinder machen, solange nicht die Bullen vor der Tür stehen. Es kann nicht sein, dass 12jährige Kinder ohne Aufsicht Computerspiele spielen, die erst ab 18 sind (natürlich auch unter Aufsicht).

Die Eltern reden nicht mit Ihren Kindern über eine derartige Problematik. Wahrscheinlich wissen die Eltern nicht mal, dass Ihre Kinder derartige Freizeitbeschäftigungen haben. Was eine logische Konsequenz der mangelnden Aufsichtspflicht etc. ist.

Die Spiele sind nicht schuld an diesen Taten. Die Schuld auf ein Computerprogramm zu schieben halte ich für totalen Quatsch.
 
A
Anonymous
Guest
Ist doch leider nicht das erste Mal.
Aber ob es mit Musik in der Schule getan ist? Diese Menschen sind meist jahrelange Mobbing Opfer und würde mit Sicherheit keine Lust haben nach dem Unterricht noch Musik in der Schule zu haben.
Ich glaube da liegen die Probleme viel tiefer.
Das besorgen einer Waffe ist da wohl das kleinste Problem.
 
A
Anonymous
Guest
Christopher":9ra3dbuy schrieb:
Die Spiele sind nicht schuld an diesen Taten. Die Schuld auf ein Computerprogramm zu schieben halte ich für totalen Quatsch.

Eben, als ich vorhin das Gequatsche eines "Experten" von N24 über mich ergehen lassen haben, kam mir fast das Mittagessen hoch. Das einzige was dieser Kerl zu sagen hatte war welche PC-Games dieser Irre (ich mein jetzt den Amokläufer, nicht den Dummschwätzer) so gespielt hat. Und im nächsten Satz erklärte er: "Das es bei diesem Medienangebot zu einer Verrohung der deutschen Jugend kommen muss ist doch wohl klar (...)"

Da machts sichs einer wirklich sehr einfach: Mal eben alle Ego-Shooter verbieten und schon herscht Weltfrieden. Warum kam da eigentlich vorher niemand drauf...? :roll:
 
simoncoil
simoncoil
Well-known member
Registriert
17 Oktober 2005
Beiträge
292
Ort
Berlin
Gerüchten nach soll es ja Gewalt sogar noch vor der Erfindung des Fernsehens gegeben haben...

Die Probleme liegen eben da, wo man sie leider nicht mal eben abschlaten kann: im menschlichen Miteinander. Schon auffällig, dass es immer Aussenseiter sind, die schließlich Amoklaufen.
Aber was soll man dagegen machen? Man kann ja schlecht anordnen, dass sich ab jetzt alle lieb haben müssen.
 
A
Anonymous
Guest
simoncoil":31gzu73o schrieb:
Aber was soll man dagegen machen? Man kann ja schlecht anordnen, dass sich ab jetzt alle lieb haben müssen.

Theoretisch könnte man zu verhindern suchen, dass sie zu Außenseitern werden. Aber das ist Utopie.

Und es widerspricht der Gier, den Elitevorstellungen und der "Damit sich Leistung wieder lohnt"-Mentalität, die man uns als sozial ausgewogenes Miteinander einzureden versucht.
 
doc guitarworld
doc guitarworld
Moderator
Registriert
17 Januar 2002
Beiträge
7.879
Lösungen
5
Hi,

ob ein Verbot der Egoshooterspiele ein probates Mittel ist
wieder Frieden in die Klassenzimmer und Elternhäuser zu bringen,
weiß ich nicht wirklich zu beantworten. Meine eigenen Erfahrungen
mit solchen Spielen sind praktisch nicht vorhanden. Ich kenne
lediglich aus einer Werbung für ein Ghetto-Ballerspiel und ein
Militärballerspiel (RTL-Werbung) die Grafiken. Turnt mich ab,
finde daran nichts tolles. Ich kann mir aber vorstellen, daß man, wenn
das Spielverhalten ausartet, in echte Schwierigkeiten gerät.
Realitätsverlust, Vereinsamung (eh ein Problem), Verhaltensauffällig-
keiten und ein grosses frustrationsbedingtes Aggressionspotential
könnten die Folge sein.

