Koch Twintone II

Seite 1 von 4
Verfasst am:

Koch Twintone II

Nach einem Jahr ohne Röhre bin ich doch wieder rückfällig geworden.
Aber halt, lieber Jörg m.c., bevor du das Schwert über meinem Haupte kreisen lässt, höre meine Beweggründe und urteile danach gerecht und mit väterlicher Milde.

Es begann mit der Einsicht, dass ich den Zentera eigentlich nie aus dem Haus lasse. Ich liebe seine Sound- und Effektqualitäten, hasse ihn aber ob der Programmiererei und des Gewichtes. Deshalb kam live und in der Probe eigentlich immer der kleine zen zu Zug.

Jedenfalls fahre ich also in einen Laden um einen Laney Lionheart 20 Watter zu testen und bin eher enttäuscht. Da springt kein Funke über. Sehe in der Ecke den eher zierlichen Koch Combo. Erinnerung an einen positiven Test und der allgemein gute Leumund der Koch Amps laden mich dann doch noch zum weiteren Verweilen ein.
Jedenfalls war der Zentera für alle Fälle schon mal dabei und hat sich dann auch tatsächlich den Wechsel mit dem Koch gefallen lassen müssen.

warum ich die Geschichte mit dem Zentera schreibe ?
Weil der Koch ein sehr vielseitiger Verstärker ist, der zusammen mit dem kürzlich erstandenen M13 den zentera ersetzen kann.

Erster Eindruck

Der Koch kommt recht kompakt daher, wiegt aber satte 25 Kilo, was man dem Kerlchen so gar nicht auf den ersten flüchtigen Blick ansieht. Mit dem schwarzen Tolex und der schwarz-silbernen Frontbespannung hat er auch gleich die hässliche Seite der Hughes&Kettner Zens übernommen. Geschmacksache. Auch das häßliche Logo wird wohl demnächst auf seine Entfernbarkeit untersucht werden. Passt mit silberner Panzerkette wohl besser als zierendes Untensil zu einem HipHoper. Auch Geschmacksache.

Features

Der Twintone II ist ein 3 Kanaler. Oder auch ein 2 Kanaler mit einem kaskadierbaren Overdrive Kanal, der aber eine gemeinsame Klangregelung besitzt.
Der Clean Kanal hat eine vor dem Volume geschaltete Klangregelung mit Bass, Mid und Treble, der OD Kanal hat ein der Verzerrung nachgeschaltete Klangregelung, die dadurch sehr effektiv reagiert. Presence gibt es auch noch für den OD Kanal.
Eingangsseitig gibt es einen Normal Input, der in der Regel für SC Gitarren genutzt wird und einen Bright Input, der nur für den Clean Kanal eine Veränderung bringt, für den OD Kanal aber gleich funktioniert wie der Normal Input. Für den Clean gibt es eine Höhenanhebung und Pegelabsenkung um HB Gitarren eingangssignalseitig an SCs am Normal Input anzupassen. Sehr clevere und funktionierende Geschichte.
Dann gibt es noch einen 3-fach Schalter zur manuellen Kanalwahl und Standby und Power Schalter. Standby leuchtet grün, wenn der Amp "offen" ist und leuchtet nach Standby Aktivierung ein paar Sekunden nach. Koch schreibt dazu, dass man dem Amp diese paar Sekunden gönnen sollte, bevor man den Amp ganz ausschaltet. Wieder eine clevere Sache, die ich noch bei keinem anderen Amphersteller gesehen habe ( wie noch so manches ).

Auf der Rückseite geht es dann richtig ab.
Da gibt es erst mal den Netzkabelsteckplatz und die Sicherung. Danach kommt der Anschluss für den Fussschalter und der Regler zur Justage des Rhythm/Solo Verhältnisses. Weiter geht es mit dem Regler für den Reverb-Anteil, der seriellen und parallelen Effektloop , den Speaker-outs mit Power Soak und der frequenzkorrigierten Abteilung mit Buchsen für Recording und Headphones.

