(Röhrengetriebener) Federhall als externes Gerät?


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Hi!

Der Hall meines Mark III ist bekanntlich etwas schmalbrüstig. Was ich gerne hätte, ist ein externes Hallgerät mit Hallfeder, da ich die digitalen vom Sound als zu kalt empfinde. Wenn's dazu noch mit Röhren als Treiberstufe läuft, wäre das perfekt. Gibt's so was?

schwerkowsky
 
univalve
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Von Fender gibt es die Reissue des 63 Outboard Reverbs:
http://fender.com/products/popup.php?ro ... rb&node0=3
ansonsten noch jede Menge Klone davon von verschiedenen Herstellern. Der Klang ist aber schon ein bisschen anders als bei einem eingebauten Reverbs, der nach der Klangregelung und Eingangssektion liegt.
Ich würde den auf alle Fälle erst mal antesten. Außer mir kenne ich persönlich keinem, dem der liegt.
Für Surf-Musik ist der Pflicht ;-)
Ansonsten gibt es von little lanilei ein Bodenpedal, das 200 EUR kostet und ein Transen-getriebener Federhall ist. Leider ist es nirgendwo zu bekommen.

Scheinbar (nur gelesen) gefällt vielen das Holy Grail von EHX. Der Federhall-Sound soll gut sein. Das ist wahrscheinlich die billigste Variante.

greetz
univalve
 
gitarrenruebe
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univalve":3nq70ylt schrieb:
Scheinbar (nur gelesen) gefällt vielen das Holy Grail von EHX. Der Federhall-Sound soll gut sein. Das ist wahrscheinlich die billigste Variante.

Der Spring Reverb von Danelectro klingt, für die 80 Euro, die er bei Thomann kostet, recht gut und warm. Man kann mit dem Kickboard auch klasse "die typischen" Hallkracher verursachen, ohne dafür den alten Fender-Combo vom Stuhl zu kicken, coool.

157894.jpg


Grüsse, Gitarrenruebe
 
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schwerkowsky":111rf6ed schrieb:
Der Hall meines Mark III ist bekanntlich etwas schmalbrüstig.

Hast Du mal überlegt, evtl. das interne Routing überarbeiten zu lassen? Ich kann mir vorstellen, dass es billiger und weniger aufwändig ist als ein externes Zusatzgerät.

Wenn ich so ein Problem hätte, würde ich mit dem Stefan von TAD oder einem ähnlichen Profi einen Termin ausmachen.
 
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Ich bin ja auch so'n Hall-Fan und hab bislang alles getestet was es so aufm Markt gibt. Das HolyGrail iss nett und klingt nicht schlecht, aber mehr auch nicht. Das SpringReverb von Danelectro ist ein echter Preishammer und klingt schon sehr gut. Für Leute denen ein Digihall zu flat und modern klingt ist es eine echte Alternative- unbedingt mal antesten!
Neuere Fender TubeReverbs sind auch nicht grade der Bringer. Die alten Teile aus den Sixties sind sehr gut, liegt u.a. an den gealterten Hallspiralen und Röhren. Ich hatte die Gelegenheit ein orig. 63er Tube Reverb Unit zu testen - GREAT - that's it!!! Dieser besonders warme und extreme Hall ist natürlich wie vieles Geschmacksache, jedenfalls machen Leute wie Ronnie Earl, Duke Robillard, oder auch Deutschlands Bluesgitarrist No.1 Kai Straus ihren Sound damit (live wie Studio) und genau das ist eben auch mein Ding!
Ich bin gerade dabei, ein Tube Reverb zu bauen, bzw. zusammen mit J.Rath. Es wird genauso aufgebaut sein wie das gute alte original Fender 63er Reverb Unit. Dauert allerdings noch'n paar Tage, da das Gehäuse noch nicht fertig ist und auch noch einige Spiralen getestet werden.
Wenns fertig ist werde ich an dieser Stelle berichten ;-)
 
