POD HD500X als Multieffekt vor dem Amp, kennt das jemand?


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Anonymous
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Hi,

ich habe seit einigen Jahren ein Line 6 M13 auf meinem Festzeltband-Effektboard. Leider machen die Schalter jetzt nach und nach die Grätsche und zwei Displays flackern auch bedenklich.

Nun könnte ich mir ein gebrauchtes M13 suchen, bin aber wegen dem eingebauten Pedal und viel sinnvolleren Tastern jetzt am Überlegen, ob ich das M13 nicht durch einen POD HD500X ersetzen könnte.
Es geht nicht um Gourmet-Effekte, es ist ein Gebrauchs-Setup und die M13 Effekte reichen mir dafür bislang dicke aus.

Ich brauche KEINE Amp-Models, NUR die Effekte. Vor dem Gerät habe ich drei analoge Pedale für die Verzerrung, die ich mit einem Looper per MIDI zuschalte. Die Signalkette wäre also Gitarre -> analoge Zerrer -> POD -> Amp Input.

Hat hier jemand Erfahrung mit dem POD HD500X als reines Effektgerät VOR einem Amp? Wenn ich jetzt keine erhobenen Zeigefinger lese, würde ich das Teil zum Test mal bestellen.

Gruß
Dave
 
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Partscaster
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Das geht ohne Probleme. Sind auch komplett die gleichen Effekte drin, wie die im M13! Der POD hat auch ein Pedalboard-Modus, mit dem man gut arbeiten kann. Und die Taster sind tatsächlich besser.
Nur Display und Schalttechnisch - beim M13 haste ja immer mehrere Presets pro Effektslot schnell abrufbar - muss man eben Abstriche machen bzw. sich das logisch zurechtlegen. Das geht mit dem Editor am Rechner aber sehr gut!

Grüße
Michael
 
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Danke für Deine Antwort, die ich leider eben erst gesehen habe. :oops:

Ich kann es aber inzwischen bestätigen, das funktioniert super. Man kann den Amp/Cab Slot komplett deaktivieren. Wenn alles korrekt eingepegelt ist, hört man den POD nicht mehr raus (natürlich nur, wenn keine Effekte an sind). Ich habe es mit einem True Bypass Schalter verglichen.

Für Brot-und-Butter-Effekte mit bequemen Schaltfunktionen inklusive Pedal ist das eigentlich eine echt günstige Lösung.

Gruß
Dave
 
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Partscaster
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Dave Sustain schrieb:
Für Brot-und-Butter-Effekte mit bequemen Schaltfunktionen inklusive Pedal ist das eigentlich eine echt günstige Lösung.

Finde ich auch! Natürlich klingt ein gut gemachtes Board mit Boutique-Effekten schöner und ist auch einfacher/schneller zu bedienen, aber das ist für den Preis leider nicht zu machen... :)

Grüße
Michael
 
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Dave Sustain schrieb:
Danke für Deine Antwort, die ich leider eben erst gesehen habe. :oops:

Ich kann es aber inzwischen bestätigen, das funktioniert super. Man kann den Amp/Cab Slot komplett deaktivieren. Wenn alles korrekt eingepegelt ist, hört man den POD nicht mehr raus (natürlich nur, wenn keine Effekte an sind). Ich habe es mit einem True Bypass Schalter verglichen.

Für Brot-und-Butter-Effekte mit bequemen Schaltfunktionen inklusive Pedal ist das eigentlich eine echt günstige Lösung.

Gruß
Dave

Hallo Dave,

könntest Du das mal näher erläutern/beschreiben, wie Du da vorgegangen bist? Nutzt Du auch den evtl. vorhandenen Effektloop Deines Amps?
Ich habe mit dem HD500 vor dem Amp einen nicht unerheblichen Pegelverlust.
 
A
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Partscaster schrieb:
Natürlich klingt ein gut gemachtes Board mit Boutique-Effekten schöner
Das ist in der Praxis unerheblich. Wenn ich mit der Band spiele, hört keine Sau den Unterschied zwischen einem Delay aus meinem Timeline und einem aus dem POD.