Mit dabei noch ein sehr gute Bedienungsanleitung, die sich dankenswerterweise auf das informative wesentliche beschränkt und der 5-fach Fussschalter. Mit dem kann man die 3 Kanäle einzeln anwählen und dazu noch den Hall/FX-Loop und die Rhythm/Solo Boost Funktion schalten.

Sounds

Clean ist clean. Dabei sehr präsent und druckvoll. Setzt sich im Bandgefüge sehr gut durch. Klingt nicht steril oder feist, sondern bestimmt und sehr gut darstellend. Nicht beschönigend oder gleichmachend, sondern detailgenau und schnell. Hat nicht das verspielte superdreidimensionale silbern schimmernde, ohrenschmalzkitzelnde und Pipper-eine-enge-Hose-machende einer vintage Tweed-Alnico Kombination, ist dafür aber weniger schwierig zu handhaben und hat eine richtig zupackende Klangregelung und ein sehr gut funktionierendes Design mit dem Bright Eingang nur für den Clean Kanal. Macht bei Spielern, die viel zwischen SCs und HBs wechseln die Abstimmung viel leichter !!

OD- Kanal:
Die gemässigtere Variante eines trotzdem nach bedarf bissigen Overdrive Kanals. Beginnt recht clean, allerdings mit einer anderen Klangfarbe als der Clean Kanal und steigert sich bist zu einer Overdrivedichte, die man gemein hin dem Bluesrock und ClassicRock zuorndnet.
Auch hier wieder eine auffällig effektive Klangregelung.

Der OD+ Kanal steht in einem festgesetzten Verhältnis zum OD Kanal. Man hat also nicht die Möglichkeit der Beeinflussung des Pegel- und Verzerrungsanstieges. Beides ist aber praxisbezogen und sehr gut verwendbar abgestimmt.
Edit : Der Pegel- und Gainsprung fällt bei SC Gitarren deutlicher aus, vor allem in niederen Lautstärken. Je näher man an die Endstufensättigung kommt, umso weniger fällt es ins Gewicht.
Bei einigen Songs in unserem Programm kann ich aber die deutliche Pegel- und Gainabsenkung brauchen und lege für die lautere Crunch-Passage eben noch einen nach mit dem zuschaltbaren Boost. Die Praxisbezogenheit ist also, wie vieles bei Amps, relativ.

Rhythm/Solo Funktion

Auf der Rückseite ist das Verhältnis von Rhythmus- zu Solo Lautstärke einstellbar. Es ist eine Pegelabschwächung für die Rhythm Lautstärke und kein Boost für die Solo Lautstärke. Also aufgebaut wie der Rath Solo Switch. Ist praktischerweise per Footswitch schaltbar.

Reverb

Auch hier verweigert sich Koch dem vintage-twang-Trend. Ein höhenreicher, gut dosierbarer und nicht aufdringlicher Hall, der eher mit einem DigitakHall als mit einem typischen Fender-Spring Reverb zu vergleichen ist. Auch fusschaltbar.

FX-Loop

Seriell und parallel verfügbar.
Seriell wie gehabt.
Parallel hat die gleiche Send Buchse wie der serielle, aber eine extra Return Buchse. Wenn die belegt ist, wird der Reverb umgangen und der Reverb Regler fungiert als Zumischregler für den Effektanteil und damit ist die Loop fussschaltbar über den Reverb-Schalter.

Speaker-Outs und Power Soak

50 watt betrieb ist gegeben, wenn der der interne Speaker in der Main Buchse steckt und der Schalter auf 8 Ohm steht.
25 watt ist gegeben, wenn der interne Speaker bei Extension gesteckt ist und der Impendanzwahlschalter auf 4 Ohm steht.
0 Watt ist gegeben, wenn keine Buchse belegt ist. Dann ist lautloses recording oder der lautlose Phonesbetrieb möglich.
Das Anschliessen einer externen Box funhktioniert über Belegung beider Buchsen wie benannt und Schalter auf 4 Ohm.


