Saiten unterschiedlich laut


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erniecaster
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Hallo!

Das auditive Gedächtnis ist ja alles andere als verlässlich. Und meinen Ohren traue ich in Soundfragen zwar mehr als meinen Augen, die Artikel im Internet und in Zeitschriften lesen, aber zu 100 % dann doch nicht.

Zur Sache.

Auf meiner Artcore AG 75 TDOR - faktisch eine ES175 - spiele ich diese Saiten: http://www.thomann.de/de/daddario_exl115.htm

Das hat ganz einfache Gründe. Die Dinger sind billig und überall verfügbar. Ich habe keine Lust auf Vorratshaltung irgendwelcher Spezialsaiten, für die es auf dem ganzen Planeten nur einen Hersteller gibt. Ich möchte es einfach haben und in nahezu jedem Laden Saiten kaufen können. Klanglich sind die d´Addarios einigermaßen okay und die Qualität ist gleichbleibend.

Seit einigen Tagen höre ich aber bei Aktivierung des Halspickups etwas, was mich stört. Die Saiten sind ganz unterschiedlich laut. Erst war mir nur die e-Saite zu leise, was ich zum Anlass nahm, mit Fledermausohren und Schraubenzieher an der Gitarre zu basteln. Mittlerweile bin ich einigermaßen zufrieden, allerdings sehen die Stellungen der Poliepieces des Pickup merkwürdig aus.

E-Saite: bißchen runtergeschraubt
A-Saite: plan mit dem Pickup
D-Saite: etwas rausgeschraubt
g-Saite: reingeschraubt bis Anschlag
h-Saite: weit reingeschraubt
e-Saite: richtig weit raus

Sowas habe ich noch nie bei anderen Gitarren gesehen und das macht mich unruhig.

Hab ich was an den Ohren? Übertreibe ich? Oder ist das ein vergurkter Saitensatz? Sind die d`Addarios völlig unausgewogen? Sollte ich lieber Schach spielen?

Gruß

erniecaster
 
G
Gino
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Also, ich spiele genau diese Saiten auf meiner stark gemoddeten Epi 335. Beim Halspickup (Seymour Duncan Seth Lover) sieht mein Geschraubsel unsgefähr so aus:

E - ein Stück weit raus
B- dto.
G- raus, aber etwas weniger als E und B
D - etwa plan mit Nickelkappe
A - etwas rein geschraubt
E - noch weiter rein

So funzt es bei mir. Hat genug Biss in den hohen Lagen und schönen growl ohne Wummern in den tieferen.
 
mr_335
mr_335
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erniecaster:Hab ich was an den Ohren? Übertreibe ich? Oder ist das ein vergurkter Saitensatz? Sind die d`Addarios völlig unausgewogen? Sollte ich lieber Schach spielen?

Moin Matthias, das hatte ich bisher nur bei Akustik-Saiten, da war es aber immer nur die G-Saite, die unausgewogen war. Bei allen Elektro-Gitarren habe ich immer die gleichen Saiten (bllige Vinci oder Pyramid) drauf und es gibt keine Probleme. Ist das denn nun nur bei einem Satz aufgetreten und nur bei den D`Addarios?
 
E
erniecaster
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Hi rolli!

Bisher war das überhaupt kein Problem - auch nicht mit den d´Addarios.

Man kennt das ja. Probe, man hört was Komisches (zu leise e-Saite), merkt sich das und fängt zuhause mit dem Frickeln an. Eigentlich wollte ich ja nur mal eben ein Polepiece hochdrehen, am Ende habe ich bestimmt eine Stunde gebastelt. Darauf, einen neuen Satz Saiten aufzuziehen, bin ich dabei gar nicht gekommen. :facepalm:

Wäre ja eigentlich das - hmmm - Nächstliegende oder Naheliegendste gewesen. Was stimmt denn hier? Egal jetzt.

Werde ich kurzfristig tun und Infos nachreichen.

Gruß

erniecaster
 
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erniecaster":35znmvzu schrieb:
Wäre ja eigentlich das - hmmm - Nächstliegende oder Naheliegendste gewesen. Was stimmt denn hier?

Jetzt wo Du es sagst...

Es geht ja um das Superlativ der Nähe, und nicht um den des Liegens.

Also das Nächstliegende :idea:
 
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Schnabelrock
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wary":1qacs304 schrieb:
Es geht ja um das Superlativ der Nähe, und nicht um den des Liegens.

Zumal "liegen" schwer zu steigern sein dürfte. :roll:
 
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Schnabelrock
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wary":zj3p6xd9 schrieb:
Schnabelrock":zj3p6xd9 schrieb:
wary":zj3p6xd9 schrieb:
Es geht ja um das Superlativ der Nähe, und nicht um den des Liegens.

Zumal "liegen" schwer zu steigern sein dürfte. :roll:

na, wenn Frau am schwangersten ist, dann sollte ihre Position grundsätzlich auch am liegendsten sein.

Das kenne ich, Frau Dr. Schnabel war am Ende so schwanger, dass ie sich noch während des Frühstücks wieder hinlegen musste.
 
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wenn man die Höhe der Polepieces verstellt, verändert man auch das Magnetfeld des Tonabnehmers und somit seinen "Klang".
 
A
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Hallo, ich nehm' auch die Saiten EXL110, also 10ner Satz.
Auf die Idee mit den Schrauben kam ich bisher nie -
meine PU haben keine.
Ich kann die PU anheben, absenken und ein wenig kippen.
Wie klingt dann die Gitarre ? Wie eine Gitarre.
Mein Lieblingsgitarrist M.K. nimmt übrigens auch diese Saiten.
Seine Strats haben auch keine schraubbaren PU.
Macht diese Schraube wirklich sooo viel her ?
V.H.
 
jab
jab
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Tach!

