E-Gitarren-Hälse sind schmal, warum?


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schorsch27
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E-Gitarren-Hälse schmal im Vergleich zu Akustik-Gitarre​

meine beiden Akustikklampfen haben Halsbreiten von um die 44-45 mm. Warum ist bei E-Gitarren in der Regel bei 42 mm am Sattel Schluss?

Meine bisherige Erfahrung war die, dass man wesentlich sauberer greifen kann, wenn die Saiten weiter auseinander stehen.

O.k., für Barreegriffe mag eine engere Saitenlage von Vorteil sein, aber spätestens bei Soli oder gar beim Fingerpicking wünscht man sich doch mehr Luft zwischen den Saiten.

BTW: auf der Suche nach meine Traumgitarre wäre ich dankbar für Hinweise auf Teles mit einer Breite von 43 mm.

Die Hersteller sind in dieser Hinsicht völlig unflexibel, Händler und Versandhäuser zeigen wenig Interesse für diese Frage.
 
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Hallo schorsch ,

das Maß 42mm Sattel 56mm letzter Bund hat sich als "Industriestandard" durchgesetzt. Ausnahmen sind die schon erwähnten Flitzefinger-Gitarren.

Charvel und Jackson waren mit Maßen von 44.5-57.5 die Pioniere .

Nicht zu vergessen Floyd Rose, die haben das String-Spacing auf 54,5mm erweitert. Dazu passend hat dann Seymour Duncan entsprechenden HBs mit breiteren spacings gefertigt.
Bei den ganzen Super-Strats von Yamaha, Ibanez , Jackson etc wirst du also fündig.
Die "klassische" Richtung Fender,Gibson,music man, PRS, Rickenbacker, und alles was daran angelehnt ist, haben aber die 42-56 Maße.

besonders schmal fallen die Vintage instrumente aus den 60ern und 70ern aus: Eine strat...
Stardustman
Stardustman
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Hi Schorsch,

keine Ahnung, warum das mit der Halsbreite so ist.

Was Deine Wunschtele betrifft: Schätze, Du musst Dich da durch die Herstellerseiten im www wühlen. Ich habe jetzt nur mal Stichproben auf fender.com gemacht. Es gibt mehere Teles, die zumindest 42,8 mm Sattelbreite haben (Am. Special und Am. Deluxe). Da gibt's bestimmt noch mehr. Und ab einem bestimmten Budget würde ich ja auch den Gang zum Gitarrenbauer erwägen.

Grüße vom
Stardustman
 
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Einige Gitarren (oft aus der Flitzefingerabteilung) haben schon breitere Griffbretter. Einige Ibanez RGs oder die Fender American Special Strats zum Beispiel. Und bei Warmoth kannste auch Hälse mit breiterem Griffbrett bauen lassen bis zu 1-7/8"/47,26mm am Sattel!!!

Ich habe früher viel auf Ibanez RGs gespielt mit irgendwas um die 44mm am Sattel. Zu Anfang war der Umstieg auf das Fender-Standardmaß etwas komisch, aber nach ein paar Tagen war das alles kein Problem mehr.
 
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schorsch27 schrieb:
meine beiden Akustikklampfen haben Halsbreiten von um die 44-45 mm. Warum ist bei E-Gitarren in der Regel bei 42 mm am Sattel Schluß ?

Ich finde, das ist ne gute Frage. Und befürchte, dass die Anwort ist: weil's schon immere so war. Weil Leos erste Ladung Tonholz für Telehälse nicht mehr hergab als 1 3/4 Zoll. Oder die Fräse nur auf volle Viertel einstellbar war.

Ich hätt auch gern 2 bis 3 mm mehr. Mein linker Zeigefinger ist so dick dass ich auf 41 mm keinen sauberen offenen C-Akkord greifen kann, bei 44 (Akustik Yamaha) klappts. Und die lächerlichen 3 mm machen Barree-Akkorde auch nicht wirklich schwieriger.

Aber eines habe ich ja in meiner zweieinhalb Jahre kurzen E-Gittaristen Karriere gelernt: Gegen uns ist der rechte Flügel der CSU gradezu ein progressiver Haufen.
 
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Der Original Hals meiner Pacifica hat nur 41mm :shock: , die hat mittlerweile einen Anderen, zwar von der Stange, aber wenigstens 43mm................

Bei meiner Mensinger Joker hatte ich 46mm in Auftrag gegeben, was problemlos und ohne Mehrkosten umgesetzt wurde :cool:

Ich denke, bei Stangenware muss man damit leben, dagegen hilft nur Bauen lassen, was wiederum einen finanziellen Aspekt hat............
 
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hi schorsch,

ich habe hier in meiner werkstatt eine swampash tele (fertig gekaufter body) mit einem von mir extra angefertigten ahornhals seit etwa zwei jahren rumliegen. der kunde hat ihn nie abgeholt und bezahlt, trotz mehrmaligem anschreiben.
er hat ihn sich extra mit einer sattelbreite von 45mm anfertigen lassen.
vielleicht interessiert dich das ja.
beides ist roh und komplett ohne hardware. ich kann aber ohne weiteres eine fertige gitarre daraus zaubern.
kannst dich gerne via pm melden.

gruß, flo von unicut guitars
 
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schorsch27 schrieb:
meine beiden Akustikklampfen haben Halsbreiten von um die 44-45 mm. Warum ist bei E-Gitarren in der Regel bei 42 mm am Sattel Schluß ?

