Preise für Strats????


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hiho,

nach fast 15 jähriger abstinenz möchte ich wieder mit dem gitarrenspielen anfangen. Leider habe ich damals all meine schätze (gitarren und verstärker) verkauft. - damals war ich mit leib und seele les paul & marschall - jetzt soll es eine strat sunburst werden.

Da ich keine ahnung mehr von preisen habe mal 2 fragen zu gitarren, die ich mir gerne kaufen würde:

1) Sind folgende preise einigermaßen OK?

Fender American HSS Strat Sunburst inkl. Case gebraucht NN € 949.-
(optisch und technisch ganz gut)

Fender Highway Strat Sunburst inkl. Bag € 737.-
(neu)

2) Worauf sollte ich denn bei der HSS Strat besonders achten? ich werde sie am wochenende mal testen - bin aber wie geschrieben schon etwas aus der übung.
 
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Die Preise finde ich jeweils zu hoch. Um ein Gefühl zu bekommen, wieviel Equipment zur Zeit wert ist, empfiehlt es sich, bei einem großen Internet-Kaufhaus mal die Neupreise zu studieren (zu empfehlen wäre hier Thomann www.thomann.de) und dann bei Ebay mal die Gebrauchtpreise zu beobachten. Die meisten Instrumente, insbesondere Strats, gehen dort für ziemlich reelle Preise weg.

Da du selbst ja schon Gitarre gespielt hast, denke ich, dass du Verarbeitung und Zustand einer Gitarre wohl einschätzen kannst (Abnutzung Bundstäbchen, Potis etc.). Mir persönlich ist zudem immer wichtig, dass die Gitarre schon trocken gespielt einen gut resonierenden Korpus hat sowie einfach das "Gefühl" stimmt, hier insbesondere der Hals.

Noch ein Tipp am Rande:

wenn du eine gute Strat für günstiges Geld suchst, schau dich mal bei Diego oder Rockinger um. Diese allerdings nur in der Standard-SSS-Version.
 
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Hallo,

Danke für die info! ich hab mal versucht mich über die preise schlau zu machen, kam allerdings aufgrund der vielen unterschiedlichen modelle zu keinem wirklchen schluss.

bin schon gespannt, ob wirklich ein dermaßener unterschied zwischen der highway und der american hss in punkto verarbeitung etc. sein wird!
 
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d666derdude":2jc49ufc schrieb:
Hallo,

Danke für die info! ich hab mal versucht mich über die preise schlau zu machen, kam allerdings aufgrund der vielen unterschiedlichen modelle zu keinem wirklchen schluss.

Hi,

ich denke, dass ist bei Fender im Moment auch noch schwerer, als es bisher schon war, weil Fender die Preise ordentlich angezogen hat. Der unterschied zwischen einer "neuen" Standard Strat und einer "alten" Deluxe Strat, ist relativ klein. (Wohlgemerkt nur auf den Preis bezogen)

Ebenso die Preise bei den Highways. Ich möchte nicht "unken", aber da zahlt man jetzt locker ´nen Hunni mehr, kann dat? Bin mir da nicht sicher.

Unabhängig davon , finde ich die Preise aber generell zu hoch für gebraucht Instrumente. Dann kann man sicher auch mit neuen im Laden vergleichen. Das solltest du ohnehin tun, finde ich.
 
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Marcello":3bhinx5k schrieb:
Ebenso die Preise bei den Highways. Ich möchte nicht "unken", aber da zahlt man jetzt locker ´nen Hunni mehr, kann dat? Bin mir da nicht sicher.
Jep, ich hab2005 (oder wars schon 2006?!) für eine Strat aus der ersten Serie gut 110€ weniger bezahlt.
 
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Jo,


und soweit ich weiß, wurde 2009 jetzt noch mal was "draufgelegt".

Wie gesagt, die Fender Gebrauchtpreise orientieren sich eher an dem, was man für ein vergleichbares Model heute zu zahlen hat, weniger daran, was der Besitzer gezahlt hat.
 
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hiho,

also diese highway modelle meines gitarrenhändlers empfand ich als überaus mies. schon diese lackierung finde ich grässlich!!!

toll hingegen - allerdings zu teuer - war eine usa fat strat. so soll eine stratocaster klingen und aussehen.

möchte mir jmd. seine verkaufen?
 
