(M)eine Woche mit dem Axe-Fx

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(M)eine Woche mit dem Axe-Fx

Vorab, das ist kein Review, vielmehr ein Tagebuch von einer knappen Woche die ich mit dem Axe-Fx
zugebracht habe. Es wurde bereits gestern auf Wunsch bei Tube-Town veröffentlicht, jedoch gehört
es hierhin, da das Axe ja von einem Guitarworldler kam.

30.Mai - 1. Tag

Die Bedienung des Axe macht mich wahnsinnig. Um an den virtuellen Amp zu gelangen muss man EDIT
drücken und man gelangt auf die erste Seite des Verstärkers, der Preampsektion. Mit den "Kompassartig"
angeordneten Pfeiltasten die neben dem Jog-Shuttle Drehrad liegen kann man die virtuellen Potis anwählen.
Hat man diese nach persönlichem Gusto eingestelllt, kann man mit den darunter liegenden rechts/links
Cursortasten die Page "umblättern" und kommt so zur Endstufensektion. Presence / Deep / Damping / SAG
Master/ Level

Seite 3 des Amps umfasst so tolle Parameter wie den Bias der Röhren (default 35mA) und Frequenz des
Netztrafos sowie einiger Kondensatoren die man verändern kann.
Seite 4 ist eine Mix Sektion.

Bei der Cab Sim kann man die Box (1x12" mit Electro Voice oder 4x12" mit Greenbacks) und den Typ des
Mikros auswählen.




Ich hab mir dann mal den Soldano X99 mit meinem Preset 1 vorgenöpft, ein SM57 "willkürlich" in die Mitte
des Vintage 30 der Mesa Box positioniert. Einen weiteren Versuch ob es vielleicht noch eine bessere Stellung
gibt hab ich nicht gemacht. Ich hab einfach diese Variante eingestellt und nicht mehr verändert.



Das klingt dann so:

Fall mein gratis Webspace nicht streamt, alternativ bei Soundclick: http://www.soundclick.com/util/getplayer.m3u?id=7663056&q=hi

Dann das ganze am Axe-Fx eingestellt



Und klingt dann so:

Alternativ Soundclick: http://www.soundclick.com/util/getplayer.m3u?id=7663064&q=hi
 
Auch Cliff konnte es nicht verhindern
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Zuletzt bearbeitet von Piero the Guitarero am 14.02.2012, insgesamt einmal bearbeitet
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2. Tag

31. Mai - zweiter Tag

Jetzt kann man ja berechtigter Weise sagen: Moment mal, dein X99 ist ja gar kein X99 mehr, der ist ja
modifiziert. Koppel C ist anders, Gridstopper ist anders und Kathoden R ist anders.
Grund der Modifikation (nen) war damals das ich einen Sound à la Lukather aus dem Preamp holen wollte,
welchen der Soldano im Werkszustand nicht hat.

Wenn ich also Lukather als meinen Maßstab nehme hören wir uns das nochmal an:

http://mitglied.lycos.de/triaxtasy/luke_cae.wmv

Falls das nicht klappt,


Dazu habe ich am Soldano folgendes eingestellt: Gain auf quasi max aber den EQ zurückgedreht.



Und das klingt dann so:

Alternativ Soundclick: http://www.soundclick.com/util/getplayer.m3u?id=7663062&q=hi

Wenn man berücksichtigt das ich:


  • 1) keine Musicman mit aktiven EMG's, sondern eine Ibanez mit DiMarzios spiele
  • 2) Die position des Mikros eher zufällig gewählt und Vintage 30 Lautsprecher benutze
  • 3) Ich bedauerlicherweise nicht über Lukathers filigrane Finger verfüge...


...kommt das in etwa hin ;)


Beim Axe-Fx hab ich das eingestellt was man an Lukathers Rack an einstellung sehen kann



Und das klingt dann so:

Alternativ Soundclick: http://www.soundclick.com/util/getplayer.m3u?id=7663730&q=hi


Ich hab dann noch'n Bonus mit dem Soldano aufgenommen, wo er mehr Marshallesque klingt, also "sägiger"
dazu den Gain auf knapp über die hälfte, Bass auf 12 Uhr und Mid und Treble zu dreiviertel aufgedreht.



Klingt:

Alternativ Soundclick: http://www.soundclick.com/util/getplayer.m3u?id=7663063&q=hi
 
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Zuletzt bearbeitet von Piero the Guitarero am 14.02.2012, insgesamt 2-mal bearbeitet
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3. Tag

1. Juni - dritter Tag

Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu doof, gut wenn man einen Freund hat der ein Studio betreibt und es geradezu
liebt Bedienungsanleitungen und Handbücher zu studieren. Soll der doch mal mit dem Axe hantieren.

Markus tut auch fleißig editieren. Die Werkspreset hält er alle für unbrauchbar. Nach 60 Minuten hat er
dann was programmiert. Wenn man bedenkt was Studiozeit so kostet, auweia, is aber ja egal, denn
durch den kauf eines Axe hat man ja, ich zitiere: Den kauf von 60 Verstärkern im Wert von 150.000 €
gespart. Und den LKW braucht man auch nicht mehr....

Markus tüftelt immerhin schonmal aus das der SAG Parameter der Endstufensektion IMMER zu einem dumpfen
Sound führt. Dieser Parameter gehört unbedingt auf NULL gesetzt! Der Damp verhilft auch nicht unbedingt
zu Röhrenwärme...

