Welche Halsform?


kiroy
kiroy
Well-known member
Registriert
28 Dezember 2008
Beiträge
924
Lösungen
1
Ort
Reutlingen
Hallo zusammen,

obwohl ich mich eigentlich nicht als Anfänger bezeichnen würde, habe ich mal eine Frage, die ziemlich anfängerhaft klingt. Vielleicht sind die Antworten ja auch für Anfänger interessant. Deshalb schreibe ich hier.

Also:
Bisher habe ich mir bei einer Gitarre noch nie Gedanken über die Halsform gemacht. Ich bin davon ausgegangen, ein Gitarrenhals ist hinten rund und vorne (Griffbrett) gerade. Mittlerweile habe ich schon festgestellt, dass einige Gitarren vorne "gerader" sind als andere. :roll:
Jetzt lese ich aber immer wieder auch von ganz unterschiedlichen Formen.
C-Shape, D-Shape, V-Shape... gibt's noch was? Oder verwechsle ich da jetzt etwas?
Ich habe keine Ahnung, wie diese Halsformen ausssehen könnten. V-Shape? Dreieckig? :shock:

Es wäre doch vielleicht mal hilfreich, wenn man die unterschiedlichen Möglichkeiten zusammentragen und hier der Allgemeinheit zugänglich machen würde.
Vielleicht mit Erklärung und/oder Bild und welche bekannte Gitarre diese Form hat. Möglichweise kann auch jemand darüber schreiben, welche Vor-/Nachteile diese oder jene Form hat.

Bevor jemand schimpft: :oops: Ja, ich habe die Suchfunktion bemüht, leider ohne Erfolg.

Vielen Dank für Euer Verständnis! ;-)
Grüßle
kiroy
 
grommit
grommit
Well-known member
Registriert
20 April 2006
Beiträge
448
Ort
Gomaringen
AUf der Seite von Warmoth gibt es eine kleine Übersicht über verschiedene Halsformen: http://www.warmoth.com/guitar/necks/nec ... k_profiles

V ist tatsächlich etwas spitzer, sehr anschaulich wenn Du mal eine Fender Lite Ash in die Finger bekommst. Mag ich gar nicht.

Persönlich bevorzuge ich das Profil das von Fender als Modern C bezeichnet wird, zu finden auf den aktuellen Stratocasters, Die Wizard Hälse von Ibanez sind mir inzwischen fast zu dünn.
 
A
Anonymous
Guest
Hallo Kiroy, eigentlich war es mir auch egal, welche Halsform
meine Gitarren hatten - klar, Musima war fetter als Jolana.
Mehr Auswahl hatten wir kaum...
Hier ist ein TV-Bild vom Mandela-Konzert 1988 :
Knopfler mit Clapton (Sultans Of Swing).
Man sieht sehr schön das V-Shape bei Erich's Strat.
Würde mich testhalber auch mal zu greifen reizen.
Grüße V.H.
clapton.jpg
 
A
Anonymous
Guest
Bei www.ruokangas.com kann man sich die Unterschiede recht gut anschauen. Link anklicken, auf Models, dann z.B. auf Mojo, oben rechts gibt es dann einen Button "Open Details" und dann auf Neck Profiles.

Ich liebe V-Profile, meine Lieblingsgitarren von Meister (-bastler ;-) ) Walter oder meine 97er Ovation haben dieses Halsprofil. Gerne fett und nicht zu spitz. Natürlich kann ich auch mit einem satten "C", aber mein Favorit ist das "V".

Es ist (für mich) immer (be-) lustig (-end), wenn Walter anläss einer Session z.B. Timlein in die Hand nimmt, über den Hals streicht und mit einer heftig schüttelnden Kopfbewegung die Gitarre wieder wegstellt... :)

Geschmacksache :cool: .

Tante Edith: Jürgens Bild ist noch umfangreicher (Lob!)
 
A
Anonymous
Guest
NeckProfiles.jpg


Das sind die Fender Modelle.
Ich hab mich in Soft-V-Shape verliebt als ich ne Fender Baja Probegespielt hab, und wenn ich mir demnächst selbst ne Klampfe baue werd ich versuchen den nachzuahmen
 
kiroy
kiroy
Well-known member
Registriert
28 Dezember 2008
Beiträge
924
Lösungen
1
Ort
Reutlingen
Hallo zusammen!

