PU-Kabellänge egal?


A
Anonymous
Guest
Hallo Leute,

ich habe es nun endlich wahr gemacht und mir einen neuen PU in die Stegposition meiner LP gebaut. Ist ein Gibson Burstbucker Pro, der wohl zurzeit auch ziemlich beliebt sein soll, und natürlich viel zu teuer ist, aber das nur nebenbei.

Das Kabel des PUs ist etwa 15-20 cm zu lang, und weil ich nicht wusste, ob ich den Tonabnehmer nicht vielleicht doch wieder verkaufen will, habe ich das überschüssige Kabel einfach mit Isolierband umwickelt, zwei, drei Schleifen gewickelt und das Ganze angelötet. Funktioniert jedenfalls und der Sound ist um Längen besser als vorher. Vintage ist vielleicht für SCs auf Strats eine gute Sache, aber alte Humbucker? Nein danke, zumindestens mir gefällt der alte Sound nicht, oder zumindestens nicht mehr.

Gibt es nun Gründe, warum ich das überschüssige Kabel vielleicht doch kürzen sollte - mehr Höhen zB. - oder kann ich es so belassen? Hat jemand mit solchen Dingen Erfahrung?

Schon mal danke!

C-ya
 
A
Anonymous
Guest
also meiner meinung nach sind 15 - 20cm viel zu kurz um wirklich soundverluste hinnehmen zu müssen... ich glaub das dürft in dem fall ziemlich egal, und ehrlich gsagt, wenns nicht sein müsste - aus welchen gründen auch immer - hätt ich's wahrscheinlich auch nicht gekürzt. der HB hätte ja genauso gut in die halsposition kommen können, und dort hättest deine 10 - 15 cm mehr wahrscheinlich gebraucht.

lg R.D.
 
A
Anonymous
Guest
Hi schroeder,

haste genau richtig gemacht, Soundverluste bekommste keine.

Bei der Strat, bzw. Singlecoils sieht das schon etwas anders aus, da machen sich 'geflochtene' Pickupkabel schon ganz leicht bemerkbar ;-)

Wichtiger ist der Rest deiner Verkabelung, also die Kabel zum Toggelswitch und zur Ausgangsbuchse. Die sollten mindest. in der gleichen Qualität sein wie deine Kabel am Pickup. Mit guten Kondensatoren bist du auch immer auf der richtigen Seite.

Viel Spaß :cool:
 
A
Anonymous
Guest
Magman":3bg2ud33 schrieb:
Wichtiger ist der Rest deiner Verkabelung, also die Kabel zum Toggelswitch[...]

Hi,
dazu hab ich direkt ne Frage:
Ich habe bei meiner Epiphone LP die "originalen" gegen EMGs getausch und dabei hatte ich das Problem, dass das Kabel vom Toggleswitch relativ kurz war. Es hat zwar gaaaaanz knapp gereicht, aber eben nur gaaa....
Solche Kabel bekommt man wohl bei Rockinger oder? Welches brauch ich denn da? :shrug:

Liebe Grüße

Dave

EDIT: Vielleicht sollte ich direkt den kompletten switch austauschen, da die von Epiphone ja auch nicht die hochwertigsten sind.
Aber da brauch ich ja trotzdem noch Kabel ;)
 
A
Anonymous
Guest
Hi Dave,

solltest du genügend Platz, sprich ausreichende Bohrungen für das Kabel haben, dann nimm das Vintage-Style Pickup-Kabel, welches die gleiche Qualität hat wie Kabel guter Pickups. Ist das nicht der Fall, so nimmst du ein 2-, oder 4-adriges abgeschirmtes Kabel, das passt auf jeden Fall.
Beim Toggle Switch rate ich dir zu einem orig. Gibson - der ist sehr haltbar und funktioniert auch sehr gut. Ansonsten nimm den Deluxe Toggle Switch.

