Skalen lernen, aber welche?


A
Anonymous
Guest
Hallo erstmal!

Ich habe mir vor kurzem eine Skalensammlung mit denk ich einmal allen Skalen dieser Welt besorgt. Sinn der Sache ist, dass ich mich endlich über die A-Moll Pentatonik raustrauen möchte. Meine Frage nun, welche Skalen lerne ich am besten, die auswahl ist ja riesig!? Gibt es da irgendwelche Klassiker, die man kennen sollte?

LG
 
A
Anonymous
Guest
Tipp:

Fang nich an wahllos mal alles zu spielen.

1. Nehm dir nen Jamtrack oder sowas wie Band an a Box

2. Bist du in deinen Pentatoniken sicher?
alle Lagen?

3. Jetzt erweiterst du die Pentatonik um 2 Töne.
Du schaust dir an welche Töne dazukommen, wenn du eine stinknormale Molltonleiter spielst. => Du hast Äolisch
Fang an erstmal dir in einer Pentatoniklage bewußt zu werden, welche Töne dazu kommen.

Wenn du diese eine Lage kannst (auch wirklich kannst, nich schon nach 20min nen neuen Fingersatz reinziehen) dann macht du mit ner andern Lage weiter und fügst deiner Pentatonik wieder die zusätzlichen Töne der Molltonleiter hinzu.

MAch dir den Sound klar.
Hör welchen zusätzlichen Charakter du mit der neuen Tonleiter in die Musik bekommst.
Spiel mit den Halbtönen.

Hab dieses System für mich entwickelt, weil sich Fingersätze reinziehen nur 2 Wochen im Gedächtnis bleibt.

Gruß
Max


PS.: Trotzdem is die Pentatonik die dankbarere Tonleiter....
 
A
Anonymous
Guest
jaja, doch von musiktheorie versteh ich nicht soviel, grade das mit den zwei tönen dazu, das habe ich glaube ich schon heraußen, das heißt dann 3 notes per string??? aber irgendwelche skalen müssen doch besonders brauchbar sein für rocksolos, etc. da gibts doch so viele???

danke
 
A
Anonymous
Guest
Hi horny und willkommen im Forum!

Also ich kann da den Max nur unterstützen.
Ich habe mir die Pentatonik und Dur- bzw. Moll-Skalen reingezogen.

Zusätzlich die harmonisch-moll. Mit letztere konnte ich bis jetzt nichts anfangen, die Fingersätze sind schon wieder flöten gegangen..
Ich habe die mittlerweile als für mich nicht sonderlich nützlich aber für Lernzwecke (Fingerbeweglichkeit etc- die harmonisch Moll ist schon reölativ fies...) geeignet abgestempelt.

Du solltest wissen, dass es (zumindest aus meiner Sicht) wichtiger ist, die Pentatonik in allen Lagen (Im Prinzip reichen dir sogar 3) aus dem ff zu beherrschen - also vertikal, diagonal,horizontal und natürlich repeating licks.

Wenn du das kannst, hast du eine sehr gute Grundlage und kannst schon schöne Solos spielen.
Danach würde ich mir Gedanken über andere Skalen machen.

Es ist schon eine große Leistung (für mich jedenfalls *g*) mit Hilfe der Pentatonik ein schönes Solo zu improvisieren, bei dem man ca. 80% aller Töne gut trifft und den Rest halbwegs verheimlichen kann.
Es kommt halt nicht unbedingt auf eine große Masse an Tönen an (20Skalen in 5 Lagen,blabla..) sondern auf eher wenige und dafür an der richtigen Stelle.
Und dafür reicht in erster Hinsicht die Pentatonik völlig aus!

