Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Sascha Franck schrieb:
Raptor schrieb:
Na da misch ich mich aber dann auch nochmal ein Findest du ernsthaft dass das ein guter Ansatz ist? Also dem kann ich in keinster Weise beipflichten, da ich das weder logisch, physikalisch noch technisch für sinnvoll halte. Es kann ja irgendwie nicht die Lösung sein einen Einheits-Brei aus aufgerissenen Amps und reinprügelndem Drummer zu machen, um sich anschließend die Ohren zuzustopfen damit einem das Gehör nicht fliegen geht. Das ist für mich keine Lösung, sondern lediglich Schadensbegrenzung auf Kosten eines ausgewogenen Sounds und unnötiger Belastung des Equipments. Eine wirkliche Lösung ist doch nur bereits an der Quelle des lautesten Instruments, üblicherweise eben das Schlagzeug, zu reduzieren. Und nicht alles andere dem Schlagzeug anzupassen und dann die Ohren zustopfen?


Das sind leider alles total unsinnige Argumente. Sorry, aber ist so. Wenn's für mich gut klingt, dann isses auch gut - so einfach ist das.
Na wenn du meinst. Also ich finde das überhaupt nicht unsinnig, sondern absolut logisch. Niemand kann mir erzählen das der Klang mit Gehörschutz besser ist als ohne. Da können die Dinger von mir aus hunderte von Euros gekostet haben. Ich hab von den billigen Teilen bis hin zu richtig teuren maßgefertigten schon alles probiert, es ist definitiv nicht das selbe. Schon mal gar nicht wenn man auch singen muss und sich nur über den Körperschall im Kopf hört anstelle über die Anlage.
Abgesehen davon brauchen auch Amps und Speaker eine gewisse "Betriebstemperatur", um gut zu klingen. Willst du die auch einpacken? Mit der Ohrstöpsellösung nicht vonnöten.
Gut, da muss ich jetzt gestehen dass ich kein Experte bin, da ich als Teil einer 7 köpfigen Coverband mit nem GT Pro direkt ins Pult spiele. Ich rede aber ja auch nicht von Zimmerlautstärke. Ich bezweifel aber dass man Amps generell aufreißen muss damit die gut klingen. Das zählt für mich dann wohl eher zu Gitarren-Voodoo wie eingeschwungenes Holz und ähnliches. Das ist wohl eher ne Glaubens-Frage. Das es anders klingt mag sicherlich sein, aber das der Rechts-Anschlag der Regler ein MUSS ist, naja...
Desweiteren kann man so im Ü-Raum seinen Live-Sound fahren, ebenfalls ein riesiger Vorteil.

Also ich sehe da keinen großen Vorteil. Wie auch hier so oft gesagt wird: Der Sound kommt erstmal aus den Fingern. Wenn ich meine Spiel-Fehler beim proben nicht höre, weil alle sich mit ihren Amps gegenseitig zudröhnen, dann nützt mir der "Live-Sound" wohl kaum etwas.
Ferner hab' ich mein Zoom sowieso immer im Gigbag, dito für die Ohrstöpsel.

Was hat das jetzt im allgemeinen mit der Lautstärke und Gehörschutz zu tun?
Also, was genau spricht deiner Meinung nach nochmal gegen diese Methode?

Edit: Von Einheitsbrei kann sowieso nicht die Rede sein. Darum geht's hier in dem Thread auch gar nicht. Abgesehen davon spiele ich quasi ausschließlich mit qualifizierten Musikern, da wird nicht rumgebreit.

Also meine Argumente bleiben die selben. Für mich geht es um audio-technische und physikalische Fakten und vor allem um den gesundheitlichen Aspekt. Auch "qualifizierte" Musiker können nicht so spielen dass sich bei hoher Lautstärke Frequenzen nicht auslöschen, überschneiden oder sich der Reflexions-Schall hochschaukelt. Das ist einfach Fakt, und jeder vernünftige Ton-Techniker und Audio-Ingenieur wird das bestätigen. Sorry, aber die Einstellung von manchen hier "Jeder Regler muss nach rechts weil wir machen ja Rock n Roll" gehört für mich in den Kindergarten und hat wohl kaum was mit qualifiziert oder professionell zu tun.