Meine bisherige Erfahrung war die, dass man wesentlich sauberer greifen kann, wenn die Saiten weiter auseinander stehen.

O.k., für Barreegriffe mag eine engere Saitenlage von Vorteil sein, aber spätestens bei Soli oder gar beim Fingerpicking wünscht man sich doch mehr Luft zwischen den Saiten.

BTW: auf der Suche nach meine Traumgitarre wäre ich dankbar für Hinweise auf Teles mit einer Breite von 43 mm.

Die Hersteller sind in dieser Hinsicht völlig unflexibel, Händler und Versandhäuser zeigen wenig Interesse für diese Frage.


Ganz einfacher Tipp von mir: Wenn Du ne E-Gitarre mit breiterem Sattel wünscht, dann kauf Dir eine Gibson.
Die haben meistens ne Breite von 44 mm.
2 Beispiele: Gibson LP Studio 50 Tribute WE TM. (wäre meine zweite "Traumgitarre")
Gibson Les Paul Melody Maker SC SE (2xP90)
Die Preise sind auch okay.
 
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schorsch27 schrieb:
meine beiden Akustikklampfen haben Halsbreiten von um die 44-45 mm. Warum ist bei E-Gitarren in der Regel bei 42 mm am Sattel Schluß ?

Meine bisherige Erfahrung war die, dass man wesentlich sauberer greifen kann, wenn die Saiten weiter auseinander stehen.

O.k., für Barreegriffe mag eine engere Saitenlage von Vorteil sein, aber spätestens bei Soli oder gar beim Fingerpicking wünscht man sich doch mehr Luft zwischen den Saiten.

BTW: auf der Suche nach meine Traumgitarre wäre ich dankbar für Hinweise auf Teles mit einer Breite von 43 mm.

Die Hersteller sind in dieser Hinsicht völlig unflexibel, Händler und Versandhäuser zeigen wenig Interesse für diese Frage.


Spiel und Zupftechniken von E- Western- und Konzertgitarre unterscheiden sich stark. Auch die gespielten Akkorde. Mach mal einen Powerchord auf einer Konzertgitarre. Das fühlt sich nicht nur kacke an, es klingt auch armselig.
Andersrum spielen Rocker fast nie - Jazzer eher selten alle sechs Saiten in einem Akkord. Akustiker dagegen ständig.
So hat sich die E-Gitarre den Bedürfnissen der MEHRHEIT angepasst.
Dass Hersteller unflexibel sein, ist übrigens nicht richtig. Deutsche Hersteller von Gitarren ( genannt Gitarrenbauer) sind in der Regel äußerst flexibel. Unsere Lisetten sind übrigens 44mm im Sattel, es sei denn, der Kunde wünscht etwas anderes. ;-)
 
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W°° schrieb:
Spiel und Zupftechniken von E- Western- und Konzertgitarre unterscheiden sich stark. Auch die gespielten Akkorde. Mach mal einen Powerchord auf einer Konzertgitarre. Das fühlt sich nicht nur kacke an, es klingt auch armselig.
Andersrum spielen Rocker fast nie - Jazzer eher selten alle sechs Saiten in einem Akkord. Akustiker dagegen ständig. So hat sich die E-Gitarre den Bedürfnissen der MEHRHEIT angepasst


Es gibt da noch "Ausnahme-Musiker" die auf E-Gitarren mit "Schmalhälsen" ihr Finger-Picking beherschen.
Das sind Beispielsweise: Mark Knopfler, Jeff Beck, JJ Cale u.a.
 
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White Stratman schrieb:
W°° schrieb:
Spiel und Zupftechniken von E- Western- und Konzertgitarre unterscheiden sich stark. Auch die gespielten Akkorde. Mach mal einen Powerchord auf einer Konzertgitarre. Das fühlt sich nicht nur kacke an, es klingt auch armselig.
Andersrum spielen Rocker fast nie - Jazzer eher selten alle sechs Saiten in einem Akkord. Akustiker dagegen ständig. So hat sich die E-Gitarre den Bedürfnissen der MEHRHEIT angepasst


Es gibt da noch "Ausnahme-Musiker" die auf E-Gitarren mit "Schmalhälsen" ihr Finger-Picking beherschen.
Das sind Beispielsweise: Mark Knopfler, Jeff Beck, JJ Cale u.a.

Da gibt´s sicher noch mehr. Aber ich denke, W°° ging es eher um´s allgemeine Prinzip. Nicht um einzelne "Größen" der Musikgeschichte. Ausnahmen bestätigen doch fast immer die Regel.
Und der Threadersteller suchte halt nach ner Erklärung bzw. ner Tele mit nem breiteren Hals als üblich. Da hilft ihm der Hinweis auf ne Gibson wahrscheinlich eher weniger. ;-)
 
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Hallo schorsch ,

das Maß 42mm Sattel 56mm letzter Bund hat sich als "Industriestandard" durchgesetzt. Ausnahmen sind die schon erwähnten Flitzefinger-Gitarren.

