Reverend Bass Contour Wiring - Erfahrungen?


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Angeregt durch irgendwelche Utube Videos die hier durch die Gegend fliegen gefiel mir die Wirkungsweise der Bass Contour-Regelung auf Reverend Gitarren ganz gut.

Es scheint aber eine Erfindung von Leo Fender zu sein, denn die G&L Gitarren haben das anscheinend auch eingebaut.

Nun, es ist eine passive Schaltung, also mehr als was der PU liefert an Frequenzspektrum wird nich da sein aber kann man damit z.B. dem Steg-PU seine Magersucht austreiben? Der Delta Tone-Regler von Fender geht schon in die richtige Richtung allerdings wird dabei der Ton leider auch etwas dumpf, wenn man mehr Bass haben will.

Gibt es auch bewährte Alternativen? Es sollte jedoch bei 3 Potis bleiben, ein Minischalter wie auf der Gilmour-Strat ginge aber...

Hier der Link zu G&L-Schaltungen, die Legacy Special soll ein Kandidat sein:

http://www.glguitars.com/schematics/index2.asp

Thx & Gruß
 
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Der Bass-contour-regler schneidet nur Bässe weg, sprich: voll aufgedreht ist er praktisch nicht da. Die erwähnte Magersucht wird er also nicht beheben.
 
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Hallo, diese Schaltung war schon vor 1945 in fast jedem Röhrenradio.
Genauso funktioniert sie heute noch, nicht zu gebrauchen.
Jeder Equalizer liefert bessere Ergebnisse, außer er würde zusätzlich
rauschen, was man nicht braucht.
Auch am Amp kann man wesentlich effektiver mehr einstellen.
V.H.
 
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WaveMaster":3h5qe8nx schrieb:
allerdings wird dabei der Ton leider auch etwas dumpf, wenn man mehr Bass haben will.

"Mehr" geht eben nicht mit einer passiven Schaltung, da gibt's immer nur weniger. Wenn Du also die Bässe betonen willst, musst Du Höhen und Mitten absenken, und dann klingt es nur dumpf.

Diese Steinzeitelektrik aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat in heutigen Geräten ganz einfach nichts mehr zu suchen.

Gruß,

Klaus
 
Rabe
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Ich finde Bass-Contour seeehr geil, um überwickelte HBs zu zähmen. Insbesondere an Amps ohne Gegenkopplung kann da sonst ziemlicher Matsch entstehen.

Ansonsten habe ich
1. Einen EQ auffem Board
2. Den Bad Monkey auffem Board (TS-Clone mit Höhen und Bass Regler) ...

... da mein Hauptamp ein SLP ist, habe ich aber eher zu viel Bass als zu wenig.
 
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WaveMaster":370x9mnx schrieb:
Vielen Dank für die Infos. Wie geht Ihr damit um? Aktive EQs audfm Board?

Das ließt sich für mich so, als wie wenn du mal nen BBE Sonic Stomp testen solltest. Macht eigentlich genau das was du möchtest ;-)

Was den Bass-Contour Regler betrifft, so sehe ich das wie Kollege Rabe - um einen fetten HB etwas dünner zu machen okay, aber ansonsten naja....

Teste den BBE mal.....
 
groby
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WaveMaster":22wqm7dq schrieb:
Nun, es ist eine passive Schaltung, also mehr als was der PU liefert an Frequenzspektrum wird nich da sein aber kann man damit z.B. dem Steg-PU seine Magersucht austreiben?

Was Du möchtest, könnte eher ein Villex-Booster sein. Auch passiv aber "anfettend", nicht absenkend. Bin ich ein großer Freund von.

Ansonsten: Nimm einen Boden-EQ. Ist flexibler und einfacher.

Wenn Du aber schon drastisch von "Magersucht" sprichst, wie wäre es denn gleich mit einem Pickupwechsel?
 
gitarrenruebe
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Magman":28ef8c0k schrieb:
Was den Bass-Contour Regler betrifft, so sehe ich das wie Kollege Rabe - um einen fetten HB etwas dünner zu machen okay, aber ansonsten naja....
Maggy, ich schätze Dich ja sehr, aber hast Du (wegen Deines "naja") eine Reverend mit dieser Option schon mal selbst gespielt?
Und KK, Du ? Also eine Reverend mit BassCut selbst gespielt ?

Hier mal MEINE Eindrücke aus SELBSTGEMACHTEN Erfahrungen:

Dieser passive Basscut ist mMn eine echte Soundalternative, um etwas luftigere,
cleanere Sounds mit leistungsstarken HB ODER auch P90 zu produzieren.
... mit einer Reverend Warhawk III:
Da kommen die Sounds mit aktiviertem BassCut auf einmal SEHR stratig
rüber. Eine Option an dieser Gitarre, die ich NIEMALS missen wollte.
... mit einer Double Agent, Gil Paris Sign. und einer Volcano:
Der Einsatzbereich aller Gitarren ist IMMENS größer mit, als ohne !
Die zur Verfügung stehenden Sounds sind allesamt keine kastrierten
HB oder P90 Sounds, sondern eigenständige Sounds, die prima einsetzbar
sind. ZB Steg HB der Double Agent mit aktiviertem BassCut geht 1A in
Richtung Tele.