Klingt:
Alternativ Soundclick: http://www.soundclick.com/util/getplayer.m3u?id=7683020&q=hi



Nachdem der Vergleich des Axe-Fx mit Boxensimulation gegen einen abgemikten Engl Savage Special Edition
eher schlecht verlief (für den Modeller), hab ich das Axe ins Rack gebaut, mit der VHT 2/90/2 verbunden und
an echte Boxen gehängt. Erster Versuch mit CAE 3+ ohne Cabsim lässt meine beiden anwesenden
Probanten immerhin einen Schmollmund ziehen mit Kopf hin und her wackeln, will heißen:
Joah, datt klingt doch schonmal nicht schlecht...

Ich wähle für einen zweiten Versuch ohne Cabsim den Euro Uber, also die Bogner Ueberschall Simulation aus.
Hier sehe ich zum ersten mal zufriedene Gesichter und bekomme erstmalig die Frage gestellt: Was kostet
dieser Sound denn jetzt? Ich interpretiere das als eventuelles Kaufinteresse, da man hin und her rechnet
was dieser Sound und der des echten Bogner Uberschalls kostet.

 
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Zuletzt bearbeitet von Piero the Guitarero am 14.02.2012, insgesamt einmal bearbeitet
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5. Tag

3. Juni - fünfter Tag

Aufnehmen bei Nacht. Mit einem Röhrenamp sicher nichts angenehmes. Ich hab mir vor zwei Jahren eine
Isobox gebaut, allerdings eher stümperhaft. Baupläne? Irgendwelche Parameter beachten? Nix da, hauptsache
billig ;D Die vier Fichtenbretter haben mich 40€ gekostet, der gebrauchte Vintage 30 80€
Den Schaumstoff hab ich aus dem Müll meiner damaligen Firma organisiert.



Mein quasi Diezel Preset: hohe Kompression und maximale Betonung auf die unteren Mitten.




http://www.soundclick.com/util/getplayer.m3u?id=7680559&q=hi




http://www.soundclick.com/util/getplayer.m3u?id=7680574&q=hi




http://www.soundclick.com/util/getplayer.m3u?id=7680587&q=hi




http://www.soundclick.com/util/getplayer.m3u?id=7680593&q=hi
 
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Zuletzt bearbeitet von Piero the Guitarero am 14.02.2012, insgesamt 2-mal bearbeitet
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6. Tag

4. Juni - sechster Tag

Ich beschäftige mich erstmals mit der Effektkette. Über den Layout Knopf kann man den Signalweg verfolgen.
Ich hänge vor den CAE einen Tubescreamer. So singt der Ton erstmals und das frickeln geht besser von der
Hand. Direkt ins Pult gespielt klingts mir aber immer noch zu - bescheiden. Die Euro Uber Simulation
gefällt mir mit virtueller Tretmine davor auch besser als ohne.



Harmonizer
Der Harmonizer arbeitet schneller als bei meinem Digitech, das Signal "steht" sauberer.

http://s76.photobucket.com/albums/j21/triaxtasy/digitech_ips33b.flv

Alternativ: http://s76.photobucket.com/albums/j21/triaxtasy/?action=view&current=digitech_ips33b.flv

Die Bedienung ist mir aber auch hier etwas umständlicher als beim
vertrauten Gerät. Kann aber auch nur 'ne Gewöhnungssache sein.




Dennoch gibt es einen Faktor der mich am Digitech festhalten lässt. Das Axe-Fx kann nur Skalische Harmonien,
will heißen, ich kann nur Tonleitern hormonisieren. Ich muss aber genauso oft Akkorde Harmonisieren, das
geht nur wenn ich deren Umkehrungen einprogrammieren kann. Bei einer Tonleiter wird z.B. die Terz hinzugefügt,
bei E die Moll Terz (b3) bei F# Moll Terz (b3) bei G große Terz (3), bei A Moll Terz (b3)

Wenn ich einen D Dur Akkord harmonisieren will, muss er mir bei einem gespielten A aber ein D rausgeben
anstatt eines C (b3) und beim H brauch ich ein E anstatt eines D's (b3)



Beim Digitech IPS 33b geht das weil ich dort Custom Harmonys erstellen kann, bei denen ich vorab entscheide
welcher Ton hinzu generiert wird. Übrigens steht bei Custom Harmonys der Ton stabiler, warum weiß ich nicht. :-



Ein Fazit:
Im Netz findet man etliche aussagen die ICH nicht unterschreiben kann. z.B: Verstärker erkennbar echt gemoddelt.
Der USA Lead 2 soll z.B. der Triaxis Leaddrive 2 Yellow sein, klingt nicht annähernd danach, selbst als ich einen
Grafik EQ hinter dem Amp gehängt habe (beim echten Triaxis ist das der Dynamic Voice Parameter)
Die Programmierung ist ein graus - hätte man dieses Teil einem Designer gegeben würde es vielleicht nicht besser
klingen, aber man könnte einfacher/intuitiver damit arbeiten. Mal eben "on the fly" was verändern geht gar nicht.
Auch nervig: Hat man ein Preset fertig programmiert und wechselt dann das Ampmodel, springt der SAG wieder
auf den Wert den er hatte bevor man ihn auf Null programmiert hat.
Oder auch lustig: Wenn man Preset #9 auf #10 kopiert, es aber nicht neu benennt, und dann an #10 veränderungen
vornimmt, werden diese auf #9 ebenfalls durchgeführt.
Ich denke ich werde mir kein Axe kaufen. Jetzt nicht und auch nicht in Zukunft wenn der Preis für gebrauchte
fallen sollte. Muss nicht "gegen das Axe" gewertet werden, nur stelle ich für mich fest das es schnellere Wege gibt
um ans Ziel zu kommen.