Aber die immer größer werdenden Probleme bei Jugendlichen
nur auf Ballerspiele zurückzuführen halte ich für falsch. Sicher
liegt die Hauptverantwortung für das Gedeih der Kinder bei den
Eltern. Absolut! Viele Eltern sind aber schlichtweg schon mit Kleinigkeiten
überfordert, weil oft (jobbedingt) die Zeit fehlt oder der eigene
Lebensfrust kaum noch Spielraum offen läßt. Dem Nachwuchs
werden keine Werte mehr vermittelt, die als Ziel soziale Kompetenz
erkennen ließen. Die Generation der heutigen Teenies hat keinen Respekt,
versteht einfachste zwischenmenschliche Abläufe nicht mehr,
Kommunikation findet in Chats statt, Oberfläche ersetzt Freundschaften,
Alkohol und Drogen das gemeinsame Spiel ... ich weiß, es gibt gottlob
Ausnahmen. Ich hätte meine Hoffnung schon aufgegeben, wenn ich das nicht wüßte.

Das Beispiel nun wieder in einer Schule, wie schon in Columbine
erschüttert es und wirft wieder Fragen auf nach dem Warum.

Der Staat hat direkt nach den Eltern eine Riesenverpflichtung
den kommenden Generation gegenüber. Kein Geld für Bildung
heißt keine Bildung! Das ist doch eine einfache Rechnung, die auch
die jetzige Regierung verstehen müßte. Keine Bildung, kein
Freizeitangebot, keine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt, da
beißt sich dann letztlich die Katze in den Schwanz.

Jens hat vollkommen Recht! Wie wichtig es doch ist, wenigstens
ein kreatives Umfeld zu schaffen. Ich würde da aber Kunst, Tanz
und Schriftstellerei nicht außen vor lassen. Den Kindern und Jugendlichen
zu einem besseren Selbstbewußtsein verhelfen, aufzuzeigen, daß
es grossen Spaß macht, sich künstlerisch auszuleben, auch wenn
das eine oder andere Riesenarschloch vielleicht nur müde lächelnd
zum Besten gibt, es sei doch nur brotlose Kunst ...

Leute, eigentlich trägt jeder einen Teil Verantwortung in einer
scheinbar verantwortungslosen Zeit! Habt Ihr Euch schon engagiert,
etwas zu ändern?
 
A
Anonymous
Guest
Hallo zusammen,

Traurig wie die gesterige Tat auch ist, werden wir uns zukünftig wohl noch öfter auf solche Szenen einstellen müssen. Diese Taten dann auf Ego-Shooter abzustreifen, halte ich ebenfalls für absolut verkehrt. Das ist in etwas so, als wenn man den Kampfhunden die Schuld an ihrem Tun gibt, wenn sie kleine Kinder anfallen. Nicht der Hund gehört hier bestraft, sondern die Besitzer die ihn dazu bringen und dazu erziehen.

Eltern, die Ihr Kinder nicht erzeihen können oder bzw. ihren Kindern keine Erziehung bieten können, in der man Perspektiven erkennt und ergreift, sollte geholfen werden. Stattdessen wird weiter an der Sparschraube gedreht und genau solche Stellen abgebaut. Das Ergebnis sehen wir dann in den Nachrichten, wie auch am gestrigen Tage.

Schlimm ist zudem, dass man als Kind oder Jugendlicher oft gar keine Chance mehr eingeräumt bekommt, wenn man einmal daneben getreten hat. Das Urteil über Kinder und Jugendliche unterliegt zu einem großen Prozentsatz Lehrern und Personen, die solche Situationen nicht richtig einschätzen können. Durch die Mentalität der Jugendlichen in dieser Zeit fällt das wahrscheinlich oft auch schwer, jedoch muss (!) bei Lehrern die persönliche Benotung außen vor bleiben. Oft werden Jugendliche dafür bestraft, weil sie sich nicht einreihen und den persönlichen Geschmack des Lehrers nicht entsprechen. Solche Situationen habe ich bisher in meinem Leben selber oft genug erlebt: "Macht man es dem Lehrer nicht recht, kann man die besten Arbeiten abgeben und bekommt trotzdem nur eine schlechte Note." Das hört sich oftmals wie eine schlechte Entschuldigung an, entspricht jedoch der Realität. Solche Ereignisse, gepaart mit der heutigen Einstellung der Jugendlichen führt zu solchen Taten... - Schlimm.

@Alien: Es war übrigens in Emsdetten...
 
