TonePro, Faber Kit - Erfahrungen?


therealmf
therealmf
Well-known member
Registriert
16 November 2007
Beiträge
1.347
Ort
the right side of the rhine (=left)
Hi,
ich denke drüber nach meine wunderschöne, alte-neue (=neu erworbene) Fernandes Les Paul ein wenig zu pimpen. Ich hab schon Herrn Jäger gefragt, ob er bei Erhaltung des Original-Lacks das darunter befindliche Holz komplett austauschen kann. Antwort steht noch aus ;-)
Ansonsten überlege ich, eventuell ein TonePro Tailpiece zu kaufen (um das Gewicht zu reduzieren und den von vielen, u.a. Gregor Hilden, gelobten Tonvorteil zu erzielen). Hat da jemand Erfahrungen gesammelt?
Als Alternative böte sich evtl. noch das Faber Kit an (drauf gestoßen bin ich über www.tokaiguitar.de). Kennt das jemand bzw. hat jemand schon prüfen können, ob die beschriebenen Sustain- und Sound-Verbesserungen hörbar sind?
Danke schon mal!
 
A
Anonymous
Guest
Hi Markus,
manche mögen sich jetzt vielleicht wieder an den Kopf fassen, aber ich habe auf allen Paulas und auch ES Modellen Alu Stop-Tailpiece's montiert und höre da schon einen Unterschied - zwar wirklich nur klein, aber man hört es. Der Sound wird etwas holziger und kehliger. Mehr Sustain? Hmmm, mag sein, aber darauf habe ich nicht geachtet Ich hab meine Teile übrigens direkt bei Kollege Gregor gekauft.
 
A
Anonymous
Guest
Ich habe auf meiner 75er Les Paul Deluxe seit kurzem ein Alu-Tailpiece und das FaberKit drauf.
Ich habe, als ich die Gitarre darauf das erste Mal spielte wirklich einen Unterschied gehört!
Jetzt klingt sie halt so wie sie klingt, d.h. man gewöhnt sich auch wiederum daran.
Die Frage ist, ob einem das das Geld wert ist - für mich war die Antwort "ja".
Viele Grüße
Jochen
 
A
Anonymous
Guest
Hallo,

ich habe mir auch ein Alu-Tailpiece von faber geholt, und ja, man hört einen kleinen Unterschied. Mir gefiel das alte TP jedoch besser, und zwar bei allen Gitarren (3), an denen ich es ausprobiert habe.

Gruß Oli
 
A
Anonymous
Guest
Also ich habe die Brücke und Tailpiece-Kombi meiner Epi LP gegen eine Steel Saddle Bridge und Alu-Tailpiece von Duesenberg ausgetauscht - der Unterschied war schon enorm. Akustisch viel lauter, klarer im Ton und die Saitentrennung war auf einmal auch da - also meiner Meinung nach lohnt sich das schon, das Tauschen
 
E
erniecaster
Well-known member
Registriert
19 Dezember 2008
Beiträge
4.264
Lösungen
2
Hi Oli

DeltaBlues":1g3x0pn6 schrieb:
ich habe mir auch ein Alu-Tailpiece von faber geholt, und ja, man hört einen kleinen Unterschied. Mir gefiel das alte TP jedoch besser,

Das ist so ein geiler Beitrag. Endlich mal einer, der eine Soundveränderung nicht gleich als Soundverbesserung sieht.

Hoffentlich darf ich auch bald mal was lesen wie "die neue Roland Cube 30 Serie klingt besser als die alte".

Gruß

erniecaster
 
physioblues
physioblues
Well-known member
Registriert
20 August 2003
Beiträge
2.103
die neue Roland Cube 30 Serie klingt besser als die alte
 
A
Anonymous
Guest
selbstverständlich klingt der neue cube 30 besser.

vor allem mit einer alu-getailpieceten paula.

aber zur sache, meine lp std klingt mit alu tatsächlich auch offener und etwas resonanter. ich habe ihr sogar das originalteil vom gibson cs gegönnt. (bin da günstig drangekommen...)
 
T
tommy
Well-known member
Registriert
16 März 2009
Beiträge
2.338
Lösungen
1
Ort
Norderstedt SH
....Altes MUSS besser klingen, solange mann sich Neues nicht leisten kann! :roll: ;-)

Gruss, tommy
 
A
Anonymous
Guest
Habe das Faber TP auf meiner LP im Einsatz. Allerdings habe ich das TP plus Bridge (Messing-Sattel) aus getauscht. Dies hat den Sound ganz drastisch verändert, und zwar positiv im Sinne meiner Sound-Vorstellungen.
Das Faber-Kit ist definitv einen Test wert.
 
A
Anonymous
Guest
Frank_Heritage":11akfn3y schrieb:
... Dies hat den Sound ganz drastisch verändert, und zwar positiv im Sinne meiner Sound-Vorstellungen....

Aus Neugier: wie sieht die Veränderung aus?
Ne Info dazu wäre hilfreich für mich, danke schon mal vorab.