Den Vorwurf ich hätte mir nicht genug Mühe mit dem Axe gegeben um es besser klingen zu lassen werd ich
wohl hinnehmen müssen. Wenn ich mir aber die anderen Files von Sven, Christian und Paco, sowie aus dem amerikanischen
Rig-Talk Forum anhöre, haben die es auch nicht besser hinbekommen ;)

Sven ->
Auge ->
Paco ->
oder Mark Day ->



mfg Piero the Guitarero
 
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Zuletzt bearbeitet von Piero the Guitarero am 14.02.2012, insgesamt einmal bearbeitet
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Re: 6. Tag

Piero the Guitarero schrieb:
Ein Fazit:
Im Netz findet man etliche aussagen die ICH nicht unterschreiben kann. z.B: Verstärker erkennbar echt gemoddelt.
Der USA Lead 2 soll z.B. der Triaxis Leaddrive 2 Yellow sein, klingt nicht annähernd danach, selbst als ich einen
Grafik EQ hinter dem Amp gehängt habe (beim echten Triaxis ist das der Dynamic Voice Parameter)
Die Programmierung ist ein graus - hätte man dieses Teil einem Designer gegeben würde es vielleicht nicht besser
klingen, aber man könnte einfacher/intuitiver damit arbeiten. Mal eben "on the fly" was verändern geht gar nicht.
Auch nervig: Hat man ein Preset fertig programmiert und wechselt dann das Ampmodel, springt der SAG wieder
auf den Wert den er hatte bevor man ihn auf Null programmiert hat.
Oder auch lustig: Wenn man Preset #9 auf #10 kopiert, es aber nicht neu benennt, und dann an #10 veränderungen
vornimmt, werden diese auf #9 ebenfalls durchgeführt.
Ich denke ich werde mir kein Axe kaufen. Jetzt nicht und auch nicht in Zukunft wenn der Preis für gebrauchte
fallen sollte. Muss nicht "gegen das Axe" gewertet werden, nur stelle ich für mich fest das es schnellere Wege gibt
um ans Ziel zu kommen.

Den Vorwurf ich hätte mir nicht genug Mühe mit dem Axe gegeben um es besser klingen zu lassen werd ich
wohl hinnehmen müssen.


Nein - musst Du nicht. Im Gegenteil. Kein Mensch würde sich so viel Mühe geben, wenn er "mal eben einen Verstärker testen" ginge.

Ich darf an dieser Stelle mal offenbaren, dass das EXE-FX, was Pierro zum Testen hatte, von mir stammt. Ich war letzte Woche in Urlaub und so ergab es sich, dass ich ihm die Kiste zum Testen überlassen konnte.

Vielen Dank noch mal für Deinen ausführlichen Bericht!

Ich bin noch lange nicht fertig mit meinem Urteil und wenn es unterschiedlich ausfällt, dann u.a. auch darum, weil wir sehr unterschiedliche Wünsche, Ziele und Vorstellungen mit einem solchen Gerät verbinden. Pierro hat verglichen. Wenn ein Hersteller "modelt", ist das eine interessante Frage: Klingt A wie B?
Das interessiert mich überhaupt nicht. Ich brauche keinen kleinen Mesa, Bogner oder Marshall.
Ich will an Potis drehen und Egebnisse haben, die mir Freude machen.... Aber wer weiß schon, was mir Freude macht?!

Wenn es um die Editierung geht, muss ich Pierro allerdings nicht nur zustimmen...
Wenn ich versuche, in einem Gerät ungezählte Verstärker, Boxen, Schaltungen, Effekte und Details mit 100.000 Möglichkeiten zu offerieren, so sollte ich das nicht mit dem Display eines Taschenrechners aus den 80ern und einem Handrad tun.
Ich wäre - ohne Scheiß! - nicht erstaunt, auf diesem Display noch auf Packman als Virus zu treffen! Es ist unterirdisch!

Was die Hi-Gain Sounds anbelangt, habe ich auch meine Probleme. Ich brauche z.Z. noch sehr viel mehr Verzerrung für ein homogenes Spielgefühl, als ich im Vergleich mit einem echten Verstärker habe. Das ist doof, denn es schränkt die Dynamik und die Farben der Gitarre stark ein.
Aber hier bin ich auch noch nicht fertig. Ich werde mich noch in den kommenden Wochen mit der Lupe des Mini-Displays unter Zuhilfenahme eines Handrads und 4 Richtungsanzeigern durch das endlose Hinterland der Menüs kurbeln.
Was mich neben den phantastischen Effekten sehr anmacht, sind die "lauten" Verstärker mit wenig Verzerrung. Laut gestellt, aber zart gespielt. Das ist schon mit einem echten Amp schwer zu bekommen. Hier kommt es im Flüsterton...
Paco, der hier übrigens völlig geiles Zeug spielt, zeigt es schön: Der Ton hat schon etwas wirklich intimes. Ich finde es großartig!

