Problem mit Akustik-Gitarre


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Hallo,

leider ist mir bei meiner Ibanez EW20WNE NT aufgefallen, daß im 13. Bund gespielte Töne auf allen Saiten extrem scheppern bzw. "stumm klingen", und das der Ton "F" auf der hohen E-Saite in diesem Bund komplett "tot" und nicht spielbar ist. Bei allen anderen Bünden ist die Saitenlage als gut zu bezeichnen.
Was kann ich als "User" dagegen tun?
 
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erniecaster
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Hallo!

Ist das erst seit neuestem so? Saiten alt und tot? Andere Saitenmarke oder -stärke als früher? Was heißt bei Dir "tot"? Was spielst Du überhaupt für Saiten?

Ferndiagnose ist in solchen Fällen ohnehin schwierig. Je mehr Informationen Du gibst, desto eher kann Dir geholfen werden.

Gruß

erniecaster
 
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Hallo Ernie,

gleiche Saitenstärke (Light 12-53), jedoch andere Marke (Martin). Ab Werk werden D'Addario-Saiten aufgezogen. Ja, ist mir erst seit neuestem aufgefallen.
Tot ist tot - sprich, der Ton ist überhaupt nicht hörbar.
Habe noch Garantie auf die Gitarre. Werde wohl um "Nacharbeit" nicht herumkommen.
 
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erniecaster
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Hallo!

Lucious":2j4y6ui1 schrieb:
Habe noch Garantie auf die Gitarre. Werde wohl um "Nacharbeit" nicht herumkommen.

Verstehe ich nicht. Wenn Du noch Garantie hast, weg mit dem Hobel.

Gruß

erniecaster
 
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Wenn du sagst es erklingt überhaupt kein Ton oder es scheppert, dann finde heraus, was den Ton dämpft oder die Saite berührt.
 
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erniecaster":2gwpi2wg schrieb:
Hallo!

Lucious":2gwpi2wg schrieb:
Habe noch Garantie auf die Gitarre. Werde wohl um "Nacharbeit" nicht herumkommen.

Verstehe ich nicht. Wenn Du noch Garantie hast, weg mit dem Hobel.

Gruß

erniecaster

Wie soll er denn das machen? Er hat noch Garantie und kein Rückgaberecht!

Ich würd sie auf alle Fälle in den Laden bringen, wo sie herkommt und nacharbeiten lassen...

Vielleicht hilft auch schon ein kleiner Dreh an der "Kardanwelle" der Gitarre! Sprich am Halsstab.

Wenn dir der Typ im Laden nur den Hals einstellt, würd ich mich beschweren!
Das Problem liegt höchstwahrscheinlich an den Bünden... Oder Griffbrett ist nicht flach sondern hüglig an der Stelle.
Wird dann vermutlich ins Werk geschickt und nachgearbeitet.

Mfg Gitarrero100
 
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erniecaster
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Hallo!

Okay, ich werfe gerade Garantie und Rückgaberecht durcheinander, das stimmt.

Ist aber im Endeffekt egal. Irgendwo hat er die Klampfe gekauft und die müssen das Ding in Ordnung bringen.

Gruß

erniecaster
 
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Habe gerade eine Mail von der Firma Meinl erhalten. Die Gitarre hat noch Garantie, und geht zurück zum Händler (bzw. evtl. zu Meinl direkt) zwecks Nacharbeit.

Trotzdem Danke für Eure Info's.
 
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So, komme gerade vom Händler. Es ist nicht zu glauben. Der 14. "Bunddraht" hat definitiv einen anderen, höheren Querschnitt, sprich nur für diesen einen Bund wurde "anderes Material" verwendet. Beim Auflegen eines Stahlineals über mehrere Bünde kann man ordentlich hin und herwippen. Die Gitarre ist unterwegs zum "deutschen Vertrieb" zwecks professioneller Korrektur.
In Zukunft muss ich beim Kauf einer Gitarre auch noch jeden einzelnen Bund prüfen. Fehler macht bekanntlich ja jeder, aber trotzdem darf sowas nicht durch die Endkontrollen. Nun darf ich mal gespannt sein, wie die Gitarre wieder zurückkommt.
 
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Tja, weder noch. Habe gerade mit meinem Händler telefoniert. Laut Aussage von Meinl ist "mein gutes Stück" irreparabel. Nächste Woche kommt eine neue Lieferung bei Meinl an, und dann soll ich eine ganz neue Gitarre bekommen. Ich will zwar den Tag nicht vor dem Abend loben, aber so stelle ich mir einen "Customer-Service" vor. Bravo Meinl!

To be continued ...
 
