Realguitars Custom Strat - ist die nicht chic!?

martin

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Hallo ihr Lieben,
bin immer noch schockverliebt, eine wirklich tolle Gitarre!
Viele Grüße
Martin
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Lieber Martin,

wenn dir die Gitarre gefällt, ist das natürlich schön. Ich mag die gar nicht. Die vergilbten Parts und Dots passen für mein Empfinden nicht zum Chrom, das Pickguard ist eher ein durchschnittliches Tortoise, eher Richtung billig gemacht und neben der Korpusfarbe für mich eher deplaziert.

Dazu finde ich ja insgesamt Fendermodelle mit Palisandergriffbrett optisch sehr sperrig, weil oben die Kopfplatte in Ahorn immer recht rustikal wirkt.

Insgesamt - nein, das ist keine schöne Strat, wenn du mich fragst.

Und, was zum Uhu, ist denn jetzt noch falsch an all deinen Strats? Du kaufst seit Jahrzehnten Strats und bist nie richtig zufrieden - du musst irgendwas falsch machen.
 
Hm, Bilder von 2011. Hast du die günstiger bekommen, also gebraucht?
Kannst du etwas zur Hardware und den PU's sagen?
Ansonsten find ich die recht schick, wenn es sich um ein eher dunkleres Tortoise handelt als das von Fender*?
Die Bilder sind ja etwas unterbelichtet.
 

Die Gitarre ist nagelneu und wurde für mich und nach meinen Wünschen gebaut.

Der Hals ist schmaler als üblich (kommt meinen kurzen Fingern entgegen), die Bünde sind fetter (2.8mm breite Jumbos), die Pickups sind etwas overwound (middle reversed und am Steg mit einem Humbucker) und klingen auch etwas mittiger und fetter als meine anderen Vintage-Style-Strats.
Die Halsrückseite fühlt sich genau so an wie ich es mag (schön holzig).
Der Saitenniederhalter (mit Rollen) sieht klobig aus, funktioniert aber reibungsloser als der normale Finaltage-korrekte.
Gewicht ist mit 3.32 kg für mich genau richtig.
Die Optik habe ich mir genau so und nicht anders gewünscht, ich bin super glücklich damit.

Diese Gitarre ist eine Strat für meine Theater-Gigs, sie ist ausgelegt auf leichte Bespielbarkeit, große Stimmstabilität, möglichst große klangliche Bandbreite (auch an modernen Rock-Zerr-Sounds) und geringe Nebengeräusche.

Meine anderen Strats sind auch tolle Instrumente, aber klanglich etwas spezialisierter und in manchen Bereichen auch etwas zimperlicher.




IMG_6361.webp (Gitarre)
 
Wie immer: Bombe gespielt, phantastischer Sound! (Hab's mir runtergeladen und werd's auf den mp3-Stick im Auto speichern.)

Mein Fall ist die Farbkombination auch nicht, da schließe ich mich erniecaster an - sie muß Dir gefallen, und nicht mir.

Die Bespielbarkeit habt Ihr ja schon in Carstens Videos bei Real Guitars so sehr gelobt, dass ich vielleicht irgendwann einmal schwach werde.
Die Saitenniederhalter mit Rollen hab' ich auch schon seit langem auf den Strats, sogar 2.
 
Ach so, Infos zu den Pickups habe ich vergessen:
Das ist ein Amber Set (PAF am Steg und zwei Fat 50 Singlecoils). Die sind mit Doppel-Ebenen-Potis verkabelt. Wenn der Humbucker benutzt wird kommen 500kOhm dran, wenn die Single Coil ausgewählt sind 250kOhm.
Der Humbucker ist splittbar, dazu wird der untere "Tone"-Regler benutzt (der jetzt nur noch aussieht wie ein Tone-Regler, in Wirklichkeit aber den Humbucker von gesplittet auf Humbucker regelt). Uli meinte dass die zweite Spule quasi stufenlos dazugeregelt wird, aber das glaube ich noch nicht so ganz. Bei Stellung um die 3 herum kippt das von Singlecoil auf Humbucker.
 
Der Humbucker ist splittbar, dazu wird der untere "Tone"-Regler benutzt (der jetzt nur noch aussieht wie ein Tone-Regler, in Wirklichkeit aber den Humbucker von gesplittet auf Humbucker regelt). Uli meinte dass die zweite Spule quasi stufenlos dazugeregelt wird, aber das glaube ich noch nicht so ganz. Bei Stellung um die 3 herum kippt das von Singlecoil auf Humbucker.

Interessant, werde ich bei Gelegenheit auch mal ausprobieren.
 