Was mich betrifft - ich bin noch nicht beim Fazit.
Cleane Sound und Effekte - Kracher!
Crunch... Hose nass!
Gainsounds schwierigschwierig - aber nicht hoffnungslos
aber die...
Bedienung? Ein Drama!

Aber so war das mit meiner Frau anfangs auch.
Manchmal lohnt es sich jedoch dran zu bleiben...

Am 20.6. spiele ich erstmals live mit dem Teil auf dem Guitar&Basstival
Info unter www.public-peace.de
Wir werden auch die nächste CD mit der Gitarrenexe aufnehmen.
Spätestens Ende des Jahres gibt es hörbare Ergebnisse.

Auch wenn es begründeten Anlass zur Kritik gibt - es gibt (auf jeden Fall bei meiner Anwendung) auch viele Pluspunkte auf der Waage.
Ich bin geneigt, mich mit der bescheuerten Oberfläche noch so lange herum zu schlagen, bis ich seine Parameter und deren Bedienung auch ohne Maus, Zeiger, Drag & Drop, touch und all den modernden Schnickschnack aus den 90ern verinnerlicht habe.
Ich will versuchen Parameter zu finden, die z.B. einen JCM 900 weniger authentisch, aber dafür brauchbar ins Gain fahren lassen.
Ob mir das gelingt?
Ich werde berichten!

 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der.gitarrenbauer

Kunst ist schön - macht aber viel Arbeit
Karl Valentin
Verfasst am:

RE: (M)eine Woche mit dem Axe-Fx

Oha,
viel Aufwand....
Hm - ich kenn das Spielgefühl nicht ausreichend, hab noch nie was editiert an dem Ding - und die wenigen Minuten mal auf einem spielen zählen nicht.
Ich kann also unbeschwert die Speaker lauter drehen und höre also nur - und in diesem Fall viele Soundfiles.
Was soll ich sagen... der Soldano klingt in allen Files "besser" "runder" und "röhriger"
Aber durchaus auch zu bemerken - das Axe finde ich im ersten File noch etwas bedeckt, dann klingt das aber schon sehr geil.
Nicht 1:1 Soldano und im direkten Vergleich hält es nicht mit, aber für sich alleine sind das schon arg gute HiGain Sounds.
Das bezieht sich übrigens in meinen Ohren hier nur auf die Slo Aufnahmen über das Cabinet.
Die Takes mit dem Isocab. finde ich nicht besser als die Axe Sounds, im Gegenteil.
Im "klassischen" Umfeld mit Preamp/Poweramp/Box hat der Glühkolben-Dino aber den Bit Artisten versenkt.

Hast Du auch das Manko im Spielgefühl wie der Walter, also mehr Gaineinsatz für die gleiche Tragfähigkeit ?

Grüße
MIKE
Verfasst am:

RE: (M)eine Woche mit dem Axe-Fx

Inhalt auf Wunsch des Autors am 09.10.2013 gelöscht.
Verfasst am:

RE: (M)eine Woche mit dem Axe-Fx

7enderman schrieb:
Aber durchaus auch zu bemerken - das Axe finde ich im ersten File noch etwas bedeckt, dann klingt das aber schon sehr geil.


Ooops, erster Fehler meinerseits, Das Axe_cae File klang anfangs genauso,
dachte dann das wär suboptimal weil Brillianz und schärfe fehlt, und hab
es dann noch zweimal neu aufgenommen. Die dritte Aufnahme ist es die
man oben hört. Möglicherweise hätte dir die erste Variante besser gefallen.
Beachlich ist aber wie wenig Mühe ich mir mit dem echten Verstärker
gegeben habe. Ein Toningenieur wird mit Sicherheit nicht eine Zufalls
Mikrofonposition auswählen. Wer weiß wie's geklungen hätt, wenn ich
noch zwei, dreimal hin und hergeschoben hätte.

7enderman schrieb:
Die Takes mit dem Isocab. finde ich nicht besser als die Axe Sounds, im Gegenteil.

Ganz meiner Meinung, deshalb war diese selbstbau Iso Cab auch zwei
Jahre in einem Stauraum. Die Idee kam mir, als Markus im Düsseldorfer
Studio meinte das Axe klinge immer irgendwie "boxy", also die tiefe würde
fehlen. Da dachte ich mir: Das war ja auch das Problem der Iso Box, Zeit
sie nochmal rauszukramen.

7enderman schrieb:
Hast Du auch das Manko im Spielgefühl wie der Walter, also mehr Gaineinsatz für die gleiche Tragfähigkeit ?

Ja, auf die Idee einen Virtuellen Tubescreamer vor den Amp zu hängen,
kam ich erst am letzten Tag. Dann gings. In der realen Welt versuche ich
zusätzliche Geräte und Kabelwegen zu vermeiden. Von dieser Tradition
muss man sich aber lösen wenn man es mit einer neuartigen "all in one"
Technologie zu tun hat.

Pfaelzer schrieb:
Hallo Piero,

hiermit ziehe ich 3 Hüte für diese Review.


Es is ja kein Review, eher ein Tagebuch. Ich will ja auch nicht die Echse
madig machen, sondern eher das alte Zeugs attraktiver.

Pfaelzer schrieb:
Ach ja, btw: Erinnerst Du Dich an folgenden Post vom 10.5.2007:
Piero the Guitarero schrieb:
pfaelzer schrieb:
...für den geneigten Soundtüftler ist das eine geile Sache, aber für den Gitarrero, der für das Editieren eines Sounds maximal eine Viertelstunde Geduld hat, eher die Hölle...