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erniecaster
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Hallo!

Gebrauchte Gitarren zu kaufen wird meiner Meinung nach immer schwieriger.

Jeder Doof behauptet von jeder seiner Gitarre, sie sei etwas ganz besonderes. Die Fenix aus dem berühmten "91er Jahrgang" beispielsweise mag einem 16-jährigen unglaublich alt erscheinen und das Wort "Vintage" liegt nahe. Dabei ist es nur eine gebrauchte Billiggitarre, die damals 500 DM gekostet hat, also rd. 250 Euro. Unter jedem Label wurden zu jeder Zeit irgendwelche Serien verkauft, die jetzt nicht mehr gebaut werden - teilweise auch nur in der Farbe - und schon blökt einer "Sammlerstück" oder "Liebhaberstück". Völliger Bullshit.

Genauso ist es Schwachsinn, dass früher alles besser war. Es muss ein Reflex sein, dass bei jedem Gebrauchtkauf der Rat von "Experten" kommt, nach einem möglichst alten Exemplar zu schauen. Was für ein Unsinn! Die Hersteller verblöden doch nicht. Kaum jemand wird behaupten, dass sein Golf I dem Golf III bei weitem überlegen sei und deshalb auf jeden Fall einen höheren Preis erzielen müsste. Bei Gitarren und Amps passiert genau das.

Dazu kommt, dass ein Großteil des gebrauchten Equipments mittlerweile über ebay vertickt wird. Das ist einerseits schön, weil man eine größere Auswahl hat. Andererseits muss man dann entweder blind (oder besser taub) kaufen und bei einem Fehlgriff das Risiko tragen, den Mist selbst wieder bei ebay anbieten zu müssen und eventuell finanzielle Verluste zu erleiden. Zeitverlust hat man ja sicher.

Wer wirklich eine Gitarre braucht und keine hat, hat für diesen ganzen Quatsch am Gebrauchtmarkt keine Zeit. Das macht aber auch nichts. Es ist überhaupt kein Problem, heute eine neue und brauchbare Gitarre zu kaufen. Sicherlich ist ein Großteil der angebotenen Gitarren totaler Mainstream und eher langweilig. Brauchbar ist das Zeug aber allemal für die Überbrückung bis eine richtig gute und individuell passende Gitarre gefunden wird. Und wenn die im Haus ist, dann kann die brauchbare aber langweilige Gitarre immer noch als Ersatzinstrument dienen.

Ergo rate ich dem Ursprungsposter, in einem Laden für wenig Geld und mit wenig Leidenschaft eine brauchbare Strat zu kaufen und die zu spielen. Für lange Überlegungen, Markenfetischismus, Vergleichstests, Voodoo, Vintage, Wahnsinn und dergleichen ist danach noch Zeit genug. Und wer diesen Unsinn gar nicht mitmacht, ist sicherlich ein glücklicher Mensch, liest aber vermutlich eh nicht in Gitarrenforen.

Mahlzeit.

erniecaster
 
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Fixier dich nicht auf Fenderstrats. G&L macht sehr schöne Fenderstyle Instrumente, Yamahas sind recht gut und noch haufen andere Marken.
 
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Rockinger ist zum Beispiel auch eine gute Adresse. Seit kurzem haben sie sogar eine 3-Tone Strat.
Ich habe meine Rockinger gebraucht bei Ebay gekauft und sie klingt toll!
Die Rockinger gibts aber nicht im Laden sondern nur bei Rockinger.
Aber wenn dir eine Rockinger zusagt, bestell sie einfach und schicke sie bei Nichtgefallen wieder zurück.
MFG Ruben

edit: Merke grad, dass Rockinger schon genannt wurde, sry;)
 
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erniecaster":1lh10s1p schrieb:
die damals 500 DM gekostet hat, also rd. 250 Euro.
... das ist schon mal ein Milchmädchenrechnung. denn die Preise aus DM-Zeiten entsprachen zum einen einer anderen Kaufkraft und lassen sich deshalb nicht 1:2 umrechnen. Zum anderen war die Verfügbarkeit guter Hölzer tendenziell noch in den frühen 70ern und selbst bis in die 80er wesentlich besser als heute. Und daher der Materialpreis bei gleicher Qualität geringer. Wenn ich etwa Ibanez-Akustische aus den späten 70ern im Mittelklassebereich um 500-700 DM mit heutigen Instrumenten vergleiche, lande ich leicht bei der Oberklasse ab 2000 Euro, wenn ich vergleichbare Instrumente suche.

