Princeton Reverb - Alternativen?


Guitarplayer
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Hallo,

ich spiele zur Zeit einen Mesa Boogie Subway Blues. Eigentlich bin ich zufrieden damit, aber wie das ja manchmal bei Gitarristen so geht, man möchte mal was anderes. Ich möchte einen Amp, der leichter ist und "fendriger" klingt.

Der Princeton Reverb ist da wohl erste Wahl aber bevor ich vorschnell kaufe, würde ich gerne wissen, ob es unter den folgenden Bedingungen noch Alternativen gibt:

1.) Super Clean-Sound Richtung "Blackface" bei geringen Lautstärken (Wohnzimmer, Probe, kleine Gigs mit leiser Band). Zerre mach ich mit Pedalen.
2.) Nicht über 14kg.
3.) Eingebauter guter Federhall.
4.) Nichts digitales drin.

Ob Röhre oder Transistor wäre mir dabei egal.

Ich freue mich auf Eure Vorschläge.
 
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Ist ja immer eine Frage der individuellen Bedürfnisse bzw. des Geschmacks... Ich spiele einen Princeton (TAD, gebaut von Tilman Ritter) und ich habe genug Cleanreserve/Headroom, schon fast zu viel für meinen Geschmack. In jedem Fall ist so ein Princeton ein sehr gut klingender Amp, noch dazu leicht und kompakt. Und dann der Hall und das Tremolo...
 
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Und wieder mein Tipp RIVERA Clubster 25 = grandioser cleaner Fender Sound. Mr. Rivera weiss halt was er tut.
Das Teil wiegt mit dem 10" Speaker 11kg und in der Douce Version (1x12) 12 kg.
Hall klingt auch sehr gut.
Gebraucht für ca. 500 EUR zu bekommen. Neu bei 999 EUR.
 
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Also da ich den Princeton von Tilman Ritter schon gespielt habe, Björn hat seinen mal mitgebracht, kann ich sagen supertoller Amp und mit nichts zu vergleichen, wirklich mit nichts!

Was ich dir auch noch sehr empfehlen kann ist der Brunetti Singleman, egal ob nun als 16Watt mit 6V6, oder als 32 Watt mit 6L6. Zumal du den Amp noch drosseln kannst. Ich finde diesen Amp rein tonal besser als die meisten Fender Amps. Nur der Hall, der ist im Princeton wesentlich authentischer.

Beide Amps haben ihren Reiz. Der Singleman kann wesentlich mehr, er ist halt nicht ganz so speziell. Unbedingt antesten, es gibt IMO kaum etwas vergleichbares zu diesem Preis mit dieser Qualität an Tone und Bauteilen!
 
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wollinho schrieb:
Und wieder mein Tipp RIVERA Clubster 25 = grandioser cleaner Fender Sound. Mr. Rivera weiss halt was er tut.
Das Teil wiegt mit dem 10" Speaker 11kg und in der Douce Version (1x12) 12 kg.
Hall klingt auch sehr gut.
Gebraucht für ca. 500 EUR zu bekommen. Neu bei 999 EUR.

Ja, der Clubster ist auch ein sehr toller Amp mit einem sehr guten BF Sound. Viel fendriger Sound zum guten Kurs! Der Gain Kanal 1 ist Geschmacksache, aber K2 ist wirklich klasse! Allerdings klingt ein Princeton schon anders.

Der mit 12er wiegt allerdings knapp über 17 Kilo.
 
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Vielen Dank für Eure Vorschläge!

Leider passen einige doch nicht so recht, da die 14kg wirklich sehr ernst gemeint sind (ich werde leider weder jünger noch kräftiger). Der Subway Blues wiegt 16kg und wird mir bald zu schwer sein.

@Pfaelzer
Da bliebe dann nur der PCL Vintage, Du hast ja mal einen gehabt, warum den 15er und wie ist er denn wirklich im Vergleich zum Vibrolux oder Princeton oder Deluxe Reverb ... ?

@wollinho (& Magman)
Herr Riviera mag wissen was er tut aber irgendwie habe ich bei dem Namen keine guten Erinnerungen. Wenn ich da so 30 Jahre zurückdenke...


@All
Gibt es denn wirklich keine weiteren ernsthaften Transen in diesem Bereich?
 
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Guitarplayer schrieb:
@wollinho (& Magman)
Herr Riviera mag wissen was er tut aber irgendwie habe ich bei dem Namen keine guten Erinnerungen. Wenn ich da so 30 Jahre zurückdenke...


@All
Gibt es denn wirklich keine weiteren ernsthaften Transen in diesem Bereich?

Kannst Du Deine Aversion gegen RIVERA mal erklären? Würde mich wirklich interssieren.

Hier ein tolles Topteil als Transe:
http://www.realguitars.de/htm/amps.htm

Retro Channel Amps. Weiß nicht, wie es mit Combos aussieht.

Übrigens heißt Transe nicht gleich leicht. Hatte mal nen Session Sessionette, der wog auch locker um die 20 kg mit 2 x 10". Klang aber sehr gut. Ärgere mich immer noch ihn verkauft zu haben. Gibt es auch als 1x12" Version.
 
gitarrenruebe
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Mhh, mit diesem ganz typischen Fender-Blackface-Sound ist es wirklich
nicht ganz einfach.