Sprichst Du da von mir? Hmm Pfaelzer, gut erkannt. Wie konntest Du nur so schnell auf meine Seele blicken...


Ich werd nicht nachsehen, aber das müsste aus dem G66 Thread sein, auf
der gleichen Seite wo ich vom Digitech erzähle. Erwähne ich in dem Beitrag
nicht auch das Video wo einer ein Auto mit Windooof Paint malt, bezügl.
wenn jemand was kann, dann funktioniert das auch und zwar unabhängig
von der Technologie.

Gruß P.
 
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Verfasst am:

RE: (M)eine Woche mit dem Axe-Fx

Hi Piero,

super lässiger Bericht!

Lustig finde ich, dass ich seit Sept. 07 etwa 3-4 Stunden in Soundtüfteleien gesteckt habe und das wars. Mein Zugang schein da völlig anders zu sein.

Mein File welches du veröffentlicht hast stammt übrigens aus 22.9.2007. Das war an dem Tag an dem ich das AFX erhalten hab . Ich habs gelöscht weil es definitiv nimmer repräsentativ ist. Damals hab ich noch nicht mit FRFR gearbeitet.

Mein Zugang ist nicht der A/B vergleich weil ich diese Amps ja alle nicht zur Verfügung habe. Ausserdem bin ich ja kein G&B Tester sondern Gitarrist.
Mir ist es auch egal welches Sim welchen Amp modellt.
Ich Habe Clean/Crunch/Gain Sounds im Kopf. Und die verwirkliche ich dann mit dem Zeugs was drinnen ist. Ganz egal ob es logisch oder unlogisch ist. Das gleiche bei den Cabs und Mics.
Richtig ist was gefällt und wenn das ein 8" Speakersim ist sit es mir auch wurscht.

Die Bedienung finde ich übrigens intuitiv und logisch und schnell. Da ich aber kein Schrauber bin ist es bei mir wahrscheinlich egal. Will ich einen anderen Soundcharakter wechsle ich eher die Gitarre als den Amp. Das war schon vorher so.
Im Studio hab ich bisher nur gute Erfahrungen Erfahrungen auch mit skeptischen Tontechnikern.
Ich verwende immer eines meiner 4 Standardpatches und dreh halt manchmal noch etwas herum und speicherts woanders hin.

So sieht man, dass es ein Stück Equipment für jedermann nie geben wird.

Auge
P.S.: Und für mich als Rampenslivesau ist das easy Handling natürlich auch ein Thema
Verfasst am:

RE: (M)eine Woche mit dem Axe-Fx

Das Ding kann für den Gourmet noch lange keinen Amp ersetzen, finde ich. Allerdings ist es im Bandkontext für die meisten Leute nicht mehr zu unterscheiden, WENN man erst mal sein Setup gefunden hat.

Dafür, dass Piero schon relativ ablehnend dem Axe gegenüber steht, ist das Ergebnis noch ganz ok ausgegangen. Auch wenn er mit voller Absicht die schlechtesten Soundfiles anderer User rausgesucht hat, die man finden kann.

Aber trotzdem sei eins angemerkt: Man sollte Fehlbedienung (aus Versehen Global Amps eingestellt) nicht als Gerätefehler aufführen. Und das Argument "man kann nicht mal eben schnell was ändern" gilt eben auch für zb ein G-Force oder einen Mesa Roadking mit 245 Potis und Schaltern. Wer beim Soundcheck mehr als einen globalen EQ einstellen muss, macht IMO sowieso irgendwas falsch.

Gruß
Dave
Verfasst am:

RE: (M)eine Woche mit dem Axe-Fx

Guten Morgen!

Auch von mir ein Hut ab ob des ausführlichen Berichts. Ich kann mir zwar hier im Büro die Soundfiles nicht anhören, aber vielleicht eigene Beobachtungen zur Echse einbringen.

Seit ca. 4 Wochen hat mein Bandkollege (der andere Michael, Flitzefinger, liest hier passiv mit, schreibt aber nicht der Schluri ) sich ebenfalls so ein Teil zugelegt.
Bis dato spielt(e) er einen 212er Switchblade, ggfs erweitert mit einer 412er.
Im Moment nutzt er es über eine Thomann Endstufe und 2x 2-Wege Fullrangeboxen, also im Prinzip ähnlich wie Christian (Auge).

Bekanntlich spiele ich eine Triaxis mit G-force an 50/50 über 2x212 EVM (siehe Gearpage). Wobei ich mich nach wie vor mangels Zeit soundtüfteltechnisch nur kratzend an der Oberfläche bewege.

Wir haben also in der Band die wohl seltene Möglichkeit 2x Vollröhre (vorheriges Setup) in anerkannter Qualität mit nun 1xVollröhre und 1XBitklasse in Champions league zu vergleichen. Musikrichtung ist guter alter Mainstreamrock, Radar love, bisschen Whitesnake, Melissa Etheridge, diese Ecke halt.

Am Sonntag war Feuertaufe bei einem privaten, inoffiziellen Familiengig und gestern die erste ernstzunehmende Probe mit dem Teil.