JerryCan
JerryCan
Well-known member
Registriert
7 Januar 2005
Beiträge
427
Ort
Waltrop
doc guitarworld":2oaa0d6f schrieb:
...
Jens hat vollkommen Recht! Wie wichtig es doch ist, wenigstens
ein kreatives Umfeld zu schaffen. Ich würde da aber Kunst, Tanz
und Schriftstellerei nicht außen vor lassen. Den Kindern und Jugendlichen
zu einem besseren Selbstbewußtsein verhelfen, aufzuzeigen, daß
es grossen Spaß macht, sich künstlerisch auszuleben, auch wenn
das eine oder andere Riesenarschloch vielleicht nur müde lächelnd
zum Besten gibt, es sei doch nur brotlose Kunst ...

Hi Folks,

dem möchte ich auch beipflichten. Denn die Ursache für die Probleme ist altbekannt: "Müßiggang ist aller Laster Anfang." Und der Müßiggang kommt IMHO daher, dass viele Jugendliche nicht wissen, wo sie nach der Schule hingehen sollen. Alles ist enger geworden - das Freigelände, auf dem ich als Kind gespielt habe, ist mittlerweile eine Neubausiedlung. In den Wohnungen der Eltern ist es meistens zu eng, um sich dort mit seinen Freunden zu treffen. Und im Zeitalter leerer Staatskassen werden Zuschüsse an Jugendzentren und ähnliche Einrichtungen als erstes gestrichen, womit die Jugendlichen in ihrer Freizeit auf der Straße stehen. Bei anderen Angeboten, wie z.B. Schwimmbädern, werden die Preise erhöht, so dass sich zumindest Kinder aus sozial schwachen Familien einen häufigeren Besuch derselben nicht mehr leisten können. (Und dann werden die übrig gebliebenen Schwimmbäder noch in gewinnträchtigere Spaßbäder umgewandelt, in denen es dann wunderbare Plansch- und Massagebecken gibt - aber kein einziges Schwimmbecken mehr. Und im nächsten Sommer wundert man sich wieder darüber, wieviele Kinder ertrunken sind, weil sie nicht schwimmen können.)

Um den Müßiggang zu verhindern, muss man der Jugend Möglichkeiten bieten, mit der Freizeit etwas anzufangen. - Und wenn es nur ein Hip Hop-Kurs ist. Und es muss auch nicht immer gleich die Bildung das Ziel sein. Denn IMHO beinhaltet das Wort Bildung auch immer etwas das Wort Leistung. Und es muss eben nicht immer bloß Leistung sein. Es reicht, wenn es einfach bloß Spaß macht. Leider ist dieser Gedanke auch bei solchen Einrichtungen, die z.B. dem Breitensport verpflichtet sind, nicht immer populär: Im Fußballverein, in dem mein Sohn spielt, kam ein Trainer auf die Idee, bei den 12-jährigen! eine Leistungsmannschaft aufzubauen. Die Jungs, die dafür nicht gut genug waren, hätte er am liebsten aus dem Verein geekelt. Damit hätten dann zwei Dutzend Jungs, die teilweise sechs bis neun Jahre schon im Verein waren, auf der Straße gestanden. - Obwohl, auf die Beiträge der ausgemusterten Jungs wollte der Verein dann doch nicht verzichten.


doc guitarworld":2oaa0d6f schrieb:
Leute, eigentlich trägt jeder einen Teil Verantwortung in einer
scheinbar verantwortungslosen Zeit! Habt Ihr Euch schon engagiert,
etwas zu ändern?

Das bekomme ich von meiner Frau, einer Sozialarbeiterin, auch immer zu hören. Zumindest habe ich das mittelfristige Ziel, dem Förderverein unserer Musikschule beizutreten und da dann etwas aktiv zu werden. Das ist dann zwar nicht viel. Aber vielleicht ist es ja irgendwann mein kleiner Beitrag, der die Musikschule vor der Schließung bewahrt.