Stef
 
T
tommy
Well-known member
Registriert
16 März 2009
Beiträge
2.338
Lösungen
1
Ort
Norderstedt SH
Moin,
das Prinzip ist für mich schlüssig. Sehr skeptisch wurde ich aber, als ich mir vor einiger Zeit mal das intonationskompensierte (geiles Wort!) Wraparound Tailpiece genauer angeschaut habe. Grottig verarbeitet und viel schlimmer, völlig unwirksam! Wenn man genauer hinschaut erkennt man, dass die Saitenauflagepunkte abseits der Fräskanten liegen. Eine Intonationskompensation findet nicht statt.
Auf meine Bitte um Stellungnahme wurde nicht reagiert.
Diese Umstände haben nicht gerade großes Vertrauen in den Hersteller geweckt.

Dieses sind meine persönlichen Erkenntnisse. Ich will keinesfalls ausschliessen, dass Faber auch ganz tolle Sachen baut.

Gruss, Tommy
 
A
Anonymous
Guest
Moin,
die in der Werbung versprochene "Gewichtsreduzierung" stellt ja nicht den möglichen Gewinn an Sound, Ansprache oder sonstwas in den Fokus, sondern das Gewicht an sich.
Mal die Hand in den Schritt.... wer will uns denn da veralbern ?
Da wird eine Paula mit 4kg oder mehr auf die Bühne gewuchtet und dann sollen 50g weniger Gewicht aus dem Klumpen ein All Night Long Gig Wunder machen ?
Öh.....

Zu den Kits - ich hatte es auf allen ES und Paulas von Gibson sowie auf der Heritage.
Auf allen Gitarren machte das einen Unterschied.
Mal größer, mal kleiner, mal "besser", mal "schlechter".
Bei meiner schwarzen 93er Gibson Standard war es eine Verschlimmbesserung, weil die Gitarre an sich schon sehr perkussiv und hell klang.
Das wurde durch das Alu-Tailpiece nochmals verstärkt, was am Ende eine Überbetonung der Höhen zur Folge hatte.
Hier war also das schwere Gußteil für meinen GEschmack die bessere Wahl, weil es ausgewogener klang.
Den größten Unterschied gab es bei der Heritage, wobei ich mir sicher bin das es die Kombination war, denn hier wurde auch der Schaller Rollensteg gegen eine ABR-1 ausgetauscht.
Und das eine Rollerbridge anders klingen mag wie eine scharfe, harte Auflagekante überrascht jetzt nicht so.
Zusätzlich ist das Heritage Tailpiece ja auch ein Ding in Schuhkarton Größe.
Auch hier leuchtet ein größerer Unterschied ein.

Soll heißen - die Investition ist nicht unüberschaubar, also kann man das tun.
Man macht aber mit einem Faber Kit aus einer Standard Les Paul auch keine 59er und es passt längst nicht zu jeder Gitarre.
Daher mein Tipp: Kaufen, VOR dem Einbau ein Soundfile aufnehmen, im Idealfall maximal leicht angecruncht.
Wenn es geht auch mal ein gutes Micro vor die Gitarre stellen und die Gitarre akustisch aufnehmen.
Dann Einbauen - gleiches Prozedere nochmal und dann Gefühl und Soundfiles entscheiden lassen.
Manchmal klingt die Standardhardware schlicht besser - dann verkauft man es halt wieder.
Der finanzielle Verlust hält sich in Grenzen.

Dass ein wenig vernickeltes Alu und ein paar Hülsen der unbedingte Heilsbringer sind, ist jedenfalls eine reine Werbebotschaft.
Mal ist es eine Verbesserung, mal tut sich wenig bis nichts und mal wird es gar unvorteilhafter.
Hängt extrem von der Gitarre und dem persönlichen Geschmack ab.

grüße
MIKE
 
A
Anonymous
Guest
nichtdiemama":3hwegr6x schrieb:
Frank_Heritage":3hwegr6x schrieb:
... Dies hat den Sound ganz drastisch verändert, und zwar positiv im Sinne meiner Sound-Vorstellungen....

Aus Neugier: wie sieht die Veränderung aus?
Ne Info dazu wäre hilfreich für mich, danke schon mal vorab.

Stef

Hallo Steff,

die Messing-Reiter der Bridge klingen ganz anders als die Originale aus Stahl. Der trockene Klang wird direkter, auch etwas lauter, und vor allem "drahtiger". Leider fällt mir kein besserer Vergleich ein.

Ich habe noch eine uralte Washburn AS20, die nicht nur mit Messing-Bridges, sondern auch mit Messing-Sattel daher kommt. Auch hier kann man dieses spezielle Attack - wie ich es mal nennen möchte - genau erkennen. Vielleicht klingen Reiter aus Stainless Steel oder gar Titan ähnlich, habe solche aber wissentlich bisher noch nicht gespielt.

Verstärkt setzt sich dieser drahtigere und direktere Klang fort. Insbesondere im verzerrten Umfeld empfinde ich den Sound als durchsichtiger und prägnanter. Gerade bei komplexeren Akkorden wird dies deutlich. Auch beim Thema Saitentrennung habe ich einen hörbaren Schritt nach vorn gemacht. Das empfinde ich als ganz großes Plus. Denn gerade bei einer Paula wird es doch bei stärkerer Zerre schnell auch mal etwas verwaschen oder gar mulmig.

