No-Stress no Brett


BruderM
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Tag zusammmen,
gestern kleiner Gig in der örtlichen Musikfabrik, Zeitschlitz 40 min, Minibühne,
ich habe E- und A-Gitarre mit. Sängerin und Saxer klopfen kurz auf ihre Mikros und haben ihren Sound "gecheckt",
ich mein Tonelab über den TM18 und eingebaute RedBox zur PA, die Akustik über Zoom A1 direkt raus.
Gitarren gestimmt, alle scharren mit den Hufen und warten auf den Gitarrenmann, ich gib "Daumen hoch", Ton ab und die Sounds kommen, alles funktioniert und ab der 2ten Nummer beginnt das Entspannen und Musikmachen.

Warum erzähle ich das?
Ich habe sicherlich keine Gourmetklänge am Start aber hatte auch unter widerlichen Bedingungen in minimaler Zeit meine Anlage so am laufen, daß das Gitarrespielen Spaß macht.

Eine Woche davor habe ich Richie Arndt mit mittelgroßem Stressbrett gesehen, der irgendwo im 1ten Song seinen Sonstwas Switch trat und dann spürbar nervös wurde, weil da irgendwas nicht ging. Der Mann war fast eine halbe Stunde enorm behindert, weil 50% seiner Aufmerksamkeit seinem Stressbrett galt und was davon jetzt richtig tut und was nicht. Sein Spiel war dementsprechend....

Schönen Sonntag noch

Marc
 
Guitarplayer
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way down south
Ich verstehe Deine Schlussfolgerung nicht, wenn irgendetwas an deinem Tonelab, deinem TM18, oder dem A1 nicht funktioniert hätte, wärest DU wahrscheinlich auch nicht ganz locker geblieben.

Viele Grüsse,
gp
 
BruderM
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Ist richtig,
ich wollte ja auch nur mein positives Erlebnis zur Schau stellen und nicht andere runtermachen.
Ansonsten steigt für mich die Menge der möglichen Fehlerquellen mit der Anzahl der beteiligten Gerätschaften...... :)

LG
Marc
 
A
Anonymous
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Dafür gibts True-Bypass Looper, vom simplen Little Lehle II bis zum programmierbaren TheGigRig G2, im Notfall muss sich das Pedlaboard per Fusstritt aus dem Signalweg rauskicken lassen und mit Gitarre-> Amp der Gig bestritten werden.

Auch in Sachen Strom kann man sich schlicht und ergreifend eine Backuplösung von vorn herein mit draufbauen, am besten noch per Akku.

Man muss sich halt mit seinem Kram auseinandersetzen und nicht den Geiz oder die Bequemlichkeit siegen lassen, mit vielen größeren Boards die ich so sehe würde ich auch nicht giggen...
 
univalve
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Ich brauch mein Brett für meinen sound und die Umsetzung der Songs. Wenn das nicht geht, kann ich einpacken. Von daher ist es Nonsens sich Gedanken über einen Gig ohne zu machen.

Wir haben, weil die Band vor uns so überzogen hat, schon in 5 Minuten zu zweit amps, Brett und die Teile des drumsets aufgebaut und dann vor 200 Leuten das Open Air gespielt. Geht.
Muss nicht.
Aber geht.

Von daher verstehe ich den thread überhaupt nicht.
 
S
steve_d
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Also, ich kann das hier Beschriebene durchaus nachvollziehen. Wenn ein Gig ohne Technikstress schon zum Thema wird, dann muss Technikstress irgendwie ein relevantes Thema sein...

BruderM schrieb:
... steigt für mich die Menge der möglichen Fehlerquellen mit der Anzahl der beteiligten Gerätschaften.
Das ist wohl einfach so. Viel kann viel kaputtgehen, wenig weniger. Wobei: Wenn von dem Wenigen auch nur ein bißchen kaputtgeht, dann ist auch gleich so gut wie alles kaputt (siehe die Frage oben: Was, wenn Dein Amp ausgefallen wäre?). Auch nicht gut. Demnach wäre die Ideallösung: Wenig, aber dafür alles doppelt - was dann aber leider auch nicht mehr viel weniger als viel ist. Wie man es also auch macht: Gitarrespielen ist und bleibt sehr kompliziert (und der Königsweg ist der Wechsel zur Triangel - für alle Fälle mit gutem Flightcase).
 
muelrich
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Ich möchte mal von dem "kaputtgehen"-Teil ablenken.