erniecaster":1lh10s1p schrieb:
Genauso ist es Schwachsinn, dass früher alles besser war. Es muss ein Reflex sein, dass bei jedem Gebrauchtkauf der Rat von "Experten" kommt, nach einem möglichst alten Exemplar zu schauen. Was für ein Unsinn! Die Hersteller verblöden doch nicht.
es hat durchaus nichts mit Verblödung zu tun, sondern mit Profitmaximierung. Lohnkosten werden seit mindestens 30 Jahren permanent gesenkt, gleichzeitig steigen die Materialpreise durch Ressourcenmangel an bestimmten Tonhölzern.
Weniger menschliche Arbeit, schlechtere Hölzer bei gleichem Preis im Vergleich zu "früher". So sieht das aus.
Sehr schön kann man das mit der Holzverschlechterung schon in den 70ern an der Gewichtszunahme von Esche-bodies sehen: die Chargen aus dem unteren Stammbereich sind deutlich leichter (da ursprünglich feuchter, nach dem Trocknen also poröser) und "baumkonstruktionsbedingt" eben seltener, denn der untere Bereich ist kürzer als der obere, deshalb nahm bei erhöhten Produktionszahlen der Anteil an leichten Varianten gegenüber den verfügbareren schweren Varianten ab.

erniecaster":1lh10s1p schrieb:
Kaum jemand wird behaupten, dass sein Golf I dem Golf III bei weitem überlegen sei und deshalb auf jeden Fall einen höheren Preis erzielen müsste. Bei Gitarren und Amps passiert genau das.
Nein. Das passiert nicht. Der Golf I ist wie der Golf III ein reines Fließbandprodukt. Du würdest sicher auch keinen handgebauten Rolls Royce aus den 70ern gegen einen Golf III tauschen, auch wenn zweiterer möglicherweise technisch ausgereifter ist. Und ein 8-Zylinder, der aus nicht mal 3 Litern nur eben 120PS holt, wie das in den 60ern noch üblich war, ist eben deutlich langlebiger als ein "moderner" Motor, der das aus eineinhalb Milchtüten zerrt.
In dem Zeitraum, der zwischen Golf I und III liegt, hat sich im Bereich Technik bei Gitarren nichts weiter entwickelt, was vergleichbare Verbesserungen für den Endabnehmer mit sich brächte.
 
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frankpaush":37rp7goo schrieb:
erniecaster":37rp7goo schrieb:
Genauso ist es Schwachsinn, dass früher alles besser war. Es muss ein Reflex sein, dass bei jedem Gebrauchtkauf der Rat von "Experten" kommt, nach einem möglichst alten Exemplar zu schauen. Was für ein Unsinn! Die Hersteller verblöden doch nicht.
es hat durchaus nichts mit Verblödung zu tun, sondern mit Profitmaximierung. Lohnkosten werden seit mindestens 30 Jahren permanent gesenkt, gleichzeitig steigen die Materialpreise durch Ressourcenmangel an bestimmten Tonhölzern.
Weniger menschliche Arbeit, schlechtere Hölzer bei gleichem Preis im Vergleich zu "früher". So sieht das aus.
Sehr schön kann man das mit der Holzverschlechterung schon in den 70ern an der Gewichtszunahme von Esche-bodies sehen: die Chargen aus dem unteren Stammbereich sind deutlich leichter (da ursprünglich feuchter, nach dem Trocknen also poröser) und "baumkonstruktionsbedingt" eben seltener, denn der untere Bereich ist kürzer als der obere, deshalb nahm bei erhöhten Produktionszahlen der Anteil an leichten Varianten gegenüber den verfügbareren schweren Varianten ab.

