"Namenlose" Gitarre, bitte um Hilfe bei Identifikation


A
Anonymous
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Hallo zusammen!

Ich habe letzte Woche über ebay eine ältere e-Gitarre gekauft und möchte nun herausfinden, welchem Erbauer Sie denn zuzuschreiben ist und, falls möglich, wie alt Sie ungefähr ist. Das wusste nämlich der Verkäufer auch nicht.

Hier ein paar Bilder:

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Sie ist, wie man sehen kann, in einem ziemlich gebrauchten Zustand (was mich aber nicht weiter stört). Das auffälligste sind wohl die "beschrifteten" Potis und die PUs, sowie der "Bügel" über den Saiten am Kopf.
Hat jemand von euch schon einmal so eine gesehen? Ein Freund meinte, es könnte eine Framus (oder war es Höfner?) sein, weil die angeblich früher öfter mal kein Label angebracht hätten. Ob das allerdings mit "Made in Japan" einhergeht oder eher nicht sein kann weiß ich nicht.
Ich hab für das Teil mit Versand ca. 140 € gezahlt und noch die Möglichkeit auf Widerruf. Konnte Sie bisher nur an einem bescheiden klingenden Miniamp testen, funktionieren tut Sie jedoch tadellos.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen!

Danke schonmal und viele Grüße aus der Oberpfalz,

Stefan
 
A
Anonymous
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Was steht denn da auf der Spannstab abdeckung?

Vielleicht hilft das ja jemanden weiter?
Ich kann dir leider nicht weiterhelfen wegen mangel an wissen.

Klingtse denn? Weil...dann ja relativ egal ist,von wem die ist. Klar will mans gerne wissen. Aber für den kurs ne jute Klampfe,da wär mir der Name egal (zumindest,wenns ein bass wär :) )

MFG Tachinger

edit:
P.s.: Die potiknöpfe hab ich aber irgendwo schonmal gesehen. Da wird sich doch was herausfinden lassen. Spezis,wo seid ihr? :)
 
A
Anonymous
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Hi Stefan,

das ist eine sogenannte Hertiecaster aus den 70'gern und hergestellt in Japan. Mit 140 Euro ist sie gut bezahlt. Ich hab für meine im sehr guten Zustand knapp 80 Euro gezahlt. Großen Sammlerwert hat sie nicht, aber wenn sie dir liegt und gefällt ist der ideelle Wert okay.

Viel Spaß damit und Gruß in die Oberpfalz :cool:
 
A
Anonymous
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und schon eine antwort, ja klasse!
das hab ich vergessen, auf der abdeckung steht "STEEL REINFORCED NECK", hab schon danach und auch nach den potis gegoogelt, bisher aber ohne erfolg. ich werd sie dieses wochenende am eigenen verstärker und bei ordentlicher lautstärke testen, wenn das zufriedenstellend ist und besser klingt als meine ibanez dann freu ich mich natürlich.
 
A
Anonymous
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Es gab in den Seventies viele Gitarren dieser Bauart von Guyatone, Teisco und Kawai. Bis auf ein paar kleinste Details waren die alle gleich.

Die Pickups klingen gar nicht mal schlecht. Allerdings darf man sie nicht mit modernen Einspulern vergleichen.
 
A
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da kommt man ja selbst mit dem antworten nicht hinterher ;-)

@ magman: okay, das ist zwar ein kleiner rückschlag wenn ich höre dass du für deine im sehr guten zustand nur 80 € gezahlt hast, aber ob sie meine nächste wird (oder vielleicht auch zweitgitarre, wenn ein hörbarer unterschied besteht) seh ich ja dann am wochenende.

vielen dank fürs aufklären!!
 
A
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gut möglich, aber ob sich das dann mit den reparaturkosten nicht wieder relativiert?

jetzt weiß ich wenigstens, was man unter einer "hertiecaster" versteht. wieder was gelernt :)
 
Doc Line6forum
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Ich finde 140.- entschieden zuviel. Wenn ich schon die Tuner sehe, auweia.
Und diesen Metallausleger an der Bridge! Verletzungsgefahr.
Ich würde sie zurückgeben.
Für das Geld bekommst du eine prima Yamaha Pacifica.
Es sei denn, du stehst, ähnlich wie David Lindley, auf solche Kaufhausgitarren.
 
Armint
Armint
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Sicher, es ist vielleicht ganz prickelnd ein Relikt aus vergangenen Tagen zu besitzen, aber sowas?
Ich kann mich noch gut an die richtigen Hertiecasters erinnern (bis zu vier Pickups nebeneinander) und die waren seinerzeit schon echt grotte.

Wieso sollte ich mir heute sowas antun? Weil's hipp ist was vintage-mäßiges zu haben? Da gibt es doch im Netz E-Gitarren für den gleichen Preis, die wenigsten die Begriffe "Oktavreinheit" und "Saitenlage" kennen. Von den Pickups mal ganz zu schweigen.

