wie kriege ich mehrere kanäle in meinen einkanaler?


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hallo zusammen!

tut mir wirklich leid dass ich hier einen neuen threat anfang, aber selbst nach stundenlangen suchen habe ich einfach nichts gefunden was mir weiterhilft!

ich spiele einen '70er orange OR120, mit nachgerüstetem mastervolume über eine '84er 4x12er marshallbox und bekomme nach tagelangen rumgeschraube einfach keinen sound hin der mir passt!
ich spiele vintage-rock mit metalanleihen, "brauche" dafür 3 sounds:
- einen schnörkellosen cleansound
- einen schön rau zerrenden "vintage-overdrive"
- einen "vollgas"sound, sehr metalähnlich
den schön rau zerrenden "vintage-overdrive" bekomme ich aus dem verstärker ohne jegliche effekte indem ich das gain auf 12 uhr hab und den master so dass es noch ertragbar ist, um bisschen "mehr" rauszuholen benutze ich ein ibanez mt10 "mostortion"-pedal aus den 80ern, das klingt in etwa wie metallica auf dem "kill'em all"-album.

stelle ich den verstärker komplett auf clean, sprich das gain grad so offen dass was kommt, bekomme ich mit keinem pedal eine richtig "edle" verzerrung hin wie die verstärkereigene, verändere ich das gain krieg ich nie nen richtigen highgain-sound heraus, bzw kann ihn nicht "metallisch" genug färben.
alle meine zerrpedale (ibanez tubescreamer, mostortion, marshall jackhammer) klingen vor dem cleanen amp ziemlich dünn und sehr "tetrisähnlich". so sehr man auch dran rumdreht, kombiniert, whatever...
wie klingen pedale mit einer echten röhre drin? habt ihr da erfahrungen? kommen die an die "echte" zerre eines vollröhrenamps hin?

ihr werdet mich zwar für meine dummen fragen steinigen, aber kann ich einen preamp wie den ENGL E530 preamp (http://www.thomann.de/de/engl_e530_preamp_egitarre.htm?sid=5b5f0d11f6cb6356e5ceeb9076bbca9c) vor meinen verstärker schalten? der hat im prinzip genau die eigenschaften die ich mir wünsche!

eine weitere alternative wäre ein zweiter amp der eben nur nen schönen cleansound haben muss, aber ich möchte dies nach möglichkeit umgehen...

danke euch jetzt schon für eure hilfe! ;)

liebe grüüüße vom bodensee
euer moe
 
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Moin Moe,

darum sind in den 80ern mal Mehrkanaler und auch Midi erfunden worden...
"Ich hätte gerne in meinem Oldtimer ein synchronisiertes Getriebe..." ;-)

Eine Möglichkeit: Den Amp modifizieren lassen. Ich hatte in den 80ern einen Einkanaler Boogie und habe mir über ein Relais Vor- und Endstufenpoti schaltbar gedoppelt. Wenn das jemand macht, der es kann, dann kracht es beim Umschalten auch nicht so wie bei mir... ;-)

Ansonsten ist die Welt voll von Verzerrern und Tretminen. Ich würde mich dabei nicht so an Röhren festhalten. Die allermeisten leuchten dekorativ orange und verdoppeln den Preis, ohne am Tongeschehen ernsthaft beteiligt zu sein. Vor allem dann, wenn sich namentlich oder sichtbar in das Gerät gepflanzt sind.
Zerrer und Amp müssen zueinander passen. Das kann man nur probieren. Wenn Du noch etwas haben willst, was orange leuchtet, kannst Du ja eine Kerze aufstellen.
 
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Meiner bescheidenen Meinung nach braucht es zunächst mal einen Amp, der einen wirklich guten Cleansound hat. Den hinterher verschiedenartig "zu verbiegen" ist kein Hexenwerk. Einen guten Cleansound nachträglich "zu emulieren" schon...

W°°":yo56gz9m schrieb:
...Vor allem dann, wenn sich namentlich oder sichtbar in das Gerät gepflanzt sind...
Das petz ich dem Bernd!

;-)
 
asatmann
asatmann
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Ma könnte doch einfach an diesem sereinmäßigen Knöpfchen an der Gitarre drehen... Ich glaube Volume steht drauf. Die Dinger haben praktischen Wert und wurden nicht von der Poti-Lobby durchgesetzt.