Das ist ja mal ein Theorie.... :roll:

Zu allen Zeiten saßen da nur Menschen, die verfügbares und verkäufliches Material verbauten. Mehr Zauber gibt es nicht.
Esche ist übrigens kein Tonholz, genau so wenig, wie Erle, Linde, oder Mahagoni. Bestenfalls sind es Tischlerhölzer und von solchen Leuten wurden auch die legendärsten E-Gitarren der Welt - aus irgendwelchen verfügbaren Brettern gezimmert. Wenn sie überhaupt Tischler waren.
Immer die Legendenscheiße. Leo F. aus A. sitzt in seinem Denkzimmer und überlegt, wie er die besten Materialien der Welt zu den edelsten Gitarren des Universums schweißt...
Nein! Sie haben das genommen, was so weit in Ordnung ging, dass es keine Retouren gab, was verfügbar und was günstig war. Damals, wie Heute.

Neulich habe ich mal wieder so einen unreflektierten Müll in einer Zeitung gelesen, in der ein akademischer Gitarrist schrieb, er habe sich die Bauteile in seinen Amps durch alte ersetzen lassen, weil die ja bekannterweise besser waren. "Bekannterweise??"

Warum fahren Kleinwagen heute 300.000 Km?
Warum platzen Autoreifen fast nicht mehr?
Warum funktionieren Telefone noch, nachdem man sie Fischen aus dem Magen geholt hat?
Warum halten sich Lebensmittel länger frisch?
Warum funktioniert mein 300 Euro Rechner seit 5 Jahren fehlerfrei?
Warum ist unser Leben so verdammt perfekt und reibungsarm?
Weil die Ingenieure seit 50 Jahren nur noch Scheiße machen?

frankpaush":37rp7goo schrieb:
Und ein 8-Zylinder, der aus nicht mal 3 Litern nur eben 120PS holt, wie das in den 60ern noch üblich war, ist eben deutlich langlebiger als ein "moderner" Motor, der das aus eineinhalb Milchtüten zerrt.
Was für ein Sch***
Das träfe zu, wenn Toleranzen, Maschinen, Verfahrenstechnik, Materialien nicht so gravierend schlechter gewesen wären. Tatsächlich fährt ein Kleinwagen heute doppelt bis drei mal so weit, wie ein Opel Diplomat der frühen 70er. Aber er war auch schon nach einem Viertel der Zeit verrostet!

Ich fordere undere "früher-war-es-besser-Vertreter" auf, in Flugzeugen der 50er Jahre zu fliegen. Da sind genau diese Bauteile drin! Ich fordere sie auf, sich unter Röntgenanlagen der 50er durchleuchten zu8 lassen. Mit echten Bumbelbees! Ich fordere sie auf, eine Intensivoperation mit echter Vintage Technik über sich ergehen zu lassen. Mit NOS Röhren und Kondensatoren!

Klopf klopf klopf!! Hallo? Jemand da da oben???

PS: Zum Thema hatte Ernicaster m.M. nach alles gesagt.
 
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Die Antik-Gläubigkeit hat aber auch ihre positiven Seiten.

Sie hat mir vor einigen Monaten eine "sog. Stratocaster" von Vigier ins Haus gespült. Neupreis 2000,00 Euro. Mehr als ein Viertel davon wollte niemand mehr für dieses Vorführinstrument ausgeben. Wie schön.

Moderne Schaller Lock-Mechaniken, Teflon-Sattel, Nullbund, Schaller Tremolo 2000....bei so viel neumodischem Zeug dreht sich jedem Vintage-Anbeter natürlich der Magen um und er wendet sich doch lieber der 57er Reissue aus dem Custom Shop für 3.000,00 Euro zu.

Ich plädiere also leidenschaftlich für den Erhalt sowie die Neu-Aufzucht und Pflege von Vintage-Freaks. Unbedingt.

Tom
 
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Liebes modernes Mutantenstadl!

Ihr könnt mir erzählen was ihr wollt. Morgen teste ich eine 60er Jahre ES 335. Wenn Sie gut ist und auch in den heutigen modernen Zeiten einen schönen Klang und gute Bespielbarkeit bietet, werde ich sie kaufen. Basta!


Für mich fühlen sich ältere Instrumente - ganz subjektiv - schöner an, ich finde sie geschmackvoller im Design, als die meisten modernen neuen Gitarrenformen und wenn lange, gute, schöne Noten auf diesen Gitarren gespielt wurden (ja das grenzt für machen an Esoterik, aber was anderes ist Musik) klingen sie oft schöner. Auch alles nur mein Empfinden...