Fairerweise muss ich natürlich sagen ist das auch Band-abhängig. Bei einer Band mit Gitarrist, Bass, Schlagzeug und Sänger mag das durchaus noch erträglich sein, weil dort jeder relativ differenziert rauszuhören ist. Wir sind aber zum Beispiel 7 Leute, wo durchgehend 2 Gitarren oder 2 Synthis gleichzeitig spielen und 4 Leute gleichzeitig singen. Wie das in einem geschlossenen Raum klingt wenn alle auf voller Lautstärke spielen kann man sich sicher vorstellen. Davon abgesehen dass die ganze Bude wahrscheinlich nach wenigen Sekunden durch Feedbacks einstürzen würde
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Hallo!

Jetzt geht aber hier einiges sehr bunt durcheinander.

Machen wir ein gedankliches Experiment: Kopfhörer auf und eine gut gemischte CD hören. Jetzt den Volumenregler so weit aufdrehen, dass die Ohren weh tun. Hört man noch differenziert? Sicherlich nicht. Zwei Maßnahmen sind möglich: Linearer Gehörschutz oder Mastervolume runter. Dann hört man besser. So weit sind wir uns sicher einig.

Eine Band hat normalerweise im Probenraum (leider) kein Mastervolume. Wäre das so, wäre Gehörschutz natürlich Unsinn. Einer, der kein Mastervolume hat, ist der Drummer. Dieses unverstärkt lauteste Instrument ist (leider) der Ausgangspunkt, um den herum gelevelt werden muss. Unverstärkte Drums und der Rest in Flüsterlautstärke geht nicht. Den Drummer zu übertönen ist mehr Lautstärke als nötig. Ergo wird sich immer eine sinnvolle Gesamtlautstärke ergeben. Dann linearen Gehörschutz zu tragen, um sich individuell seine persönliche Wohlfühllautstärke zu erzeugen, bleibt ja jedem selbst überlassen.

Es ist aus meiner Sicht allerdings bescheuert, die Drums abzunehmen und noch zu verstärken und dann Gehörschutz zu tragen. Manche mögen das aber.

Gruß

erniecaster
 
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Raptor schrieb:
Also meine Argumente bleiben die selben. Für mich geht es um audio-technische und physikalische Fakten und vor allem um den gesundheitlichen Aspekt. Auch "qualifizierte" Musiker können nicht so spielen dass sich bei hoher Lautstärke Frequenzen nicht auslöschen, überschneiden oder sich der Reflexions-Schall hochschaukelt.


Weia.
Das soll bei niedrigen Lautstärken nicht passieren?
Das ist Unfug.

Für Gehörschutz sprechen meiner Meinung nach zwei Dinge.
Dieses hier:


Ab 85db Schalldruck kann es bei längerer Einwirkung zu irreversiblen Gehörschadigungen kommen.
Wie laut probt Ihr?
Leiser als ein Fön?
Leiser als ein Trecker?

Dazu funktioniert das Gehör nicht linear, sondern neigt ab gewissen Pegeln zu Verzerrungen.
Hier hilft mir ein Gehörschutz, auch Pegelspitzen wieder in den linearen Bereich zurückzuführen,
was ein klar transparenteres Klangbild zur Folge hat.

Viele Grüße,
woody

PS 4 Stimmen und 2 keys/git hörbar in einem Raum unterzubringen,
das ist vor allem eine Frage der Arrangements.
 