14,-? Ok, und ab an die Wand damit, Schrauben am besten mitten durch die Pickups.

140,-? NoGo. :stupid:

Sorry, aber das ist verschleudertes Geld. Gib den Schrott zurück und kauf was Gescheites. Es gibt hier im Forum sicher welche die dir dabei behilflich sind.

Gruß
Armin
 
muelrich
muelrich
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Ok, schließe ich mich an.

Zu viel Geld bezahlt für zu wenig Gitarre !
 
Blues-Verne
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Magman":q8125p1e schrieb:
Es gab in den Seventies viele Gitarren dieser Bauart von Guyatone, Teisco und Kawai. Bis auf ein paar kleinste Details waren die alle gleich.

Die Pickups klingen gar nicht mal schlecht. Allerdings darf man sie nicht mit modernen Einspulern vergleichen.

Vor vielen Jahren hab ich so eine Teisco mit vier SCs verschrottet bis auf den klasse Kinder-Mensur-Mahagoni-Hals und die Pickups = loose-wire-vintage mit "Sandguss"-Keramikbarren übelster Prägung.

Aber, höret und staunet: zwei davon habe ich konvertiert mit Alnico-Stiften und in Fender-Strats mit passenden Kunsstoffkappen eingebaut. Wenig Output, aber klingen mördermässig gut.
Das scurrile Pickguard fliegt immer noch hier irgendwo rum, hing mal in der Werkstatt anner Wand - war ein lustiger Eyecatcher ähmm Hingucker :lol: :lol:

Stefan, wenn du die Tarre ordentlich spielbereit machst, die 15er box an den Bugera hängst und blueselst, könnte ich mir überraschend tolle Sounds vorstellen. Dann wäre der überzogene Kaufpreis vielleicht doch noch zu verschmerzen. ;-)
 
A
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servus miteinander!
danke für die äh, eindeutigen meinungen, hehe.
wie gesagt, erstmal an vernünftigem gear und angemessener lautstärke testen, dann schau ma weiter. obwohl sie mir eh nicht gut in der hand liegt, der hals ist ja fast dicker als meiner und für die größe fühlt sie sich ziemlich klobig an:)
ich hab aber auch für die 140 öcken nicht allzuviel erwartet.

@blues-verne: genau dafür ist die box ja da, untenrum darfs eben nicht fehlen :)

ich kann noch nicht sagen ob ich auf solche kaufhausgitarren steh, es steht aber fest dass mich der hochgelobte sound von jedermanngitarren (ja ich meine paulas und strats) noch nie schwer beeindruckt hat.. bin da eher experimentierfreudig.

und naja, einer pacifica zieh ich dann doch auf jeden fall die jet king vor.


noch kurz eine offtopic-frage: kann mir jemand etwas über die höfner galaxie erzählen?

grüße
 
A
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....also, ich könnte mir vorstellen, dass du hier keine Antworten mehr bekommst.............. :roll:
 
A
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weil sich alle auf den schlips getreten fühlen hm :)

aller strat- und paulasound in ehren, ich zerfließe auch jedesmal wenn shine on you crazy diamond oder money for nothing läuft aber es ist ja trotzdem nicht das a und o.
back to the roots schön und gut, stick to the roots - für meinen geschmack eher nicht.
 
Armint
Armint
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Da ich ja Basser bin, kenne ich die Berührungsängste mit "Neuen Möglichkeiten" nicht. Die "echten" Gitarristen sind da ja doch etwas, um es höflich auszudrücken - "traditioneller" als wir Bassisten, die ja vor lauter Langeweile auf der Bühne ständig was neues ausprobieren müssen. :punch:

Zurück zum Thema:
Ich finde, jeder sollte das Recht haben "seinen Sound" zu finden - auch wenn der mal vom Mainstream weggeht. Was hätten denn die Gitarristen ohne solche Querdenker (u.a. unser aller Jimmy) sonst heute zu tun?

Was man aber dabei vor lauter Nonkonformismus nicht vergessen sollte: Das Ding muss dennoch spielbar sein, sonst macht's nur kurz Spaß.

Spielbarkeit definiert sich m.M.n. zum einen durch die Haptik, zum anderen aber auch durch Oktav- und Bundreinheit, die ja erst ein Spielen von mehr als einem Ton zur gleichen Zeit sowie ein Miteinanderspielen mit weiteren Musikern möglich macht. Ist Dieses durch konstruktive Unzulänglichkeiten nicht gegeben, habe ich vor mir ein teures Stück Feuerholz.

Diesem Teil was du da angeschleppt hast, spreche ich eine Spielbarkeit - dem Augenschein nach - ab. Testen wirst nur du es können.
Da würde ich die Galaxie vorziehen. Cool, wusste gar nicht dass es sowas gibt. Die hat den Kaufhaus-Style, hoffentlich mit modernen Fertigungs- und Qualitätssicherungsmethoden.