Ich bin Gitarrist; ein einfach gestricktes Menschlein, mache Musik mit Herz und nicht mit Midi und mag Heinz Erhard lieber als Ingo Appelt.
 
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mr_335":3sre519t schrieb:
Ich bin Gitarrist; ein einfach gestricktes Menschlein, mache Musik mit Herz und nicht mit Midi und mag Heinz Erhard lieber als Ingo Appelt.

Ingo Appelt geht ja noch, heutzutage ist doch jeder, der einigermaßen fehlerfrei einen alten Witz erzählen kann ein Comedian und alles, was einigermaßen bundrein aus der Fertigung kommt ein richtiges Instrument... ;-)
 
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Moin!

+1 (Erniecaster und W°°)

Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb es fähige Ingenieure, Handwerker und gute Hölzer nur in der Vergangenheit gegeben haben soll. Ist das vielleicht eine versteckte Sehnsucht nach besseren Zeiten?

Meine 2008er New American Standard Strat ist die beste Strat, die ich bisher in der Hand hatte. Bespielbarkeit und Verarbeitung sind toll. Kostete 1111€, inklusive Case. Wegen des Dollarkurses werden die Preise aber anziehen oder schon angezogen haben.

Trotzdem erscheinen mir 949€ für ein Gebrauchtinstrument etwas zu hoch (allein die Vorstellung, wo sich der Vorbesitzer überall gekratzt haben könnte, bevor das Griffbrett anfasste... brrr.. vielleicht klebt ja sogar ein echter Vintage-Popel am Bund)

Grüße Thomas
 
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ibanizer":1tobn8ef schrieb:
Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb es fähige Ingenieure, Handwerker und gute Hölzer nur in der Vergangenheit gegeben haben soll. Ist das vielleicht eine versteckte Sehnsucht nach besseren Zeiten?
Richtig!

Und ohne Zweifel sind die Fertigungstoleranzen, mit denen moderne Maschinen heute Telefone, Waschmaschinen, Flugzeuge UND AUCH GITARREN herstellen, vor 40 Jahren praktisch unmöglich gewesen!
Maschinelle Fertigung ist über die Jahrzehnte linear genauer geworden.
Man muss sich mit dem Hammer kämmen, um etwas anderes zu behaupten!

Wer das Flair der charmanten Abweichung liebt.... - Kinders - der geht zum Gitarrenbauer! ;-)
 
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ibanizer":3cxfm68y schrieb:
Trotzdem erscheinen mir 949€ für ein Gebrauchtinstrument etwas zu hoch (allein die Vorstellung, wo sich der Vorbesitzer überall gekratzt haben könnte, bevor das Griffbrett anfasste... brrr.. vielleicht klebt ja sogar ein echter Vintage-Popel am Bund)

.....der sich aber klanglich sicher extrem positiv auswirken würde, vielleicht greift der Karl Napp das Thema auf und macht nen Film drüber.... :lol:
 
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mr_335":3uy0votk schrieb:
Liebes modernes Mutantenstadl!

Ihr könnt mir erzählen was ihr wollt. Morgen teste ich eine 60er Jahre ES 335. Wenn Sie gut ist und auch in den heutigen modernen Zeiten einen schönen Klang und gute Bespielbarkeit bietet, werde ich sie kaufen. Basta!


Für mich fühlen sich ältere Instrumente - ganz subjektiv - schöner an, ich finde sie geschmackvoller im Design, als die meisten modernen neuen Gitarrenformen und wenn lange, gute, schöne Noten auf diesen Gitarren gespielt wurden (ja das grenzt für machen an Esoterik, aber was anderes ist Musik) klingen sie oft schöner. Auch alles nur mein Empfinden...

Ich bin Gitarrist; ein einfach gestricktes Menschlein, mache Musik mit Herz und nicht mit Midi und mag Heinz Erhard lieber als Ingo Appelt.


Das ist ja auch eine andere Begründung, die so durchaus akzeptabel ist und die ich mit dir teilen würde.