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Oscar Wilde
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Raptor schrieb:
Na wenn du meinst. Also ich finde das überhaupt nicht unsinnig, sondern absolut logisch. Niemand kann mir erzählen das der Klang mit Gehörschutz besser ist als ohne. Da können die Dinger von mir aus hunderte von Euros gekostet haben. Ich hab von den billigen Teilen bis hin zu richtig teuren maßgefertigten schon alles probiert, es ist definitiv nicht das selbe. Schon mal gar nicht wenn man auch singen muss und sich nur über den Körperschall im Kopf hört anstelle über die Anlage.


Anscheinend hast du mein Posting nicht ganz genau gelesen. Von den reinen Dämmstöpseln halte ich nur in gewissen Maßen etwas (obwohl die in jedem Fall besser als nix sind).
Ich sprach von In-Ear-Hörern (bzw. 'nem Sennheiser HD-25, je nachdem). Die machen eigentlich komplett zu, zumindest bei den Frequenzen, wo's weh tut.
Das was ich dann an Sound brauche, hole ich mir aus dem Zoom (ein kleiner Handheld-Recorder mit sehr brauchbarem eingebautem Stereo-Mic).
Das Zoom kann ich dann da plazieren, wo der Sound für mich am angenehmsten ist (was mit den Ohren bzw. dem Kopf meist nicht geht...) und in der Lautstärke gerade so weit aufdrehen, wie's sein muss.
Wäre ich Sänger, Keyboarder oder weißdergeierwer könnte ich mir aus der Ü-Raum PA (bzw. dem Mixer) noch ein zusätzliches Signal holen und das über Line-In in's Zoom einspeisen.
Das geht eigentlich ganz hervorragend und ist den reinen Dämmstöpseln deutlich überlegen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich mit dem Zoom auch jederzeit mitschneiden kann.

Gut, da muss ich jetzt gestehen dass ich kein Experte bin, da ich als Teil einer 7 köpfigen Coverband mit nem GT Pro direkt ins Pult spiele. Ich rede aber ja auch nicht von Zimmerlautstärke. Ich bezweifel aber dass man Amps generell aufreißen muss damit die gut klingen. Das zählt für mich dann wohl eher zu Gitarren-Voodoo wie eingeschwungenes Holz und ähnliches. Das ist wohl eher ne Glaubens-Frage. Das es anders klingt mag sicherlich sein, aber das der Rechts-Anschlag der Regler ein MUSS ist, naja...


Von Rechtsanschlag war keine Rede. Von "bewegter Luft" hingegen schon. Und fast jeder Gitarrenspeaker braucht eine gewisse Auslenkung, um gut zu klingen. Das muss dann nicht gleich so laut wie's Drumset werden, aber bei Zimmerlautstärke klingen die meisten Speaker nicht wirklich gut. Und der Unterschied ist meiner Meinung nach sehr deutlich zu hören, fällt keinesfalls in den Bereich Sound-Voodoo oder so.

Also ich sehe da keinen großen Vorteil. Wie auch hier so oft gesagt wird: Der Sound kommt erstmal aus den Fingern. Wenn ich meine Spiel-Fehler beim proben nicht höre, weil alle sich mit ihren Amps gegenseitig zudröhnen, dann nützt mir der "Live-Sound" wohl kaum etwas.


Mit der o.g. Methode dröhne ich mich ja eben nicht zu, ganz im Gegenteil. Und wenn ich mich etwas lauter als den Rest hören will, dann wird das Zoom einfach näher an den Amp gestellt.

Was hat das jetzt im allgemeinen mit der Lautstärke und Gehörschutz zu tun?


S.o. Ich vermutete ja schon, dass du meinen Beitrag über die Zoom/In-Ear Methode nicht ganz genau gelesen hast.

Also meine Argumente bleiben die selben. Für mich geht es um audio-technische und physikalische Fakten und vor allem um den gesundheitlichen Aspekt.


Und nichts von dem bleibt bei mir auf der Strecke.

