Wie ersetze ich einen Bassisten?


A
Anonymous
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Diese Frage stellt sich mir und würde gerne eure Meinung/Ratschläge hören.
Ich würde mich für ein neues Projekt ( Auftritte in Pubs usw.) zu meiner Westerngitarre durch einen Bass begleiten lassen. Einen zu mir passenden Bassisten habe ich leider noch nicht gefunden und suche daher nach Alternativlösungen.
Vorneweg: über eine Midigitarre verfüge ich nicht.
Auf vorproduzierte o. selbst erstellte Backings würde ich erst in zweiter Linie zurückgreifen wollen, da ich starre Vorgaben eigentlich nicht mag u. es mir wenig Raum für Improvisationen lässt.

Es genügen mir einfache Basslinien, um meinem Gitarrenspiel mit Gesang etwas mehr Fundament zu verleihen.
Gibt es eigentlich wie eine Bassautomatik o.ä. in Pedalform?
 
Ugorr
Ugorr
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Moin.
Hunderte Orgelspieler und Alleinunterhalter haben Jahrelang sowas genutzt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Basspedal
Auch als Fußbass bekannt.
Heute sehe ich solche Dinger nur noch in der Midiversion, früher gab es die auch als "StandAloneGerät".
Gruß
Ugorr
 
therealmf
therealmf
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Ich glaube das ist nicht, was arni meint. Das müsste er ja selbst spielen, was schwierig sein dürfte, wenn man gleichzeitig Gitarre spielen und singen will. Eher sowas wie ein TC Harmony G für Basslinien: man spielt einen Akkord und das Gerät erzeugt eine passende Basslinie. ich fürchte aber, auf sowas werden wir noch ein paar Minuten warten müssen. Oder?
 
mr_335
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Fingerstyle-Gitarrist werden. Viele Spielen die (Walking-)Basslinien unabhängig nur mit dem Daumen. Ist halt viel Üben nötig!
 
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The Rabber
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Wie wäre es einfach mit nem Keyboarder, der ne kleine Box trägt und dann dadrüber den Bass spielt? Ist auch so ganz nett, wenn er mal Akkorde oder Melodien mitspielt ;-)
 
gitarrenruebe
gitarrenruebe
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arni schrieb:
Ich würde mich für ein neues Projekt ( Auftritte in Pubs usw.) zu meiner Westerngitarre durch einen Bass begleiten lassen. Einen zu mir passenden Bassisten habe ich leider noch nicht gefunden und suche daher nach Alternativlösungen.
Ein Tuba-Spieler !
 
Thorgeir
Thorgeir
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Ugorr schrieb:
Moin.
Hunderte Orgelspieler und Alleinunterhalter haben Jahrelang sowas genutzt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Basspedal
Auch als Fußbass bekannt.
Heute sehe ich solche Dinger nur noch in der Midiversion, früher gab es die auch als "StandAloneGerät".
Gruß
Ugorr

http://www.thomann.de/de/moog_taurus_bass_pedal.htm

oder sowas:
http://www.thomann.de/de/novation_bass_station_ii.htm
+sowas:
http://www.thomann.de/de/solton_k8_bass_pedal.htm
 
Stardustman
Stardustman
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arni schrieb:
Es genügen mir einfache Basslinien, um meinem Gitarrenspiel mit Gesang etwas mehr Fundament zu verleihen.

Ich vermute, Du suchst eher eine technische Lösung, aber ich muss das hier doch einmal loswerden:

Ich habe in den 80-ern in einer Kneipe meiner westfälischen Heimatstadt mal eine one man band erlebt, die mich wirklich fasziniert hat. An den Namen kann ich mich leider nicht erinnern. Der Mann hatte an der Kopfplatte seiner ollen Hagstrom eine Holzleiste o.ä. befestigt, die - im rechten Winkel zum Hals der Gitarre stehend - vielleicht 20 cm nach unten ragte. Damit konnte er, während er Gitarre spielte, wie mit einem großen Finger auf einzelne Tasten einer vor ihm stehenden Orgel drücken und auf diese Weise Basstöne erzeugen. Sicherlich eine Herausforderung, aber sowohl akustisch als auch optisch sehr eindrucksvoll.