Der auf den ersten Blick niedliche Twintone ist ein wahrer Prachtkerl.
Laut, wuchtig, direkt, ehrlich und sehr gut klingend. Nicht für den NuMetaller und nicht für den vintage-Keramiksockel-Lutscher, aber der clever durchdachteste Röhrencombo der mir bisher untergekommen ist.
Verträgt sich gut mit HB und SC Gitarren und überzeugt unter anderem durch eine Laufruhe und Nebengeräuschfreiheit auch bei hohen Gain Settings, wie ich es auch noch nicht gehört habe.
Durch die feine, wohlklingende Frequenzkorrektur und die vielseitige Fernsteuerbarkeit ein feiner Kollege für Recording und vor allem für die Band. Da ist die Mikroabnahme nicht mehr wirklich notwendig.
Die FXLoop funktioniert bestens mit allerlei Gerätschaften und auch vorgeschaltete Effekte frisst der Koch ohne Schluckauf oder Sodbrennen.

Fazit

Feines kleines Kerlchen ohne Boutique (Preis)Allüren mit großem Klang und so ziemlich der cleverste Röhrenamp, den ich bisher am anderen Ende des Kabels hatte.
 
___________________________________

Gruß
Stefan
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

HI,

noch eine kleine Ergänzung.

Ich habe den Koch jetzt doch schon eine Weile und bin immer noch sehr mit ihm zufrieden.

Der verbaute Speaker ist ein Jensen Special Design für Koch. Den würde ich vom Klangcharakter eher in die Ecke des Vintage 30 einordnen. Er kommt aber ausgeglichener in den Frequenzen und strahlt breiter ab. Aber er bildet den Ton sehr direkt und wenig plastisch ab, er kommt also etwas hart.
Das hat sich mit der Zeit ein wenig verbessert, der Speaker ist jetzt ein Stück weit eingespielt. Die Grundcharakteristik bleibt aber.

Ich habe jedenfalls noch mit anderen Speakern herum experimentiert und ich bin immer wieder erstaunt, wieviel vom Klang der Speaker ausmacht.

Der erste Kandidat war ein Celestion G12H30. Damit kommt der Koch gleich einen Tick aggressiver und dynamischer.
Mit dynamischer meine ich die Reaktion auf die Dynamik im Spiel. Wenn ich mit dem Koch am Jensen/Koch Speaker das Gitarrenvolume zurückdrehe oder zwischen leichtem und festem Anschlag variiere, dann ist es im Prinzip der gleiche Sound, nur leiser oder lauter.
Wenn ich das gleiche beim G12H30 mache, dann ändert sich da einiges mehr. Sowohl im cleanen, wie auch im verzerrten Bereich. Dieser Speaker geht anders mit den Pegelspitzen um und die oberen Mitten und die Höhen klingen "musikalischer" ( sorry, schwer zu beschreiben ).

Dann kam als nächster Proband ein Cream AlNiCo 50Watter dran.
Holy moly !
Ein komplett anderer Amp, würde man schwören.
Clean mit der Strat eine Offenbarung ! Die Direktheit des Koch/Jensens ist einer warmen weichen Plastizität gewichen und die vormals zu zügelnden Höhen bilden jetzt eine "warme Vintage-Silberglocke ", wie wohl Sportsfreund Pipper sagen würde.
In angezerrten Gefielden ist so ein AlNiCo natürlich in Top-Form. Weich einschwingend und dann eine hochauflösende, sehr räumlich und harmonisch klingende Zerre. Ich versuch es mal zu beschreiben. Während beim Koch/Jensen irgendwie alles auf einmal aus dem Amp kommt und schwupp da ist, scheint beim Cream alles schön nacheinander rauszukommen um sich dann zu einem Sound aufzubauen. Hat so ein bisschen was von einem Tenorsaxophon.
Im Bereich Vollbrett kommt der Speaker an seine Grenzen, da muss ich allerdings dazu sagen, dass er aus dem Karton und somit noch nicht eingespielt ist. Dieser faktor kommt bei einem AlNiCo doch sehr viel mehr zum tragen. Die harschen Höhen im Vollbrett werden noch weicher werden und die Mitten noch elastischer.