Erst einmal vielen Dank für Eure Mühe und die Links.

Hm... V-Shape kannte ich wirklich noch nicht. Ich kann mir - ehrlich gesagt - nicht vorstellen, dass man damit überhaupt spielen kann (naja, aber mindestens der olle Erich belehrt mich ja eines Besseren).

Gibt es eigentlich bestimmte Gründe, warum man den Hals so unterschiedlich formt? Oder ist das einfach von der persönlichen Vorliebe des Spielers abhängig? Oder von der Größe der Hände?


taschakor":29wnpydn schrieb:
Ich hab mich noch nie getraut einen Hals durchzusägen :roll:
Joo, ich auch nicht... zumindest keinen Gitarrenhals. :lol:

@Pfaelzer:
Der :roll: sollte eigentlich Ironie signalisieren.
Dass es unterschiedliche Radien gibt, habe ich erfahren, als ich von einer (Hoyer) Les Paul auf eine (Fender) Strat umgestiegen bin und ich mit dem anderen Griffbrett nicht so gut zurecht kam.

Das ist heute eigentlich immer noch so. Obwohl ich eigentlich die Strat (Am.Std. BJ 1987) mehr mag, kann ich auf meiner Epiphone Les Paul (BJ 2005) besser (schneller, sauberer) spielen. Ich hatte die Fender mal beim Gitarrenbauer, damit er mir das Griffbrett flacher macht, aber gebracht hat's nicht wirklich was. Vielleicht liegt's ja auch an der Halsform(?), obwohl die für mich eigentlich beide gleich aussehen... :shrug:

Gibt's irgendwo eine Seite/Liste/Aufstellung, welche der gebräuchlichsten Gitarren welche Halsform hat?
etwa: Les Paul..., SG..., Strat..., Tele..., PRS... usw.
Wenn ich z. B. das Bild von Carthage ansehe, befürchte ich allerdings fast, dass es sogar innerhalb einer Modellreihe Unterschiede gibt. :eek:
 
A
Anonymous
Guest
Durch das V ist der Hals etwas stabiler als zum Beispiel einer mit einer dünnen D-Form, dem Saitenzuf halten sie aber alle stand.

Wenn deine Gitarren annähernd die gleiche Halsform haben, könnte es dann vielleicht daran liegen, dass du mit der kürzeren Mensur der Les Paul besser zurecht kommst?

Ich persönlich bin nicht wirklich auf die Halsform festgelegt, aber die V-Necks von einigen Fender oder auch von Ovation wecken bei mir nicht den großen Enthusiasmus.
Ich mag´s schön flach und wenn dann noch Jumbobünde auf einem flachen Griffbrett sind, jo dann bin ich schon fast glücklich.

Grüße
Jürgen
 
A
Anonymous
Guest
Hallo Kiroy,
welche Halsform man mag, ist Geschmackssache. Da heißt es ausprobieren. Und zwar ruhig mal etwas länger. Denn wenn man sich erstmal an eine Halsform gewöhnt hat, dann fühlt sich alles andere erstmal seltsam oder falsch an.
Ähnlich ist es auch beim Griffbrettradius. Hier lässt sich allenfalls sagen, dass es vom Prinzip her möglich ist, bei einem Hals mit flacherem Griffbrett die Saitenlage flacher einstellen zu können und trotzdem noch die äußeren Saiten ziehen zu können, ohne dass sie schnarren bzw. der Ton abstirbt. Ob das der eigenen Spielweise entgegenkommt, hängt wieder von persönlichen Vorlieben/Gewohnheiten ab.

Allgemeingültige Aussagen darüber, welche Gitarre welche Halsform aufweist, lassen sich heutzutage kaum machen. So gibt es z.B. Fender Strats und Teles in unterschiedlichsten Ausführungen und auch mit verschiedensten Halsversionen. In aller Regel geben aber Hersteller wie Fender, Gibson, PRS unsw. in Katalogen bzw. auf ihren Homepages an, welches Halsprofil und welchen Griffbrettradius ihre jeweiligen Modelle aufweisen.