Charvel und Jackson waren mit Maßen von 44.5-57.5 die Pioniere .

Nicht zu vergessen Floyd Rose, die haben das String-Spacing auf 54,5mm erweitert. Dazu passend hat dann Seymour Duncan entsprechenden HBs mit breiteren spacings gefertigt.
Bei den ganzen Super-Strats von Yamaha, Ibanez , Jackson etc wirst du also fündig.
Die "klassische" Richtung Fender,Gibson,music man, PRS, Rickenbacker, und alles was daran angelehnt ist, haben aber die 42-56 Maße.

besonders schmal fallen die Vintage instrumente aus den 60ern und 70ern aus: Eine strat um 1970 herum hat die extrem schmalen Maße: 39-55,5mm

Ich persönlich bevorzuge 43,4 auf 57,8 mm für alle meine Gitarren. So hat man mehr Platz an den Flanken , ohne vom Griffbrett runterzutschen.

Eine Tele mit breiterem Griffbrett kann ich also leider nicht nennen.

Gruß, Ede
 
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zwischen Tür und Angel...
schorsch27 schrieb:
....bei Teles - andere Gitarren interessieren mich derzeit nicht......

White Stratman schrieb:
Ganz einfacher Tipp von mir: Wenn Du ne E-Gitarre mit breiterem Sattel wünscht, dann kauf Dir eine Gibson.
.....

:roll: :roll: :shrug: :shrug:

Liest du die Threads auch in die du reinschreibst?
 
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auge schrieb:
schorsch27 schrieb:
....bei Teles - andere Gitarren interessieren mich derzeit nicht......

White Stratman schrieb:
Ganz einfacher Tipp von mir: Wenn Du ne E-Gitarre mit breiterem Sattel wünscht, dann kauf Dir eine Gibson.
.....

:roll: :roll: :shrug: :shrug:

Liest du die Threads auch in die du reinschreibst?


Du hast ja völlig Recht, ich dachte nur. Konntest Du dem Schorsch weiterhelfen?
Wenn der liebe Mann unbedingt auf Tele "steht", habe ich noch einen letzten Tipp.
Man kaufe sich eine Fender Squier Affinity Tele ( 199 € ) und lässt sich bei einem
Gitarrenbauer einen Hals nach seinen Maßvorstellungen anfertigen. Dabei muß das
Maß des Halsendes genau angegeben werden, damit dieser später in die Halstasche
des Bodys passt.

PS: die Mensurlänge muß natürlich auch angegeben werden. Man mißt vom Griffbrettanfang (Sattel)
bis Saitenreiteranfang der Bridge.
 
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schorsch27
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...der Hinweis von White Stratman auf die anscheinend generell breiteren Gibsons ist für mich trotz momentan blinder Tele-Vernarrtheit schon nicht uninteressant - mir war das zumindest bisher nicht aufgefallen

Ich habs momentan nicht eilig mit einem Kauf, da ich ja erstmal mit meiner Nashville-Tele (3 PUs) recht zufrieden bin.

Durchaus möglich, dass ich mich langfristig doch noch umorientiere, wenn sich Fender so engstirnig ...äh -halsig gibt. Aber vorerst kann ich mich noch nicht für reine Doppelspuler erwärmen.
 
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White Stratman schrieb:
ede59 schrieb:
Das dreifache nicht, aber knapp das doppelte! Dafür ist es aber besser als jedes Orischinal.

Ede


Genau :clap: , und die Sattelbreite könnte dann meinetwegen 44-45 mm breit sein, hat sonst keiner.
Eine American Standard wäre auch zu teuer.

Ja genau, ich fertige öfter Strat und Tele Hälse mit 46mm Breite. Heißt bei uns "Prankenhals" ;-) Das sind meist entweder Spieler mit Prankenhänden, oder sie haben richtig auf Klassikgitarre gelernt.

Und: Daß die Squier "nur" 190.- Tacken kostet, ist ja nich mein Problem... :-D
Hals allein kostet trotzdem das doppelte wie die ganze Gitarre, ist aber dafür auch handmade in Germany und vom Feinsten!

Gruß, Ede
 
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schorsch27 schrieb:
...der Hinweis von White Stratman auf die anscheinend generell breiteren Gibsons ist für mich trotz momentan blinder Tele-Vernarrtheit schon nicht uninteressant - mir war das zumindest bisher nicht aufgefallen

Ich habs momentan nicht eilig mit einem Kauf, da ich ja erstmal mit meiner Nashville-Tele (3 PUs) recht zufrieden bin.

Durchaus möglich, dass ich mich langfristig doch noch umorientiere, wenn sich Fender so engstirnig ...äh -halsig gibt. Aber vorerst kann ich mich noch nicht für reine Doppelspuler erwärmen.


Es gibt auch "Einspuler" von Gibson und zwar mit P 90 Bestückung. Das sind Single Coils und haben mehr Dynamik als die kleinen Single Coils der Fender-Modelle. ;-)
 
 



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