Auch "qualifizierte" Musiker können nicht so spielen dass sich bei hoher Lautstärke Frequenzen nicht auslöschen, überschneiden oder sich der Reflexions-Schall hochschaukelt. Das ist einfach Fakt, und jeder vernünftige Ton-Techniker und Audio-Ingenieur wird das bestätigen. Sorry, aber die Einstellung von manchen hier "Jeder Regler muss nach rechts weil wir machen ja Rock n Roll" gehört für mich in den Kindergarten und hat wohl kaum was mit qualifiziert oder professionell zu tun.


Zeig mir mal bitte, wo ich auch nur ansatzweise von "alle Regler auf rechts" geredet habe!
Und doch, um eine ausgewogene Spiellautstärke zu erreichen und einzuhalten bedarf es auch guter Musiker. Und jeder Tontechniker wird dir auch gerne bestätigen, dass eine professionelle (ganz ohne Dämpfungsmaßnahmen spielende) Band auf der Bühne schon einen Sound bereitstellt, den man an sich nur hochziehen muss.

Fairerweise muss ich natürlich sagen ist das auch Band-abhängig. Bei einer Band mit Gitarrist, Bass, Schlagzeug und Sänger mag das durchaus noch erträglich sein, weil dort jeder relativ differenziert rauszuhören ist. Wir sind aber zum Beispiel 7 Leute, wo durchgehend 2 Gitarren oder 2 Synthis gleichzeitig spielen und 4 Leute gleichzeitig singen. Wie das in einem geschlossenen Raum klingt wenn alle auf voller Lautstärke spielen kann man sich sicher vorstellen. Davon abgesehen dass die ganze Bude wahrscheinlich nach wenigen Sekunden durch Feedbacks einstürzen würde


Bei einer so großen Besetzung werden die Sachen natürlich problematisch, aber hier empfehle ich, mal über die Anschaffung einer In-Ear Lösung nachzudenken. Mixer mit bis zu 8 Aux-Wegen gibt es heutzutage zu sehr erschwinglichen Preisen und ein Behringer 8-Kanal Kopfhöreramp schlägt gerade mal mit 149 € zu Buche. Dann braucht man natürlich noch geschlossene Ohrhörer, aber die sollte man als Musiker sowieso besitzen. Die kleinen von Sennheiser sind übrigens sehr gut und kosten gerade mal n 70er oder so.
Der Vorteil dieser Variante ist dann, dass man gar nix mehr über die PA laufen lassen muss, weil sich jeder unglaublich komfortabel seinen Kopfhörer-Sound zusammenstellen kann. Und das Drumset muss man im Prinzip auch gar nicht mehr einsperren, weil die Ohren ja schon dicht sind.

Gruß
Sascha
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

erniecaster schrieb:
Es ist aus meiner Sicht allerdings bescheuert, die Drums abzunehmen und noch zu verstärken und dann Gehörschutz zu tragen. Manche mögen das aber.


Naja, wenn du deine Lauscher per In-Ear-Pröpel schützt, dann muss da im Prinzip alles, was du hören möchtest (abgesehen von tieferen Frequenzen) reingeleitet werden, die Anbringung von, na sagen wir, 'nem Stereo-Overhead über den Drums macht also durchaus Sinn. Bei reinen (frequenzneutralen) Dämpfstöseln ist das natürlich nicht notwendig. Aber die In-Ear Methode bietet deutlich mehr Komfort (s.o.).
Von Ultimazte Ears gibt's übrigens mittlerweile In-Ear Kopfhörer, bei denen man - wie bei den reinen Dämmstöpseln schon länger üblich - per Austauscheinsatz den Dämpfungsgrad in gewissen Abstufungen (ich glaube in 6dB Schritten) abstufen kann. Wer also zum In-Ear-Monitorsignal auch noch gerne etwas Raum haben mag, dem seien die Dinger empfohlen. Sind leider schweineteuer, speziell mit angepassten (gegossenen) Ohrstöpseln (brauche ich zum Glück nicht - ich hab' sogar welche, die aber zugunsten der Standard-Gummis von Sennheiser sausen lassen).

