Kurzreview Cornford Roadhouse 50 Topteil

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Kurzreview Cornford Roadhouse 50 Topteil

Ich bin kein großer Reviewschreiber, aber ich finde, diesen Tip muss ich weitergeben.

Seit gestern lärmt er mir die Bude voll:




Dieser Verstärker stammt sozusagen aus der Billiglinie von Cornford. Es ist zwar alles Handmade in GB, nur eben nicht handverdrahtet, wie bei den Highend-Amps, sondern auf Platine verlötet.

Ich bin hellauf begeistert. Jede Gainstufe klingt toll, relativ offen, am Ende der Skala setzt ganz leichte Kompression ein. Egal, wie man die Tonregler dreht, irgendwie klingt es immer gut. Mal dunkel, mal hell, mal böse, mal weich. Aber immer klingt der Verstärker ausgesprochen rund. Highgain kann er nicht. Alles bis JCM-Zerre ist ohne Probleme machbar. Ich habe mir anfangs überlegt, ob es auch die 30W Version sein kann, habe mich dann aber nach Überlegungen dagegen entschieden. Wie ich glaube, zu recht. So richtig laut (Beispielsweise wie mein 50W Einstein Combo) ist er nicht. Ich fürchte, im Bandkontext würde es mit dem 30er schwer, gegen den Rest mitzuhalten.

Geboten wird allerdings nicht wirklich viel: 1 Kanal, per Fußschalter zu betätigender Boost (Lautstärker+Verzerrgrad wird etwas angehoben, Regelbar per Boostregler) Einschleifweg (vorne!) fertig. Wem das ausreicht, der sollte mit der Kiste sehr zufrieden sein. Meine Treter (Okko, Artof59 Sagitarius) verträgt er wunderbar, sodaß ich die Flexibilität meines Einstein nicht misse.

Der Klang ist nicht das, was ich als typisch british, also marshallesque bezeichnen würde, irgendwo höre ich da zusätzlich evtl etwas Soldano, gerade etwas stärker zerrend, cleaner dann vieleicht noch einen Schuss Vox.

Der momentane Pfundkurs in Verbindung mit sehr günstigen (Pfund-) Straßenpreisen in GB macht den Import von dem Ding zu einer echten Alternative für alle, die an den Kauf eines Egnaters/Bogners etc in dieser Preisklasse denken.

Bezugsquelle gibts per PN, Versand war fix, Verpackung 1a. Preis, inklusive Versand: unter 800 €.

So, jetzt aber wieder ran an die Klampfe!


Zuletzt bearbeitet von Thorgeir am 15.11.2012, insgesamt 2-mal bearbeitet
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RE: Kurzreview Cornford Roadhouse 50 Topteil

Danke für das Review. Gibts auch was zu Hören?
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RE: Kurzreview Cornford Roadhouse 50 Topteil

McCracken schrieb:
Danke für das Review. Gibts auch was zu Hören?


Vorerst leider nicht, da ich hier nicht aufnehmen kann, aber es gibt ein paar nette Sachen im Inet:





Der hat auch noch mehr über das Teil auf Youtube eingestellt...
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RE: Kurzreview Cornford Roadhouse 50 Topteil

Ich danke ebenfalls für das Review, da ich seit einiger Zeit mit dem Roadhouse 30 Combo liebäugle. Wie Du schon schreibst, ist ein Kauf bei dem derzeitigen Pfundkurs in GB echt interessant.

Telly
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RE: Kurzreview Cornford Roadhouse 50 Topteil

So, ich belebe den Thread mal wieder. Ich habe heute den kleineren Bruder, eine Roadhouse 30 als Combo bekommen. Geiler Amp, gefällt mir absolut. Sehr schöner Clean Kanal, Crunch gefällt mir auch seeeehr, der Boost ist wie ein zweiter Kanal. Der Amp ist absolut ehrlich und verzeiht wirklich keinen Fehler, sprich ist kein Schönfärber, hängt sehr dynamisch am Volumenpoti und am Anschlag. Ich finde, er könnte unten rum noch etwas mehr "bums" vertragen und ist teilweise sehr schrill, die Höhen und Mitten muss ich bei der Strat schon gut zurückdrehen, alles was über 11-12 Uhr ist tut weh, er wird sich im Bandkontext sehr gut durchsetzen. Und ich glaube es liegt an dem noch nicht eingespielten Speaker und der Vintage 30 ist ja eh mehr Mitten- und Höhenbetont, soweit ich das richtig im Kopf habe. Sollte das sich nach der Einspielzeit nicht ändern: Speakertausch (Celestion G12H30?). Der Amp muss bei gehobener Zimmerlautstärke gespielt werden um "dreidimensional" zu wirken, ist aber im leisen Betrieb auch ein super Bedroom- und somit Übungsamp. Was mir als Fenderampspieler ein wenig fehlt ist der Reverb, aber da lässt sich ja mittels Pedal nachhelfen. Alles in allem geiler Amp.
Ich musste allerdings erst mal "meine" EQ-Einstellung finden um meinen Klang zu bekommen. Am besten hat er mir übrigens mit meiner Strat und meiner P90 bestückten Ibanez AS 100 (Semiakkustik) gefallen, wobei er Humbuckergitarren auch sehr mag.

Jetzt wird erst mal der Speaker eingespielt. Das Review von Thorgeier kann ich nur unterschreiben und wollte nur meine "fünf Cent" hinzufügen.
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RE: Kurzreview Cornford Roadhouse 50 Topteil

Kleines Update, aus gegebenem Anlass (und Bildquelle erneuert):

Der Langzeittest verläuft sehr zufriedenstellend. Er steht seit damals in einem der Proberäume und versieht seinen Dienst, ohne zu mucken. Den Kritikpunkt bezüglich Lautstärke kann ich entkräften, es reicht auch für laute Schlagzeuger
Was den Sound angeht, kann ich noch ergänzen: Der Amp verfügt über eine gewisse Fähigkeit, je nach angeschlossener Box mit entsprechender Einstellung auch richtig böse zu klingen. Mit meiner geschlossenen 2x12 Diezelbox ist das ein richtiges Metaltier!

Ich würde ihn wieder kaufen. Das Preis/Leistungsverhältnis ist unschlagbar!
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