Suche Empfehlung für Compressor-Pedal


A
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Hallo,

ich spiele eine Telecaster über einen JCM 2210. Bin mit der Combo soweit sehr zufrieden, eine Kleinigkeit stört mich jedoch:

Bei cleanen Parts auf der Telecaster habe ich das Gefühl, das im allgemeinen Getöse (Indie mit stellenweise viel Distortion von der 2. Gitarre) einiges verloren geht, habe Probleme mich genügend durchzusetzen. Zwar legt sich das wenn ich die Lautstärke ein Stück aufdrehe, allerdings ist es dann schon wieder ein wenig "too much" im Vergleich zur Band.

Ich möchte versuche dieses Problem mit einem Compressor zu kompensieren. Könnt ihr mir auf eurer Erfahrung gute (und möglichst auch günstige) Modelle empfehlen?


Gruß
Matthias
 
A
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Hallo Matthias,

mein erster Gedanke bei den Problemen geht an einen EQ mit dem Du den Clean-Sound ein wenig durchsetzungsfähiger machen könntest.
Ansonsten kenne ich in Sachen Kompressor nur den Boss CS-2. Den habe ich fürs Experimentieren ab und an benutzt. Im Bandkontext ist der aber stets als erstes aus der Effektkette geflogen. (Was nicht gegen das Teil sprechen muß. Kann auch an meinen merkwürdigen Ansprüchen gelegen haben...)

Viele Grüße
Morris
 
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Ich kann Dir wärmstens den Keeley Compressor empfehlen, der aber relativ schwer in Deutschland zu finden ist.
 
Swompty
Swompty
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Der Barber Tone Press ist sehr geil.

Ein Klassiker ist sicherlich auch der MXR Dyna Comp.
 
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Pfaelzer":33fpyzlz schrieb:
Die Lösung besteht darin, starke Frequenzen deines Equipments (insbesondere der Tele) zu verstärken und damit die Durchsetzung zu erhöhen. Da sollte ein guter EQ (z.B. der hier) sehr hilfreich sein. Im Prinzip ähnlich wie ein Booster, aber man kann relativ genau den Frequenzbereich boosten, der einem durch den Gesamtsound hilft und erhöht so die Durchsetzungskraft bei vergleichsweise wenig mehr Pegel.

p

+1 hervorragender Vorschlag ;-)

Ich hätte ja vielleicht noch einen BBE Sonic Maximizer in der Stomp Box Version vorgeschlagen, aber mit dem MXR ist man wesentlich flexibler und trifft eher die passende Frequenz. Tolles Gerät!
 
A
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+1 für den Keeley. Erstens schwer zu finden, zweitens teuer kann also nur falsch für dich sein.

Stuß beiseite, kann im Pfälzers Sinne als Booster eingesetzt werden. Zwei Knopf-Version würde ich bevorzugen. Level und S. Hm, :kratz: wofür steht S? Wahrscheinlich für Compres-S-ion... ;-)

Ich finde es ganz hilfreich, weil es den Sound etwas verdickt den Zerrer etwas cremiger und [techniker weglesen bitte] und die leisen Töne etwas lauter macht dafür die lauten etwas drückt. [techniker wieder lesen]

Also könnte der Komprerssor imho dir durchaus helfen... :stfu:
 
trekkerfahrer
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Im Grunde hat der Mann aus der Pfalz schon alles geschrieben.
Ich will es mal vereinfachen: Mehr Höhen, oder auch weniger Bässe (damit sollte das "ein wenig too much" erledigt sein).
Die Tele liefert dafür eigentlich alles was Du brauchst.
Mit einem Kompressor kommst Du der Lösung Deines Problems keinen Schritt näher.

Gruß
Ralf
 
Riddimkilla
Riddimkilla
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Der Pfälzische Weg ist kein Schlechter. Wenn sich eine Tele nicht mehr durchsetzt könnte ja der Rest der Kapelle was leiser werden. Sprich Kompressor ist gut, aber für den anderen Gitarristen ...

Grusss

r
 
therealmf
therealmf
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Ich würde den Rat vom Pfälzer (die Frequenzen betonen, die Deine Tele vom Rest abheben) noch ausdehnen aufs Musikmachen selber. Wenn ihr mit zwei Gitarristen unterwegs seid (und wenn's ganz schlimm kommt, gibts auch noch nen Keyboarder?), ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß ihr euch im gleichen Frequenzspektrum austobt. Arrangiert die Songs so, daß die beiden Gitarren sich nicht übermäßig in die Quere kommen.
Carl Verheyen erklärt es hier sehr gut:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=FN2MMJH4Lng[/youtube] (ab ca. 1:10).
Wenn der eine fette Chords schiebt, sollte der andere sich nicht in den gleichen Lagen tummeln, sondern in höhere ausweichen.
Das ist meist schon die einfachste Lösung. Wenn Du Dich nicht durchsetzen kannst mit Deinem Instrument, liegts vielleicht einfach daran, daß da wo Du Dich durchsetzen willst, kein Platz ist.
Musik ist im Grunde nicht anders als Fußball...spiel in die Schnittstellen der Abwehr!
 