Gruß
Sascha
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Hallo Sascha,

ich ging ja nicht von in-ear aus (hätte ich vielleicht schreiben sollen) sondern vom klassischen Hobby-Probenraum mit unterdimensionierter "Gesangsanlage".

Zu In-ear schreibe ich nichts, weil ich das nicht kenne.

Gruß

erniecaster
 
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Inhalt auf Wunsch des Autors am 09.10.2013 gelöscht.
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Pfaelzer schrieb:
(googelt man "Fletcher Munson")


 
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Oscar Wilde
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Sascha Franck schrieb:
Anscheinend hast du mein Posting nicht ganz genau gelesen. Von den reinen Dämmstöpseln halte ich nur in gewissen Maßen etwas (obwohl die in jedem Fall besser als nix sind).
Ich sprach von In-Ear-Hörern (bzw. 'nem Sennheiser HD-25, je nachdem). Die machen eigentlich komplett zu, zumindest bei den Frequenzen, wo's weh tut.


Naja, in der Tat. Dann reden wir hier nicht vom selben. Das Thema ist ja ganz klar "Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke" und ich hab mich hier durchgehend auf gwenmans ursprünglichen Beitrag bezogen mit der Thematik das zu hohe Lautstärken eine unterschätze Fehlerquelle sind bzw. die geschilderte positive Erfahrung wenn man die Möglichkeit hat die Drums leiser zu machen. Denn genau das hat ja sowohl in gwenmans Fall als auch in unserem (ich hatte ja von unserem Drummer-Käfig geschrieben) einen absoluten Aha-Effekt und definitiv zur Verbesserung der Situation beigetragen.

Von in-ear Systemen war da nicht die Rede, das steht für mich auf einem vollkommen anderen Blatt. Hat man die Möglichkeit eines richtigen IEM ergeben sich natürlich vollkommen andere Sachverhalte. Trotzdem sehe ich selbst da Nachteile von hohen Lautstärken, auch wenn jeder über geschlossene Kopfhörer mit entsprechendem Monitoring verfügen. Denn die ungewollte Aufnahme des Raumklangs über die Gesangsmikros ist imho auch nicht zu vernachlässigen.
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Raptor schrieb:
Das Thema ist ja ganz klar "Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke" .


Ganz genau. Und wenn es etwas gibt, was das *perfekt* bzw. "ultimativ" ermöglicht, so ist es ein In-Ear System und nix anderes.

Würde ich heute nochmal viel in Ü-Räumen proben müssen (bei mir passiert das meistens auf irgendwelchen Probebühnen, wo entsprechende Systeme bereits vorhanden sind), dann gäbe es keinen Weg am IE-Monitoring vorbei.

Und, um das mal evtl. dem ein oder anderen zu veranschaulichen: Teuer muss das absolut gar nicht sein, mit etwas Glück kommt man fast günstiger als mit einer Ü-Raum-PA weg.
Was man für eine "normale" Bandbesetzung (mit bis zu 8 Leuten oder so) braucht:
- Einen Mischer mit mindestens 4 Aux-Wegen, besser sind 6 oder 8. Kostenpunkt: Unter 1000 €, gebraucht vielleicht sogar deutlich drunter.
- Einen Kopfhörer-Verstärker a la Behringer. Ob man mit 2 4-kanaligen oder einem 8-kanaligem besser klar kommt ist weitestgehend Geschmackssache. Kosten unter 200 €
- Pro Person einen geeigneten Kopfhörer samt Verlängerungskabel. Wie gesagt, die Sennheiser für n 70er tun's prima. Wer mag, besorgt sich Ultimate Ears oder sowas.
- Wenn echte Amps im Spiel sind, Mics in der Klasse eines SM-57, damit man den Kram auch in die Kopfhörer bekommt. Ungefähr 'n Hunni pro Stück.
- Wenn das Drumset zu mumpfig wird, irgendeine Stereo-Overhead-Lösung. Kosten vielleicht so um die 200 €.