Der Typ war ohnehin ein Koordinationswunder, denn dazu sang er, spielte Harp (mit so 'nem Bob-Dylan-Gestell um den Hals) und bediente mit den Füßen noch allerlei Percussiongerät.

Wenn Du Dir das entsprechende Training nicht antun willst, finde ich den Vorschlag vom Rabber eigentlich am besten. Ein Keyboarder kann das Klangbild gut nach unten abrunden (die Doors haben auch ohne Bassisten tolle Musik gemacht) und könnte, wenn es stilistisch denn passt, mit einem jener bekannten polarisierenden 80-er Jahre-Umhängekeyboard auch die Show aufwerten:
[img:580x386]http://www.welt.de/img/kultur/crop101341255/2450716432-ci3x2l-w580-aoriginal-h386-l0/keytar-modern-talking-DW-Kultur-Hamburg.jpg[/img]

Grüße vom
Stardustman

P.S. Noch besser als der Vorschlag vom Rabber ist natürlich der geniale Lösungsansatz von gitarrenruebe. :-D
 
Raptor
Raptor
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Ein paar Vorschläge hast du ja schon bekommen. Es wäre allerdings interessant da noch mehr Details von dir zu erfahren wie du dir das vorstellst?

Hast du jemanden der vielleicht nicht Bass spielt, aber zumindest Knöpfe drücken kann?

Oder willst du wirklich die Noten der Bassspur mit einem Pedal während du spielst umschalten? Denn das stelle ich mir selbst für sehr gute Gitarren-Spieler extrem schwer vor, entweder blind zu greifen oder zu treten und dabei noch das Timing beizubehalten und nicht aus dem Konzept zu kommen.

Software-seitig gibt es da einige Möglichkeiten die mir einfallen, allerdings halte ich das aus oben genannten Gründen in der Praxis für kaum machbar...
 
Monkeyinme
Monkeyinme
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Moin,

ohne dein Konzept schon mal gehört zu haben, ein Bass arbeitet gut mit einem Schlagzeug zusammen. Beides alleine macht keinen Bumms, zusammen ist es eine Wucht. Von Ausnahmen abgesehen.
Warum nicht einen zweiten Mitspieler, der ebenfalls Melodieinstrument(e) spielt? Dadurch kann einer rhythmisch glänzen, während der andere Melodielinien oder Fills oder Highlights spielt. Gibt mehr Möglichkeiten als "nur" einen Bass zu einer Akustikgitarre.

Meine Meinung.

Ciao
Monkey

P.S.: Schönes Beispiel dafür wären Dave Matthews und Tim Reynolds...
 
A
Anonymous
Guest
Hi,

einen Bassisten hatte ich mal und das war eine gute Ergänzung wie ich fand. leider steht er mir nicht mehr zu r Verfügung. Einen anderen Bassisten habe ich nicht gefunden.
Keyboarder o. ä. will ich nicht und passt auch nicht zu meinem Projekt: Unplugged Songs mit Akustikgitarre(n) u. zweistimmigen Gesang.

Das zweistimmige kann ich ja noch bequem mit einem guten Vocalisten ( z.Zt. TC GTX ) lösen.
Mir fehlt einzig und allein der rhythmische Bass. Wie gesagt, einfache Basslinien würden mir ausreichen. Midibässe o.Keys kann ich nicht zusätzlich bedienen. Das dürfte äußerst schwierig sein.

Anscheinend bliebe nur die Möglichkeit eines Bass-Backings. Was ich eigentlich nicht unbedingt will.
Ich dachte etwas naiv, es gibt so was ähnliches wie die Akkorderkennung beim Harmonizer ( TC Helicon GTX ) der anstatt einer zweiten o. dritten Gesangsstimme eine Basslinie einfügt :)
 
A
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Es gibt gute Gründe, auf einen Bassisten zu verzichten. Und Leute wie Jeff Beck, The White Stripes oder die Black Keys haben gezeigt, dass das gut funktioniert.

Aber das ist wahrscheinlich keine Antwort auf Deine Frage.