univalve
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Magman":1g3eipos schrieb:
Neuere Fender TubeReverbs sind auch nicht grade der Bringer. Die alten Teile aus den Sixties sind sehr gut, liegt u.a. an den gealterten Hallspiralen und Röhren.
Sorry, aber das stimmt so nicht!
Gealterte Röhren klingen immer beschissen. In den alten ist ein anderer Typ drinnen - deshalb klingen die anders. 6K6 anstatt einer 6V6.
In die neuen kann man auch eine 6K6 einbauen - wem's gefällt (mir nicht - zu wenig "Swosh" und "Spong"). 6K6 werden seit 30 Jahren nicht mehr gebaut - daher wurden die neuen Fender Reverbs auf 6V6 "designed", da die eben noch verfügbar sind. Und es ist eben nicht Point-to-Point. Die neuen Reverbs sind für das Geld ok - und eben ersetzbar. Als Tip noch nen Cap-Job (Gruss an Polli!) machen und das Ding klingt in Ordnung.
Als Alternative die Geräte von den Point-to-Point Leuten ordern. Die sind exakte Replikas der alten Fender:
http://www.unclespot.com/USreverbunit.html
http://vanamps.com/reverb.html
http://www.vintone.com/outboard.html
http://www.campbellsound.com/reverbpage.html

greetz
univalve
 
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Hast natürlich recht mit den alten Röhren, es war auch ein Verschreiber meinerseits - ich meinte eher Bauteile, wie z.B. der Trafo. Also ich fand den Unterschied zwischen neuen und alten Fender Reverbs gravierend. Aber man kann sie sich ja 'zurechttunen', was dann aber auch ins Geld geht. Ein Bausatz z.B. kostet nur etwa ein Viertel des neuen Fenders!
Wichtiger ist aber die Auswahl der Hallspiralen. Anfangs waren Hammond Typs eingebaut, später dann Accutronics Type 4. Die alten Units klingen etwas 'eirig', da die Spiralen schon ein wenig durchhängen - dies ist ein, bzw. DER Sound für Blueser wie Earl. Mann kann auch etwas experimentieren mit den Spiralen, z.B. 4x Type1 (hängend) einbauen und mit einer kleinen Schaltung versehen, um die Spiralen einzeln dazuzuschalten - da gibts tolle Sachen. Ich werde jedenfalls Accutronics Type 4 einbauen und die Spiralen vorher etwas dehnen für den 'Bowowowo-Effekt' ;-)

Danke auch für deine Links, kannte ich alle außer vintone.

Gruß Martin
 
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Magman":1e84xm93 schrieb:
Hast natürlich recht mit den alten Röhren, es war auch ein Verschreiber meinerseits - ich meinte eher Bauteile, wie z.B. der Trafo. Also ich fand den Unterschied zwischen neuen und alten Fender Reverbs gravierend. Aber man kann sie sich ja 'zurechttunen', was dann aber auch ins Geld geht.
Den besagten Kodensator ändern kostet max. 2 EUR und kann fast ohne großen Aufwand gemacht werden. Das reicht meiner Meinung nach schon, um den Fender Reverb von der Stange zum klingen zu bringen (Röhrentauschen, egal welche, hat bei mir nichts gebracht). Selber bauen erfordert eben etwas mehr Erfahrung.
Zu den Hallspiralen: ich persönlich finde es entscheidender, ob die Hallspiral selber noch an Federn augehängt ist und ob sie zwei oder drei Federn hat. Wenn die Federn zu "schwabbelig" geht mir ein bisschen das Attack verloren. Aber nur meine Meinung.

Wollte Dich auch nicht "anpissen" (Vergib'! ;-) )
Alte Röhren sind eben nicht gleich gealterten Röhren (= benutzte --> die sind echt immer "durch"). Das war der "vermeintliche" Fehler.
Dazu auch meine Meinung von oben: die alte Röhre (6K6) gefällt mir nicht.

Ansonten bin ich (war ja klar) einem Custom-Outboard-Reverb sicherlich nicht abgeneigt. Oder was meinst Du, warum ich die Links "rumliegen" habe ;-)

In dem Laden in NYC (siehe Bild - da ist gerade nen 65 Deluxe - nix RI) hatte ich auch einen 65 Reverb getestet. Hmm, muss für mich nicht sein - nicht wirklich so gravierend...
relic_g.jpg


greetz
univalve
 
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Wichtig für alle Kollegen hier, die noch nie mit solchen Outboard-Reverbs 'gearbeitet' haben: Solch analoge Teile klingen nur von Clean bis maximal Crunch. Also bestens für traditionelle Surf- und Blues-Sounds geeignet und für Puristen dazu fast schon Pflicht :cool:
Für Overdrivesounds sind sie nicht geeignet! Da sind dann Digitalreverbs der bekannten Companys die bessere Wahl ;-)
 