Nur mal so von wegen "naja" oder "Steinzeit" ...

Zum Thema:
Wavemaster, wie schon gesagt nimmt der BassCut nur Bässe weg.
Du bräuchtest einen EQ, da würde nix in die Gitarre friemeln, sondern
auf ein Bodenpedal ausweichen.
 
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Hey WaveMaster,

mein Freund Ede verbaut bei seinen Slimlines einen aktiven, parametrischen
Mid-Boost and Cut. Damit wird die teleartige Gitarre sehr flexibel und es sind
fette Sounds in Richtung Paula möglich. Das kann man bestimmt auch
nachrüsten. Hier sind zwei Beispiele:

http://www.phantom-guitars.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=94

http://www.phantom-guitars.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=125

EDIT:
Auch können die Humbucker damit schön ausgedünnt werden, um ziemlich
authentische Singlecoil-Sounds zu erzeugen, ohne Brumm ...
 
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gitarrenruebe":2vq01tm5 schrieb:
Und KK, Du ? Also eine Reverend mit BassCut selbst gespielt ?

ich nehme an, Du meinst mich. Nein, habe ich nicht. Als ich eine Reverend kaufen wollte, gab es das Modell nicht mehr, das mir gefiel.

Aber ich habe im Laufe der letzten 45 Jahre so ziemlich jede passive Schaltung ausprobiert, die mir über den Weg lief, also vermutlich auch diesen BassCut, und das Ergebnis war immer:"Lohnt den Aufwand nicht."

Für mich - für andere mag das völlig anders aussehen - ist die einzig sinnvolle Klangeinstellung in einer E-Gitarre ein Drehschalter mit einer Reihe von Kondensatoren, aber auch der kommt erst richtig zur Geltung, wenn der schädliche Effekt von Volume-Poti und Kabel durch einen Impedanzwandler abgeblockt wird.

Ansonsten plädiere ich für eine externe Klangeinstellung. Dafür reichen m. E. ein oder zwei hochwertige aktive Universalfilter, wie man sie z.B. von Analog-Synthesizern kennt.

Aber das ist meine persönliche Meinung, und niemand ist gezwungen, sich die zu Eigen zu machen.

Gruß,

Klaus
 
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gitarrenruebe":3l4jvyt6 schrieb:
Magman":3l4jvyt6 schrieb:
Was den Bass-Contour Regler betrifft, so sehe ich das wie Kollege Rabe - um einen fetten HB etwas dünner zu machen okay, aber ansonsten naja....
Maggy, ich schätze Dich ja sehr, aber hast Du (wegen Deines "naja") eine Reverend mit dieser Option schon mal selbst gespielt?

Hi Rolf,

ich habe schon die Ehre gehabt gleich mehrere Reverends zu spielen/testen mit Bass-Contour Regler. Stimmt schon, man kann damit wie bereits gepostet HB (und auch P90) ausdünnen und in etwa auf SC Charakter bringen. Ich hab nicht geschrieben das das Müll ist, ich finde die Schaltung sogar sehr gut in den passenden Gitarren. In einer Strat bringt das nicht viel - ich hatte auch schon eine G&L mit der Schaltung - naja, bringt nicht wirklich viel - deshalb das naja da oben ;-)

Kollege Wavemaster hat gefragt ob er damit einem Steg-PU seine Magersucht austreiben kann - geht nicht, er wird ja dann noch magerer - darauf habe ich ihm den BBE empfohlen, weil der macht dünnen PU's, besonders SC's dickere Beine wenn man das möchte. Genau aus dem Grund hatte ich ihn mir ja gekauft und das hat auch wunderbar funktioniert am SCXD und am Zenamp. Den guten MXR 10 Band EQ hatte ich dann über, mittlerweile auch den BBE. Meine Strats kommen nun ohne diese 'Extras' aus, denn zusammen mit dem Brunetti vermisse ich rein garnichts mehr, bzw. brauche diese fettere Soundvariante nicht mehr.

Eine Alternative wäre z.B. die orig. Clapton Schaltung einzubauen, welche ich auch sehr lecker finde wenn man etwas mehr Punch auf der Strat haben möchte - regelbarer Mittenboost ist schon was geiles. Gefällt mir auch um vieles besser als z.B. die VSC Schaltung von Blade.
 
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Hi Magman,

die G&L Legacy die ich bisher in der Hand hatte klangen extrem Fett. Das hatte nichts mit dem zu tun was ich von einer Strat erwarte.
Mittels dem regelbaren Bass-Cut ging es dann schon sehr viel deutlicher in Richtung Strat.
Der Yrrkon hatte seine Legacy seinerzeit wieder auf Contour-Regler umgebaut und war begeistert. Vielleicht schreibt er was dazu.