Welchen Speaker ich jetzt drin lasse ?
Wahrscheinlich den originalen Koch/Jensen oder den G12H30.
Mit den AlNiCos werde ich eine halboffene 2x12er bestücken.
Der Koch Speaker ist eigentlich ideal für die große Kapelle mit Bläsern und keys,da kann ich die Direktheit und das sehr ausgewogene Frequenzangebot gut brauchen. In der Rock-Cover Kapelle wohl eher den G12H30, der rockt und rotzt mehr. Und für die schönen Stunden in kleiner Besetzung oder alleine zu Hause mit einen Glas gutem Roten zum Mitternachtsblues gibt es dann die Box mit den AlNiCos.

Ich finde es nur immer wieder enorm, was man mit verschiedenen Speakern aus ein und demselben Amp rausholt.
Eigentlich sollte jeder ernsthafte Gitarrenladen einige 1x12er Boxen da haben und die Kunden mit ernsthaftem Kaufinteresse auffordern, seinen Wunschamp auch mal an verschiedenen Speakern zu testen.
 
___________________________________

Gruß
Stefan
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

"Ich finde es nur immer wieder enorm, was man mit verschiedenen Speakern aus ein und demselben Amp rausholt.
Eigentlich sollte jeder ernsthafte Gitarrenladen einige 1x12er Boxen da haben und die Kunden mit ernsthaftem Kaufinteresse auffordern, seinen Wunschamp auch mal an verschiedenen Speakern zu testen."

Würde aber auch bedeuten jeder ernsthaft am Sound interessierte Gitarrist müßte eigentlich 2-3 ''12 Boxen im Proberaum oder Wohnzimmer zu stehen haben.
Aber statt dies einmal durchzuziehen kaufe ich dann doch wieder einen ganzen Amp, einfach weil der Preis von einzelnen Boxen im Vergleich zu ersterem inspiriert.
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

NichtsLutz schrieb:
"Ich finde es nur immer wieder enorm, was man mit verschiedenen Speakern aus ein und demselben Amp rausholt.
Eigentlich sollte jeder ernsthafte Gitarrenladen einige 1x12er Boxen da haben und die Kunden mit ernsthaftem Kaufinteresse auffordern, seinen Wunschamp auch mal an verschiedenen Speakern zu testen."

Würde aber auch bedeuten jeder ernsthaft am Sound interessierte Gitarrist müßte eigentlich 2-3 ''12 Boxen im Proberaum oder Wohnzimmer zu stehen haben.
Aber statt dies einmal durchzuziehen kaufe ich dann doch wieder einen ganzen Amp, einfach weil der Preis von einzelnen Boxen im Vergleich zu ersterem inspiriert.


Nein. Nicht unbedingt.
Lies doch hier mal durch, wie oft Leute mit ihren Amps nicht ganz zufrieden sind, weil so ein wenig hier vom Sound fehlt und ein wenig da. Und dann werden Röhren in V1 getauscht und ganze Sätze Endstufenröhren gewechselt, teuerste Kabel getestet, verschiedene Booster und Effekte angeschleift und am Schluß der Amp verhöckert.
Wenn ich dann damit in den Gitarrenladen meiner Wahl gehe, kann ich mal verschiedene Speaker ausprobieren und bin dann vielleicht schon zufrieden.
Moderne Amps sind oft sehr flexibel mit ihren verschiedenen Einstellmöglichkeiten und Soundkonzepten. Mit verschiedenen Boxen kann mancher sich fast den zweiten Amp sparen, wenn er musikalisch flexibel sein soll.
Ausserdem hängt in so vielen neuen Amps dieser unsägliche Vintage 30 drin, der mittlerweile zum Industriestandard geworden ist. Aber nicht aus Publikumsgunst, sondern eher aus markttechnischen Gründen. Da schlummert in vielen Amps noch einiges mehr.