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univalve":3aehkzg3 schrieb:
Wollte Dich auch nicht "anpissen" (Vergib'! ;-) )

Haha..... das kannste auch gar ned, jahrzehnte langer Rock'n Roll und Blues machen absolut wasserfest :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Aber ich vergeb dir trotzdem und hab nun einmal gut :lol:

*Beim nächsten Treffen, oder Session können wir ja mal zusammen neben dem ganzen Digitalkrempel ne Retrosound-Ecke eröffnen. Denke für einige wärs interessant ;-)
 
les_paule
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Magman":1b0yby2z schrieb:
univalve":1b0yby2z schrieb:
Wollte Dich auch nicht "anpissen" (Vergib'! ;-) )

Haha..... das kannste auch gar ned, jahrzehnte langer Rock'n Roll und Blues machen absolut wasserfest :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Aber ich vergeb dir trotzdem und hab nun einmal gut :lol:

*Beim nächsten Treffen, oder Session können wir ja mal zusammen neben dem ganzen Digitalkrempel ne Retrosound-Ecke eröffnen. Denke für einige wärs interessant ;-)

Saa mol – muschd du nix schaffe??????

Jörg
 
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Magman":1ozwq9p5 schrieb:
Wichtig für alle Kollegen hier, die noch nie mit solchen Outboard-Reverbs 'gearbeitet' haben: Solch analoge Teile klingen nur von Clean bis maximal Crunch. Also bestens für traditionelle Surf- und Blues-Sounds geeignet und für Puristen dazu fast schon Pflicht :cool:
Für Overdrivesounds sind sie nicht geeignet! Da sind dann Digitalreverbs der bekannten Companys die bessere Wahl ;-)
hehe, wieder mal ergänzend:
Ich mach das anders:
Ich benutze das Ding Clean von Surf bis Quentin Tarentino (was auch immer das ist - "Monte Carlo Nights") aber andererseits mit nem Zerrer davor erhält man mit dem Hall einen super Treble-Boost mit Wascheffekt - das ist eher für die Emo-Core-Fraktion als für Surf und Blues interessant.
Entscheidend ist Zerre davor - den Amp nicht höher als Crunch drehen - da kann ich Magman nur beipflichten!

greetz
univalve

P.S.: @mag: Komm' Du mir mal nach Aachen! Da gibt's dann Retro ;-)
 
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Scheint, als ob die digitalen mit Verzerrer nicht so gut klingen. Bin jedoch eher im Hardrock / Metal zu hause, da geht's nicht ohne. Hatte mal einen Ampeg VL 1001 Lee Jackson, der hatte einen Super Hall, der auch mit hoher Verzerrung gut klang. Cleane Sounds benutze ich so gut wie nicht.
 
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mad cruiser":3iyp7v6h schrieb:
Hast Du mal überlegt, evtl. das interne Routing überarbeiten zu lassen? Ich kann mir vorstellen, dass es billiger und weniger aufwändig ist als ein externes Zusatzgerät.

Wenn ich so ein Problem hätte, würde ich mit dem Stefan von TAD oder einem ähnlichen Profi einen Termin ausmachen.

Ich habe schon mit dem Techniker des deutschen Mesa/Boogie Vertriebs telefoniert. Kaum das ich "Hall Problem" und "Mark III" gesagt habe, sagte der sofort, dass der Hall des Mark III sowieso nicht so toll wäre. Von daher weiss ich nicht, ob's das bringt, den reparieren zu lassen.
 
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pit_s_xroad
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...Hi there...

was issn mit dem Hughes & Kettner REPLEX ?
Ich kenne es leider (immer noch) nicht... aber vll isses ein Tipp...

PIT :)
 
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pit_s_xroad":11cs0kwt schrieb:
...Hi there...

was issn mit dem Hughes & Kettner REPLEX ?
Ich kenne es leider (immer noch) nicht... aber vll isses ein Tipp...

PIT :)

Das Replex ist eines der besten Echotools der letzten Jahre und arbeitet im Eimerkettenprinzip. Klingt ähnlich wie Echoplex. Hat zwar auch Hall onboard, aber der ist eher bescheiden!
Ich hatte es 3 Jahre lang im Einsatz mit meinem Puretone - einfach mal antesten - es entscheidet immer der eigene Geschmack ;-)
 
 

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