Im Gegenzug kann man die Kosten für Boxen plus Endstufe (oder Aktivboxen) eigentlich komplett einsparen. Auch das Schlagzeug muss man nicht mehr verstecken. Wenn's zu doll in die Gesangsmics reinhaut, besorgt man sich pro Mic eine Plexiglassstellwand (es gibt da sogar vorgefertigten Kram, den man am Mic-Stativ anbringen kann).

Mal am Rande: Da in den meisten Räumen ja bereits ein Mischer steht, kann man, zumal dann, wenn ein Keyboarder oder so noch einen Klein-Mixer beisteuern kann, auch nur mit so'nem Behringer anfangen und vorhandene Kopfhörer benutzen.

Was man erhält ist der vermutlich beste Ü-Raum-Sound, den man sich nur vorstellen kann. Die Ohren sind erleichtert und man hat perfekte Kontrolle über die eigene Performance.
Wer heutzutage ambitioniert arbeitet, der kommt um sowas eigentlich kaum rum.

Gruß
Sascha
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Inhalt auf Wunsch des Autors am 09.10.2013 gelöscht.
Verfasst am:

RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Sascha Franck schrieb:
Und, um das mal evtl. dem ein oder anderen zu veranschaulichen: Teuer muss das absolut gar nicht sein, mit etwas Glück kommt man fast günstiger als mit einer Ü-Raum-PA weg.
Naja, da weiß ich dann aber nicht woher du deine Preise beziehst? Also wir sind auch gerade dabei auf IEM umzustellen und das ist noch nichtmal ansatzweise abgeschlossen und wir haben schon ordentlich investiert. Mischpulte mit 8 Aux-Wegen die auch alle Pre/Post schaltbar sind gibt es nicht gerade wie Sand am Meer in einer annehmbaren Preisklasse. Davon abgesehen benötigen zumindest wir die Aux Chans auch noch mindestens für Gesangs-Reverbs sowie Compressor. Und dann möchte man ja normal auch direkt eine Bühnen-taugliche Lösung, da stell ich mich ja dann nicht mit Kopfhörer und Kabel hin als Gitarrist und Sänger. Wenn man es also richtig ordentlich machen will kann man normal noch Splitter, Matrix-Mixer und pro Person vernünftige angepasste In-Ears rechnen sowie gegenfalls Funk-Bodypack. Da ist man umgerechnet leider schnell bei vielen hundert Euro pro Person, das ist zumindest unsere Erfahrung bisher ...
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Raptor schrieb:
Sascha Franck schrieb:
Und, um das mal evtl. dem ein oder anderen zu veranschaulichen: Teuer muss das absolut gar nicht sein, mit etwas Glück kommt man fast günstiger als mit einer Ü-Raum-PA weg.
Naja, da weiß ich dann aber nicht woher du deine Preise beziehst? Also wir sind auch gerade dabei auf IEM umzustellen und das ist noch nichtmal ansatzweise abgeschlossen und wir haben schon ordentlich investiert. Mischpulte mit 8 Aux-Wegen die auch alle Pre/Post schaltbar ...


Moin,
das geht mMn auch günstiger. Wer sagt denn, das jeder einen eigenen Monitorweg braucht? Habt ihr mit der Boxen basierten Lösung denn jeder einen eigenen Mix?
Wir fahren ein 2-Wege Monitoring im Proberaum mit vier Personen, zwei ohne IEM, zwei mit. Die IEM hängen seriell an den Monitorboxen mit einem sehr günstigen Kopfhörerverstärker. Alles kabelgebunden. Würde mit mehr finanziellem Einsatz auch per Funk gehen. Alles in allem hat die IEM Lösung für 2 Personen 280,- Euro gekostet, wobei meine Ohrstöpsel alleine schon 170€ gekostet haben. Bei bestehendem Pult mit 2 verfügbaren AUX Wegen.

Die Stereosumme wird übrigens im Proberaum nur zum Aufnehmen verwendet, wäre also auch noch verfügbar.