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Lucious":2xpt93c0 schrieb:
In Zukunft muss ich beim Kauf einer Gitarre auch noch jeden einzelnen Bund prüfen.
...mal ganz abgesehen davon, dass das doch wohl vermutlich eh auch klang-check-mäßig keine so ganz abwegige Vorgehensweise ist,
es gibt Läden (z.B. Musik Produktiv, da sitzt extra ein Typ für solche checks, der die Instrumente vor Übergabe in die Hand nimmt, dreht und wendet und einmal komplett in allen Lagen durchspielt), die so etwas bei Verkauf eh machen.
 
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erniecaster
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Hi!

Ein Bundstäbchen muß ersetzt werden und die nennen das irreparabel?

Geil.

Gruß

erniecaster
 
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erniecaster":qmpm781k schrieb:
Ein Bundstäbchen muß ersetzt werden und die nennen das irreparabel?

Soweit ich das beurteilen konnte, dürfte es nicht so einfach werden den Bundstab zu entfernen, ohne das Binding dabei zu beschädigen.

08092210.jpg


Schätze mal das Risiko war ihnen auch zu groß, und deshalb geht man mit dem Tausch auf Nummer sicher. Wie schon gesagt, mir soll es recht sein :) .
 
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Lucious":24j7zrwj schrieb:
Schätze mal das Risiko war ihnen auch zu groß, und deshalb geht man mit dem Tausch auf Nummer sicher. Wie schon gesagt, mir soll es recht sein :) .

Dann müsste man halt ein neues Binding machen, so what?
Irreparabel ist das vermutlich nicht, vielleicht aber (gemessen am Verkaufswert) wohl zu teuer?

Oder was meint der Fachmann dazu?

Stef
 
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erniecaster
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Hallo!

Nun, vom Fach bin ich nicht. Ich habe aber schon diverse Neubundierungen mit Binding gesehen, um sagen zu können, dass so etwas geht.

Das ist mit großer Sicherheit nicht irreparabel. Ob Reparieren wirtschaftlich sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

Ich hätte es ja durchaus verstanden, wenn die Antwort "könnten wir zwar reparieren aber wir wollen dir, lieber Ibanezkunde, lieber eine neue als eine reparierte Gitarre liefern" gelautet hätte. Aber irreparabel?

Die dritte Frage ist die, ob die als Ersatz gelieferte Gitarre nachher genauso sympathisch ist wie die vorherige. Ich kann die Serienstreuung von Ibanez nicht beurteilen.

Ich bin aber überrascht, dass so ein Fehler bei Ibanez vorkommt. Bei Ibanez habe ich bisher nie schlampige Verarbeitung gesehen und auch noch nie davon gehört. Offensichtlich wurden die Bünde nicht abgerichtet und die Endkontrolle hat auch nicht so genau hingesehen.

Gruß

erniecaster
 
Monkeyinme
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Moin,

ich kann nicht an mich halten und muß das jetzt loswerden.

erniecaster":2wrmk6et schrieb:
Hallo!

Nun, vom Fach bin ich nicht. Ich habe aber schon diverse Neubundierungen mit Binding gesehen, um sagen zu können, dass so etwas geht.
:roll: Trifft eigentlich für jede neue Gitarre mit Binding zu. Die ohne Binding sind nur neu Bundiert... Vom Fach bin ich zwar auch nicht, habe aber schon mal die ein oder andere Neubundierung gekauft. Auch als retrofit für Gebrauchtgitarren...


erniecaster":2wrmk6et schrieb:
Das ist mit großer Sicherheit nicht irreparabel. Ob Reparieren wirtschaftlich sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

Ich hätte es ja durchaus verstanden, wenn die Antwort "könnten wir zwar reparieren aber wir wollen dir, lieber Ibanezkunde, lieber eine neue als eine reparierte Gitarre liefern" gelautet hätte. Aber irreparabel?

Niemand hat mit einem Ibanez Mitarbeiter gesprochen. Nur mit einem Mitarbeiter eines von I unabhängigen (?) Vertriebs. Und für Ibanez ist das wahrscheinlich irreparabel, da die keine Werkstatt um die Ecke haben. Es könnte Firmenpolitik sein, diese Produkte komplett umzutauschen, das machen viele so.
Erst plädierst du für "weg mit dem Hobel!"? Impliziert das doch, das es dir völlig egal ist wie letztendlich funktionierende Ware gegen Geld geliefert wird. Und jetzt das? Versteh ich nicht.
Da fällt mir noch ein "sehr schwierige Ferndiagnose" am Anfang des Thread auf, warum kannst du das jetzt besser als vor ein paar Tagen?

erniecaster":2wrmk6et schrieb:
Die dritte Frage ist die, ob die als Ersatz gelieferte Gitarre nachher genauso sympathisch ist wie die vorherige. Ich kann die Serienstreuung von Ibanez nicht beurteilen.

Ich bin aber überrascht, dass so ein Fehler bei Ibanez vorkommt. Bei Ibanez habe ich bisher nie schlampige Verarbeitung gesehen und auch noch nie davon gehört. Offensichtlich wurden die Bünde nicht abgerichtet und die Endkontrolle hat auch nicht so genau hingesehen.
...