Ich habe fürher auch ein quadratmetergroßes Stressbrett mein eigen genannt.
Wie gesagt, speile ich in unserem Projekt A- E- und B-Gitarre.
Also total viele Effekte und preamps usw .... alles geloopt .....
Nur, um den Wohlfühlsound ... den da draußen eh keiner mehr hört...

Dann habe ich das ne Zeitlang mit dem Kemper gemacht. Ja, das hat funktioniert.

Heute habe ich ein BOSS ME80 dabei. Das liefert sicherlich keine Boutique-Sounds, eher bRot und Butter. Aber es funktioniert. Eine Kiste vor mir auf dem Boden und fertig. Ich finde das sehr entspannend.
 
E
erniecaster
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Hallo,

Marc beschreibt etwas, was ich absolut bestätigen kann: Passendes und auf den Bedarf reduziertes Equipment führt zu entspanntem und konzentriertem Musizieren. Elektrische Eisenbahn ist eine andere Sportart.

Gruß

erniecaster
 
Nominator
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back in Dschörmany
thomsen32 schrieb:
Dafür gibts True-Bypass Looper, vom simplen Little Lehle II bis zum programmierbaren TheGigRig G2, im Notfall muss sich das Pedlaboard per Fusstritt aus dem Signalweg rauskicken lassen und mit Gitarre-> Amp der Gig bestritten werden.

Auch in Sachen Strom kann man sich schlicht und ergreifend eine Backuplösung von vorn herein mit draufbauen, am besten noch per Akku.

Man muss sich halt mit seinem Kram auseinandersetzen und nicht den Geiz oder die Bequemlichkeit siegen lassen, mit vielen größeren Boards die ich so sehe würde ich auch nicht giggen...

Hi,

Du hast absolut Recht mit dem was Du schreibst, nur die Wirklichkeit sieht so aus:

1. Die meisten haben KEINEN TB-Looper.( ich übrigens auch nicht)
2. Wer hat denn Back-up Lösungen für den Strom ? Fast keiner ( ich schon !)
3. Die meisten kennen sich mit dem Kram incl Netzteile NICHT aus und da nütz auch kein "sich mit dem Kram auseinandersetzten". Was ich da schon erlebt habe ist haarsträubend.

Das ist die Realität wie ich sie in vielen Jahren erlebt habe.

Gruß
Der Nominator
 
groby
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Dieses Problem steht und fällt ja mit dem was man musikalisch an Sounds braucht. Ein Tech21 Charakter Pedal kann mir zur Not alles ersetzen, den Amp gleich mit. In der Not ist vieles abkömmlich.

Ich hätte keine Probleme dem Publikum abgebrüht zu sagen, ich muss mal eben was umstöpseln und dann geht es mit Notfallplan B weiter. Diese paar Sekunden zur Erlangung eines neuen Sound-Vertrauens dürfen sein.

Und wenn man einen Sänger hat, der mit Publikum gut kann, kann man auch mal routiniert eine Saite auf der Bühne wechseln statt Zweitgitarren mitzuschleppen. Da ich alles exakt präpariere und zurechtlege, stehe ich in unter 40 Sekunden Minute gestimmt wieder parat.

Das Bewältigen solcher Pannen trägt mitunter mehr zum Charme einer Band und zum Erinnern des Gigs bei als jedes noch so geile Solo.
 
Nominator
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back in Dschörmany
groby schrieb:
Das Bewältigen solcher Pannen trägt mitunter mehr zum Charme einer Band und zum Erinnern des Gigs bei als jedes noch so geile Solo.

Hi,

im Prinzip hast Du Recht, aber:

Ich habe schon Kollegen erlebt die in jeder 2.Probe und wenn's sein muss bei fast jedem Gig irgendwelche technischen Probleme haben, sei es vor dem Gig und/oder im Set - und das nervt spätestens beim 3. Mal...
Und das sind manchmal die tollsten Musiker die jedem den A... abspielen aber von der technischen Seite keinen blassen Schimmer haben.