Schade nur, dass so moderne Instrumente nicht diese Zuneigung erhalten, die richtigen Noten "einmassiert" zu bekommen! ;-)

P.S:

Ich glaube, bei diesem Vintätsch-Quatsch wird halt viel mit der Gefühlsduselei gearbeitet. Klevere Marketing-Strategen bedienen damit die Sehnsüchte der Klientel.

Das Fender da jetzt so´ne Road-Worn Serie mit viel TamTam und industrieller Vermackung rausbringt, ist dann natürlich auch irgendwie konsequent.

Es heißt ja nicht, dass es generell Quatsch ist sich so´n Teil zu kaufen. Doof ist nur, dass sich aus dieser "Bewegung" etwas entwickelt hat, was einfach grund-dämlich ist.

Da werden hanebüchene Dinge behauptet, entgegen allen Fakten, und die gelten als "richtig". Das Holz war früher "besser". Oh mein Gott! Ich glaube Walter hat es mal geschrieben. Wenn ein Ahornbaum "schlachtreif" ist , ist er rund 150 Jahre alt, oder so. Glaubt man da ernsthaft, es käme auf ein paar Jahrzehnte mehr oder weniger an?

Das Ding ist aber auch, dass diejenigen , die solchen Quatsch erzählen, ihre Begründung dann damit "schlußfolgerichtig" gestalten, indem darauf verwiesen wird, "etwas" sei ja alt. Dann hört´s auch schon auf. Nach dem Motto:" Früher war alles besser" - und das soll´s echt gewesen sein? Das Alte ist besser, weil es alt ist? Klar der VW Käfer hatte in den 60ern 1000PS ! Die hatten damals so ganz dolle Tricks, die heute keine mehr kennt! Leute, Leute, Leute....nix gegen eueren Vintätsch kram, aber damit kann man keinen mehr ernst nehmen.
 
mr_335
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Marcello: Schade nur, dass so moderne Instrumente nicht diese Zuneigung erhalten, die richtigen Noten "einmassiert" zu bekommen! Wink

Mahlzeit Marcello!
Ich glaube schon, dass dies passiert, aber es wird entweder nicht geäussert oder nicht wahrgenommen. Ich habe in den 70ern eine damals fast neue Strat gekauft und diese dann bis Anfang der 90er gespielt. Sie ware eine einfache gute Gitarre, aber weil ich sie viel gespielt habe, wurde sie nach einiger Zeit die natürlich Verlängerung meiner Arme :eek:)
....trotz 3-Punkt Befestigung und rauswinkendem Halseinstellstab am großen Headstock.

P.S:

Ich glaube, bei diesem Vintätsch-Quatsch wird halt viel mit der Gefühlsduselei gearbeitet. Klevere Marketing-Strategen bedienen damit die Sehnsüchte der Klientel.

Das Fender da jetzt so´ne Road-Worn Serie mit viel TamTam und industrieller Vermackung rausbringt, ist dann natürlich auch irgendwie konsequent.

Es heißt ja nicht, dass es generell Quatsch ist sich so´n Teil zu kaufen. Doof ist nur, dass sich aus dieser "Bewegung" etwas entwickelt hat, was einfach grund-dämlich ist.

Da werden hanebüchene Dinge behauptet, entgegen allen Fakten, und die gelten als "richtig". Das Holz war früher "besser". Oh mein Gott! Ich glaube Walter hat es mal geschrieben. Wenn ein Ahornbaum "schlachtreif" ist , ist er rund 150 Jahre alt, oder so. Glaubt man da ernsthaft, es käme auf ein paar Jahrzehnte mehr oder weniger an?

Das Ding ist aber auch, dass diejenigen , die solchen Quatsch erzählen, ihre Begründung dann damit "schlußfolgerichtig" gestalten, indem darauf verwiesen wird, "etwas" sei ja alt. Dann hört´s auch schon auf. Nach dem Motto:" Früher war alles besser" - und das soll´s echt gewesen sein? Das Alte ist besser, weil es alt ist? Klar der VW Käfer hatte in den 60ern 1000PS ! Die hatten damals so ganz dolle Tricks, die heute keine mehr kennt! Leute, Leute, Leute....nix gegen eueren Vintätsch kram, aber damit kann man keinen mehr ernst nehmen.

