Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

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Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

Nach dem Tausch der Speaker und dem Wechsel vom Rack zum Röhrentop fehlte nur noch ein guter Verzerrer vor dem Amp.

Meine Anforderungen waren ganz schnell formuliert:
1) Ich hatte im Rack 3 Kanäle zur Verfügung, das brauchte ich also wieder.
2) Mein Top hat einen wundervollen Cleansound. Der sollte a) nicht verfälscht werden und b) möglichst bei den Zerrsounds erkennbar bleiben.

Meine Preisvorstellungen waren zuerst ganz eng gesteckt, aber das musste ich schnell aufgeben, nachdem ich einen Tubescreamer und OD-1 und OD-3 getestet hatte und mit den Sounds nichts anfangen konnte.
Da ich den Dualdrive schon in einem Kurztest an meinen Amp hören konnte, war schnell klar der muss her!

Preis: 450€ ! Zuerst Aua! Hat sich beim Kaufen aber sehr schnell relativiert, da Dirk Baldringer ein sehr lustiger Typ und ein absolutes Unikum ist und er LEBENSLANGE Garantie und jederzeit kostenlose Modifikationen des Dualdrive II anbietet. Anruf genügt!

Schaltung: Ohne True-Bypass, aber mit einer excellenten Buffer-Schaltung, die ich nicht höre! 2 getrennte, aber identisch aufgebaute Kanäle, die man individuell mit Jumpern im Inneren und Feedback-Reglern auf den Amp und den eigenen Geschmack anpassen kann. Es handelt sich bei den Kanälen nicht um simple Verstärkerstufen, die einfach zerren, sondern um komplette Vorverstärkerschaltungen mit 3-Band-Klangregelung, Gain- und Master-Regler sowie einem Schalter, der den Mittenbereich etwas anhebt (Fender-/Marshall-Charakter).

Praxis: Die Tretmine ist perfekt anpassbar an meinen Amp. Ich habe den ersten Kanal im Low-Gain-Modus belassen. Dadurch bleibt der Kanal relativ lange mit Singlecoils clean. Je nach Klangregelung kann man den Amp damit etwas "anfetten" oder ausdünnen. Dann kommt mit steigendem Gain ganz langsam ein abolut durchsichtiger Blues-Crunch, den man bis in ein Old-School-Rhythmusbrett steigern kann.
Der Charakter des Amps bleibt immer erhalten!!!

Im 2. Kanal (HiGain-Modus) Ist auch ein leicht schmutziger "Clean"-Betrieb möglich, aber es geht hier schon deftiger zur Sache. Singende Leadsounds sind kein Problem! Es schmatzt und singt, dass es eine Freude ist! Selbst bei Gain gegen 13 Uhr-Einstellung bleiben Akkorde (auf dem Steg-PU) differenziert erkennbar. Auf dem Hals-Pickup meiner Strat (mit HBs in SC-Format) sind schöne Singlenotelines drin, Akkorde sind damit jetzt nicht mehr so schön.

Fazit: Die 450€ tun erstmal weh. Beim Direktkauf mit Dirk Baldringer ist das Kauferlebnis aber nicht zu unterschätzen und mindert die Schmerzen enorm!
Vergessen habe ich das Geld, als ich beim ersten Rumprobieren Zeit und Raum vergessen habe! Meine Meinung: Einer der besten Bodentreter, die man sich vorstellen und wünschen kann. Insbesondere der Service, den Dirk einem zuteil werden läßt, ist unübertroffen. Er paßt seine Geräte dem Bedarf und Wünschen des Musikers an. Und das auch noch im Kaufpreis inbegriffen.

Aaaaaber: Für mich die erste Wahl, wenn ich einen tollen Grundsound habe und die Möglichkeiten eines 3-kanaligen Setups nicht mehr missen möchte!

Gruß
Ingo

PS: Vielleicht kann und will Ralf (aka Taschakor) ja noch ergänzen...
 
"Der Volksmund sagt: Religion ist Opium für das Volk. Das ist irreführend. Opium ist eine bewußtseinserweiternde Droge."
Volker Pispers

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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

Hi,

schönes Review! Ich benutze den Dual Drive selbst seit ca. 1,5 Jahren mit wachsender Begeisterung! Insbesondere nach dem Update, welches Dirk seit diesem Jahr anbietet, klingt er für mich unübertroffen.