Was soll ich sagen, Michael klang nach Michael. Die Patches die er bis jetzt gebastelt hat, hat er logischerweise seinen bisher vom Switchblade gewohnten Sounds nachempfunden; wenn ich nicht gewusst hätte dass er das Axelfix am Start hätte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen dass er da was anderes benutzt.
Selbst seine heissgeliebten Feedbackorgien kamen da wie gewohnt.
Also rein soundtechnisch: Erste Sahne. Muss man neidlos einfach anerkennen. Auch spieldynamisch, wie Walter schon schrieb, nahtlos von clean zu crunch wie es sich gehört. Doofe Chips? Wirklich nicht.

Was neu für mich war, speziell am Sonntag bei dem Minigig: er hatte seine 2xFullrange (Wedgeform) vor sich auf dem Boden, hat sich nur selbst angeblasen. Ich habe ihn zum erstenmal nur über Monitor bzw. über PA gehört. Normalerweise kam von seiner Seite immer der Fön, diesmal war ich der mit Abstand lauteste auf der Bühne. Hmmm...

Ich bin dann mal beim Spielen wirelesstechnisch mal bisschen ins Publikum, da kam er schon sehr amtlich aus der PA. Wie gesagt, soundmässig gesehen gäbe es keinen Grund das Teil nicht zu kaufen. Und das obwohl er gerade mal angefangen hat sich intensiver mit dem Dingens zu beschäftigen.

Jetzt zur Bedienung...gestern in der Probe mal eine Kurzvorführung wie man editiert usw.
Ich kann Piero und Walter nur beipflichten, man muss sowas mögen.
Vielleicht werde ich alt, aber manuelle Knöpkens und Parameterkontrolle im Gesamtüberblick finde ich nach wie vor wesentlich angenehmer. Mein Setup ist zwar auch schon davon entfernt, aber ich sehe zumindest bei der Triaxis alle eingestellten Werte und beim G-force die aktiven Effekte.

Im Zeitalter von Touch- und Vollfarbenscreens wäre hier eine einfachere und übersichtlichere Bedienoberfläche das für mich kaufentscheidende Kriterium.

Eine weitere Beobachtung von gestern der Probe: Micky hatte einen Ausdruck mit Auflistung aller seiner bisher als spielwürdig ge- und befundenen Presets und war ständig am hin- und herspringen. Was er so erzählt hat von den ganzen Einstellmöglichkeiten ist schon phänomenal.

Aber es erinnert mich ein wenig an ein Restaurant mit 85 Seiten Speisekarte, wo man ne Stunde damit zubringt zu lesen und sich nicht entscheiden kann was man essen möchte. Wenn man sich dann (notgedrungen) für was entschieden hat, hat man dennoch das ganze (hervorragende) Essen über das ungute Gefühl "vielleicht wäre was anderes NOCH besser gewesen".

Die Auswahlmöglichkeiten meiner eigenen Kombination erschlagen mich ja schon; das Axe legt da mit Boxen Sims, Bias-Konfig etc. nochmal ne richtige Schippe obendrauf.

Ich weigere mich bis jetzt noch standhaft dieses "es überfordert mich" einzugestehen; aber meine alte Kombi Einkanaler plus paar Effekte war zwar lange nicht so vielseitig (und klang wegen anderer Liga auch nicht so gut), aber der simplen Bedienung trauere ich hinterher.
Simplify your life???

Ich hoffe auf eine Echse II, von mir aus mit 3-4 HE, aber intuitiver, übersichtlicher Bedienung und Parameterübersicht. Dann könnte das was werden.

Wenn Interesse besteht werde ich gerne weiter berichten, vielleicht erbarmt sich ja mein Kollege und schreibt auch was dazu .

Viele Grüsse

Michael / Juergen2
 
Die Gewohnheit ist der Sieg der Zeit über den Willen!


Zuletzt bearbeitet von juergen2 am 10.06.2009, insgesamt einmal bearbeitet
Verfasst am:

RE: (M)eine Woche mit dem Axe-Fx

auge schrieb:
Ich Habe Clean/Crunch/Gain Sounds im Kopf. Und die verwirkliche ich dann mit dem Zeugs was drinnen ist....


Moin Auge,

lustig, dein Posting gibt genau das wieder was ich auch mit dem Axe mache/erlebe. Schön, muss ich nicht so viel schreiben ....

@Piero: Ich habe in jedem (High-) Gain Patch, das ich gebastelt habe, einen Drive vor dem Amp Model. Auch bei ausgewiesenen High Gain Kisten wie SLO, Bogner oder Recti. Ausnahme ist da bloss das Trainwreck Model.

Der Grund warum ich das so mache ist einfach: Im "richtigen Leben" haben mir High Gain Amps mit Gain auf Halbe Kraft mit nem guten Drive davor immer besser gefallen als der Amp alleine mit aufgedrehtem Gain. Das war bei meinem VH4 der Fall, aber auch z.B. beim SLO100....

Jedenfalls ist das ein cooler Bericht und du hast dir 'ne Menge Arbeit gemacht! Ich selber hab' mit dem Axe das worauf ich Jahre gewartet habe. Dass das anderen nicht so geht kann ich verstehen - und will niemanden bekehren. Wozu auch


Grüße,

Andreas
 
So, meine Schwester gefällt dir also?


andi-o zum Anhören


Zuletzt bearbeitet von andi-o am 10.06.2009, insgesamt einmal bearbeitet
Verfasst am:

RE: (M)eine Woche mit dem Axe-Fx

juergen2 schrieb:
Im Zeitalter von Touchscreens und Vollfarbenscreens wäre hier eine einfachere und
übersichtlichere Bedienoberfläche das für mich kaufentscheidende Kriterium.