Hier die Rockinger Bestellnummern:

Vintage-Style Pickup-Kabel: 07030
Abgeschirmtes Kabel: 07022
Deluxe Toggle Switch: 37001

;-)
 
A
Anonymous
Guest
Hallo!

Andreas Kloppmann schreibt zu diesem Thema:

Die Zuleitungskabel eines Vintage-Humbuckers sind erkennbar an Ihrem „Braided Shield“(Geflochtene Abschirmung). Diese Kabel sind nach modernen HiFi Gesichtspunkten echter Müll. In diesem Fall liefern sie uns allerdings genau die richtigen Kapazitäten um den Ton der Humbuckerspulen so zu färben wie wir es uns erhoffen. Dabei ist selbstverständlich die Länge des Kabels von entscheidender Bedeutung! Langes Kabel = Viel Kapazität / Kurzes Kabel = wenig Kapazität. Das bedeutet in unserem Fall(E-Gitarre) beim kürzen der Anschlusskabel wird der Sound Heller und weniger mittig. Zum testen kann man zunächst die volle Länge benutzen und dann schrittweise die Abschirmung zurück schieben.
Quelle: http://www.kloppmann-electrics.de/products/paf/


Gruß
Björn
 
A
Anonymous
Guest
Hallo Leute,

danke für die Antworten!

@Björn:
Das klingt einleuchtend, zumal ich schon soetwas vermutet habe. Aber die geflochtene Abschirmung lässt sich nicht so einfach zurückschieben wie ein Kondom. Mal sehen, ob mir was einfällt wie ich es trotzdem testen könnte.

@Magman:
Der restliche Elektronikkram in meiner Klampfe stammt von einer Firma names Gibson. Ich hoffe er taugt was, schließlich ist er schon 30 Jahre alt! :mrgreen:
 
A
Anonymous
Guest
Banger":25j5eqcy schrieb:
Mööönsch Maddin, der Dave muss EMGs verkabeln! :)

nicht direkt. Verkabelt ist ja schon alles, nur hat mir die Länge des Toggleswichtkabels (was ein Wort) Sorgen gemacht, da es relativ kurz ist. Da ich lieber auf nummer sicher gehe und ich die Qualität der von Epiphone verbauten Elektroteile sowieso in Frage stelle habe ich mir über einen kompletten Wechsel des Switches sammt Kabel Gedanken gemacht.
Und ja, ich weiß was Ihr von EMGs haltet :punch:

Magman":25j5eqcy schrieb:
Beim Toggle Switch rate ich dir zu einem orig. Gibson - der ist sehr haltbar und funktioniert auch sehr gut. Ansonsten nimm den Deluxe Toggle Switch.

Ja, das dachte ich mir auch. Wird bei den Teilen das benötigte Kabel mitgeliefert?
Es war ja schon ein Akt die Verbindungen des orig. Epiphone Switches so zu verlöten das es passt, denn die Kabel hatten komische Farben, da sie eigentlich an einer Steckverbindung angebracht waren, die man so nicht mit den von EMG mitgelieferten Teilen verbinden konnte. Nach reichlich logischer Überlegung hab ichs dann doch noch geschafft alles auf Anhieb richtig zu verkabeln. Nur die Länge des Kables war eben ein Problem.

Ich bedanke mich!

Grüße

Dave
 
A
Anonymous
Guest
Vorsicht - langweiliger Beitrag :p

Kleine Kabelgedanken:

Die Kabel in der Gitarre sind nur ein sehr kleines Teilstück auf dem Weg zum Amp, da ja anschließend noch 3, 4, 6 oder mehr Meter "Gitarrenkabel" noch dranhängen.

Alle Kabel, die ab der PU Spule bis zum Amp zum Einsatz kommen, sind automatisch Bestandteil des Tonabnehmers.

Jedes Kabel wirkt wie ein Kondensator = Verschiebung der Resonanzfrequenz (= höchster Ausschlag einer bestimmten Frequenz, die der PU liefert) in diesem Fall immer nach unten (=Bedämpfung).