Grüße
ex.
 
bebob
bebob
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bei Fön, Blick über die Spree
The Rabber schrieb:
Wie wäre es einfach mit nem Keyboarder, der ne kleine Box trägt und dann dadrüber den Bass spielt? Ist auch so ganz nett, wenn er mal Akkorde oder Melodien mitspielt ;-)

Sehe ich auch so, ein Keyboarder ist zwar kein echter Basser, kann aber ein Bassfundament legen und bei Bedarf auch mit Sounds, Akkorden und Melodien unterstützend wirken.
 
A
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Guest
Wie wäre es denn wenn deine zweite Stimme ein Ipad nebst Garageband bedient?
Das Dingen hat ja automatisierte Bassläufe und man braucht bloß den richtigen Grundton anzuwählen...
 
A
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Guest
Wahrscheinlich wenig hilfreich aber aus meiner Sicht leider wahr:
Eine 2 Mann Combo kann man nicht alleine betreiben.
Is wie Küssen, nur mit mehr Bier.
 
B
Banger
Guest
saitenterminator schrieb:
Wahrscheinlich wenig hilfreich aber aus meiner Sicht leider wahr:
Eine 2 Mann Combo kann man nicht alleine betreiben.
Is wie Küssen, nur mit mehr Bier.

Da stimme ich Dir durchaus zu.
Zumal: Gerade bei so einem Duo mit Westerngitarre halte ich es für wichtig, dass der Bass auch mitspielt und -grooved, da geht es um wesentlich mehr als nur Grundton-Umpa-Umpa.
 
muelrich
muelrich
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Also: Gitarre und Bass im Duo habe ich bei Stoppok live gehört. War klasse.
Und wenn die White Stripes als Referenz herhalten sollen, dann dafür, dass Mucke ohne Bass scheiße klingt ?
 
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muelrich schrieb:
Und wenn die White Stripes als Referenz herhalten sollen, dann dafür, dass Mucke ohne Bass scheiße klingt ?

Ist halt die Frage, ob man die althergebrachten Wege zum x-ten Mal beschreiten will oder mal was Neues ausprobiert. Jeder nach seiner façon. Jack White ist sicherlich kein schlechter Gitarrist, er ist vielleicht für manchen Traditionalisten hier einfach zu erfolgreich mit seinem Sound.

Grüße
ex.
 
muelrich
muelrich
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exiler schrieb:
quote="muelrich"]
Jack White ist sicherlich kein schlechter Gitarrist ...
Nöö, schlecht ist der nicht. Der ist beschissen . SCNR
UND NEIN, ich bin kein
tradionalist. Aber Avantgarde ist für mich halt was anderes
 
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Guest
Ja ihr habt ja recht. Einen echten Bassisten kann man nicht ersetzen.
Ich habe mir aber mal darüber Gedanken gemacht.

Ich frage mich warum es noch nicht ein Gerät gibt wie den Vocalisten, nur statt zweite Stimmen eben einen Bass. Man würde wie beim TC Harmony G die Akkorde mit der Gitarre vorgeben und das Gerät spielt einen passenden Bass Groove dazu.
 
A
Anonymous
Guest
muelrich schrieb:
exiler schrieb:
quote="muelrich"]
Jack White ist sicherlich kein schlechter Gitarrist ...
Nöö, schlecht ist der nicht. Der ist beschissen . SCNR
UND NEIN, ich bin kein
tradionalist. Aber Avantgarde ist für mich halt was anderes

So hat halt jeder seinen persönlichen (nicht verallgemeinerungsfähigen) Geschmack. Nur mit einem Unterschied:
Ich äußere mich nicht derart abfällig über andere Musiker. Was mir nicht gefällt, höre ich mir halt nicht an.
Aber ohne durchgeknallte Typen würden wir immer noch auf Holz klopfen und wären auch damit zufrieden.
 
Mörten
Mörten
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Freiberg
Und wenn du es ähnlich wie der Bernhoft machst.
Mit nem Looper arbeiten und dir vorher die Bassspur einspielen und dann mit der Akustik drüber?
 
A
Anonymous
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Oder du sagst mal wo du herkommst. Vielleicht hat ja ein User der auch Bass speilt (ich) noch Resourcen frei (ja) und kommt aus deiner Ecke
 
 

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