Post-40, Schreibtisch job, Familie .... und nu?


A
Anonymous
Guest
Hi alle !!

Einer von denen die mal NICHT zwischen Weihnachten und Sylvester zu Hause sitzen sondern am Arbeitsplatz .... (ok, meine Frau hätte mich sowieso nach den Feitertagen irgendwann rausgeschmissen ;-) )...... aber nicht viel zu tun (IT) ...... und mit dem Jahr fast zuende frag ich mich .........


Da ist man kurz über den 40, hat sein ganzes Leben lank Job, Familie, Versicherungen usw ..... vor dem 'Rockstar' Traum geschoben, die letzten Jahre aber wieder angefangen musik zu machen, ('Hobby' is SO eine tolle Ausrede ;-) Gitarren kaufen, mit 2-3 Leuten übers Internet ein paar Sachen aufgenommen .......... und nu?
Da sitz ich nun schon 10 Jahre in Hamburg (Südafrika import) ...... kenn hier eigentlich kein Schwein ...... bin absolut Talent-frei geboren ...... genieße aber das spielen, aufnehmen, mixen usw.

Bin ich ein hoffnungloser Depp (Antwort hierauf nicht zwingend erwünscht), oder gehts anderen auch so?

Nun denk ich .... vielleicht ein bischen Unterricht zu nehmen, um mal zu sehen ob man doch so 'unter die menschen' kommt. Nur hab ich kein Bock irgendwelche 'Simon und Garfunkel' Sachen zu spielen ....... ich sitze ziehmlich beqwem in der ACDC, Aerosmith, Mötley, Stones, Slade ..... also 'Rock' Ecke.

Wie gesagt .... spiele am liebsten Rhythm Rock Guitar ..... in oben genannten Richtungen....... gut bin ich nicht, bin relativ fit in Sachen 'Homerecording, Mixing' usw ..... (Homerecording, hab ich gesagt!!! ;-) wen's interessiert ......

Meine 2 letzten songs (im 'player') oben an der Seite ...
http://janbuchholz.com

oder die 'Community Albums' in den ich mitgewirkt habe (suche nach Namen 'Buchholz' oder 'JMan')
http://sixstringbliss.com/albums.html

Naja .... wie cool wäre es nicht wenn man NOCH solche leute finden könnte. Ich hab keine großen Erwartungen in Sachen 'Auftritte' oder 'Plattenverträge' ....... vielleicht ein bischen 'Jammen' ...... hier und da (as Spaß an der Sache) ab und zu ein kleiner gig oder so.

Gibt es also (Raum Hamburg, Ecke/Umgebung Bergdorf) leute die es auch so haben/sehen/denken ????

Nur mal so ne Frage ;-)

J
 
A
Anonymous
Guest
Da ist man kurz über den 40, hat sein ganzes Leben lank Job, Familie, Versicherungen usw ..... vor dem 'Rockstar' Traum geschoben, die letzten Jahre aber wieder angefangen musik zu machen, ('Hobby' is SO eine tolle Ausrede Wink Gitarren kaufen, mit 2-3 Leuten übers Internet ein paar Sachen aufgenommen .......... und nu?
Da sitz ich nun schon 10 Jahre in Hamburg (Südafrika import) ...... kenn hier eigentlich kein Schwein ...... bin absolut Talent-frei geboren ...... genieße aber das spielen, aufnehmen, mixen usw.
Bin ich ein hoffnungloser Depp (Antwort hierauf nicht zwingend erwünscht), oder gehts anderen auch so?

Ha, willkommen im Club.
Ich glaub du bist nicht der einzige, den solche Gedanken (rum-)treiben.
Aber ein Depp bist du bestimmt nicht, du hast ganz einfach deine Prioriäten im Leben anders gesetzt, ohne ganz den Bezug zur Musik zu verlieren.
Wenn ich mich in letzter Zeit umsehe, welchen Aufwand viele der "damaligen Stars" veranstalten müssen, um ihre Rechnungen zu bezahlen, bin ich im nachhinein froh, ein 2. Standbein zu haben, welches mir ermöglicht meine Rechnungen pünktlich zu bezahlen und meine Familie zu ernähren.

Schau dir einfach mal die ein paar der Heroes der 80/90er Jahre heute an, viele bieten ihre Dienst im Internet an, sei es in Form von Unterricht, Recording Unterstützung und oder als Schreiberling für div. Fachmagazine.
Als Beispiel einfach mal im Netz suchen nach Kip Winger, George Lynch, Greg Howe, Bruce Bouillet, Jeff Young... und diese sind noch rel. gut dabei.