Spontane Antwort: Princeton oder Deluxe Reverb

Mir gefällt letzterer bisschen besser, weil eben bisschen mehr Headroom.

Wg. Gewicht: Das kommt oft von dicken Trafos, die eben auch Headroom garantieren ...

Warum dieses pauschale "no digital"?
ZB der Fender Mustang oder auch der Dlx Rev Modified können das,
was Du brauchst, ziemlich gut ...

wollinho schrieb:
Guitarplayer schrieb:
@wollinho (& Magman)
Herr Riviera mag wissen was er tut aber irgendwie habe ich bei dem Namen keine guten Erinnerungen. Wenn ich da so 30 Jahre zurückdenke...
Kannst Du Deine Aversion gegen RIVERA mal erklären? Würde mich wirklich interssieren.
Die "Blackface II" Serie von Anfang der 80er, die Herr Rivera designt hat, naja ...
Zumindest alle die Amps dieser Serie, die ich bislang gehört hab.
Und die sind auch nicht als die zuverlässigsten Amps von Fender bekannt!
Ein Musiklehrer von mir hatte den Concert, der klang jede Woche anders,
selten aber gut.
Mein Lehrer meinte damals, der Amp hätte genau einmal toll geklungen:
Beim Antesten im Laden ...

Vor Jahren hatte ich mal aus einem Tausch einen Rivera, den R-30 1x12.
Zwei Kanäle, "Ninja"(wie doof)Boost - ich fand den ziemlich furchtbar:
Dosig und "gepresst".
Kann sein, dass das ein Montagsmodell war oder die Amps mittlerweile deutlich besser sind.
Damals war ich froh, das Ding schnell wieder loszuwerden.
Blackface war da definitiv nicht drin, ich hatte zu der Zeit einen Dlx Rev.
Und der hat den Rivera sowas von alt aussehen lassen.
Insofern muss ich auch immer Schmunzeln, wenn Herr Rivera als Röhrenpabst
und Amp-Guru genannt oder mit sonstigen esoterischen Titel geschmückt wird ...
 
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gitarrenruebe schrieb:
Warum dieses pauschale "no digital"?
ZB der Fender Mustang oder auch der Dlx Rev Modified können das,
was Du brauchst, ziemlich gut ...

Eben, der Mustang kann u.a. BF Sounds wie kein anderer Amp und ist noch leicht dazu, zumindest der IIer wiegt nur knapp über 10 Kilo. Ich würde ihn mir evtl. sogar als Flooramp nehmen. Lies dir mal das Review hier durch.

Blackface Sound braucht nicht unbedingt Röhren. Wenn ich dir ein paar Amps 'verdeckt' vorstellen würde würdest du garantiert immer sagen, wowwww DER klingt aber mal geil, das isser :lol: ....und der (digitale) Spring Reverb klingt aber auch sowas von amtlich. In den Kisten ist halt alles drin was dem 7enderfreund das Herz höher schlagen lässt.

Digischeu ablegen und einfach nur mal auf die Ohren hören :cool:
 
S
Schnabelrock
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Die Frage ist halt, wie der Mustang III auf Treter (also insbesondere Overdrives) reagiert.
 
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Schnabelrock schrieb:
Die Frage ist halt, wie der Mustang III auf Treter (also insbesondere Overdrives) reagiert.

Ich sag mal so, es kommt darauf an was für OD Treter man benutzt, es funktionieren nicht alle.
Aber man hat ja reichlich Treter onboard, die man sich sehr easy per Fuse einrichten kann.... von daher. Ich selbst hatte extern nichts mehr gebraucht.
 
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Schnabelrock schrieb:
Die Frage ist halt, wie der Mustang III auf Treter (also insbesondere Overdrives) reagiert.

Braucht man beim Mustang eigentlich nicht, da ich statt eines vorgeschalteten OD halt einfach ein Preset mit einem guten Zerrsound speichere. Z.B. das 65 Deluxe Model liefert super crunch Sounds, und auch für die rockigeren Geschichten findet man da eigentlich immer was, ich z.B. nutze dafür das Supersonic Model.
 
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tommy
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skerwo schrieb:
Schnabelrock schrieb:
Die Frage ist halt, wie der Mustang III auf Treter (also insbesondere Overdrives) reagiert.

Braucht man beim Mustang eigentlich nicht, da ich statt eines vorgeschalteten OD halt einfach ein Preset mit einem guten Zerrsound speichere. Z.B. das 65 Deluxe Model liefert super crunch Sounds, und auch für die rockigeren Geschichten findet man da eigentlich immer was, ich z.B. nutze dafür das Supersonic Model.