Meine LP Heritage Elite neigte mit ihrem nicht zu fetten Hals und dem Griffbrett aus Ebenholz auch vorher schon nicht zu Mulm. Aber mit dem Faber Kit habe ich genau die Kombination aus Wucht und Knackigkeit erreicht, die mir so gefällt.

Der Fairniss halber oute ich mich hier als Anhänger der These, dass eine gute Paula und eine gute Tele klanglich in extrem naher Verwandtschaft stehen. Wer also Sounds liebt, die schon "triefen", wird vielleicht nicht so glücklich. Allerdings könnte ich mir gut vorstellen, dass der Zugewinn an Knackigkeit auch im Lager der verschärften Gangart zahlreiche Freunde findet.

Ob ein Tailpiece allein wirklich große Veränderungen bringt, wird sich sich wohl nur an der konkreten Gitarre herausfinden lassen. Der Austausch nur des TP wird die Gitarre nicht ändern. Es kommt vielmehr auf die Summe der einzelnen Komponenten an. Wer all seine Hardware optimiert, neben den Pickups die Güte seiner elektrischen Komponenten checkt, der wird am Ende das bestmögliche aus seiner Klampfe herausholen. Der Austausch des TP kann der Anfang für ein solches Optimieren sein, ist als alleinige Maßnahme aber wohl eher rausgeschmissenes Geld. Es sei denn, alles andere ist bereits auf höchstem Niveau! :lol:
 
A
Anonymous
Guest
Hi, ich grabe den Thread mal aus...

meine ES ist zwar noch immer unterwegs, aaaber ich wollte ihr eh ein Alu-Tailpiece von Faber bestellen, da dachte ich daran, ihr gleich auch noch die Brücke mit den Messing-Reitern in den Rachen zu schmeißen, weil ich ja schließlich von Strats und Teles komme und möglichst viel Attack haben möchte...

Bitte bestätigt, dass die Messingreiter das Mittel der Wahl dazu sind... beim Tailpiece aus federleichtem Alu gehe ich mal davon aus...

noch was:

Taucht es wohl, das BSWKIT STEEL Vintage Style Bridge Studs/Thumbwheels Kit einzubauen? Oder bezog sich dieser Thread gar genau darauf? War nicht explizit die Rede von... der Umbau ist ja nicht ganz unaufwändig, Hülsen raus, Gewinde direkt in den Body schneiden, neue Bolzen fest einschrauben, Brücke druff...

Hier nochmal die Adresse zur Produktübersicht:
http://www.tokaiguitar.de/orderform.php

Ratet mir was, ihr Gibson-Fuzzis :) Ich kenne mich nur bei Fender-Artigem so richtig aus :)

Danke und Gruß, ferdi
 
Blues-Verne
Blues-Verne
Well-known member
Registriert
8 Dezember 2008
Beiträge
670
Ort
Peetown @ SP
ferdi":3cgpebl5 schrieb:
Hi, ich grabe den Thread mal aus...

Ratet mir was, ihr Gibson-Fuzzis :) Ich kenne mich nur bei Fender-Artigem so richtig aus :)

Danke und Gruß, ferdi

Hallo ferdi,
wolltest du noch ein paar Infos oder ist das Ding gelaufen???
Ich arbeite seit langem an diesem Thema, einige meiner Empfehlungen sind auch bei Faber-Gottfried eingegangen. Siehe mal da:
http://www.guitarworld.de/forum/viewtopic,p,209827.html#209827

Gib doch mal Feedback, was du gemacht hast und zu den Resultaten.
 
A
Anonymous
Guest
therealmf":3qy6ji03 schrieb:
Ansonsten überlege ich, eventuell ein TonePro Tailpiece zu kaufen (um das Gewicht zu reduzieren und den von vielen, u.a. Gregor Hilden, gelobten Tonvorteil zu erzielen). Hat da jemand Erfahrungen gesammelt?

Hallo!

Die Gleichung Alu-Tailpiece = automatisch besserer Ton geht leider nicht immer auf.
Wenn die Basis stimmt kann das Alu-TP eine Spur "Holz" hinzufügen.
Meine Les Paul Junior (mit Rio-Palisander Griffbrett) klang allerdings nach Umbau auf Alu einfach zu plärrig, so dass ich jetzt mit einem (guten!) Guss-Wraparound sehr glücklich bin. Mit diesem "antizyklischen" Tip gewinnt man in der heutigen Forenlandschaft allerdings keinen Blumentopf ;-)

Gruß
Björn
 
A
Anonymous
Guest
Bjoern":106fe39c schrieb:
Die Gleichung Alu-Tailpiece = automatisch besserer Ton geht leider nicht immer auf.

Hi Björn,

das stimmt allerdings, richtiger wäre:

Die Gleichung Alu-Tailpiece = anderer Ton - etwas holziger/drahtiger
 

Ähnliche Themen

 

Oben Unten