Das sind dann auch diejenigen die 3 Jahre lang kaputte Kabel in ihrem Koffer mit sich führen und es trotzdem bei jedem gig immer und immer wieder testen...um dann mit Kennermiene zu sagen: "Ach so, das ist ja das kaputte Kabel..."

Das ist die Realität !

Gruß
Der Nominator

PS: um einen Einduck von meinen Erfahrungen zu bekommen: ich habe bisher ca. 1500 gigs mit unzähligen Musikern gemacht...
 
groby
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Nominator schrieb:
PS: um einen Einduck von meinen Erfahrungen zu bekommen: ich habe bisher ca. 1500 gigs mit unzähligen Musikern gemacht...

Ja, ja, ist gut. Glaube ich dir ja schon.

Und ich gebe dir Recht, ein Musiker hat sein Instrument zu beherrschen und da gehört bei einer elektrischen Gitarre auch die elektrische Peripherie zum Instrument und sollte verstanden und gewartet werden. Ebenso wie man erwartet, dass ein Klassikgitarrist sich um seine Fingernägel kümmert.

Dennoch gibt es immer Problempotenzial auf das man nicht vorbereitet ist. Je wichtiger aber der Gig, desto professioneller wäre es, seine Vorbereitung größer und paranoider zu gestalten.

Ich finde man darf ruhig noch in Hamburg in den Docks vor Publikum eine Saite wechseln wenn es denn sein muss, wem aber dasselbe bei Wetten Dass passiert, der gehört nie wieder angerufen.
 
Guitarplayer
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way down south
groby schrieb:
Ich finde man darf ruhig noch in Hamburg in den Docks vor Publikum eine Saite wechseln wenn es denn sein muss, wem aber dasselbe bei Wetten Dass passiert, der gehört nie wieder angerufen.

Bei Wetten Dass magst Du Recht haben, aber bei B.B. King beispielsweise fand ich früher, dass das einfach dazugehörte. Die Band groovte weiter, er quatschte mit dem Publikum und wechselte dabei eine Saite, die er natürlich in der Tasche seines Jacketts hatte. Kommt halt immer auf den Act an und die Show.
 
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Guitarplayer schrieb:
groby schrieb:
Ich finde man darf ruhig noch in Hamburg in den Docks vor Publikum eine Saite wechseln wenn es denn sein muss, wem aber dasselbe bei Wetten Dass passiert, der gehört nie wieder angerufen.

Bei Wetten Dass magst Du Recht haben, aber bei B.B. King beispielsweise fand ich früher, dass das einfach dazugehörte. Die Band groovte weiter, er quatschte mit dem Publikum und wechselte dabei eine Saite, die er natürlich in der Tasche seines Jacketts hatte. Kommt halt immer auf den Act an und die Show.
Bis auf das bringen der Saite durch den roady war das bei dick dale in münchen identisch. Ich fand das unterhaltsam und authentisch.
 
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Großer Gig = große Gage = großes Stressbrett
Mittlerer Gig - Mittlere Gage = Mittleres Stressbrett
.........
OK, ich spiele oft direkt in den Amp :)
 
A
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Ich habe ein vergleichsweise großes Board mit haufenweise Effekten.
Zur Not tut es ein Fulldrive2 vor dem Amp und ich kann alles einigermaßen bestreiten, wirklich GEIL wird es aber erst mit dem ganzen anderen Kram.

Technische Probleme hatte ich in einem Vierteljahrhundert genau 1x, nämlich als die Klinkenbuchse der Gitarre gerade so ausgeleiert war, dass der Stecker des Kabels des Senders Aussetzer hatte, der Stecker des Kabel-Kabels aber nicht.

Ich stelle Amp und Box auf die Bühne, drei Gitarren in der Ständer, Effektboard an die Wunschposition, Deckel ab, zweimal Strom dran (2x Fame DCT-200), einmal Kabel vom letzten Effekt zum Amp, bei kleinen Gigs Kabel vorne rein (bei ausreichend Bewegungsfreiheit nehme ich den Sender), Soundcheck mit dem üblichen Song, Amplautstärke und Klangregelung ein bisschen anpassen, fertig.