Das klingt für mich so: Ohh, vielleicht ist die Serienstreuung ein Problem. Ich habe aber noch nie gehört, das Ibanez große Unterschiede in der Verarbeitung hat.
Was denn nu? Überall wo Menschen arbeiten, bzw. kontrollieren, werden Fehler gemacht. Schlechter Tag, Donut trocken, Kaffee kalt, was weiß ich. Und wenn das Unternehmen selbstverständlich ein Produkt umtauscht ist doch alles in Butter. Oder?

So, jetzt genug aufgeregt für einen sonnigen Samstagmorgen. Ich hoffe das die zweite Ibanez keine Fehler mehr hat und wünsche Lucious viel Spass mit der Gitarre. Mir fehlt ja auch noch eine gute Akkustik...
Ciao
Monkey
 
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erniecaster
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Hallo Monkey,

Du hast ja die Zitate schön aus dem Zusammenhang gerissen. Damit du jetzt auch verstehst (Zitat: "versteh ich nicht"), fasse ich nochmal zusammen.

1. Als das Original-Posting kam, war alles eine Ferndiagnose. Jetzt wissen wir, dass ein falsches Bundstäbchen eingesetzt war. Das ist jetzt keine Ferndiagnose mehr.

2. Die Aussage, dass ein fehlerhaftes Bundstäbchen "irreparabel" sei, finde ich gelinde gesagt verwunderlich. Mag ja sein, dass Ibanez hier besonderes Material für Griffbrett und/oder Bundstäbchen verwendet, beides mit Weltraumzement zusammen kleistert oder sonstwas. Normalerweise ist das aber für einen Gitarrenbauer kein Problem - ob mit oder ohne Binding (ohne Binding steht hier konkret allerdings nicht zur Debatte). Ich bin mir zu 99% sicher, dass Meinl hier dummes Zeug erzählt. Und es ist völlig egal, ob Meinl selbst einen Gitarrenbauer beschäftigt oder ob die Jungs nur wissen, dass es solche Leute gibt.

3. Dass bei Ibanez überhaupt ein falsches Bundstäbchen eingesetzt wird und das dann so inden Handel kommt, verwundert mich, weil ich bisher ausschließlich gute Qualität von Ibanez gesehen und auch nur Gutes über Ibanez gehört habe. Mit diesem Satz ist genau das gemeint, was ich geschrieben habe. Und selbstverständlich arbeiten bei und rund um Ibanez auch nur Menschen, da kann sowas passieren.

4. Ja, ich habe zur Rückgabe der Gitarre geraten - warum Ärger mit einem Neuinstrument haben? Dazu stehe ich weiterhin. Jetzt kommt als Konsequenz eine neue Gitarre - und hier steht die Frage, ob die neue besser oder schlechter oder genau so gut sein wird, wie die alte. Ich schrieb: Ich weiß nicht, wie stark die Serienstreuung bei diesem Gitarrenmodell ist. Damit ist gemeint, dass ich nicht weiß, wie stark die Serienstreuung bei diesem Gitarrenmodell ist.

5. Serienstreuung und schlechte Verarbeitung sind zwei völlig verschiedene Dinge. Ein Hersteller kann dem natürlichen Werkstoff Holz auch nur bis zu einem gewissen Grad ähnliche bis identische Ergebnisse abtrotzen. Das ist ja auch gut so.

Dann reg dich mal schön weiter auf und versuch nochmal, mich misszuverstehen.

Sonnige Grüße

erniecaster
 
Monkeyinme
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Moin,
ich habe nicht versucht, dich misszuverstehen, das hast du hervorragend gemacht mit deinen Postings.

Und zu "reparabel oder nicht", es ist eventuell für die Firma Ibanez nicht möglich, das zu reparieren, da z.Bsp. keine Struktur dafür vorhanden ist. (Raum, Mitarbeiter, Werkzeug, Prozesse usw.) Das die Sache an sich reparabel ist hab ich ja nicht abgestritten.

Ich bin völlig entspannt. Solltest du auch öfter sein. ;-)

Aber um eventuelles Abschweifen vorzubeugen, werde ich mich in diesem Thread nur noch zum Thema äußern. Wie ich das eigentlich meistens mache.

Ciao
Monkey
 
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erniecaster
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Hallo!

Monkeyinme":1zz1nog8 schrieb:
Ich bin völlig entspannt. Solltest du auch öfter sein. Wink

Der Unterschied zwischen uns beiden ist, dass ich den ganezen Tag schon entspannt bin und du...

Monkeyinme":1zz1nog8 schrieb:
So, jetzt genug aufgeregt für einen sonnigen Samstagmorgen.

Gruß

erniecaster
 
 

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