Veränderter Ton bei Peavey-Classic-Amp


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Anonymous
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Hallo, Leute!
Sind´s meine Ohren oder der Amp: ich habe seit einiger Zeit mal wieder meinen alten Peavey Classic rausgeholt und angespielt und bin der Meinung: das Teil klingt dumpfer als vorher, ich vermisse die Brillianz. Ist das jetzt ein rein subjektiver (Fehl-)Eindruck oder kann sich der Klang verändern, also aufgrund der Röhren (Alterung?). :? Gruß Bluesbro
"Was für die Raupe das Ende der Welt, ist für den Rest der Welt der Schmetterling..."
 
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Hi,

dass ist absolut denkbar. In der Regel ist es so, dass einem die Klangveränderung nicht so auffällt, da man sich an den Klang gewöhnt hat und eine Veränderung durch den Röhrenverschleiss ja nicht schlagartig auftritt. Jetzt hast Du möglicherweise einen anderen Klang im Hinterkopf. Wie alt sind die Röhren denn bzw. wieviel Betriebsstunden haben sie?

Denkbar ist natürlich auch, dass Du durch den Klang eines anderen Verstärkers verwöhnt worden bist...

Gruß, Martin
 
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Hallo, Martin!
Nun, der Amp, also die Röhren sind relativ selten in Gebrauch gewesen, haben aber trotzdem ca. 1o Jahre auf´m Buckel.
Altern die denn auch, wenn sie nicht heiß sind oder ist es nicht rein arbeitsstundenabhängig (dachte ich immer)?
Und wenn sie gewechselt werden müssen, dann müssen die Neuen doch irgendwie "eingemessen" werden, oder nicht (zumindest behaupteten das die Kumpels immer bei meinem alten Marshall...)?
Wird also summasummarum ´ne teure Sache werden...
Naja, alle zehn Jahre sollte einem das wert sein!
Haste zufällig irgend einen Geheimtip für 6BQ5/EL84? :|
"Wer schöner ist als ich, der ist geschminkt..."
 
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Du solltest zunächst mal ein gematchtes Quartet (Classic 50, oder?) kaufen. Ich bin jetzt nicht sicher, ob man am Peavey den Ruhestrom (Bias) einstellen kann, wenn ja, ist es sinvoll, das zu tun (tun zu lassen). Das wars dann auch schon. Ich habe in meinem Kitty Hawk EL84 von TAD drin und bin recht zufrieden damit.

Normalerweise hast Du Recht mit der Annahme, dass die Röhren im Betrieb verschleißen, nicht durch Lagerung. Aber wie Du selbst sagst, nach 10 Jahren dürfen die auch mal nachlassen...

Nachtrag: Ich sehe gerade, der Classic 30 hat auch ein Quartett installiert. Noch ein Hinweis: klopfe vorsichtig die Vorstufenröhren mal ab, ob eine mikrofonisch ist und tausche sie dann direkt mit aus.
 
univalve
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7-ender":1ejyqdp9 schrieb:
Du solltest zunächst mal ein gematchtes Quartet (Classic 50, oder?) kaufen. Ich bin jetzt nicht sicher, ob man am Peavey den Ruhestrom (Bias) einstellen kann, wenn ja, ist es sinvoll, das zu tun (tun zu lassen). Das wars dann auch schon. Ich habe in meinem Kitty Hawk EL84 von TAD drin und bin recht zufrieden damit.
Wenn es keine Gegentaktendstufe ist müssen sie nicht gematcht sein. Vielleicht kann Mad ja sagen, ob man beim Classic den Bias einstellen kann. Ich persönlich würde einfach neue "reinstopfen".
Die Sovtek sind von der Preis/Leistung her gut. Mir gefallen auch die EI/Yugo sehr gut (außerdem sind die noch billiger! ;-) )

7-ender":1ejyqdp9 schrieb:
Normalerweise hast Du Recht mit der Annahme, dass die Röhren im Betrieb verschleißen, nicht durch Lagerung. Aber wie Du selbst sagst, nach 10 Jahren dürfen die auch mal nachlassen...
Nein, Röhren altern nicht durch Lagerung. Maximal kann das Vakuum schlechter werden (die silberne Beschichtung in der Röhre bindet den Sauerstoff - das wird dann gräulich und matt). Letzteres sieht man im Vergleich zu intakten Röhren auf den ersten Blick.
Verhangener, undynamischer Sound spricht einfach für die Abnutzung der Röhren. Da wird der Fehler sicher liegen.

greetz
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Schnabelrock
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Hast Du die letzten Jahre Fender-Amps benutzt? ;-)
 
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univalve":26k9pkpc schrieb:
Wenn es keine Gegentaktendstufe ist müssen sie nicht gematcht sein...Die Sovtek sind von der Preis/Leistung her gut.

Hi Robin, Class A Betrieb im Röhrenquartett? Mag sein (Du weisst, dass ich Dein Wissen schätze!), wäre mir jetzt aber nicht geläufig. Die TADs sind übrigens selektierte Sovtek.

Gruß, Martin
 
univalve
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7-ender":29shka8p schrieb:
univalve":29shka8p schrieb:
Wenn es keine Gegentaktendstufe ist müssen sie nicht gematcht sein...Die Sovtek sind von der Preis/Leistung her gut.

Hi Robin, Class A Betrieb im Röhrenquartett? Mag sein (Du weisst, dass ich Dein Wissen schätze!), wäre mir jetzt aber nicht geläufig.
Hi Martin,
Da ist immer wieder die Vermischung: Class A oder Class A/B bezeichnet nur den Arbeitspunkt (der Röhre oder des Transistors). Nur bei einer Gegentaktschaltung (das ist nicht zwangsläufig A/B!) ist ein matchen der Röhren (meines Wissens nach) notwendig. Schaden kann es wohlgemerkt nicht. Entweder teilen sich die Röhren die Aufgabe (Gegentakt) oder jede verstärkt die komplette Sinus-Kurve. Letzteres bringt auch einen schnelleren Röhrenverschleiß mit sich. Ich würde daher beim Peavey auf diesen Fall tippen und einfach 4 neue EL84 einsetzten und gut ist.
7-ender":29shka8p schrieb:
Die TADs sind übrigens selektierte Sovtek.
Aha. Danke für die Info. Wußte ich noch nicht.

greetz
univalve
 
 

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