Grüße
Christian
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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

Danke!
Ich war mit Ralf (dem Sänger und anderen Gitarristen) bei Dirk und Ralf hatte sein Dudeldrive dabei. Dirk nahm es, schraubte es auf und tauschte mal eben ein paar Bauteile aus. Damit war "dem Ralf ihm sein Treter" auf dem neuesten Stand. Das nenne ich Service. Die Geschichten, die Dirk nebenbei noch erzählt hat, waren die Sahnehäubchen obendrauf!
 
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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

besitze auch die rote dual drive kiste.

habe sie mir kanal eins fender like um modeln lassen und der kanal zwei so wie baei allen.

bin sehr zufrieden und der dirk ist schon einer. mit ihm bei uli von realguitars neben an gequatscht ohne zu wissen wer er war.

frage an die user wäre mal intressiert an euren einstellungen des dual drives. also den reglern den potis usw und eure erfahrungen bei verschiedenen einstellunge.

danke

gruß and rock on
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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

Hi,

nachdem ich mit einigen verschiedenen Einstellungen experimentiert habe, bin ich aktuell wieder in der Werkseinstellung gelandet, außer, dass ich den Jumper "warm" für den 2. Kanal entfernt habe.

Bei den Poties bin ich zunächst von der Mitteleinstellung ausgegangen und habe lediglich etwas Mitten hinzugegeben und die Presencen etwas abgesenkt. Geschmacksache.

Was ich festgestellt habe: Der Master vom DD sollte schon mindestens auf 11.00 besser 12.00 Uhr stehen, sonst spielt der DD seine Trümpfe nicht voll aus. Das ergibt sich aber eigentlich automatisch, da man den Amp (zumindestens bei mir) sonst "drosseln" würde, d.h. das cleane Ampsignal wäre lauter als die Kanäle vom DD.

Ich denke, dass die Einstellungen auch sehr vom verwendeten Amp abhängig sind. Bei mir ist ein 18-Watter Marshall-Clone von TAD mit Zusatzbox und G12H Heritages. Da passt die Werkseinstellung schon prima.
Insbesondere das Update war aus meiner Sicht eine Offenbarung.

Grüße
Christian
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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

N'Abend zusammen.

Ich schliesse mich an, schönes Review. Und da ich schon aufgefordert werde, gebe ich auch gerne noch ein bisschen von meinem Senf dazu.
Ich habe den DudelDrive jetzt seit anderthalb Jahren und bin immer noch begeistert. Das Tolle an diesem Gerät ist, dass es den Amp in Frieden lässt. Es bringt "nur" Zerre hinzu ohne den Grundsound des Amps zu verändern.
Ich spiele den DD abwechseln vor einem 78er Marshall JMP und einem 66er Fender Bandmaster. Im Low-Gain Bereich klingt es bei Gain auf 13-14 Uhr ungefähr so wie der jeweilige Amp voll aufgedreht klingt. Der Marshall klingt bei gleicher Einstellung des DD nach Marshall und der Fender halt nach Fender. Und Ingos Kitty klingt halt wie ein Kitty. Das geht sehr in Richtung Endstufenzerre.
Allerdings ist das DD kein Schönfärber. Man hört jede Nuance, es verdeckt nichts und es verzeiht nichts. Jede Unsauberkeit wird genau so übertragen wie man es gespielt hat. Auch die verwendete Gitarre spielt eine große Rolle, selbst bei voller Zerre hört man deutlich den Unterschied zwischen einer guten und einer nicht so guten Gitarre. Da verdecken und schönen andere Zerrer, und auch die ein oder andere (teure) Röhrenvorstufe deutlich mehr. Ist Geschmacksache, ich liebe sowas.

Zu dem Update kann ich nicht viel sagen, der Dirk hat diese Woche noch ein paar mehr Teile ausgetauscht, nachdem wir mein Setup besprochen haben und ich mir im High-Gain Kanal einen um Nuancen weniger harschen Sound in Kombination mit dem Bandmaster gewünscht habe. Das ist ihm gelungen, ich wollte heute Nachmittag gar nicht mehr aus dem Proberaum raus

So bevor ich jetzt wieder ins Schwärmen gerate komme ich mal lieber zum Ende. Mein Fazit ist: Das Ding ist jeden Cent wert, der Service ist perfekt und ich habe damit, nach langem Suchen, meinen Sound gefunden.

LG, Ralf
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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

Zu meinen Einstellungen kann ich noch nichts sagen, da ich ja erst auf Soundsuche bin. Aber nach der nächsten Probe im Zusammenspiel sollte sich schon etwas sagen lassen.
 