Partscaster schrieb:
und ist auch einfacher/schneller zu bedienen
Das sehe ich anders und das ist auch der Grund, warum ich das M13 bzw. jetzt den POD nehme. Ich kann ohne Stepptanz taktgenau Sounds umschalten.

blowfire schrieb:
könntest Du das mal näher erläutern/beschreiben, wie Du da vorgegangen bist? Nutzt Du auch den evtl. vorhandenen Effektloop Deines Amps?
Ich habe mit dem HD500 vor dem Amp einen nicht unerheblichen Pegelverlust.
Nein, ich nutze den Effektweg nicht, sondern Git->PlexiClone->POD->Clean Amp Front Input.
Zum Einpegeln: Ich habe alle Effekte und die Ampsim deaktiviert und keine EQs aktiv. Der Plexiclone ist so eingestellt, wie ich ihn immer vor dem Amp verwende. Am POD habe ich dann mit dem Master Regler (oben rechts) genau den Pegel eingestellt, so dass ich keinen Unterschied mehr höre zwischen Plexiclone->Amp und Plexiclone->POD->Amp. Das kann man zb mit einem Seagate Switch im True Bypass Mode prima testen. Sobald Du hier den Pegel zu gering hast, klingt das völlig flach, saft- und kraftlos.

Diese Einstellung funktioniert dann übrigens auch genau so gut, wenn ich den Plexiclone in den FX Loop des POD einschleife. Damit ist man dann extrem flexibel.
 
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Sebastian
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Ich benutze das pod auch als reines Effegtgerät vor meinem ac-15.
Was mir bisher leider nicht gelingt, ist es einen guten Zerrsound einszustellen.
Habt ihr Tipps mit welchem digitalen Modell ich es im pod mal versuchen soll?
Bin so langsam am verzweifeln...
Dunmerweise habe ich meine analogen Zerrer alle verkauft
Bielleicht nutzt noch einer von eich die kombi line6/vox

Danke
 
A
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Einen AC15 habe ich, aber zusammen mit dem HD500 habe ich den bisher noch nicht genutzt. Digitale Zerrer fand ich immer problematisch und nicht sehr überzeugend.
Die Kombi werde ich nächste Woche mal ausprobieren, da das Ganze als Backup ohne die L2m deutlich praktischer wäre.
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
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Amps & Cabs Bypass.
Tube Driver.
Davor vor zum Kitzeln ein TS.
Da geht schon was, nicht State of the Art, aber solide Rocksounds.
 
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gitarrenruebe schrieb:
Amps & Cabs Bypass.
Tube Driver.
Davor vor zum Kitzeln ein TS.
Da geht schon was, nicht State of the Art, aber solide Rocksounds.

:top:
So werde ichs mal aufbauen, auch wenn ich dem analogen TS nie was abgewinnen konnte.
 
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Sebastian
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Der Tubedriver ist bisher auch meine erste Wahl von den vielen Zerrpedalen im Pod.
Leider wird es bei zunehmenden Gain sehr "bröselig", so leicht angezeigte Sounds klingen ganz brauchbar.
Welchen Eingang am ac-15 benutzt ihr?
Ich bin da technisch leider nicht so interessiert um ewig an Sounds zu basteln, ich spiele lieber ;-)
In meiner Band ist es aber leider unabdingbar das ich ein paar Effektsounds vorhalten muss und ganz wichtig 2 schaltbare Lautstärken habe.
Die anderen haben verlernt sich beim Gitarrensolo/Melodie zurückzunehmen :-D
 
Ugorr
Ugorr
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Moin.
Analog wie Digital nehme ich gerne einen EQ als "Solobooster". Der Boost steht in Anführungszeichen, weil ich gar nicht so sehr laut mache sondern eine freie Mittenfrequenz suche. Am Besten mit einem Parametrischen EQ entweder zw 2 und 4 kHz oder 250 und 600 Hz mal suchen.
Hier mal eine Frequenzübersicht in interaktiv.
http://www.independentrecording.net/irn/resources/freqchart/main_display.htm
Hebst Du die Frequenz sehr Schmalbandig an(hoher QFaktor) hast Du im Prinzip sowas wie ein feststehendes Wah mit dem EQ gebaut.
Das kann alleine recht komisch klingen, setzt sich mit der richtigen Frequenz aber im Bandkontext gut durch.
Ein Tubescreamer macht mMn nichts anderes, nur ist mir der Mittenbereich noch nicht definiert genug.

Schön wäre dann natürlich ein passendes Arrangement für eine Sololücke. Also kein Gesang und der Keyboarder brät nicht alles beidhändig mit fetten modalen Akkorden zu.

Um den Amp "in den Hintern" zu treten, kann man noch den Gesamtlevel etwas erhöhen.
Gruß
Ugorr
 
 

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