MfG

JerryCan
 
A
Anonymous
Guest
Moinsen...

nee,.. die Ego-Shooter und das Gedönse tragen keine Schuld daran
so Spiele fördern die Augen/Hand Koordination....
(Es ist natürlich einfach...die Schuld auf diese abzuschieben...wo die Familienpolitik versagt)
wenn sie in einem gesundem Umfeld gespielt werden
(weniger Blut wäre allerdings von den verantwortlichen Programmieren zu wünschen)

Es liegt hier eher an den Eltern...(und Lehrern) aufzuklären..und das alte GUT UND BÖSE-Prinzip ihren Sprösslingen mitzuteilen.
Die Entscheidung zwischen diesen Elementen, kann dann dem Kind überlassen werden.
Und es ist eine alte Weisheit, daß "alle Kinder liebe Kinder sein wollen"
wenn sich dieses im Bewußtsein festsetzt....hat man auch später weniger Probleme.

greez from Space
(Lara Croft ist übrigens die einzige Frau, die ich kenne...die auf Knopfdruck macht was ich will... :-D :-D :-D )
 
W°°
W°°
Well-known member
Registriert
4 Februar 2002
Beiträge
4.959
Lösungen
3
Ort
Dübelhausen
Moin,
ich sehe ein großes Gefahrenpotential in einer Moral- und Wertfreien Gesellschaft.
Wir haben den Nachbarn hinter der Gardine mit Verachtung gestraft und den Bekannten mit dem erhobenen Zeigefinger als Spießer bezeichnet...
Mit gutem Grund. Der Wunsch einer gemeinsamen Denkensart ist oft eine Einmischung in die persönliche Sphäre anderer. Wir verbinden damit unangenehme Zeitgenossen - kleinkarierte Nörgler und Besserwisser. Oftmals aus eigener Erfahrung .
Einmischung gilt darum inzwischen als maximal uncool. In einer multikulturellen Gesellschaft mit durcheinander gewürfelten Schichten kommt uns allen der Begriff "Moral" wie eine Herpesblase über die Lippen!
Moral bedeutet aber die Übereinstimmung von sozialen Werten!

Ich komme jetzt zum Thema:
Die Einsamkeit, mit der Gruppen, Familien und einzelne Personen in dieser Gesellschaft leben und aufwachsen, ist ein Teil unserer "liberalen Denkensart", nach der "jeder machen kann, was er will". Aus Angst, uns einzumischen, kümmern wir uns nicht umeinander. Letzlich gibt es auch keinen Wert - keine Moral mehr, mit der man einem Menschen entgegentreten könnte. Alle sind für sich.
Ich traf neulich einen alten Bekannten. Er war inzwischen stark behindert: Ein Kerl hatte ihm mit einem Baseballschläger (in der Szene liebevoll Basy genannt) den 2. Halswirbel zertrümmert. Für 15 Euro und eine Uhr. Warum?
Vielleicht, weil sich in all den Jahren zuvor keiner einmischen, sich als "Spießer" outen wollte?
Ich glaube nicht daran, dass ein Amokläufer bis zum Tag seiner Tat ein braver Junge war. Natürlich hat seine Umwelt seine Andersartigkeit bemerkt. Und? Darf jeder, wie er will?

Eine Frage fällt mir noch ein...
Warum gibt es keine Amokläuferinnen?
 
A
Anonymous
Guest
W°°":o9wszpvi schrieb:
Moin,

Eine Frage fällt mir noch ein...
Warum gibt es keine Amokläuferinnen?

Fraun machen das täglich....aber im kleinen humaneren Stil :-D
(zum Beispiel vor dem Kleiderschrank.."Ich hab nix zum Anziehn"...im Schuhgeschäft...und vorm Spiegel.."Schatzi?..hab ich nen zu fetten Po?"
drum prüfe, wer sich ewig binde :-D :-D

greez
 
W°°
W°°
Well-known member
Registriert
4 Februar 2002
Beiträge
4.959
Lösungen
3
Ort
Dübelhausen
alien":25gs4qgk schrieb:
Moinsen...

nee,.. die Ego-Shooter und das Gedönse tragen keine Schuld daran
so Spiele fördern die Augen/Hand Koordination....
(Es ist natürlich einfach...die Schuld auf diese abzuschieben...wo die Familienpolitik versagt)
wenn sie in einem gesundem Umfeld gespielt werden
(weniger Blut wäre allerdings von den verantwortlichen Programmieren zu wünschen)