Muss aber ja auch nicht jedermachen. Ich teste da gerne verschiedene Sachen aus, andere eben nicht.
 
___________________________________

Gruß
Stefan
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

Hallo Stefan,

wollte Dir ja gar nicht widersprechen.
Allerdings gehöre ich auch nicht zu den Röhren-
und Kabel- etc. Tauschern.

Ein Amp wird von mir selbstverständlich auch mit verschiedenen Speakern
ausprobiert (dazu benutze ich allerdings die verschiedenen Amps im Haus, denn
wie gesagt die clevere Variante mit den ''12 Boxen habe ich immer
nie im Haus).

Allerdings neige ich mitterlweile dazu Gitarren und Amps nicht mehr groß zu modifizieren.
Wenn es gefällt gut, wenn nicht dann halt wieder verkaufen.

Mittlerweile neige ich zur Auffassung,
das auch Instrumente ein recht auf körperliche Unversehrtheit haben.
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

Hi,

physioblues schrieb:
Dann kam als nächster Proband ein Cream AlNiCo 50Watter dran.
Holy moly !
Ein komplett anderer Amp, würde man schwören.
Clean mit der Strat eine Offenbarung ! Die Direktheit des Koch/Jensens ist einer warmen weichen Plastizität gewichen und die vormals zu zügelnden Höhen bilden jetzt eine "warme Vintage-Silberglocke ", wie wohl Sportsfreund Pipper sagen würde.
In angezerrten Gefielden ist so ein AlNiCo natürlich in Top-Form. Weich einschwingend und dann eine hochauflösende, sehr räumlich und harmonisch klingende Zerre. Ich versuch es mal zu beschreiben. Während beim Koch/Jensen irgendwie alles auf einmal aus dem Amp kommt und schwupp da ist, scheint beim Cream alles schön nacheinander rauszukommen um sich dann zu einem Sound aufzubauen. Hat so ein bisschen was von einem Tenorsaxophon.


prima, neulich hatte ich die Überlegung, mir den Cream Alnico als Ergänzung zu meinem G12H30 im AC30 zu gönnen (momentan werkelt dort die Kombination G12H30/Greenback, die gut funktioniert, aber es könnte ja noch vermeintlich besser gehen ), bin aber wieder davon abgekommen. Jetzt kommst du und lobst den Cream Alnico hier in blumigen Worten und ich überlege wieder... Vielen Dank !

Gruß,
Andreas
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

thx für den "Artikel"
Deine Soundbeschreibung mit dem Alnico klingen super interessant für mich. Genau was ich suche.

Habe noch ein paar Fragen
Wie würdest du den maximal möglichen Gainbereich beschreiben? Ist sahnig, singender Ton ohne kratzende, schrille Höhen möglich? Auch mit dem Originalspeaker? Kann sowas bissl schlecht beschreiben. Ich frage, weil du zum Klang des Jensen schreibst "kommt etwas hart".

Und hattest du mal ein Pedal vor dem Amp? Arbeitet der Koch gut mit einem Overdrive vor dem Cleankanal oder zum zusätzlichen Ankicken im Drivekanal zusammen?

Gruss,
Stephan
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

moreblues schrieb:
Habe noch ein paar Fragen
Wie würdest du den maximal möglichen Gainbereich beschreiben? Ist sahnig, singender Ton ohne kratzende, schrille Höhen möglich? Auch mit dem Originalspeaker? Kann sowas bissl schlecht beschreiben. Ich frage, weil du zum Klang des Jensen schreibst "kommt etwas hart".

Und hattest du mal ein Pedal vor dem Amp? Arbeitet der Koch gut mit einem Overdrive vor dem Cleankanal oder zum zusätzlichen Ankicken im Drivekanal zusammen?