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Volker Pispers

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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

Tach zusammen
Ich hab noch ne kurze Frage an die Dual Drive User. Teilt ihr die Meinung von guitartest.de dass das Fulltone OCD ziemlich ähnlich (bis gleich) klingt wie das Dual Drive?
Hab mir halt überlegt ob man nicht auch Fulltone OCD + Fulldrive2 kaufen könnte anstatt dem DD. Ist der wirklich soviel besser wie es der Preis vermuten lassen muss?

Ich spiele übrigens ein THC Sunset 2x12 Combo. Meiner Meinung nach der beste Amp der Welt! Und da bin ich natürlich schon an einem Pedal interessiert das den Ampsound nicht verbiegt. Wie stehts da mit dem OCD, verändert der den Grundsound?

thanks für die Antworten
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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

nein, ich finde das die zwei doch recht unterschiedlich klingen.

habe beide und kann diets meinung (wie machen andre auch nicht teilen, obwohl er sehr oft recht hat )

versuche doch gebraucht an ein dd ranzukommen.

in der bucht ging jetzt eins für 250 weg. neuste version!

allein die flexibiltät und das geräuchlose umd bzw ein und ausschalten macht das dd perfekt. vom sercve bei dirk ganz zu schweigen.
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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

Patzwald schrieb:
in der bucht ging jetzt eins für 250 weg. neuste version!



Was ist denn die Bucht??

Übrigens danke für die antwort. Würdest du dann sagen das OCD klingt rockiger/heavier?
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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

anders und kommt ja drauf an mit was du den treter befeuerst und in welchen amp er geht.

sowie deine definiton für rockiger/heavier

das können beide

mir persönlich gefällt der dd besser - rein meine meinung!

bucht = EBAY (bay ist english und heißt übersetzt bucht )
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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

Moin THC Junkie,

ich kann mich da nur Patzwald anschließen: DD und OCD klingen für mich auch unterschiedlich. Mein DD klingt im positiven Sinne einfach neutraler und auch "größer", als der OCD und lässt den verwendeten Amp weitestgehend unverfälscht klingen.

Dabei muss ich aber erwähnen, dass ich als Vergleich den OCD, Version 4 hatte. Und nachdem, was man so liest, wurde dem OCD mit jedem Update mehr Mitten verpasst. So gesehen liegt die Vermutung nahe, dass der Ursprungs-OCD dem DD schon sehr ähnlich war.

Ich habe beide direkt miteinander über meinen 18-Watter verglichen. Der DD spielt für mich nochmal in einer anderen (besseren) Liga.

Andereseits kann ich mir auch vorstellen, dass die von dir angedachte Kombination (OCD + FD) auch gut zum THC passen könnte.

Ich spiele selber ein THC-Topteil, muss aber zu meiner Schande gestehen, dass ich den DD davor noch nicht getestet habe (andere Band, anderes Equipment).

Grüße
Christian
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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

Moin,
ich hab einen OCD Klon der klanglich Version 1 entspricht und vom Gainvermögen der Version 4, was diesen Klone auch zum perfekten Begleiter für die Heavy Fraktion machen würde, wenn man mal den passenden Amp annimmt.
Mein Super Reverb wird jetzt nur bedingt Schwermetal tauglich

Den Klon konnte ich jetzt auch gegen einen DD testen.
Ich wäre ebenfalls Dieters Meinung das man mit dem OCD den DD ganz gut nachahmen kann.
Aber: durch die ganzen Jumper, Eingriffsmöglichkeiten und die Updates ist der DD das erheblich flexiblere Gerät. Zudem... man müsste ja auch zwei OCD (oder dessen Klone) auf´s Brett packen um das Zweikanal-Setup des DD zu realisieren.
Mein Fazit wäre: Wer mal was anderes hören will als den allgegenwärtigen Tubescreamer Sound mit seiner Bassbeschneidung und dem Mitten-Nök ist mit OCD, Okko Diablo oder DD bestens bedient.
Ich hab nun Fulldrive 2 artiges und den OCD Klone auf dem Brett und hab damit einfach zwei unterschiedliche Klangwelten.
Beides für mich brauchbar...


Grüße
MIKE
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RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

Vielen Dank für all die hilfreichen Kommentare. Ich tendiere immer mehr in Richtung DD. Wobei ich auch sagen muss; eigentlich sollte man ALLE haben!!
Verfasst am:

RE: Kurzreview: Baldringer Dual-Drive

je mehr du testest je mehr weißt du was past und was nicht.

habe auch shcon sachen probiert, sie gingen wieder und nachher gedacht: eigentlich sows suchst du gerde jetzt.

gas in allen gassen halt.

also halt mal die augen auf in der bucht ;)
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