Bei solchen Sätzen bekomme ich auch immer Herpes....
Ich habe neulich ein "Spiel" gesehen, bei dem man seinem auf dem Boden liegenden Gegner auf dem Kopf herum trampeln kann und der in seinem Blut liegen bleibt. Das ist doch abartig! Wer so etwas normal findet, ist bereits abgestumpft.
Hand/Augen Koordination beim Tottreten. Ich könnte kotzen!

alien":25gs4qgk schrieb:
Fraun machen das täglich....aber im kleinen humaneren Stil

Im Ernst - Mädchen spielen auch keine Ballerspiele und es gibt immer mehr Studien die belegen, dass Jungs vor dem Computer verblöden und verrohen.
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
Well-known member
Registriert
20 Oktober 2005
Beiträge
5.562
Lösungen
1
W°°":18ajwml3 schrieb:
Eine Frage fällt mir noch ein...
Warum gibt es keine Amokläuferinnen?
Interessanter Aspekt, da gibt es bestimmt schon Untersuchungen zu. In Hannover gibt es doch das Kriminologische Forschungsinstitut vom Prof. Pfeiffer, die untersuchen doch alles, was irgendwo mit Kriminalistik zu tun hat. Wahrscheinlich sind derartige Untersuchungen aber nicht frei zugänglich.

Der Einfluß von TV, Kino und Computerspielen würde ich nicht überbewerten. Aber er ist da. Wer kommt denn sonst auf die Idee, mit großen Gesten, verkleidet wie ein Ninja-Ritter ballernd durch die Gegen zu rennen? Zumindest die Dramaturgie dieser "Amokläufe" lässt darauf zurückschließen, dass die der ein oder andere Ausraster vorher massiv solche Szenen reingezogen hat, da ja teilweise die Schlachtfelder, die diese Ballermänner hinterlassen, wie aus einem Film oder eben einem Spiel anmuten. Hierüber muss man sich Gedanken machen.
 
A
Anonymous
Guest
Moinsen

EBEN! das sind so Spiele wie BLOOD oder DOOM etc.
die wirklich nichts anderes im Sinn haben, wie Gewalt.

Da müsste man den Programmierern ma paar umme Ohren haun!

greez

@ Walter...gugg dir ma die Situation im Osten an....da ist es Sport...Kiefer auf Bordsteinen zu zertreten...mit Springerstiefeln..(nennt sich dann "Stiefeln"
auch ganz toll!
Hörtipp: die Ärzte - Schunder Song (oder besser noch der Titel...namens...arsh...und soweiter
(Gewalt....erzeugt Gegengewalt)
 
A
Anonymous
Guest
Hi,

wenn ich mal so einiges zusammentragen darf:

Die Eltern sind Schuld:
-weil sie überhaupt Kinder haben
-weil sie ihre Kinder nicht permanent überwachen
-weil sie nicht genügend Zeit für Erziehung haben
-weil sie selber noch Kinder sind
-weil sie ...

Nur wer selber Kinder hat, weiß wie schwer (bis unmöglich) es heutzutage ist Werte (die ständig zerfallen) zu vermitteln.

In diesem kinderfeindlichen, profitorientiertem System ist es sehr einfach auf denen rumzutrampeln, die die Drecksarbeit der Kindererziehung versuchen auf sich zu nehmen.
 
A
Anonymous
Guest
Moinsen,

darum könnte man auch ruhig......mehr Geld der Mineralölsteuer in die Kindergelder überführen
und es den Eltern erlauben....Zeit für den Nachwuchs zu haben

wer braucht schon nen neuen Panzer?

greez

PS: hier in NRW war grad auch wieder ein BürokratieWAHN....ein Bolzplatz...die Tore warn abgerissen...(die 10 Jahre standen).....der MSV Duisburg (Fussballverein) hat welche gespendet.....aber jetzt gehts um ne Baugenehmigung.....das nenn ich doch ma pervers... :shock:
 
A
Anonymous
Guest
Hi,

es stimmt schon, dass auch die Politik hier versagt. Es wird an den falschen Enden gespart und es stehen wenig bis keine Alternativen zur Verfügung.

Es sind keine Kindertagesplätze vorhanden, aber beide Elternteile sind gezwungen zu arbeiten um den Familienunterhalt aufzubringen.