Warum fahrt ihr eigentlich die Compressoren im AUX Weg? Gehören die nicht sinnvollerweise in den Kanalzug eingeschleift? Nur so am Rande...

Ciao
Monkey
 
D'oh!

On sale:
Rote PRS Gitarre
Squier Strat VII
4 Kanal Komp/Gate/Limit/etc
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Raptor schrieb:
Naja, da weiß ich dann aber nicht woher du deine Preise beziehst? Also wir sind auch gerade dabei auf IEM umzustellen und das ist noch nichtmal ansatzweise abgeschlossen und wir haben schon ordentlich investiert. Mischpulte mit 8 Aux-Wegen die auch alle Pre/Post schaltbar sind gibt es nicht gerade wie Sand am Meer in einer annehmbaren Preisklasse. Davon abgesehen benötigen zumindest wir die Aux Chans auch noch mindestens für Gesangs-Reverbs sowie Compressor. Und dann möchte man ja normal auch direkt eine Bühnen-taugliche Lösung, da stell ich mich ja dann nicht mit Kopfhörer und Kabel hin als Gitarrist und Sänger. Wenn man es also richtig ordentlich machen will kann man normal noch Splitter, Matrix-Mixer und pro Person vernünftige angepasste In-Ears rechnen sowie gegenfalls Funk-Bodypack. Da ist man umgerechnet leider schnell bei vielen hundert Euro pro Person, das ist zumindest unsere Erfahrung bisher ...


Ich weiß nicht, welche Ansprüche ihr habt, aber für die von mir genannten Beträge ist ohne weiteres eine relativ komfortable In-Ear-Lösung drin.
Dass man manchmal mit kleinen Kompromissen wird leben müssen, sollte klar sein. Und Kompressoren auf Aux-Wegen machen eigentlich gar keinen Sinn (machen die meiner Meinung nach generell, auch für live, nicht, es sei denn, wir haben's mit 'nem Top Act zu tun).
Funk Packs braucht man eigentlich ebenso wenig, ich bin jahrelang prima mit einem Doppelkabel für Gitarre und Kopfhörer klargekommen, das konnte ich sehr komfortabel per Karabiner an meiner Hose befestigen - und leichter als zwei Funk Packs war's auch noch.
Auch auf angepasste Hörer kann man, zumindest anfangs, ganz locker verzichten. Ich benutze meinen wie gesagt gar nicht, sondern die Standard-Gummis von Sennheiser - finde ich angenehmer.
Und letztendlich kann man auch mit deutlich weniger Aux-Wegen arbeiten, wenn man ein wenig clever ist und die Möglichkeiten der erwähnten Behringer-Kopfhörer-Amps zu nutzen weiß. Die bieten nämlich pro Kanal einen extra Eingang. Ich kann also einen Hauptmix hören und mir mein Instrumentensignal (per Splitbox oder wie auch immer) extra auf den Hörer legen und zumischen. Das reicht in 90% aller Fälle locker aus. Die eigenen Monitor-Wege können also ganz explizit den Sängern vorbehalten werden.

- Sascha
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Ich liebe es, wenn Rock,Blues,Soul und Funk-Musik so gespielt wird, wie sie gedacht war/ist und entstanden ist....

und das ist eben nicht mit Plastik E-Drums in Zimmerlautstärke....

wo führt das hin, das Bläser auch auf Modeling umsteigen müssen ...

Live-Musik ist doch mehr als nur hören ...

Perfektion und normale Lautstärke funktioniert ebenso ... siehe Tower of Power...

Grüsse, Tosch
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Hallo zusammen.
Wie im Eingangspost erwähnt spielen wir schon seit November mit der Vdrum (in leichter Form - Toms und Bass sind nur getriggert mit speziellen Fellen). Mittlerweile wurde das Drum-Equipment noch um das Snarepad von Roland erweitert. Im Schlagzeug stecken nun sicher auch schon gut 5000€ drinnen, allerdings hat sich die Sache aus unserer Sicht nach wie vor bezahlt gemacht. Der Sound im Proberaum ist toll. Wir proben praktisch immer in Auftritts-Situation, können alles schön differenziert hören. Ein Mittschnitt im Proberaum lässt sich auch locker machen, ohne jedesmal das Drumset zu mikrofonieren.