Ich versteh dich ja total, Martin.
Ich weiß auch, was ich an meiner Haar Trad HSS-Heavy Relic habe, obwohl ich auch mehrere Fenders im direkten Vergleich besitze.
Die Fat 50's finde ich auch immer noch sehr typisch und Trademark-Sound..
Eine sehr schöne Variante zu den heißeren Kloppmanns 'Marcus Deml' in meiner Haar.
Sollte ich irgendwann nochmal live auftreten, wärs definitiv die Haar.
Weil, einfach ein gutes, problemloses Werkzeug, ohne jegliche Kompromisse...

P.S.: Deine Realguitars erinnert mich ein bisschen an mein 'Endgerät'. Ohne weitere Suche, daher. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Sieht nach einer Klasse aus und sie scheint ja genau auf dich „zugeschnitten“ zu sein.
Sich über Geschmack zu diskutieren ist wohl ohnehin eher sinnlos.
Glückwunsch!

Hab die Schaltung in meiner RG-Maple-Strar mit Amber-HB im Single-Coil-Format. Finde ich so semi. Stört mich aber nicht so sehr, dass ich es wieder umbauen lasse.
 
Die Gitarre ist nagelneu und wurde für mich und nach meinen Wünschen gebaut.
ich find die schon ganz chic, viel Spass damit.
Habe ich die Specks überlesen?
Der Hals ist wohl sicher Ahorn, mit Palisander Griffbrett?
Body: Erle oder Esche, oder was ganz anderes?
 
Bitte schön
:)

Real Guitars Custom Build S
Color: Faded Pelham Blue
Look: Very Light Aged
Finish: Ultra Thin Nitro with Crackles
Bodywood: US Red Alder, Carsten Göke Shape
Neckshape: Custom Order Shape
Neckwide: Nut = 41,7 mm / 12 Fret = 52,5mm
Neck thickness: 1 Fret = 22 mm / 12 Fret = 23,5 mm
Neckwood: Hardrock Maple
Fingerboard: Dark East Indian Palisander
Trussrod: 2 Way - Handmade for Real Guitars in Germany
Radius: 9,5 - 12 Zoll
Frets: 21 Sintoms 2,8 EH Jumbo Frets
Tremolo: Gotoh GE 101 TS Vintage Tremolo with Steelblock & saddles
Tuner: Aged Kluson Style
Electronic: CTS 250 TVT Taper, CRT 5 Way Switch, Switchcraft Output Jack
Tone: Mustard Capacitor
Pickguard: Tortoise
Pickups: 1 x Amber Pickups 60s overwound PAF & 2 x Hot 54 Amber Pickups ! Custom Wound Set für Real Guitars !
Service: Included 24 Hours artificial transient oscillation ! ( Künstliches Einschwingen )
Weight: 3,32 KG
 
Eine sehr schöne Variante zu den heißeren Kloppmanns 'Marcus Deml' in meiner Haar.

P.S.: Deine Realguitars erinnert mich ein bisschen an mein 'Endgerät'. Ohne weitere Suche, daher. ;)

Das HSS-Deml-Set war bei mir in der engeren Auswahl. Am Ende hatte ich etwas Sorgen dass sie zu heiß sein könnten. Außerdem laufen da die Single-Coils über 500 kOhm Potis (evtl. zu scharfe Höhen bei Single Coils). Beim Amber HSS Set hat mir gut gefallen dass dort diese Doppelstock-Potis benutzt werden (500 für den Humbucker und 250 für die Single Coils).

Ich bin sehr zufrieden mit der Gitarre, aber ob das jetzt ein "Endgerät" wird sich über die Jahre zeigen.
 
Das HSS-Deml-Set war bei mir in der engeren Auswahl. Am Ende hatte ich etwas Sorgen dass sie zu heiß sein könnten. Außerdem laufen da die Single-Coils über 500 kOhm Potis (evtl. zu scharfe Höhen bei Single Coils). Beim Amber HSS Set hat mir gut gefallen dass dort diese Doppelstock-Potis benutzt werden (500 für den Humbucker und 250 für die Single Coils).