In Norwegen habe ich gehört das Familien die Möglichkeit haben nur 2/3 Tage in der Woche zu arbeiten und dann jeweils im Wechsel, also Mo., Di., Mi. der Vater und Do., Fr., Sa. die Mutter. Sprich die Eltern haben mehr Zeit für die Kinder, und es fallen nebenbei sogar noch Jobs an :-D
 
A
Anonymous
Guest
Stimme Dir voll zu, DUFF.
Mein leiblicher Sohn wuchs zu einer Zeit auf, in der es einfach
noch nicht so merkwürdig hektisch zu ging.
Auch die Medien hielten sich noch zurück.
Heftige Egoshooter gab es noch nicht.
Er ist jetzt 26 und ein feiner Kerl geworden, auf den ich
sehr, sehr stolz bin.
Ausserdem wurde aus ihm ein toller Gitarrist und Allroundmusiker.
*Brust schwell*

Jahre später hatte ich einen nicht-leiblichen Jungen an der
Seite, oh je; die Spieleentwickler hatten erkannt, wie sehr
gut sich Egoshooter verkaufen lassen (Raubkopien en masse
lassen wir jetzt mal aus).
TV - Niveau rutschte tiefer als in den Keller, nur Quoten zählten,
damit Werbeträger schön tief in die Tasche greifen - und damit
der Endverbraucher.
Wir alle wissen es, schicke Unfälle live etc. etc. der ganze totale
Mord und Tod, der unsereins noch das Herz frieren lässt - der viele,
ganz viele aber inzwischen scheinbar völlig kalt läßt.
Kanns nicht gut ausdrücken in diesen Minuten, weil es mich
sehr traurig macht.
Jedenfalls war diesem jungen Mann nicht auf vernünftige Weise
nahe zu kommen.
Es war trotz aller, wirklich aller Bemühungen unmöglich.
Der andere Einfluss, ich sag mal, die dunkle Seite (Hallo Darth Vader)
war einfach stets stärker.
Runter rutschen ist halt auch einfach als wieder hinauf klettern.
Es hat mich alle Nerven gekostet, seiner Mutter auch.

Ich halte mal hier an.
Kalt ist mir geworden - innerlich.
Eiskalt - wo führt das alles noch hin?
 
A
Anonymous
Guest
Capt'n Grau":2pir2vup schrieb:
Kalt ist mir geworden - innerlich.
Eiskalt - wo führt das alles noch hin?

Zum Ende dieser Zivilisation. Es wird noch eine Weile dauern, aber es wird kommen. Und vorher werden noch entsetzliche Kämpfe stattfinden um drei essentielle Dinge: Luft, Wasser und Energie.

In ihrer maßlosen Gier hat dann eine - relativ kleine - Gruppe von Menschen sich die Erde endgültig untertan gemacht. Ob ihre Nachfahren, die in gut gesicherten Festungen etwas länger überleben, wieder etwas aufbauen können und vor allem WOMIT, nachdem alles ausgeplündert ist, ist die Frage.

Wir werden es nicht mehr erleben. Aber meiner Ansicht nach ist der "Point of no return" schon überschritten. Es will aber keiner zugeben.
 
W°°
W°°
Well-known member
Registriert
4 Februar 2002
Beiträge
4.959
Lösungen
3
Ort
Dübelhausen
Christopher":1gpuprjw schrieb:
Hi,

es stimmt schon, dass auch die Politik hier versagt. Es wird an den falschen Enden gespart und es stehen wenig bis keine Alternativen zur Verfügung.

Es sind keine Kindertagesplätze vorhanden, aber beide Elternteile sind gezwungen zu arbeiten um den Familienunterhalt aufzubringen.

In Norwegen habe ich gehört das Familien die Möglichkeit haben nur 2/3 Tage in der Woche zu arbeiten und dann jeweils im Wechsel, also Mo., Di., Mi. der Vater und Do., Fr., Sa. die Mutter. Sprich die Eltern haben mehr Zeit für die Kinder, und es fallen nebenbei sogar noch Jobs an :-D

Ich bin bei Politikerkritik ja immer gerne dabei... aber hier sehe ich keinen Anlass dazu.
Umfragen haben ergeben, dass Akademiker auch dann keine Kinder haben wollen, wenn es mehr Geld und bessere Möglichkeiten gibt.
Andersrum werden verwarloste Kinder auch nicht mehr Zuwendung erhalten, wenn man das Kindergeld verdoppelt. Die einen wollen keine Blagen, die anderen kümmern sich nicht drum. So sieht's aus!
Und den Deutschen zwei Arbeitstage für die Familie nehmen? Ohne vollen Lohnausgleich tut das hier niemand! Sorry - so viel sind uns unsere Kinder nicht wert. Das soll die Politik erledigen.
 