Grüße, Klaus
 
Armint
Armint
Well-known member
Registriert
5 Mai 2008
Beiträge
780
Ort
Friedrichsdorf/Taunus
Ich habe für meine Wenigkeit festgestellt, dass ich z.B. mit den Ibanez "Wizzard"-Hälsen überhaupt nicht klarkomme.
Ich weiß nicht warum, aber ich eiere auf diesen Hälsen rum als hätte ich noch nie 'ne Gitarre in der Hand gehabt. - meine mangelnde Erfahrung mit E-Gitarren mal beiseite gelassen.
Auf der SZR (siehe Gear) fühlte ich mich gleich zuhause, also liegt's nicht an Ibanez im allgemeinen sondern an der Halsform im Speziellen.

Mein Fazit: Gitarren kauft man im Fachgeschäft - nicht im Internet.
 
A
Anonymous
Guest
V definiert die Daumenlage klar, wenn man ohne Umgreifen nach vorne spielt. Ich mag C (z.B. Squier JV, ich würde sagen auch meine 73er Strat hat das), komme aber auch auf D zurecht (ich würde sagen, meine 78 Es 335 TD hat 'nen D, oder nennt sich das wohl schon U ??)
flache Griffbrett-Radien >9,5 Zoll fühlen sich irgendwie "schneller" an, geben mir aber zu wenig Widerstand.
 
A
Anonymous
Guest
Moin,
dann nicht vergessen das es noch asymetrische Shapes gibt.
Ihc verweise an der Stelle immer gerne auf meine Staufer Custom.
Ich wollte damals einen dicken Hals, also DICK und André meinte das ein 25mm am ersten Bund dicker Hals in U-Form eher unkomfortabel zu spielen sei.
Ich soll ihn also mal machen lassen.
Ergebnis ist ein Hals der richtig fett ist, aber total angenehm in der Hand liegt.
Im Vergleich dazu ist eine 59er Reissue Paula Hals ein Einbaum, obwohl er eigentlich etwas dünner ist.
Shaping macht also extrem viel aus.

Ach ja und Griffbrett - wer nicht gerade der 7,25" Vintage Traditionalist ist sollte mal die 10-16" Compound Radien versuchen.
Wirklich toll zu bespielen und zu benden.

Asymetrische Shapings und diese compound Radien gibt es übrigens auch bei Warmoth - es muss also nicht immer gleich der Gitarrenbauer bemüht werden.

grüße
MIKE
 
Woody
Woody
Well-known member
Registriert
16 April 2003
Beiträge
2.895
Lösungen
2
Ort
Köln
Ich kenne genau zwei Halsprofile:
"Mag ich" und "Mag ich nicht".



:shrug:

viele Grüße,
Woody
 
kiroy
kiroy
Well-known member
Registriert
28 Dezember 2008
Beiträge
924
Lösungen
1
Ort
Reutlingen
OK!
Vielen Dank Euch allen für die nette Aufklärung!
Woody":6jiaz4ot schrieb:
Ich kenne genau zwei Halsprofile:
"Mag ich" und "Mag ich nicht".

:shrug:

viele Grüße,
Woody
Jo, wie gesagt, ich "kannte" bisher nur ein Profil (wahrscheinlich "C") und wenn ich mit einer Gitarre nicht so gut zurecht kam, lag es eben an mir und meinem fehlenden Talent.

Jetzt habe ich wenigstens immer eine gute Ausrede, wenn ich wieder mal einen Mist zusammenspiele: "Ne, weißte, mit diesem Normalo-C-Shape komm ich nicht so gut zurecht. Ich bin einfach dieses Clapton-V-Shape gewöhnt". Vielleicht macht das ein bisschen Eindruck... :lol:

Hals- und Beinbruch!
Kiroy
 
muelrich
muelrich
Well-known member
Registriert
24 August 2006
Beiträge
2.699
kiroy":rs9k29cu schrieb:
Hm... V-Shape kannte ich wirklich noch nicht. Ich kann mir - ehrlich gesagt - nicht vorstellen, dass man damit überhaupt spielen kann (naja, aber mindestens der olle Erich belehrt mich ja eines Besseren).

Wenn Du mal ne Music Man Luke in die Finger bekommen kannst, die hat auch ein sehr ausgeprägtes V-Shaping. Ist "gewöhnungsbedürftig".
Und der Luke kann ja wohl auch spielen ... :)
 
 

Oben Unten