Der Rockstar-Traum ist doch in den meisten Fällen eher ein Albtraum, von daher glaube ich auch nicht wirklich etwas verpaßt zu haben, außer den temporären Kontostand div. Kollegen... ;-)
(Rock-) Musiker ist kein Job wie andere, es ist in meinen Augen eine Lebenseinstellung. Musik begleitet mich schon mein Leben lang und auch wenn ich nicht in Bands bin, keine Tonträger veröffentliche, etc. wird mein Leben, Denken und Handeln tagtäglich von Musik (mit-) bestimmt.
Allerdings bin ich nicht dazu verdammt, mit Musik meinen Lebensunterhalt zu verdienen - von daher ist es doch beruhigend sich ohne Druck dennoch selbstverwirklichen zu können/dürfen.

Von daher bleib cool, nimm Unterricht wenn du es für dich als wichtig erachtest, genieße das Leben mit deiner Familie, sei froh über deinen Job, wo du hoffentlich immer pünktlich dein Geld erhältst und an sonsten laß es einfach rocken...

Gibt es also (Raum Hamburg, Ecke/Umgebung Bergdorf) leute die es auch so haben/sehen/denken ????
Auch wenn ich nicht aus der Ecke komme, hab ich mir erlaubt auf dein Posting einzugehen...alles Gute für 2010.
 
A
Anonymous
Guest
Zum Thema "der Traum vom Berufsmusiker" empfehle ich dir erstens das hier

http://www.negativland.com/albini.html

und zweitens "Fleisch ist mein Gemüse".

Ich wollte mit achtzehn auch Rockstar werden. Dann hat mir ein Sessionmusiker geraten, parallel Lotto zu spielen - da seien die Chancen ähnlich.
 
A
Anonymous
Guest
:)

Na, das sind doch schon mal ein paar nette Antworten :)

"Berufsmusiker" oder sowas hab ich wirklich nicht vor ...... Beruf, Familie und weiteres Leben ist alles ganz prima und ich bereue auch keine Entscheidungen in der Richtung ..... die Frage ging eher in die Richtung ob es hier 'gleichgesinnte' gibt und was die so tun in Sachen musik machen, mit anderen, kleine Bands usw :) ........

Danke schon mal für den Feedback :)

J
 
A
Anonymous
Guest
JMan":1k3kasf3 schrieb:
:)

Na, das sind doch schon mal ein paar nette Antworten :)

"Berufsmusiker" oder sowas hab ich wirklich nicht vor ...... Beruf, Familie und weiteres Leben ist alles ganz prima und ich bereue auch keine Entscheidungen in der Richtung ..... die Frage ging eher in die Richtung ob es hier 'gleichgesinnte' gibt und was die so tun in Sachen musik machen, mit anderen, kleine Bands usw :) ........

Danke schon mal für den Feedback :)

J

Na dann :D

Ich habe eine zum Glück funktionierende Band mit wöchentlichen Proben, aber ich merke schon die Probleme des Alltags. Wir haben jetzt den seit Bestehen dritten Bassisten, die anderen beiden sind aus beruflichen Gründen abgewandert. Bei einem Klezmertrio (Nebenprojekt) hat der eine maximal alle zwei Wochen Zeit für Proben und ist an manchen Tagen von seinem Job völlig fertig.

Ich bejammere aber weniger mein persönliches Schicksal, als vielmehr das Ende eines Lebensstils. Wir bewegen uns weg von den goldenen Jahren (^^), die Leute müssen mehr und mehr arbeiten, von 40 Stunden träumen die meisten... Da ist Freizeitmusik nur eine Facette der Gesellschaft, die enorm leidet. Ich habe es schon ein paar mal angesprochen, aber ich wiederhole mich gerne: Ich freue mich nicht unbedingt auf das Ende meines Studiums.
 
Monkeyinme
Monkeyinme
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Moin,
Teile deiner Auflistung passen bei mir ebenfalls: Alter, kein Rockstar, mehr Spass am Spielen als Können... Deswegen kann ich dir gut nachfühlen.

Bei mir stellt sich das allerdings so dar:

Mittlerweile kann ich völlig entspannt musizieren, weil ich damit nicht mein Geld verdienen will und kann. Das befreit!

Weil ich mein Geld anderweitig verdiene, kann ich mir jetzt leisten was ich früher gerne gehabt hätte.