Moin,

wirklich sehr schön funktioniert beim Mustang 3 auch, vor einen o.g. crunchenden oder zerrenden Amp eine mustangeigene Overdrive Stomp Box zu schalten. Dadurch erweitern sich die Soundmöglichkeiten enorm.
Ebenfalls sollte man unbedingt mit den Speakersimulationen experimentieren (auch völlig abgefahrene Zusammenstellungen, wie z.B. Champ mit 4x12 etc.). Selbst die erweiterten Einstellungen wie Matching, Bias etc. bringt gute Ergebnisse.
Mir persönlich war das Wissen über genaue Funktionsweisen der Einstellmöglichkeiten übrigens völlig Wurscht. Einfach per try und error frei rumgekurbelt bis ich meinen Sound hatte.
Im Mustang 3 steckt m.E. deutlich mehr drin, als im ersten Moment vermutet. Wichtig ist, sich von konventionellen "Vorschriften" zu lösen.
 
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wollinho schrieb:
Kannst Du Deine Aversion gegen RIVERA mal erklären? Würde mich wirklich interssieren.

Ja, aber nicht besser als Rolf das gemacht hat. Vielen Dank Rolf!



wollinho schrieb:
Übrigens heißt Transe nicht gleich leicht. Hatte mal nen Session Sessionette, der wog auch locker um die 20 kg mit 2 x 10". Klang aber sehr gut. Ärgere mich immer noch ihn verkauft zu haben. Gibt es auch als 1x12" Version.

Ja, hatte ich auch mal vor laaanger Zeit (mit 1x12).
 
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Magman schrieb:
gitarrenruebe schrieb:
Warum dieses pauschale "no digital"?
ZB der Fender Mustang oder auch der Dlx Rev Modified können das,
was Du brauchst, ziemlich gut ...

Digischeu ablegen und einfach nur mal auf die Ohren hören :cool:


Kurze Antwort: Ich will ein Original und keine Simulation.

Lange Antwort: Ich habe das Review und den Rest hier im Forum über den Mustang vor ca. 4 Wochen gelesen. Ich bin dann sogar die 90km zum Amp-Geschäft gefahren und habe zwei Mustangs angespielt. Alle Werksounds sind inakzeptabel! Natürlich kann man das einfach ändern und 437 verschiedene geile Sounds abspeichern mit 683 Efefkten versehen und ...

Aber 1. habe ich keine Luste mit der Gitarre am Computer zu sitzen, ich sitze so schon viel zu viel am PC, und 2. brauche ich das alles nicht.

Ich habe in der vergangenen Jahrzehnten viel ausprobiert. Verstärker und Gitarren modifiziert, Tonnen von Effekten gekauft und gebaut, lange die Idee von mindestens drei abrufbaren Kanälen verfolgt etc. etc.. Die älteren von Euch kennen das wahrscheinlich alle.

Seit ein paar Jahren jedoch weiß ich was ich will und auch was ich nicht will . Ich brauche EINEN Sound, den ich mit ein, zwei Tretern je nach Geschmack würze und gut ist.

Und ich will keine Unterhalts- oder Gebrauchselektronik, die ich in drei Jahren in den Müll schmeisse oder verschenke, weil sie keiner mehr haben will, keiner reparieren kann und "das Modell ja sowieso total veraltet ist".

Ich habe übrigens auch einen Modeller, einen Micro Cube, toller kleiner Amp für unterwegs, also keine Digischeu.
 
E
erniecaster
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Hallo!

Pfaelzer schrieb:
Der Trademark 60 von Tech21 ist sicherlich auch mal einen Versuch wert...allerdings sollte man den Celestion 70/80 gegen einen Jensen ersetzen, um ihn wirklich fenderish zu machen.

Mein letztes Exemplar habe ich einmal mit einem Princeton verglichen. Grund war, dass mir im Cleanbereich der Tech21 nicht genug klingelte. Dabei haben wir auch den Speaker des Princeton am Tech21 gehabt und andersrum. Ergebnis: Wenn man den Sound eines Princeton will, kann man den Trademark 60 getrost ignorieren.

Gruß

erniecaster
 
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Pfaelzer schrieb:
Zum Topic:
Je mehr ich drüber nachdenke, um so mehr scheint mir die Lösung Pearce + PE60 eine gute für diese Fragestellung zu sein...

p

Die Tech21 PE60 wiegt schon 15kg, der Trademark 60 16kg und der Pearce sieht auch nicht gerade wie ein Fliegengewicht aus. Da könnte ich auch meinen Subway behalten. :(
 
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Guitarplayer schrieb:
Pfaelzer schrieb:
Zum Topic:
Je mehr ich drüber nachdenke, um so mehr scheint mir die Lösung Pearce + PE60 eine gute für diese Fragestellung zu sein...

p

Die Tech21 PE60 wiegt schon 15kg, der Trademark 60 16kg und der Pearce sieht auch nicht gerade wie ein Fliegengewicht aus. Da könnte ich auch meinen Subway behalten. :(

Dann teste einfach mal nen PCL Stagemaster Amp. Ich gehe allerdings davon aus, das der dir auch nicht 100 pro gefallen wird, da er nicht so richtig nach BF klingt.

Muss es ein Combo sein? Wenn du Wert auf Leichtigkeit legst, dann bist du mit Top plus Box immer besser dran. Es gibt ja auch gute Tops die nach 7ender BF klingen. Schau z.B. mal bei Palmer.
 
 

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