Schöne Grüße
Ralf
 
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taschakor":2epwnotk schrieb:
Hi Magman,

die G&L Legacy die ich bisher in der Hand hatte klangen extrem Fett. Das hatte nichts mit dem zu tun was ich von einer Strat erwarte.
Mittels dem regelbaren Bass-Cut ging es dann schon sehr viel deutlicher in Richtung Strat.....

Hi Ralf,

ich hatte vor etwa 10-12 Jahren ein S-500 George Fullerton US Modell gespielt, die klang eigentlich nicht extra fett und kam in etwa meiner 7ender SRV Strat mit Texas Specials recht nahe. War jedenfalls ne tolle Strat, aber den BassCut habe ich dort nie genutzt.
 
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yrrkon
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Hallo zusammen,
Ralf hat mich ja gerade ins Spiel gebracht:
Ich habe Zweierlei an der Lecagy Special gemacht. Zuerst habe ich den Contour-Regler ein- bzw. umgebaut. Damit konnte ich den Klingen-Humbuckern schonmal kräftig zu Leibe rücken und den Bassanteil vernünftig ins Bild einpassen. Richtig zur Sache ging es aber erst, als Hals- und Mittel-PU durch Singlecoils ersetzt wurden. Interessanterweise verlor der Bassanteil aber nicht an Durchsetzungsfähigkeit, sondern ergab mit dem Regler eine wunderbare Möglichkeit, die unteren Frequenzen nach Bedarf ins Klanggeschehen eingreifen zu lassen.

Ich will diese Möglichkeit nicht mehr missen, da sie MIR mehr hilft als eine Höhenblende.

Gruß
Ingo
 
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Ohja, diese Klingenhumbucker habe ich auch, jetzt in einer Power-Strat Hamer Daytona. Für Purple Covers kommt sie richtig fett rüber...

Auf jeden Fall vielen Dank für die vielen anregenden Beiträge!

Ich habe tatsächlich Custom Shop Fat 50's Bridge + Steg PU bestellt, vielleicht bringt das erstmal was. Zudem habe ich letztens mit einem SD PowerRails PU gespielt, er könnte genau der richtige Kandidat sein für die Bass-Contour Schaltung.

Gruß
 
Rabe
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kks":1kjrq5h0 schrieb:
gitarrenruebe":1kjrq5h0 schrieb:
Und KK, Du ? Also eine Reverend mit BassCut selbst gespielt ?

Aber ich habe im Laufe der letzten 45 Jahre so ziemlich jede passive Schaltung ausprobiert, die mir über den Weg lief, also vermutlich auch diesen BassCut, und das Ergebnis war immer:"Lohnt den Aufwand nicht."

Weil meine Äußerungen wohl missverständlich waren:

An einem aufgerissenem (kann noch hören, hab' Powersoak, weissu) SLP Plexi sind m.E. outputstarke HBs kaum spielbar. mit der Endstufensättigung kommen extrem viele Bässe dazu. Das bedeutet, dass für diese Amps m.E. nur sehr offen klingende PUs oder relativ clean spielen in Frage kommt.
Anders z.B. beim 2203, der klingt in meinen Ohr mit etwas mehr Vorstufensättigung ziemlich gut. Bei Endstufensättigung tritt wg. der Gegenkopplung das Problem des SLPs nicht auf.

Meine SG hat ziemlich outputschwache HBs an Bord (klingt schon fast nach Tele), das klingt am SLP super, am P-100 (2203 Clone) gar nicht so gut, manchmal ein bißchen kratzig.
In meiner PRS SE One ist ein recht kräftiger P-90 drin, das klingt am P-100 satt und gut, am aufgerissenem Plexi nicht so super, eben leicht matschig ...
Dafür ist der dann EQ auf dem Board gut ...

Oder ich benutze die Reverend Volcano.
Am aufgerissenem SLP Basscontourregler runter regeln, kein Bassmatsch.
Am P-100 Bässe wieder rein, keine Kratzigkeit mehr ...

Unabhängig von SC oder HB, glaube ich, dass die BC-Schaltung gut mit relativ satten PUs (meist auch outputstärkeren) harmoniert. (Zumindestens auf die Reverend HBs trifft das ja auch zu, andere Reverend PUs kenne ich zuwenig).
 
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WaveMaster":3aukjin2 schrieb:
... aber kann man damit z.B. dem Steg-PU seine Magersucht austreiben?

Moin.
Nö.
Wie schon gesagt wurde: ein passiver Klangregler á la Contour Knob kann nur Frequenzbereiche oder exakter formuliert deren Lautstärke reduzieren.

Die Reverend-Contour-Schaltung kann also nur Bässe/Tiefmitten leiser machen, aber nicht lauter.
Ich finde die Schaltung trotzdem gut, aber halt nur bei eher fetten PUs, denen ein wenig Bass-Leisermachen gut tun kann.
Um einen Frequenzbereich zu verstärken, dazu braucht es eine aktive Schaltung wie z.B. eine ative Klangregelung.
Oder z.B. einfach einen 7-Band-Equalizer zw. Instrument und Amp hängen und den EQ dann halt so einstellen wie man es gerne mag. Oder am Amp die Bässe höherdrehen, oder andere PUs nehmen ...

Tschö
Stef
 
 

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