Durch den Kontakt mit den Nasen hier habe ich erst gemerkt, was ich alles nicht kann auf der Gitarre. :roll: Aber auch einen Haufen dazu gelernt!

Unterricht schwebt mir jetzt auch vor, wird allerdings durch meinen unsteten Terminkalender ein wenig behindert. Aber ich kann ja auch selbst was tun...

Durch Pause und wieder anfangen habe ich ein neues Verhältnis zu dem Instrument bekommen, und bin wesentlich aufgeschlossener zu den verschiedenen Stilen, Instrumenten, Verstärkern etc. Ausser Paula's... ;-)

Das mit den Terminen, es ist nun mal so das der gemeine Vierziger mitten im Leben steckt, wo einfach die meisten Aufgabe zu bewältigen sind. Das wird auch wieder anders.

Meine Band habe ich am Schreibtisch gefunden. Bassist sitzt links neben mir, der Schlagzeuger schräg gegenüber. Wir haben zwar 1,5 Jahre gebraucht um was zu machen, aber ich hatte ja Zeit. :lol:


Aber gleichgesinnt würde ich jetzt nicht sagen. Eher in der gleichen Situation, wenn man von Kindern mal absieht.

Ciao
Monkey
 
A
Anonymous
Guest
Oh auf jeden Fall!!

Mein job lässt es wenigstens auch zu dass ich so ab und zu ein paar (wenn auch kleinere) Ausgaben für Sachen musiek machen kann. Auch wenn mal ein neues pedal oder nen plugin oder ne lizenz oder so .....

Ein unserer kleinen 'Internet community' (sixstrinbliss.com) haben wir nun schon so einige Sachen aufgenommen .... alles wirklich nix 'dolles' .... aber macht ne menge Spaß. So war es zuletzt möglich mit 2-3 anderen Musikern am anderen Ende der Welt, für ein 'Halloween Album' ein paar songs 'zusammen-zu-brezeln'. Man hat sich noch nie persönlich kennengelernt, wird es wohl auch nicht ..... was aber so heutzutage alles möglich ist ..... schon genial.

Diese 2 sind haupsächlich von mir gemacht worden .... mit hilfe anderen für vocals, bass oder mal ne Lead Gitarre ..... ansonsten alles ich am 'Puter'.
http://janbuchholz.com/audio/bjw/ScalesOfHorror/BS.mp3
http://janbuchholz.com/audio/bjw/ScalesOfHorror/LI.mp3

Wie gesagt, nix dolles ..... und irgendwie, auch wenn es Spaß macht ... fehlt einen manchmal der 'Persönliche' kontakt ....... auch wenn einige Musiker manchmal wünschten sie brauchten die anderen nicht zu sehen :)

Naja ... ich glaub ich werde mich im nächsten Jahr ein paar 'Jam sessions' hier in Hamburg angucken, vielleicht lernt man ja Leute kennen. Ein paar 'Lessons' sollte ich aber auch noch in investieren in 2010 ;-)

Danke für die netten Tips. Ich wünsch euch alle auch ein tolles 2010 !! :)

J
 
S
Schnabelrock
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15 Juni 2005
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bimbam":1r0zfiz7 schrieb:
Schau dir einfach mal die ein paar der Heroes der 80/90er Jahre heute an, viele bieten ihre Dienst im Internet an, sei es in Form von Unterricht, Recording Unterstützung und oder als Schreiberling für div. Fachmagazine.
Als Beispiel einfach mal im Netz suchen nach Kip Winger, George Lynch, Greg Howe, Bruce Bouillet, Jeff Young... und diese sind noch rel. gut dabei.

Viele von denen - als Bands nenne ich mal Cinderella, Keel, Lynch Mob, Dokken, Warrant, Extreme, Living Colour, Skunk Anansie - haben allerdings auch gedacht, man könne sich ruhig zerstreiten, trennen, 10 Jahre gar nix machen und die Alben würden immer weiter verkaufen.

Viele hatten sich mit 30 Jahren offensichtlich schon auf ein Leben als "Forever-Rockstar-im-Ruhestand" eingerichtet und dachten, sie können nur noch das tun, was ihnen Spass macht.

Jetzt muss manch einer mit seinen Kumpels wiedervereinen, obwohl er die nicht leiden kann und auf Tour kommen. Jetzt müssen Cinderella & Co. wieder aus den Löchern.

Rein wirtschaftlich können nur Grossacts wie Bon Jovi, U2, REM, Aerosmith, Springsteen und ähnliche sich ausruhen - aber die haben meistens sogar Bock auf Musik, Tour usw.
 

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