Damit könntest du, Moe, zumindest von einem Vintage-Crunch zu Clean regeln ohne Geld ausgeben zu müssen. Und die Sache mit dem Booster, um mehr Zerre zu bekommen, machst du ja schon.
 
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7-ender":qmhai57f schrieb:
Das petz ich dem Bernd!
;-)
Das war das Stichwort!

Fintone Bernd wäre hier im Forum mein Ansprechpartner, wenn es um eine Custom Amp Lösung gehen sollte.

7-ender":qmhai57f schrieb:
Meiner bescheidenen Meinung nach braucht es zunächst mal einen Amp, der einen wirklich guten Cleansound hat.

Ja-nein-vielleicht.
Ein wirklich wuchtiger, federnder und brillanter Cleansound wird harrsch und hart, wenn man ihn in die Zerrung treibt. Ein satter, cremiger Zerrton erscheint matt und topfig ohne Zerre.
Die Anforderungen an die einzelnen Charaktere ist schon sehr unterschiedlich. Das kann man übriges selbst sehr schön erfahren, wenn man an einer Tech 21 PSA schraubt. DIE kann JEDEN Parameter verstellen und speichern.
Ist aber gänzlich ohne Mojo und Röhre und somit für die meisten User ungeeignet. :-D
 
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Hi,

ich habe an meinem Cleanen Orange Rocker die Treter der Danelectro Cool Cat Serie hängen... bin sehr zufrieden! Habe das Vintage Overdrive, Drive und das Metal II, einfach mal antesten.

Gruß
Saurbrunna
 
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moe":186eqvw1 schrieb:
aber kann ich einen preamp wie den ENGL E530 preamp vor meinen verstärker schalten?
Kann man, wird aber keine befriedigenden Ergebnisse bringen, weil der Cleankanal des Engl ja dann im Orange wieder erst verstärkt (in der Vorstufe), dann ausgebremst (durch das Mastervol) wird.

Bessere Lösung:
Den Ausgang der Engl in den Echo Return. Die Engl 530 hat eine Defeatfunktion: Du kannst in den FX-Weg der Engl die Vorstufe des Orange (am Echo Send abgreifen, ggf. durch einen Amptechniker modifizieren lassen) einschleifen und das Signal der Engl mit dieser Funktion komplett umgehen. Voraussetzung ist dann eine entsprechende Schaltmimik, um das ganze fernbedienbar zu machen. Gibt es im Engl-Programm.
 
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Blackbeer
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Moin,

kann dem Piero nur zustimmen. Habe allerbeste Erfahrungen damit gemacht, einen Princeton mit dem Dualdrive anzublasen. Wobei ich zwischen clean und chrunch meistens mit dem Volumenpoti der Gitarre regele, das DD legt dann "nur" die Schippe drauf, so dass mir sogar ein einkanaliger DD reichen würde. Die Klang- und Presenceregelung des DD ist dabei sehr effektiv, so dass man auch zwischen agressiverem Brett und singenden Sound die gesamte Palette einstellen kann. Trotzdem bleibt der Grundsound des Amps erhalten. Find ich total genial ...

Gruß und Blues
Andreas
 
Swompty
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Der Baldringer ist auch meiner Meinung nach genau die richtige Wahl.

Wenn du einen neuen beim Dirk bestellst kannst du ihn dir genau auf deine Soundvorstellungen abstimmen lassen.

Hab das Teil mehrere Jahre mit meinem Marble Roadking (Bassman) eingesetzt - war immer super.
 
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hallo zusammen!

vielen dank für die vielen tips!
die idee mit dem "dual drive" gefällt mir prinzipiell am besten, ist aber auch nicht gerade die günstigste, das heißt ich werde erstmal die anderen alternativen durchtesten...
die idee mit den potis hatte ich auch schon (bzw mit einem volume-pedal weil ich mit spielen, singen, rumfuchteln und dann noch an potis rumdrehen leicht überfordert wäre), das problem ist nur dass wenn ich meinen amp so einstelle dass er die entsprechende zerre liefert ich zurückdrehen kann was ich will und keinen cleansound mehr gebacken bekomm... ich spiele eine firebird mit passiven EMGs, "unten" den H4 (passiver 81er) und "oben" den H2A (vintage PAF), selbst beim oberen geht nichts mehr in richtung klarer sound, nicht einmal bei entsprechender anschlagtechnik...
vielleicht sollte ich da aber einfach weiter rumexperementieren, habt ihr schonmal den "marshall jackhammer" zum "anblasen" benutzt? der hat eine feinere soundjustierung als mein mostortion, konnte aber trotzdem nichts mit erreichen...
das mit der engl-vorstufe lass ich lieber, ich denk das wär zu viel bastelei für ein nicht ganz meinen wünschen entsprechendes ergebnis...
 