Gruß
Seb
 
A
Anonymous
Guest
Skalen zu beherrschen und deren Klang in Verbindung mit verschiedenen Harmonisierungen zu kennen hilft ungemein beim Solieren. Noch viel wichtiger ist es, eine Vorstellung von dem zu haben was man spielen möchte. Einfach nur die Finger wahllos durch Skalen wandern zu lassen, ergibt bestenfalls langweilige Soli.
Beim Üben singe ich mir häufig das vor, was mir im Kopf als Solo vorschwebt und versuche es dann auf der Gitarre umzusetzen.
Pentatonik, Dur-/Molltonleitern und ein wenig Chromatik bringen ordentliche Ergebnisse.
Natürlich ist es wunderbar wenn die Finger viele Bewegungsmuster und Intervallstrukturen quasi von allein beherrschen.
Dein organisierender Verstand ist aber noch viel wichtiger.
Viel Musik hören und viel Musik spielen, damit kommt man am weitesten.
 
A
Anonymous
Guest
Danke für eure Antworten. Naja, so werd ich es dann auch machen, werd die Pentatonik üben, bis mir die Finger abfallen, hatte mir halt gedacht, dass es irgendwelche Insidertips-Skalen gibt:) Man kann aber auch mit der Pentatonik einiges anstellen, das weiss ich...

Danke nochmal...
 
physioblues
physioblues
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Hi geiler jerry,

das Problem mit den Skalen ist, daß sie nicht einfach zu allem dazu passen.
Es gibt keine Superskala, die einfach auf alle gespielte Musik gut klingt.
Pentatonik ist wegen ihrer Begrenzung auf fünf Töne und die Ausgrenzung von zwei sehr spezifischen Tönen natürlich um ein vielfaches öfters einzusetzen als eine Skala mit Sekunde und Sexte.
Will heissen : wenn du mit vielen unterschiedlichen Skalen spielen willst, solltest du genügend musiktheoretischen Hintergrund haben um zu wissen, wann du welche Skala einsetzen kannst.
Bsp. : Du hast folgende Akkorde Am / Dm / G / C und willst dazu improvisieren. Dann kannst du, wenn du dann weisst, daß du in C-Dur bist, entweder mit der C-Dur Penta oder mit der A-Moll Penta darüber solieren.
Du kannst aber auch für den ersten Takt A-Moll Penta nehmen, für den zweiten takt D-Moll Penta, für den dritten G-Dur Penta und für den vierten Takt C-Dur Penta.
Du kannst aber auch , wenn du weg willst von der Pentatonik, für den ersten Takt A aeolisch, für den zweiten Takt Ddorisch, für den dritten G mixo und für den vierten takt C ionisch nehmen. Dann hast du mehr Tonmaterial, musst aber formbewusster sein und hast natürlich auch mehr Möglichkeiten dich zu verspielen.
Für beide Herangehensweisen mit wechselnden Skalen für wechselnde Akkorde ist es jedoch wichtig, daß du die Skalen über mehrere Lagen kannst. Dann kannst du auch in einem engen Bereich des Griffbrettes mit mehreren Skalen arbeiten.
 
A
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Guest
Alle Tonleiter sind interessant und lernenswert, ausserdem gehört es einfach zur Handwerk, daß man sie kennt. Und hier liegt auch die Betonung : "Kennen" und nicht nur spielen "können".
Ich würde dir unbedingt raten immer Songgebunden zu üben. Suche Musik, zu der eine bestimmte Tonleiter sich gut spielen lässt. ( zu mindest an manche stellen) Damit gewöhnst du dich schneller daran, und vor allem du erkennst sie schneller wieder, da du sie mit eine Klangerlebnis verbindest.
Leergeübte Tonleiter kommen oft nicht richtig zum Einsatz.
 
frank
frank
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horny jeremia":9nt4z3rn schrieb:
Danke für eure Antworten. Naja, so werd ich es dann auch machen, werd die Pentatonik üben, bis mir die Finger abfallen, hatte mir halt gedacht, dass es irgendwelche Insidertips-Skalen gibt:) Man kann aber auch mit der Pentatonik einiges anstellen, das weiss ich...

Danke nochmal...

Solange Deine Songs nicht mehr als 3 Akkorde haben, bist Du mit der Pentatonik ganz gut bedient. Werden es mehr, kommst Du schnell an die Grenzen.