All in all sind wir immer noch sehr überzeugt von der Sache. Unser Drummer hat sich gut an die Sache gewöhnt. Der Sound passt, die Bespielbarkeit des Drumsets ist auch super.

Ich denke, es bleibt aber letztendlich die Entscheidung des Drummers. Er muss damit zurecht kommen. Für alle andere Musiker in der Band hat die Sache große Vorteile, da einfach alles (was vor allem beim Proben wichtig ist) gut hörbar ist.

Übrigens proben wir nicht großartig leiser, als vorher. Aber eben trotzdem unter der Grenze des Ohrenblutens, und dass ist für mich überhaupt der größte Vorteil. Hab vorher mit angepasstem Elacin-Gehörschutz mit 15db Absenkung geprobt und bin mit der jetzigen Situation zufriedener.

Wie auch immer - meine ist nur eine Meinung von vielen, aber ich wollt eben nochmal loswerden, dass wir höchstzufrieden sind mit der Anschaffung der E-Drum.

Freundliche Grüße

Ps: Find total cool, dass z.B. auch Drummer wie Thomas Lang auf der V-Drum spielen.
 
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Die wahre Musik steht nicht in den Noten
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RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Hallo zusammen,

meine Band und ich haben bislang eigentlich auch immer die typische Proberaum Situation mit richtigen Drums etc. erlebt. Ich habe nun im Keller meines Hauses einen kleinen Proberaum mit allem drum und dran eingerichtet und hier eben auch ein Roland VDrum stehen. Gestern Abend haben wir uns eigentlich nur mal zum Spaß getroffen um diesen Proberaum entsprechend einzuweihen. Was bleibt, sind folgende Beobachtungen:

1.) Wir haben nicht wirklich leiser gespielt.
2.) Durch die Drumsounds, die im Vergleich zum realen Drum deutlich komprimiert sind, konnte man wesentlich besser die einzelnen Instrumente differenzieren. Gerade bei den sonst so aggressiven Becken war das schön zu hören.
3.) Unser Drummer musste sich zwar erst an das VDrum gewöhnen, aber das Ergeniss war trotzdem top. Es kommt eben doch auf das Können an, auch wenn er abschließend der Ansicht war, dass das Spielen auf einem realen Drum mehr Spaß macht.
4.) Wir werden wohl öfter eine solche Probe einplanen. Es hat Spaß gemacht.
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
Verfasst am:

RE: Der ultimative Weg zur angenehmen Bühnen / Probelautstärke

Ist wahrscheinlich alles schonmal gepostet worden, aber damit auch jeder alles gesagt hat:

1. Der leise Drummer ist die Hauptsache! Entweder kann er's, oder er kanns nicht. "Mein" jetziger spielt so leise, daß wir pro Quartal nur einmal 'ne Rückkopplung auf'm Gesang haben (meist aus Versehen...). Dabei groovt er auch. Ich hatte auch schonmal einen, da ging nix - um die Schießbude sah es aus wie im Sägewerk...

2. E-Drums gehen (für mich) garnicht, da fehlt mir das richtige Gefühl. Außerdem kann mann die Instrumente schlecht orten, wenn man sie nur über Monitor hört.

3. Seit ich einen attenuator benutze, komm ich bei meinen Röhrenamps in einen Bereich, wo ich vernünftig regeln kann.

4. Ich bin als Gitarrist alleine, da besteht die Gefahr des gegenseitigen Hochschaukelns nicht. (" *Heul* Der spielt viel lauter als ich..." Es gibt nix Schlimmeres als zwei Alphagitarristen in 'ner Band!
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