Gruß
Armin
 
Blues-Verne
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stefu":1n9prox3 schrieb:
servus miteinander!
danke für die äh, eindeutigen meinungen, hehe.
wie gesagt, erstmal an vernünftigem gear und angemessener lautstärke testen, dann schau ma weiter. obwohl sie mir eh nicht gut in der hand liegt, der hals ist ja fast dicker als meiner und für die größe fühlt sie sich ziemlich klobig an:)
ich hab aber auch für die 140 öcken nicht allzuviel erwartet.

@blues-verne: genau dafür ist die box ja da, untenrum darfs eben nicht fehlen :)

ich kann noch nicht sagen ob ich auf solche kaufhausgitarren steh, es steht aber fest dass mich der hochgelobte sound von jedermanngitarren (ja ich meine paulas und strats) noch nie schwer beeindruckt hat.. bin da eher experimentierfreudig.

und naja, einer pacifica zieh ich dann doch auf jeden fall die jet king vor.


noch kurz eine offtopic-frage: kann mir jemand etwas über die höfner galaxie erzählen?

grüße

Ein Kunde/Altrocker/Sammler, bei dem ich kürzlich war (siehe anderen Thread) hat drei davon. Eine werde ich demnächst zum Überholen hier haben, danach könnte ich berichten.
Also crazy aussehen tun die schon mal!
 
A
Anonymous
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meinst du eine galaxie oder eine kaufhausgitarre, die du zum überholen bekommst?

wenn galaxie, dann würde ich mich durchaus über ein kurzes review freuen!

meine hertiecaster hab ich jetzt ausgiebig testen können und ich muss sagen, der sound gefällt mir echt gut. die drei kleinen schalter sind für PU1, PU2 und boost an/aus. da kommen teilweise ziemlich erdige und dreckige sounds raus, sogar im noch cleanen bereich, hat mich echt positiv überrascht. bund- und oktavreinheit sind dafür ein anderes thema.
kann mir jemand sagen was man da reparieren oder erneuern lassen muss/sollte, um eben genannte reinheit wieder zu erlangen? neue mechaniken bräuchte die gute auch und den hals etwas dünner schleifen wäre optimal. die kostenfrage und rentabilitätsfrage wie immer außen vor belassen.
grüße
 
jab
jab
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Tach!

"Wieder" ist hier der falsche Ausdruck. Das Ding war nie oktavrein. Man könnte das eventuell durch den Einbau einer Les-Paul-artigen Bridge hinkriegen. Das muss man sich anschauen, auf die Entfernung übers Netz ist das nicht genau zu sagen...
...möglicherweise ist die Griffbrettwölbung zu stark.

Geh damit zu einem Gitarrenbauer, der wirds dir vermutlich sagen können, ob das geht und was das kostet. Sei bitte nicht überrascht, wenn die Investition den Wert übersteigt.

Dieser Punkt wird dann spätestens mit den neuen Mechaniken erreicht.

Das Bearbeiten des Halses (der zwar eine Beschriftung besitzt, die auf einen Halsstab hinweist, ob der aber tatsächlich da ist und überhaupt verstellbar ist...) würde ich von der Stahlstabsituation und dem Verhalten des Halses abhängig machen. Erst gucken, dann handeln.

Beste Grüße!
Jab
 
A
Anonymous
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nach einer gefühlten ewigkeit hat dann doch mal die zeit gereicht um beim gitarrenbauer in der nähe (http://www.schwarz-custom.de/) vorbeizuschauen und das teil in erfahrenere hände zu geben. raus kamen eine neue brücke, neue mechaniken, ein leicht abgeschliffener hals und eine durchgecheckte elektronik inklusive erneuern und neueinstellen eines potis. alles in allem für 90€, das wars mir wert. er hätte mir noch ein bigsby vorgeschlagen aber das kam mir dann doch ein wenig blasphemisch vor :D stattdessen hat er mir einen simplen hebel mitgegeben, den kann ich je nach belieben selber hin- und wegschrauben.
das wars somit von der hertiecaster, möge ihr noch ein langes leben beschert sein :)
 
BruderM
BruderM
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https://www.mchoffmann.de
Also ich hab die auch (mit Originalkorpus) und spiel sie auch gelegentlich.

Leider ist einer der TA kaputt, aber die andereren klingen interessant.
Das Vibrato mag ich sogar sehr und das ist für die ansonsten abenteuerliche Kopfplatten/Saitenniederhalter/Mechaniken-Situation erstaunlich stimmstabil.
Leider ist die Elektronik mittlerweile nicht mehr so ganz geräuschlos; leichte Einstreuungen wg. Einspulern sowies ound auch die Klinkenbuchse und das Schlagbrett insgesamt macht etwas mechanische Geräusche, wenn man drankommt.

Ich habe 50,- gelöhnt und nur ein bisschen eingestellt dran und ich würde es wieder machen. Ich muß die mal in der Galerie einstellen.

Gruß
Marc :)
 
 

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