Darum beschäftige Dich mal mit der ganz normalen Dur-Tonleiter, bzw. den Skalen - auch modes genannt - dazu. Dann weißt Du auch, woher die Begriffe "aeolisch" pp. rühren. Das ist im Grunde ganz einfach; denn letztlich wird die Dur-Pentatonik nur um die fehlenden 2 Töne erweitert.

Mach Dir um Moll keine Gedanken. Das ist ohnehin nur eine Erfindung der Musikwissenschaftler, um die Laien zu verwirren. :lol:
Bedenke einfach, dass zu jeder Dur ein paralleles Moll existiert - oder umgedreht. Beispiel: Zu C-Dur ist das parallele Moll = a-moll. Der physio hat dazu ein praktisches Beispiel geliefert. Und obwohl die Töne an sich gleich sind, ergeben sie in der Summe doch ein ganz anderes Klangbild, erzeugen eine andere Stimmung.
 
A
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Was genau versteh ich unter DER Dur tonleiter. Meiner erfahrung nach ist das die C-Dur, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielt?

Es ist echt schwer mit so wenig theoretischem Background wie ich es habe :))) mitzureden. gibts denn auch interessante und va brauchbare Bücher zu dem Thema? Den Grroßteil der Gitarrenbücher, die ich kenne sind entweder nur mit Notenlesen zu verstehen (kann nur tabs) oder sind didaktisch nicht zu gebrauchen...

danke für eure Hilfe!
 
A
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Guest
Um Skalen zu verstehen, und sei es einfach nur die C-Dur Tonleiter, sollte man sich mit Intervallen auskennen, in dem Fall mit Ganzton-, und Halbtonschritten, denn um die Anordnung derselben geht es in den meisten Skalen.
Notenlesen zu erlernen ist deutlich einfacher als es die vielen Mitglieder der "Notenlesen-braucht-man nicht" -Fraktion einem Glauben machen wollen und es ist zudem elementar notwendig um Musik verstehen zu können. Tabulaturen sind allein grifftechnische Anhaltspunkte.

Eine Dur-Tonleiter besteht aus Ganztonschritten und zwei Halbtonschritten: zwischen der 3.und 4. und der 7. und 8. Stufe. Diese Halbtonschritte bestimmen den Charakter der Tonleiter. Alle Dur-Tonleitern, nicht nur C-Dur, funktionieren so.

Wenn Du wirklich weiterkommen willst, solltest Du die notenorientierten Gitarrenbücher nicht links liegenlassen, sondern einfach das Notenlesen erlernen, dann klappt es auch mit dem theoretischen Background.
 
A
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Guest
womit wir bereits beim nächsten Problem wären, wie lerne ich Noten am besten? Gibts da Standardliteratur, die ich mir reinziehen sollte. Ich gehöre nicht zu der Fraktion, Noten braucht man nicht, um Musik zu machen braucht man sie jedoch wirklich nicht unbedingt, um sich weiterzuentwickeln anscheinend schon.

Noch was würde ich gerne wissen...Was heisst eigentlich ein Lied steht in zB D-Dur. Das sollte heißen, dass d-dur der grundton ist, gibt das denn nur den ersten ton eines liedes an, oder ist da mehr dahinter, ich habe aufgeschnappt, dass die info über den grundton wichtig ist, um ein solo für einen song zu schreiben. In welchem Zusammenhang stehen die Sachen denn?

Tut mir leid, dass ich euch ein loch in den bauch frage, aber ich will einfach endlich weiterkommen...

Danke...
 
A
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horny jeremia":1wx0wnax schrieb:
Noch was würde ich gerne wissen...Was heisst eigentlich ein Lied steht in zB D-Dur. Das sollte heißen, dass d-dur der grundton ist, gibt das denn nur den ersten ton eines liedes an, oder ist da mehr dahinter, ich habe aufgeschnappt, dass die info über den grundton wichtig ist, um ein solo für einen song zu schreiben. In welchem Zusammenhang stehen die Sachen denn?
Tach!