Dito, wenn man bedenkt das schon 300€ DVD Player fürs Auto sowas haben,
sollte sowas auch für einen Boutiqe Modeller möglich sein.



andi-o schrieb:
Jedenfalls ist das ein cooler Bericht und du hast dir 'ne Menge Arbeit gemacht! Ich selber hab' mit dem Axe
das worauf ich Jahre gewartet habe. Dass das anderen nicht so geht kann ich verstehen - und will
niemanden bekehren. Wozu auch

Andi, deine Aussage freut mich sehr, denn von dir hab ich die meiste dresche befürchtet.


Gruß P.
 
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Verfasst am:

RE: (M)eine Woche mit dem Axe-Fx

Tach,

eigentlich wollte ich hier nicht mehr schreiben, weil ich beim letzten mal so angegriffen wurde, aber hier möchte ich doch kurz einhaken.

Die Axe-Fx ist sehr vielseitig, aber dadurch auch recht komplex, daher empfiehlt es sich aber, vorher das Handbuch zu lesen und das hast Du anscheinend nicht gemacht oder vielleicht hast Du es nur überflogen. Es lohnt sich aber die Zeit zu investieren, denn die Axe-Fx hat sehr viele Möglichkeiten und es kann nicht schaden, zu wissen was man tut, oder besser gesagt, zu wissen, wo man wie eingreifen kann, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen.

Wenn man SAG auf Null stellt, wird damit in dem jeweils aktuellen Preset die Endstufensimulation ausgeschaltet. Und da SAG das Dynamikverhalten der Endstufensimulation regelt, wird halt auch beim Wechseln des Ampmodels ein Standardwert für jeden Verstärker aufgerufen, den man dann natürlich auch wieder frei verändern kann.

Überhaupt ist die Wirkungsweise von SAG abhängig vom Master Volume Regler - vereinfacht gesagt bedeutet das "mehr Mastervolume = stärkere Wirkung beim SAG-Regler" denn hier wird ja dann die virtuelle Endstufe auch stärker gefordert.

Und wenn man über den SAG-Regler die Endstufensimulation deaktiviert, dann wird aus dem ansonsten auch klangformenden Master Volume Regler ein normaler Levelregler - auch andere Regler bekommen dann teilweise andere Funktionen. In Deinen Bildern kann man sehen, dass Du Damp auch auch Null stehen hast, ich zitiere mal aus dem Manual: "Wenn DAMP auf Null eingestellt wird, wird der Presenceregler zu einem High Shelf Equalizer der am Ausgang der Endstufe anliegt, umgewandelt. Dadurch kannst Du auch bei Verstärkermodellen, die keine negative Rückkopplung besitzen, die Höhenwiedergabe in der Endstufe beeinflussen".

O.k., niemand ist gezwungen, sich an irgendwelche Regeln zu halten, aber es ist auch nicht verkehrt, zu wissen, welcher Regler was bewirkt.

So, wieder zurück. Die Ampmodelle in der Axe-Fx können aber in ihrem Klangverhalten besonders durch den virtuellen Master Volume Regler ziemlich intensiv beeinflusst werden. Bei manchen Amps ist das ausgeprägter, bei anderen ist die Wirkung nicht so intensiv. Aber wie gesagt, immer wenn Du bei Deinen Beispielen SAG auf Null gedreht hast, dann hast Du einen Teil der Simulation - nämlich die virtuelle Röhrenendstufe - deaktiviert. Dass das dann bei Aufnahmen nicht so prickelnd klingt kann ich mir gut vorstellen, ist aber hier eher ein Bedienungsfehler.

Wie gesagt, das steht alles im Handbuch, sogar mehrfach, weil es eben auch ein wichtiger Punkt ist.

In Verbindung mit einer Röhrenendstufe kann es Sinn machen, die Endstufensimulation zu deaktivieren, aber es gibt viele Gitarristen, die das trotzdem nicht machen, weil sie z.B. den wichtigen klangformenden Aspekt (z.B. bei den Plexis) weiterhin benutzen wollen, die machen dann mit ihrer Röhrenendstufe "einfach nur laut".

Wenn du nun meinst, durch SAG würde es irgendwie mumpfig - was ich so übrigens überhaupt nicht höre - dann hätte ich an Deiner Stelle erst einmal im Handbuch nachgesehen, mit welchen Reglern ich auf welche Dinge Einfluss habe und dann hätte ich z.B. mal den HiCut bemüht, ich zitiere noch einmal aus dem Handbuch:

"HI CUT - Dieser Regler bestimmt die Grenzfrequenz eines Tiefpassfilters der sich ganz am Schluss der Vorverstärkersimulation befindet. Für jeden Verstärkertyp gibt es einen voreingestellten Standardwert, der hiermit aber zur Feinabstimmung Deines Sounds verändert werden kann. Einige der Highgainverstärkerty-pen werden zum Beispiel nach der Vorstufe ziemlich stark gefiltert, was hiermit wieder reduziert werden kann und den Klang dadurch heller macht. Umgekehrt kannst Du den Wert verringern, um einen dunkleren oder weniger spröden Ton zu erreichen.
Wenn Du das Axe-Fx mit einer separaten Röhrenendstufe spielst (die unter Umständen einen HF-Filter in ihrer Schaltung hat), kannst Du diesen Regler dazu benutzen, sie auf Deinen gewünschten Ton abzustimmen.
"