Gruss,
Stephan


Hi,

der maximale Gain Bereich ist für alles ausser Metal und dessen komischen Auswüchsen ausreichend.
Hmmm, kratzend, schrille Höhen ?
Der AlNiCo muss erst mal ein wenig eingespielt werden, denn am Anfang hat er wirkich ein heftiges Höhenspektrum. Aber jetzt kommt es richtig gut. Für sahnig singend wäre mein Tipp eher der Greenback gewesen. Aber wenn ich deine Les Paul und deine Jem im Gear-Bereich anschaue, dann würde ich für die LP auf alle Fälle grünes Licht geben, wenn es denn nicht Gary Moore sein soll, sondern eher im mässigeren Bereich sein soll. Ansonsten wäre eine Mischung AlNiCo plus G12H30 wohl besser. Mit der JEM würde ich den Original Speaker drin lassen.
Mit Pedalen kann der Koch gut. Da habe ich noch keine Probleme feststellen können.

Am besten eine 2x12er mit AlNiCos, eine mit Greenbacks. Dann bist du klanglich sehr flexibel.
 
___________________________________

Gruß
Stefan
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

Danke für die fixe Rückmeldung. Super wie du das so beschreibst.

Die Universe spiele ich nur äußerst selten. Mir geht es hauptsächlich um einen guten Sound für die Paula. Und der Twintone verdichtet sich gerade vor meinem geistigen Auge als Amp meiner Wahl
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

Hi Moreblues,

ich spiele den Twintone in der ersten Ausführung als Head an einer 2x12 mit V30. Auch wenn ich eigentlich lieber einen Combo aufgrund des praktischen Faktors hätte, finde ich, dass gerade dieser Amp einfach ehrlich auf jede Art von Gitarre die man dranhängt reagiert. Er komprimiert nicht zu stark, hat im Gainkanal viele Reserven aber steuert auch erst ganz soft, als mit einem schönen Crunch rein und man kann ihn dann auch noch schön mit dem Volumepoti zähmen, so dass man den Kanal fast nicht mehr wechseln muss, wenn man es clean mit bisschen Dreck haben will. Ein toller dynamischer Amp, der zu immer zu einem fairen Preis zu bekommen ist. Also, go ahead..

LG, Alex
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

moreblues schrieb:
Danke für die fixe Rückmeldung. Super wie du das so beschreibst.

Die Universe spiele ich nur äußerst selten. Mir geht es hauptsächlich um einen guten Sound für die Paula. Und der Twintone verdichtet sich gerade vor meinem geistigen Auge als Amp meiner Wahl


Wo wohnst du denn ?
 
___________________________________

Gruß
Stefan
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

physioblues schrieb:
Wo wohnst du denn ?


In der Nähe von Bremerhaven. Warum?


Zuletzt bearbeitet von moreblues am 03.03.2009, insgesamt 2-mal bearbeitet
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

moreblues schrieb:
physioblues schrieb:
Wo wohnst du denn ?


In der Nähe von Bremerhaven. Warum?


Geil,

weiter weg geht es fast nicht. Sonst hätte ich dich gerne mal zum Antesten eingeladen. Aber 850 km sind wohl etwas viel.
Wenn du mal nach Wilhelmshaven kommst, da gibt es in der Nähe der Nordsee-Passage ein kleineres Gitarrengeschäft. Die haben ( zumindest bei meinem letzten Besuch ) einen sehr geilen kleinen Amp da. Einen ATT Little Willie. Find ich geil mit einer guten Les Paul.

Ansonsten schau mal, wo du den Twintone antesten kannst und häng mehrere verschiedene Boxen dran. Dann kannst du dir ein gutes Bild von dem Amp machen.
 
___________________________________

Gruß
Stefan
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

physioblues schrieb:
Ansonsten schau mal, wo du den Twintone antesten kannst und häng mehrere verschiedene Boxen dran. Dann kannst du dir ein gutes Bild von dem Amp machen.


Oder kauf einfach mein Twintone Top, dann kannste dranhängen was du willst. Upps, war das jetzt Werbung?