Mmmh,

der Hintergund wieso man sagt ein Stück befindet sich in D-dur ist in der Tat ein wenig komplexer. Die Melodie steht dann eben in dieser Tonart und die Harmonien sind von der D-Dur Tonleiter abgeleitet. Man kann Tonleitern nämlich auch harmonisieren. Bedeutet: Über jeden leitereigenen Ton lässt sich ein Akkord bilden.

Theorie ist abstrakt. Ähnlich wie Mathe. Du solltest dir einschlägige Literatur oder einen Lehrer besorgen. Das kann dir auf die Sprünge helfen. Ein Forum ist nicht wirklich geeignet um solch abstrakte Sachverhalte erschöpfend erklären zu können.

P.S: Übrigens der richtige Weg ist immer das Abstrakte mit dem Konkreten zu verbinden (Deswegen vergisst man Schul-Mathematik auch so schnell) Also die Umsetzung der Theorie auf dem Instrument. Zumindest als Instrumentalist! Letzlich können die rundlichen Klekse auf den Linien ja auch Fliegenschisse sein.. ;-)
 
frank
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horny jeremia":1xuzaoax schrieb:
Noch was würde ich gerne wissen...Was heisst eigentlich ein Lied steht in zB D-Dur. Das sollte heißen, dass d-dur der grundton ist, gibt das denn nur den ersten ton eines liedes an, oder ist da mehr dahinter, ich habe aufgeschnappt, dass die info über den grundton wichtig ist, um ein solo für einen song zu schreiben. In welchem Zusammenhang stehen die Sachen denn?

Tut mir leid, dass ich euch ein loch in den bauch frage, aber ich will einfach endlich weiterkommen...

Danke...

Es gibt keinen D-Dur-Grundton, auch keinen C-Dur- oder Fis-Dur-Grundton.
Man könnte sagen, dass Dur und Moll den Charakter beschreibt. Simpel ausgedrückt ist Dur lustig und Moll traurig.
Der erste Ton einer belibiegen Dur ist nur der Ton, mit dem die Tonleiter anfängt. Ein Lied fängt in aller Regel nicht mit dem ersten Ton der Tonleiter an, in der es geschrieben ist. Es kann mit jeden beliebigen anderen Ton der Tonart beginnen, da ist der Kreativität der Songschreiber keine Grenze gesetzt.

Aber jetzt mal richtig ernsthaft: Es macht in meinen Augen nicht viel Sinn, die Grundbegriffe der Musiktheorie in einem Forum zu erfragen. Du überforderst schlicht die Forumsmitglieder, die ganz gewiß guten Willens sind. Ich hielte es für effektiver, wenn Du Dir einen Lehrer suchst, der Dir diese Grundbegriffe theoretisch und praktisch viel besser, schneller und bildhafter im persönlichen Gespräch erörtern kann, als wir es hier schriftlich könnten. Dann wären wir auch nur ein Musikbuch mehr auf dem Markt, wenn auch mit viel mehr Autoren.
 
A
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da hast du wohl recht. Hab leider nicht die Zeit, mir Stunden zu nehmen, deshalb fragte ich nach einem buch, werd schon eins finden, bei amazon gibts da sicher was brauchbares...

danke trotzdem, ist schon klar, dass ihr mir kein lexikon schreiben könnt:)
 
frank
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horny jeremia":2h6qnx3k schrieb:
Hab leider nicht die Zeit, mir Stunden zu nehmen...

Ich erlaube mir zu widersprechen und behaupte: Alles nur eine Frage der Prioritäten, sonst nichts.

Aber ein jeder nach seiner Facon, damit sind schon Könige gut gefahren.
 
physioblues
physioblues
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horny jeremia":2qxfd6lu schrieb:
da hast du wohl recht. Hab leider nicht die Zeit, mir Stunden zu nehmen, deshalb fragte ich nach einem buch, werd schon eins finden, bei amazon gibts da sicher was brauchbares...

danke trotzdem, ist schon klar, dass ihr mir kein lexikon schreiben könnt:)

Wenn du dich da wirklich reinknien willst :

Frank Haunschild " Die neue Harmonielehre Teil 1"
 
 

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