Macht diese Schraube wirklich sooo viel her ?

Ja.

Das Stratpickups keine einstellbaren Polepieces haben, ärgert mich häufig.
Meist sind das dann ja auch noch Vintage-PUs, bei denen der g-Magnet extra weit herausschaut, weils ja damals so war und das war ja so geil also muss dass jetzt auch so sein...
Mit solchen Pickups eine gleichmäßige Saitenlautstärke hinzukriegen ist fast unmöglich.
Dafür isses vintage.

Viele Gitarristen sind erstaunt, wie gleichmäßig eine Gitarre klingen kann, wenn man denn die Polepieces einstellt.

Wenns nicht geht, muss man halt damit leben.

Das sich das so ändert, wie ernie schrob, ist allerdings nicht üblich. Saitenwechsel ist da sicher eine gute Idee.
Bei Strats kommt es auch oft vor, dass die e-Saite bei Auswärtsauslenkung leiser ist (Abschlag). Das liegt wohl am Magnetfeld und ist nicht zu ändern.

Bei manchen Pickups kann man zwar nix einstellen, sie sind aber trotzdem ausgeglichen. Bei Manchen, die man einstellen kann, muss man es nicht....

Wie immer und bei allem: kommt darauf an!

Beste Grüße!
Jab
 
mr_335
mr_335
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@erniecaster:
Matthias, wie hat sich die Sache entwickelt. Immer noch das gleiche? Auch nach dem Aufziehen eines neuen Satzes?!?!
 
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Ich spiele seit Anbeginn der Menschheit D´Addario EXL 110/115 und kenne diese Probleme nicht. Jedoch weiß ich, dass Ibanez keine gescheiten Pickups in den Semis verbaut.

ernie, ich sags ganz krass: die PUs in deiner Artcore sind Müll! Schmeiß sie raus und bau was gescheites ein. Es liegt nicht an den Saiten! Du kannst 400 Euro für Saitentests rausschmeissen oder für einen Satz TV Jones ausgeben. ;-)
 
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Sascha´s Strat":2bw2m9pr schrieb:
ernie, ich sags ganz krass: die PUs in deiner Artcore sind Müll! Schmeiß sie raus und bau was gescheites ein. Es liegt nicht an den Saiten! Du kannst 400 Euro für Saitentests rausschmeissen oder für einen Satz TV Jones ausgeben. ;-)

Hi,

ich weiß nicht, ob die PUs so müllig sind. Gut, es sind keine Super 58, aber so schlecht fand ich sie nicht. Ich vermute ja, dass die Kappen aus Messing sind. Das müsste man mal testen und dann würde ich ohne, oder mit Nickel-Kappen probieren.

Mit dem Lautstärkeunterschied hat das aber nix zu tun. Entweder die Saite ist Kacke, oder mal an den Polepieces schrauben, wie bereits erwähnt.
 
A
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Sascha´s Strat":1uoowh2z schrieb:
Jedoch weiß ich, dass Ibanez keine gescheiten Pickups in den Semis verbaut.

ernie, ich sags ganz krass: die PUs in deiner Artcore sind Müll!

Volle Zustimmung. Die einzigen brauchbaren Artcore PUs sind die Super 58 in den Artcore Custom Modellen.
 
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erniecaster
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Hallo!

Die Sache ist noch nicht vergessen sondern nur aufgeschoben.

Nach dem Schreiben meines Beitrags sprach ich mit einer Hobbyfotografin, die auf der Suche nach Motiven war. Im Laufe des Gesprächs drückte ich ihr die Artcore in die Hand, seitdem freue ich mich zwar einerseits auf hoffentlich tolle Fotos, kann aber andererseits die Saiten nicht wechseln.

Auf der Artcore sind schon lange Pickups aus dem Hause Stratmann, die über jeden Zweifel erhaben sind. Die Pickups aus dem Hause Ibanez fand ich nicht so gut.

Sobald die Gitarre wieder greifbar ist, werde ich neue Saiten aufziehen und schnellstmöglich berichten. Versprochen.

Gruß

erniecaster
 
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erniecaster
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Hiho!

Ein Satz neuer Saiten gleicher Marke und Stärke später ist das Problem immer noch da.

Gestern abend kam mir die Idee, den Pickup einfach mal umzudrehen, so dass die hohe e-Saite von dem Polepiece abgenommen wird, dass eigentlich für die tiefe E-Saite gedacht war etc.

Gute Idee oder totaler Unsinn?

Wenn es nichts bringt, werde ich mal wieder die Saitenmarke wechseln müssen.

Das Doofe ist, dass ich jetzt einfach extrem sensibilisiert für diesen Mist bin.

Gruß

erniecaster
 
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erniecaster
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Hallo!

Alles ist wieder gut. Man soll einfach nicht selbst an seinen Gitarren schrauben.

Blöde wie ich bin, hatte ich die Pickups zu weit runterschraubt. Nach professioneller Justierung durch diesen jungen Kutzelkopf

http://www.kraushaar-gitarren.de/cms/im ... rio180.jpg

ist alles wieder gut. Und meine Strat hat er auch gleich so eingestellt, dass ich sie hinterher kaum wieder erkannt hätte.

Schöne Grüße und schönen Dank an das kraushaarige Team.

erniecaster
 
 

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