LG, Alex
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

physioblues schrieb:
moreblues schrieb:
physioblues schrieb:
Wo wohnst du denn ?


In der Nähe von Bremerhaven. Warum?


Geil,

weiter weg geht es fast nicht. Sonst hätte ich dich gerne mal zum Antesten eingeladen. Aber 850 km sind wohl etwas viel.
Wenn du mal nach Wilhelmshaven kommst, da gibt es in der Nähe der Nordsee-Passage ein kleineres Gitarrengeschäft. Die haben ( zumindest bei meinem letzten Besuch ) einen sehr geilen kleinen Amp da. Einen ATT Little Willie. Find ich geil mit einer guten Les Paul.

Ansonsten schau mal, wo du den Twintone antesten kannst und häng mehrere verschiedene Boxen dran. Dann kannst du dir ein gutes Bild von dem Amp machen.



Dafür ein klassisches LOL
Von hier aus is irgendwie immer ALLES am weitesten weg. Trotzdem danke für das Angebot. Hätte ich liebend gern gemacht. Wilhemshaven ist natürlich schon dicht dran und wenn ich mich demnächst zum Amptesten aufraffe, behalte ich das mal im Hinterkopf.

@honeyweed
Ich war auch erst am überlegen das Top zu nehmen, aber ich denke es wird doch ein Combo.
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

physioblues schrieb:
Die haben ( zumindest bei meinem letzten Besuch ) einen sehr geilen kleinen Amp da. Einen ATT Little Willie. Find ich geil mit einer guten Les Paul.


Ich hatte gleich 3 Stück davon - wurden nur wenige Kilometer entfernt von mir gebaut. Sehr Geiler und extrem puristischer Amp - leider sehr empfindlich, eigentlich war immer einer defekt - alle 3 wieder (teuer) verkauft!

Sorry für das OT lieber Stefan
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

Hi alle,
habe den Twintone jetzt auch hier stehen. Nach den ersten 2h ausprobieren kann ich physioblues´ Review nur unterschreiben. Gefällt mir sehr gut der Amp.

Auch mit meinem "Danelectro Drive" als Anschubser vor dem Cleankanal richtig klasse. Die Klangregelung regiert super sensibel auf verschiedene Einstellungen, da bin ich mit dem Testen wohl noch lange nicht durch.

Was mir als erstes aufgefallen ist, sind die extrem niedrigen Nebengeräusche des Koch. Echt klasse.

Werde morgen auch mal verschiedene Boxen dranhängen und berichten. thx nochmal an physioblues für die Review als Entscheidungshilfe

Rock on
Verfasst am:

RE: Koch Twintone II

Hallo Twintone-User,

bin zwar gerade erst zum Forum hinzugestoßen, aber verfolge schon 'ne Weile Eure Diskussion zu dem Amp. Würde gerne den Thread wieder ein bisschen beleben und mal in die Gemeinde fragen, ob's neue Erfahrungen (Speaker, Röhren, Einstellungen...) gibt.
Spiele den Amp (TT II Combo) nun schon eine Weile und habe immer wieder auch andere Twintones angetestet, wenn mir mal einer in die Finger kam. Dabei habe ich festgestellt, dass sich doch deutliche Schwankungen ergeben. Das betrifft sowohl Zerrverhalten (vielleicht speakerbedingt, je nach Einspielgrad) als auch Lautstärke. Mein Amp ist bei gleichen Einstellungen z.B. hörbar leiser als einige andere Twintones. Evtl. haben diese Abweihungen mit der Qualität der jeweiligen Röhren zu tun. Auch würde ich den Zerrkanal gerne etwas "runder bzw. harmonischer" tunen. Gerade bei höheren Lautstärken (Gain dabei nicht übermäßig, so zwischen 11 bis 01 h) komprimiert der mir etwas zu stark. Bei Zimmerlautstärke klingt's aber wieder hervorragend. Vielleicht habt Ihr 'ne Idee...

Gruß
Ron
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.