HaWe
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Ich werfe wieder mal den Hughes & Kettner Tube Factor ins Rennen. (Ja, da glimmt eine Röhre drin.)
Am besten mit OKKO-Mod.
Macht aus jedem 1-Kanaler einen 3-Kanaler.
Und er läßt sich hervorragend als zweistufiger Booster mit unterschiedlichem Voicing verwenden.

Aber ... die Anregung mit der A/B-Box und einem zweiten Amp hat auch was.

Ich hätte meinen Orange damals nie clean gespielt. (baaa ;-) )

Bezüglich A/B-Box .....
Ich habe hier eine alte BUF VI von Rivera Research & Development für sowas im Einatz.
Das Ding ist genial!
A/B-Box mit Booster und schaltbarem Loop.
Wenn Du so ein Teil findest, sofort kaufen. :)
Wie gesagt A/B-Box und bei Bedarf pustet man den Röhrenamp noch mal zusätzlich an oder erhöht bei Bedarf die Lautstärke den Cleanamps fürs Solo.
Und das, ohne dass sich der Charakter des Ampsonds verändert .... oder .....
Zusammen mit den Gitarrenpotis sehr vielseitig verwendbar.

Wenn ich recht überlege, ist das mein am meisten genutzter Treter, wenn ich denn überhaupt einen benutze.
 
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den Hughes & Kettner Tube Factor haben wir sogar hier im geschäft (ich arbeite im gitarrenladen), hab aber bislang das dingens ned angerührt weil mir die regler etwas wenig vorkamen, bzw ich eine feinere soundjustierung bevorzugen würde...
was mir aber bei der idee eher zuspricht wäre der Hughes & Kettner Tubeman II, habt ihr mit dem eventuell erfahrungen? ich glaube der hat so ziemlich alles was mein spinnerherz begehrt!^^
gibt es außer ebay noch andere "quellen" um an günstige gebraucht-amps zu kommen? ich suche noch nen zweiten, unabhängig von der "orange-geschichte" hier... ;)
liebe grüüüße vom see
moe
 
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Pfaelzer":2q1e3h63 schrieb:
moe":2q1e3h63 schrieb:
eine weitere alternative wäre ein zweiter amp der eben nur nen schönen cleansound haben muss, aber ich möchte dies nach möglichkeit umgehen...
Warum eigentlich nicht ?
Wenn Dir der (verzerrte) Sound Deines Amps richtig gut gefällt, dann musst Du ihn nicht für cleane Geschichten verbiegen...
Natürlich sind 2 Amps schlepptechnisch der Hauptgewinn, und ein moderner Amp, der alles kann, wäre natürlich die elegantere Lösung. Aber wenn Du den Orange-Sound liebst und behalten möchtest, dann macht imho ein cleaner Amp (was auch ein Transistor-Amp sein könnte, der entsprechend günstiger als ein Röhrenamp ist) plus eine A/B-Box zu Umschalten am meisten Sinn...
Zum Preis eines Dualdrives gibt es schon sehr gute cleane Amps....insbesondere auf dem Gebrauchtmarkt (z.B. JC-120, Tech21, diverse Transen-Fenders etc.).

p

das hauptproblem ist vielleicht weniger die schlepperei, aber unser bassist spielt über einen alten '70er-jahre röhrenamp und einen neuen 1000W+ transendingens und mischt den sound, unser gitarrist über 2 marshall halfstacks und es könnte seeehr eng werden, bzw finde ich das ganze etwas gesponnen weil es meiner meinung nach der musik die substanz entzieht... außerdem möchte ich meinem orange "treu" bleiben! :D
 
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W°°":1ddt4pv6 schrieb:
Ein wirklich wuchtiger, federnder und brillanter Cleansound wird harrsch und hart, wenn man ihn in die Zerrung treibt. Ein satter, cremiger Zerrton erscheint matt und topfig ohne Zerre.