Mir zum Beispiel geht's es auch gar nicht um irgendeine Pimmelersatzhandlung, nen Riss in der Jeans oder Relic Instrumente. Einige alte Instrumente, die von hervorragender Qualität sind, fühlen sich in meinen Händen einfach natürlicher an und die ollen Teile, die ich meine Eigen nenne, habe ich erstmal rein nach klanglichen Aspekten und der Bespielbarkeit gekauft. Das sie evtl. etwas mehr an Wert gewinnen, finde ich ganz prima :eek:) aber ich mache da auch kein Vodoo drum...
 
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mr_335":emhpuled schrieb:
Mir zum Beispiel geht's es auch gar nicht um irgendeine Pimmelersatzhandlung, nen Riss in der Jeans oder Relic Instrumente. Einige alte Instrumente, die von hervorragender Qualität sind, fühlen sich in meinen Händen einfach natürlicher an und die ollen Teile, die ich meine Eigen nenne, habe ich erstmal rein nach klanglichen Aspekten und der Bespielbarkeit gekauft. Das sie evtl. etwas mehr an Wert gewinnen, finde ich ganz prima :eek:) aber ich mache da auch kein Vodoo drum...

Ja,

sehe ich doch genauso! Aber damit ist man dann auch ganz weit vom "Scheiße-Labern" entfernt, oder?

Die Freude an Instrumenten mit "Geschichte" soll ungenommen sein! Wenn das als Inspriration dient - dolle Sache!
 
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Moin,

zu den richtig alten Gitarren der großen "2" können wohl die wenigsten hier was sagen. Ich kenne zumindestens nicht so viele Leute die eine Strat aus den frühen 60er mal über 2-3 Wochen zum testen da hatten. Insofern sind doch die meisten Aussagen über Sound, Qualität und auch Preis oft nicht mehr oder weniger wie reines Gelabber.
Aber zur Qualität und auch der Preisentwicklung sog. youngtimer, da kann ich sehr wohl ein Wörtchen mitreden, und ich frage mich ernsthaft wo all die jetzt Mittevierziger sind? Oder kann sich da keiner mehr dran erinnern, Ende der 70er, Anfang der 80ziger. Der Musicstore war noch ne kleine Klitsche, wie hies das am Hansaring/Eigelstein, Musik City? Damals hatte man das erste Geld zusammen gekratzt um sich eine richtige Gitarre, eine Fender Strat, zu kaufen. Herrschaftszeiten, was sind wir damals durch die Geschäfte gezogen um nur eine gute! zu finden, das waren doch durch die Bank alles "Gurken" (Ausnahmen bestätigen die Regel), da hätte man doch noch Geld für rausbekommen müssen.
Und für sowas wird heute ein vierstelliger Betrag aufgerufen, wobei die erste Zahl meistens sogar keine 1 ist? Kopfschüttel.

jm2c,

Jörg
 
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Jörg":1xsexttl schrieb:
Moin,

zu den richtig alten Gitarren der großen "2" können wohl die wenigsten hier was sagen. Ich kenne zumindestens nicht so viele Leute die eine Strat aus den frühen 60er mal über 2-3 Wochen zum testen da hatten.

Es gibt sie aber, auch Leute, die sowas besitzen. Trotzdem kann nicht sein, was nicht sein darf.


Jörg":1xsexttl schrieb:
Und für sowas wird heute ein vierstelliger Betrag aufgerufen, wobei die erste Zahl meistens sogar keine 1 ist? Kopfschüttel.
Jörg

Ja, das verstehe, wer will. DAS ist nämlich das clevere Marketing, die Gurken von damals, nur weil sie jetzt so langsam auf die 40 zugehen, als Vintage - Sahneteile zu verkaufen.
 
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Du Tomcat,

wir sind da einer Meinung und genau deshalb wirst Du von mir auch keinen Kommentar zu den richtig alten Schätzchen hören, ich kann da einfach nichts zu sagen. Grins, wobei ich mal tatsächlich eine Strat, ich mein aus den frühen 60er von einem Bekannten angespielt habe. Aber da war ich noch so grün hinter den Ohren, EVH war der neue Gott und wenn das meine gewesen wäre --->Stemmeisen, Humbucker rein, Klebestreifen drüber und fetisch :-D . Damals gab es das Wort vintage halt noch gar nicht.

Grüße,

Jörg
 

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