Die Stärke der Bedämpfung hängt vom Kapazitätswert des Kabels und seiner Länge ab. Angegeben in Pf/m = Picofarad pro Meter(!). Dh. die Bedämpfung steigt mit jedem Meter

BEispiele:

Einen allzu spitzen Singlecoil bekommt man mit einem Kabel hoher Kapazität (> 100 pf) etwas weicher. Logisch, dass mit dem selben Kabel ein dumpfiger HB noch dumpfiger wird.

Ein 70pf-Kabel wiederum lässt viele Resonanzhöhen durch. Wiederum keine Empfehlung für Singlecoilspieler, die es nicht zu spitz mögen. Es sei denn, das Kabel muss 10 Meter lang sein. Dann "klingt" es etwa so wie ein 2,5 Meter Kabel mit Kapazität ca. 120 Pf.


Die Instrumentenkabel der namentlich bekannten Hersteller (Klotz, Cordial etc.) liegen meist zwischen 70/75 und 85 pf. Es gibt aber auch Kabel mit z.B. 100 oder gar 130 pf für Leute, die explizit eine stärkere Bedämpfung wünschen. Das allein zeigt, dass die Forderung "Höhen Höhen Höhen aus meiner Gitarre" nicht das Maß der Dinge ist (außer für einschlägig bekannte Anfänger, die den lieben langen Tag damit verbringen, für ihre noch nicht vorhandene Tonformung ausschließlich Kabel, Bypässe von Effekten, Saitenfabrikate und Plektren voll verantwortlich zu machen.)


Problem bei Kauf ist, dass nicht alle Hersteller die Kapazitätswerte konsequent angeben.

Weiteres Problem ist, dass man auch aus der Dicke des Leiters keine Rückschlüsse ziehen kann. Generell gilt zwar, dass dickere Leiter weniger Widerstand bieten, aber vergleichbar ist das nur bei identischer Kupferqualität - wobei wir

... bei der Abteilung Boxenkabel sind, die manche sich aus Stromkabeln aus dem Baumarkt zimmern. Ist ja so schön preiswert. Nur sind diese Kabel aus Kostengründen (reines Kupfer ist sehr teuer) meist unter Einschluss von Sauerstoff "gepanscht", was sich im Audiobereich auf den Widerstandswert auf dem Weg vom Amp zur Box negatv auswirkt.

Leider muss man sich auch hier meist auf die werblichen Versprechungen der Hersteller verlassen. NAchvollziehbare Wertangaben (was "passiert" bei 30 Metern von der Endstufe zur PA-Box) erhält man eigentlich nie.
 
A
Anonymous
Guest
craTe":14vsd1ih schrieb:
Und ja, ich weiß was Ihr von EMGs haltet :punch:

So? ;-)

craTe":14vsd1ih schrieb:
...habe ich mir über einen kompletten Wechsel des Switches sammt Kabel Gedanken gemacht.

Du redest von EMGs. Das sind aktive Tonabnehmer, von denen jeder bereits einen Vorverstärker eingebaut hat und niederohmig ist. Denen ist es vollkommen scheißegal, wieviel Meter Kabel Du in die Gitarre stopfst. Bei denen kannst Du auch Klingeldraht nehmen. Und Du kannst den Ground weglassen.

Beim Schalter würde ich in der Tat auch einen ordentlichen nehmen.
 
little-feat
little-feat
Well-known member
Registriert
29 März 2020
Beiträge
5.459
Lösungen
2
Ort
Hamburg
mad cruiser":33hrlpnx schrieb:
Beim Schalter würde ich in der Tat auch einen ordentlichen nehmen.

Wobei ich immer ein wenig grinsen muß, wenn ich z. B. höre "Original Gibson Schalter".

Ob nun Gibson, Fender, PRS oder Rockinger....kommt alles von gleichen Zulieferer aus Asien. Nur bei Rockinger ist er ein wenig günstiger!!

Tom
 
 

Oben Unten