Ich bin sehr zufrieden mit der Gitarre, aber ob das jetzt ein "Endgerät" wird sich über die Jahre zeigen.
Nein, die HSS Schaltung von Haar klingt eher ausgewogen und kraftvoll mit dem 'Marcus-Deml' -Set.
Die Singles etwas mehr 'Glocke' als Fenders Fat 50 und einen Hauch mehr Output,
Der Humbug typisch PAF aber gesplittet sehr Single-coilig passt gut auch in Stellung 1+2.
Liegt aber auch an der Schaltung (Eine Mischung aus Kloppmann's und Acy's HSS-Schaltung),
die Haar mit 500K Vol und 2x250k? Tone realisiert hat.
Das Ganze mit CRT-Ericsson Potis und Superswitch.
Der Clou ist der zusätzliche 500K Widerstand, der den Singles ein 250k Vol-Poti vorspiegelt.
War selbst überrascht, soetwas in einer Haar zu sehen. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie auch immer, eine HSS-Schaltung erfordert etwas mehr Gehirnschmalz als SSS.
Da ich nicht wirklich Ahnung von der Materie habe habe ich mich einfach (positiv) überraschen lassen :)
 
Ah, jetzt verstehe ich das Konzept. Das ist die "Arbeitsgitarre", derzeit noch ein wenig inkonsequent mit echten Singlecoils. Die anderen beiden "guten Gitarren" sind für die Momente, in denen man so richtig schwelgen darf. Ich kenne den Plan.

trommelwirbel

Hat bei mir nie funktioniert. Nach einer Weile wurde die "Arbeitsgitarre" zur einzigen, die ich gespielt habe. Die "guten Gitarren" hingen nutzlos rum, staubten ein und waren, wenn "es darauf ankam" seltsam untrainiert. Jedenfalls wurde die "Arbeitsgitarre" langsam aber sicher besser als die "guten Gitarren". Ich habe dann regelmäßig die "guten Gitarren" verkauft, die "Arbeitsgitarre" immer gespielt und mir als Backup noch einen Beater geholt. Der Beater war nicht gut genug, da wurde immer wieder ein wenig aufgewertet, bis der Beschluss kam, einfach mal eine kompromisslos gute Gitarre zu kaufen und dann ging das alles wieder los.

Ich habe das jetzt gelöst, indem ich nur noch eine Arbeitsgitarre und einen funktionierenden Beater zuhause habe. Die beiden "guten Gitarren" habe ich ausgelagert, sie hängen jetzt in irgendeinem Laden, wo ich sie kaufe, wenn ich sie wirklich brauche.

Aber egal. Hab Spaß an deiner neuen Gitarre, besorg dir irgendwann einen Beater dann mit noiseless Pickups und "call it a day". Letzteres ist nach meiner Erfahrung der wichtigste Punkt. Das ist wie mit Ehefrauen - die werden ja auch irgendwie älter aber wenn man ein jüngeres Exemplar sieht, denkt man hoffentlich nicht direkt wieder über einen Austausch nach. Ich glaube, ich schweife ab...
 
Tolles Teil. Klingt Klasse. Die Farbkombination ist allerdings sogar nicht meins. Pelham Blue oder gar Candy Apple Red - für mich ein NoGo vor meinem Kugelbauch. Aber: Sie ist so, wie Du sie wolltest und überzeugt tonal voll. Also: Glückwunsch
 
Die HB Kappen an Strats irritieren mich immer ein wenig ... ICH wäre da losgezogen und hätte versucht das als Zebra zu bekommen :-).

Spielst du die bei Theater Gigs im Anzug? Rein optisch ist es für mich auch keine "Jeans" Gitarre, sondern wie sagt man in English so schön "Function" (also Veranstaltung auf Gala Level). Da darf/soll die Gitarre im Hintergrund bleiben.

Gruß
Martin
 
Zebra-Look auf einer Strat mag ich nicht, weil man dann drei gerade helle Singlecoils sieht (der schwarze geht optisch ja etwas unter bei einem dunkleren Schlagbrett). Das sieht für mich falsch aus.

Der Humbucker mit Silberkappe ist für mich fast schon ein bisschen historisch korrekt, weil damals ja öfter mal Gibson*-PAFs in Strats eingebaut wurden (z.B. bei Hiram Bullock). Also wenn schon ein „falscher“ Humbucker in einer Strat, dann auch richtig falsch, also ohne Zebra!

Und ja, realistisch gesehen ist das eine „Schwarze-Anzug-Gitarre“ :-)
 
Ich habe das jetzt gelöst, indem ich nur noch eine Arbeitsgitarre und einen funktionierenden Beater zuhause habe. Die beiden "guten Gitarren" habe ich ausgelagert, sie hängen jetzt in irgendeinem Laden, wo ich sie kaufe, wenn ich sie wirklich brauche.
Interessante, nachvollziehbare Perspektive.
Zumal ich tatsächlich nicht der Typ bin, der bei Gigs gerne Instrumente wechselt. Eine Gitarre für den ganzen Abend ist okay für mich (wenn ich es denn selbst entscheiden kann).

Meine anderen Fender* Custom Shop Strats würde ich aber trotzdem als Sammlerstücke behalten, wenn ich sie nicht mehr spielen sollte.
 
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