Das muss nicht so sein. Ein gut angepasstes Gitarren-Volume (mit R/C-Glied) und die richtige - Achtung, Voodoo - Eingangsröhre kann da Wunder bewirken.
 
HaWe
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moe":1usb4qja schrieb:
den Hughes & Kettner Tube Factor haben wir sogar hier im geschäft (ich arbeite im gitarrenladen), hab aber bislang das dingens ned angerührt weil mir die regler etwas wenig vorkamen, bzw ich eine feinere soundjustierung bevorzugen würde...
was mir aber bei der idee eher zuspricht wäre der Hughes & Kettner Tubeman II, habt ihr mit dem eventuell erfahrungen? ich glaube der hat so ziemlich alles was mein spinnerherz begehrt!

Bezüglich Tube Factor:
Aus genau diesem Grund hatte ich das OKKO Mod von Heiko Lauenroth angesprochen.
Macht den TF um einiges vielseitiger. (Er hat dann auch mehr Knöppe ;-) )
Aber ...... auch ohne Mod durchaus brauchbar.


Bezüglich Tubeman II (den habe ich auch):
Ich persönlich finde ihn vor dem Amp nicht sooo gut.
Für direkt ins Pult oder zum Recorden aber sehr brauchbar.

Da Du an der "Quelle" sitzt, probier es doch einfach mal aus. ;-)
 
A
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Piero the Guitarero":13nj5bcg schrieb:
Genau für diesen Zweck wurde der Baldringer "Dual Drive" erfunden. ;-)

Um aus einem einkanaligen "Vintage Marshall" (o.ä.) einen pseudo dreikanaler zu machen.

Moin,

das Visual Sound Jeckyl&Hyde stößt ins selbe Horn, nur noch etwas flexibler, da dort eine Art TS-Klon und ein Distortion-Pedal in einem Gehäuse verbaut sind. Beim DD sind beide Kanäle identisch, wenn ick mir nich irre, und das kann je nach dem erwünscht oder eben unerwünscht sein.

Test der alten Version des J&H:
siehe http://guitartest.de/VISUAL%20SOUND%20JECKYL&HYDE.htm

Es gibt aber eine neuere, siehe
http://www.youtube.com/watch?v=8NuzZsB12IA
http://www.youtube.com/watch?v=DncaY7CavVA

Es gibt sicher noch andere, ähnlich gestrickte Pedale, von weehbo gabs z.B. auch was in der Art, das Helldrive, iirc.

Wie W°° korrekt andeutete, sollte das EQ-ing des Pedals halt anpassbar sein, d.h wäre es gut, wenn z.B. Höhen spürbar reduzierbar sind bei Zerrsounds. Insbesondere, wenn man gerne einen höhenreichen Cleansound hat.

Tschö
Stef
 
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Moin,

nichtdiemama":1s6cxd94 schrieb:
Beim DD sind beide Kanäle identisch, wenn ick mir nich irre, und das kann je nach dem erwünscht oder eben unerwünscht sein.


Wie W°° korrekt andeutete, sollte das EQ-ing des Pedals halt anpassbar sein, d.h wäre es gut, wenn z.B. Höhen spürbar reduzierbar sind bei Zerrsounds. Insbesondere, wenn man gerne einen höhenreichen Cleansound hat.

Tschö
Stef

Einspruch, Euer Ehren. Im DD sind beide Kanäle unabhängig und identisch aufgebaut, was aber auch bedeutet, dass beide Kanäle eine enorme Flexibilität haben. Die "normale" Klangregelung ist sehr wirksam, es gibt für jeden Kanal Jumper für mehr Gain, für die Betonung bestimmter Höhenfrequenzen und für einen "Woman-Tone". Man kann also beide Kanäle absolut unterschiedlich einstellen. Ausserdem bietet Dirk ja auch individuelle Abstimmungen an.

Gruß und Blues
Andreas
 
Swompty
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Vorsicht: Der DD ist nicht wirklich mit Verzerrern zu vergleichen - eher mit nem Amp.

Will da keinen Zerrer schlechtreden, sind aus meiner Sicht zwei unterschiedliche Dinge.
 
 

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