Desweiteren hast Du ja anscheinend (wenn ich nach den Bildern gehe) sehr hohe Settings für das Master Volume. Ich würde nun so vorgehen:

Aktiviere die Endstufensimulation wieder (also SAG nicht auf Null einstellen), arbeite auch mit dem HiCut und dem DAMP und versuche es dann mal mit niedrigeren Einstellungen beim Master Volume (das ja nun wieder Einfluss auf das Klangverhalten der Endstufe hat) denn - Du bist ja anscheinend mehr auf HiGain aus - Verstärker, die so designed sind, dass sie ihren Sound hauptsächlich aus der Übersteuerung der Vorstufe gewinnen - solche Modelle hast Du ja hier am Start - klingen üblicherweise mit niedrigeren Einstellungen des Masters besser, außerdem können zu hohe Werte den Sound matschig werden lassen, oder führen zu vielen Nebengeräuschen. Das gilt z.B. für die USA Lead Modelle, den Solo 100 und andere. Low(er) Gain Amps, wie z.B. der Plexi, Brownface und andere profitieren dagegen von hohen Einstellungen des Masters, da dadurch den Amps auch etwas Härte genommen wird.

Das war auch wieder aus dem Manual, man muss ja nicht alles neu schreiben.

Als letzes noch kurz was zum Harmonizer, es ging ja um einen Ultra. Der Ultra - ich zitiere noch ein letztes mal aus dem Handbuch - "ist in der Lage, bis zu 32 Custom Scales, also eigene Tonleitern, zu definieren. Eine Custom Scale ist eine frei wählbare Tabelle mit Tonhöhenverschiebungswerten die keine der konventionellen Definitionen einer Tonleiter befolgen müssen. Custom Scales können verwendet werden, um zum Beispiel zusammen mit dem Custom Shifter-Modus des Pitch-Blocks harmonische Kontrapunkte zu erzeugen, oder für andere, nicht standardisierte harmonische Beziehungen, verwendet werden.
Um eine Custom Tonleiter zu programmieren, muss einfach nur der gewünschte Speicherplatz für die Tonleiterparameter ausgewählt werden. Bis zu 32 Tonleitern können definiert werden.
Gebe nun als nächstes die Ausgabenote für jeden Ton der chromatischen Tonleiter ein. Wenn Du zum Beispiel ein 'D' spielst und möchtest, dass ein 'F' erklingt, stelle den 'D' SHIFT-Parameterwert auf drei Halbtöne ein. Immer wenn Du nun diese Custom Scale verwendest und ein 'D' spielst, wird der ausgegebene Ton um drei Halbtöne verschoben und der Ton 'F' erklingt.
"

So, das sollte jetzt keine Dresche sein, sondern nur eine Hilfestellung. Und wie der Engländer so schön sagt: "RTFM".

Viele Grüße

Jochen
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
Verfasst am:

RE: (M)eine Woche mit dem Axe-Fx

Hi Jochen, danke fürs einklinken, dies ist kein Axe Bashing Thread,
sondern der Erklärthread für den Erstkontakter.

Jochen schrieb:
Die Axe-Fx ist sehr vielseitig, aber dadurch auch recht komplex, daher empfiehlt es sich aber,
vorher das Handbuch zu lesen und das hast Du anscheinend nicht gemacht oder vielleicht hast Du es nur überflogen.

DA muss ich direkt an Homer Simpson denken:

"Wer hätte denn denken können das so ein Entkernungskraftwerk so kompliziert ist!"




Jochen schrieb:
In Verbindung mit einer Röhrenendstufe kann es Sinn machen, die Endstufensimulation zu deaktivieren,
aber es gibt viele Gitarristen, die das trotzdem nicht machen, weil sie z.B. den wichtigen klangformenden Aspekt
(z.B. bei den Plexis) weiterhin benutzen wollen, die machen dann mit ihrer Röhrenendstufe "einfach nur laut".

Na da hatte ich ja Glück, das wir das bei dem Test mit der VHT und den
Randallboxen so gemacht haben - wenn auch unabsichtlich.

Jochen schrieb:
Wenn du nun meinst, durch SAG würde es irgendwie mumpfig - was ich so übrigens überhaupt nicht höre


War nicht nur meine Meinung, sondern die Meinung aller die am 3. Tag
anwesend waren. Ich zitiere: "Das klingt als wenn der Gitarrist Nebenan spielt!"
Übrigens stimmt oben eine Bilderserie nicht. Die vom
Axe_99. Die Fotos hab ich am sechsten Tag geknipst. Das File ist aber
vom ersten, will heißen: Hier ist der SAG aktiv! Da Mike (7-enderman)
die MP3 mochte spricht das ja für das Axe.

Jochen schrieb:
Als letzes noch kurz was zum Harmonizer, es ging ja um einen Ultra.


Walters Axe ist ein Standard, ich denke mal dann liegt kein Bedienfehler
von mir vor. Oder hab ich das beim Standard auch übersehen? *grübel*

Jochen schrieb:
So, das sollte jetzt keine Dresche sein, sondern nur eine Hilfestellung. Und wie der Engländer so schön sagt: "RTFM".

^^hehe, Read the f*cking Manual ... was hab ich den Spruch in den 90ern geliebt.


Gruß P.
 
Auch Cliff konnte es nicht verhindern
Finally its back...

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