A
Anonymous
Guest
Moinsen,

auch was Christopher schrob ist wichtig und richtig

Kindertagesstätten bzw. Kindergärten
ein Unding ..in unserem Land...dass hier nich mehr investiert wird
Alleinerziehende Mütter suchen nach einem Platz fürs Kind
und müssen arbeitslos bleiben...um es selber zu versorgen
und dann Hartz 4.....
da stimmt doch was nicht :roll:

greez
 
karlchen
karlchen
Well-known member
Registriert
12 Januar 2004
Beiträge
624
Ort
Nähe Freiburg
Hallo,
es gibt noch eine sache die mich zu diesem Thema sehr nachdenklich stimmt und was ich pers. auch mit verantwortlich mache:

Der tägliche, selbstprostituierende Dummtalk der ab ca. 11:30 in den Flimmerkisten läuft.
Ich bin 25 und war "damals" als das Zeug -ungefähr mit Hans Meiser- anfing dick mit nem Kumpel befreundet dessen Eltern primär Arbeiten waren und den Verlust an Anwesenheit mit viel "Zucker in den A... blasen" versucht haben auszugleichen...

Wie war's "damals" schon? Um zwölfe mal wieder früher aus gehabt, noch ne Stunde zum Kumpel vor die Glotze....

Glücklicherweise gab's da noch gefestigtere Strukturen, man war im Turnen, möbelte Jugendräume GEMEINSAM auf, unterstützte den Volkslieder-Schülercohr mit einer "Big Band"... etc....

Aber heute:
Die Qualität dieser Dummtalk-Shows ist ins Bodenlose gesunken.. Holblöcke vermitteln unseren Kids wie man sämtliche Schamgrenzen etc. ablegt und was Strippen und auf den Strich gehen bedeutet und was man mit 14 Jährigen aufm Straßenstrich so alles treiben kann.. Das Gangbildungen cool sind und die Frauen wie die Unterwäsche zu wächseln State of the Art ist... mal ganz zu schweigen davon mal eben ein Kind zu zeugen... man könnte die Liste in jegliche vorstellbare Richtung ausweiten..

Und ich würde behaupten das heute mehr Kiddis in deutlich weniger gefestigten Strukturen sich diesen Scheiß anschauen... und vermittelt bekommen das ein Mensch in unserer Lach und Spaß und "jeder kann machen was er will"-Gesellschaft nicht viel wert ist... Ich zapp manchmal in sowas rein und fühl mich spät. nach 5 Min. gezwungen vor Peinlichkeit wieder umzuschalten....

Wenn ich heute Kids in der Stadt beobachte, vor ein 2 Jahren noch in der Berufsschule fühl ich mich irgendwie bestätigt...


Gruß

Markus

P.S.: Kleine Anekdote am Rande: Meine Deutschlehrerin in der Berufsschule gab mir für diese These zum Thema "Gefahren in unserer Gesellschaft und dem Miteinander" "damals" ne 3-4 b ;-)
 
A
Anonymous
Guest
Moinsen,

ja das stimmt schon
ich glaub auch nicht....daß diese Richtersendungen unbedingt das Gute im Menschen fördern...vor allem nicht in ungefestigten Menschen

und wer kann schon erwarten...daß ein jugendlicher gefestigt ist?...
sonst hieß es ja "erwachsener"

greez
 
doc guitarworld
doc guitarworld
Moderator
Registriert
17 Januar 2002
Beiträge
7.879
Lösungen
5
W°°":1khesd55 schrieb:
Ich glaube nicht daran, dass ein Amokläufer bis zum Tag seiner Tat ein braver Junge war. Natürlich hat seine Umwelt seine Andersartigkeit bemerkt. Und? Darf jeder, wie er will?

Ohne Worte: http://www.n-tv.de/734961.html

Ich kann seine Motive sogar verstehen, wenn auch nicht tolerieren.

Selbst wenn der Brief nicht echt sein sollte, zeigt er doch gut auf, woher
derartige Ausbrüche kommen können.
 
 

Oben Unten