Ich bin ganz bei euch, dass es schon echt scheiße ist, wenn man sein Zeuch nicht beherrscht, aber das liegt nun wirklich nicht an der Anzahl der Effekte. Man muss jedem seine Aufmerksamkeit widmen, sich Potistellungen merken und Defektes sofort wegschmeißen - ist doch alles kein Problem. Das preoblem ist im Kopf. Wer keine verschiedenen Effekte braucht oder sich ein großes Effektboard nicht zutraut, der soll es bleiben lassen. Wer viele Effekte braucht, muss eben lernen, damit umzugehen - fertig.

Wer von euch meint übrigens, dass bei WETTEN DASS live gespielt wird? Das hat Chris Rea vor Jahren mal gemacht, ich denke nicht, dass es vil mehr waren.
 
groby
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ferdi schrieb:
Wer von euch meint übrigens, dass bei WETTEN DASS live gespielt wird? Das hat Chris Rea vor Jahren mal gemacht, ich denke nicht, dass es viel mehr waren.

Natürlich, ja. War ein schlechtes Beispiel.

Carlos Santana war auch mal live. Gottschalk hat einen Riesen-Tratra daraus gemacht hat. Live! Wahnsinn, meine Damen und Herren!

Für mich klang diese Ansage eher nach "Heute abend präsentieren wir mal einen Musiker, nicht einen Bodennebel-Kasperle wie sonst."
 
gitarrenruebe
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OT
groby schrieb:
Carlos Santana war auch mal live.
WM 2014
Finalshow
Santana live


... der Mann am Mixer findet (GsD) zuerst den Fader von Carlos' Gitarre erst nicht, später leider schon ...
Aua, das tat echt weh und war so durch und durch kein Stück musikalisch.
 
Thorgeir
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gitarrenruebe schrieb:
...
Aua, das tat echt weh und war so durch und durch kein Stück musikalisch.

Was am durchstilisierten US-amerikanischem Verständnis von POP-Events liegt, nicht am bemitleidenswerten Carlos. Wobei, der hat das bestimmt vergoldet bekommen. Pfui!
 
Ugorr
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Das UrsprungspostingSetup ist aber auch praktikabel und hat Fehlerlösungen schon integriert. Fällt der Amp aus, geht es mit dem Multieffekt ins Pult, fällt der Effekt aus - direkt in den Amp. Und die AGitarre geht auch ohne Multi ins Pult und kann evtl auch die E-Gitarre ersetzen und Umgekehrt.
Wenn ein Stressbrett gut gewartet und durchgeplant ist, macht das auch kein Problem. Mein Brett läuft ohne viel Ärger(und wenn dann in der Probe, weil ich irgendwas verdaddelt habe).

Techniknerds(Röhren am Geschmack erkennen und so) und völliges Unverständnis von den eigenen Geräten habe ich alles schon erlebt. Gerade als Tontechniker ist beides nervig. Erstere lieben es über ihr Zeug zu quatschen, letzeren muss man manchmal sogar den Standbyschalter am eigenen Amp zeigen.

Die häufigsten erlebten Fehlerquellen sind mMn leere Batterien(A-Gitarren, Bässe, Sender, Effekte), kaputte Kabel und Nervosität beim Aufbau(Input und Output bei Effektgeräten verwechseln zB.)
Gruß
Ugorr
 
therealmf
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ferdi schrieb:
Wer von euch meint übrigens, dass bei WETTEN DASS live gespielt wird? Das hat Chris Rea vor Jahren mal gemacht, ich denke nicht, dass es vil mehr waren.

Das stimmt nicht. Ein guter Freund von mir ist der leitende Toning der Sendung gewesen bis zum Ende der Gottschalk-Ära. Da war sehr viel live, die Vocals fast immer, und auch sonst viele Acts. Inklusive Britney und den Backstreet Boys.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=8kprd3bvxMo[/youtube]

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=B_tNCciQ-8k[/youtube]
 

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