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Moin,

ich habe auch mal einen 2205 mit ner Tele gespielt und etwa das gleiche Problem gehabt. Lösung war bei mir ein Daniel D vom Reußenzehn.

Grüße Reinhard
 
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Hallo,

vielen Dank für die Beiträge, mir fiel beim durchlesen auf dass ich das Problem noch ein bisschen präzisieren kann:

Ich finde mich vor allem beim spielen von einzelnen Tönen zu leise. Haue ich stärker in die Saiten (Akkorde) geht es eigentlich. Deshalb ist auch das kompensieren am Amp schwierig (Einzelne Saite - ok, Akkord - "too much"). Überhaupt ist das Ganze Setup sehr Anschlagsdynamisch.

Das wollte ich mit dem Compressor ein bisschen "glätten". Hatte aber noch nie einen, deshalb bin ich mir jetzt ein wenig unsicher ob ich damit auf dem richtigen Weg bin. Oder sollte ich mich doch lieber mal nach Boostern oder EQs umschauen? Oder gar in Kombination?

Gruß
Matthias
 
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Ich "arbeite" mit meinen Amps eigentlich immer im Bereich der einsetzenden Kompression.

Wahrscheinlich fand ich deshalb alle bislang probierten Kompressoren doof (MXR, AM Orange Squeezer und noch einer, dessen Namen ich vergessen habe): sie engten nur die Dynamik obenrum ein, und statt (zu) leises anzuschieben, erzeugten sie Brei. Alle. Your milage may vary.

So, wie du das darstellst - Akkorde passen, Einzeltöne zu leise - würde ich auch eher nach einem Booster gucken.
 
Riddimkilla
Riddimkilla
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Wie wäre denn diese Idee: An der Gitarre gibts sicher einen Lautstärke Knopf - bei Teles meistens der linke von oben gesehen. Wenn man Singlenotes spielt könnte man den bis zum Anschlag drehen und wenn man Brett schruppt so irgendwo zwischendrin einstellen. Hab ich schon mehrfach gesehen, dass Gitarrenspieler dran rumspielen.

Grusss

Riddi
 
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Ich finde die Idee ja durchaus brauchbar, Riddi, und bin einer von denen, die da dauernd dran rumdrehen, aaaaber ich unterstelle mal, dass sich der Threadersteller jetzt nicht an die Stirn klatscht und erstaunt das Vorhandensein des Volumereglers feststellt.

Aber ein gut angepasstest Volumepoti (womöglich mit maßgeschneidertem RC-Glied) kann das Gitarristenleben schon bedeutend einfacher machen.
 
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ferdi":61r11y1c schrieb:
Ich "arbeite" mit meinen Amps eigentlich immer im Bereich der einsetzenden Kompression.

Genau das versuche ich eigentlich auch. Nur habe ich das Gefühl das diese Kompression erst einsetzt, wenn der Amp allgemein schon zu laut ist.

Mit dem Volume-Poti spielen ist so eine Sache. Habe ich mal versucht, allerdings treffe ich da irgendwie nie den "richtigen" Punkt, bzw habe das Gefühl das die Gitarre dann erst richtig an Substanz verliert. Ist aber wohl auch Übungssache.

Jedenfalls danke für die Ratschläge, ich werden einfach mal versuchen irgendwo Booster und/oder Compressor leihweise zu bekommen und auszutesten bevor ich die Kohle in den Sand setze.

Gruß
Matthias
 
Riddimkilla
Riddimkilla
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Ein Wahwah-Pedal auf ne Passende Frequenz gestellt könnte auch noch ein Weg sein ...
Das so ein 100W Marshall recht laut ist, ist ja wahrlich ungewöhnlich.
:) . Mein Champ12 hatte solche Probleme irgendwie nicht. :kratz:

Schönen Tag wünscht

r
 
gitarrenruebe
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Hallo,

Wege, früher in die Kompression des Amps zu kommen, könnten sein:

a) Amp nur mit ZWEI Endstufenröhren fahren
b) derzeitige Röhren durch Tonebones ersetzen und damit die Ausgangsleistung des Amps drastisch reduzieren

Zum 2210:
Nutzt Du beide Kanäle, oder nur einen ?
 
 

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