Hohner MVG 300R

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Hohner MVG 300R

Kurzfassung= Fazit ganz unten. Wer diesen Thread wirklich gebrauchen kann oder was wissen will oder auszusetzen hat .. bitte antworten. Schaltplan hab ich auch keinen für das Gerät also wer einen findet bitte mir zukommen lassen.

Eins Vorab:
Ich hab nicht sehr viel Erfahrung mit Gitarrenamps. Da aber zu diesem Amp kaum was im Netz zu finden ist, möchte ich hier ein paar Zeilen drüber loswerden. Ich hab das gerät kürzlich für ca. 40 euro in der Bucht erstanden (Also nicht neu gekauft | Ich denke auch nicht dass Hohner noch Gitarrenamps produzieren lässt)

Zum Equipment:
Eine Zither aus Vorkriegszeiten mit Stahlsaiten, Tonabnehmer ist ein Schaller 10/48

Meine Kaufgründe:
1. Mein anderer Amp ist ein Laney HCM30R. Die Zerre des HCM passt natürlich gar nicht zum Equipment. Ist ein nettes Experiment aber letztenendes mag mein gehör wohl doch eher Sounds die in Richtung altbekannt gehen.
2. Ich habe 2 getrennte Tonabnehmersysteme die nun komplett getrennt
eingesetzt werden können.


Zum Gerät selber:

Äusserlichkeiten:
Der gelbe Bezug ist sicher geschmacksache ... mir gefällts jedenfalls. Ich finde das ganze sieht auf den ersten Blick sehr edel aus (im Vergleich zu den einfarbig schwarzen dingern...). Die Boxenstoffverkleidung ist Schwarz/Braun gemustert das Blech goldig-matt find ich passend.
Die Aussparung der Gehäusedecke an der Vorderseite (wie bei so vielen Combos) lässt wohl eine bessere Bedienbarkeit zu, falls das gerät etwas weiter unten steht. Allerdings muss man dann schon die Reihenfolge der Regler selber wissen, denn die Potiknöpfe verbergen in dem Blickwinkel die Beschriftung. Außerdem entstand durch diese Aussparung wohl in der Produktion eine etwas unschöne Falte im Bezug ... bei meinem Gerät zumindest.
Die zwei Querbretter hinten sollen wohl das Gehäuse stabilisieren, stören jedoch, falls man mal was am Innenleben des Combos unternehmen will.
(Das obere Brett stört die Zugänglichkeit zur Verstärkereinheit das untere Brett die Zugänglichkeit zum Federhall, der mit Cinch-Steckern angeschlossen ist) Häufigeres aufmachen ist wohl nicht vorgesehen, da das Blechgehäuse der Verstärkereinheit mit holzschrauben von unten an die Gehäusedecke geschraubt wurde.


Ausstattung:
Der MVG 300R ist ein zweikanaliger Amp mit drei Reglern für den Overdrive-Kanal (Gain, Sharp, Volume), vier Regler für den Clean-Kanal (Volume, High, Mid, Low) und einem Reverb-Regler. Die Kanäle sind bis auf den Halleffekt komplett getrennt voneinander regelbar.
Es gibt 4 Klinkenanschlüsse (Input, Phones , Lineout und Footswitch).
Mit dem Footswitch lässt sich der Reverb ein/ausschalten und der Kanal lässt sich wechseln.
Die typische Kaltgerätebuchse fehlt, der Netzstecker ist also fest mit dem Gerät Verbunden (Kabellänge knapp über 1m).
Wer an die Sicherung will muss das gerät wohl aufmachen, was relativ aufwändig ist (s.o.) (Zumindest falls es eine Sicherung gibt).

Die auf Fotos unsichtbaren Dinge:

Ohne sonstiges Equipment:
Als erstes wird mal einschalten ohne angeschlossene Geräte probiert. Deutlich kann man ein Knacken beim Einschaltvorgang sowie beim Ausschaltvorgang hören. Die rote LED ist also fast schon überflüssig. Der Combo hat ein leises aber wahrnehmbares Grundrauschen (ich nehm an es hat mit der Stromversorgung zu tun). Fährt man nun die Lautstärke weit hoch hat man ein Rauschen ähnlich als wenn man bei älteren Radios einen Sender sucht. Dreht man im Overdrive-Kanal alle Regler voll auf fängt das Ding schon sehr an zu krachen. Vielleicht sind auch einfach etwas viele Funkwellen hier unterwegs... aber ich denke der Punkt ginge besser... Das hörbare Knacken des MVG beim Einschalten des Laney HCM bei Anschluss an der gleichen Steckdosenleiste muss einen wahrscheinlich nicht wundern.

Mit Equipment:
Clean-Kanal:
Der Cleankanal funktioniert auf Zimmerlautstärke für mein gehör Tadellos.
Dreht man die Lautstärke etwas weiter hoch, kommt doch ein wahrnehmbares Clipping zustande.

Overdrive-Kanal:
Für mich als wenig erfahrenen Nutzer im Umgang mit Amps reichen die 3 Regler aus (Gain, Sharp, Volume). Sharp ist wohl eine andere Bezeichnung für Tone. Mit etwas vorsicht kann man dem Kanal auch relativ sanfte Overdrivetöne entlocken. Wirklich sahniger sound wirds aber wohl nicht. Bei Mittelstellung gefällts mir persönlich nicht bzw. kann mir nicht vorstellen dadraus dann noch was ordentliches zu basteln, lass mich aber gern eines besseren belehren. Für High-Gain-Rocksounds (Gain und Tone am Anschlag) find ichs ganz ok. Übermässig hartes Metalbrett ist der MVG nicht und soll er meiner Meinung nach auch nicht sein. Ist man unvorsichtig kann man aber ein unschönes Clipping hinkriegen (ich würd sagen zwischen mantschend und scheppernd).

Reverb:
Ja der Federhall dieses Combos reicht fast schon zum sustainer... also etwas vorsichtig damit und der Reverb ist ganz brauchbar find ich.

Fazit:
Schöner Übungsverstärker ohne viel Schnickschnack (jedoch schon etwas Transistor-typisch); Wegen der wenigen Regler im Overdrive-Kanal wohl am besten für Amp-Anfänger wie mich geeignet. An Hochkarätige Geräte von heute kommt er natürlich nicht ran aber ein paar ganz brauchbare Sounds zum üben sind imho dabei. Für hohe Lautstärken ist er wohl nicht ganz so zu gebrauchen. Für eine Bandprobe isses wahrscheinlich schon nicht ganz so ausreichend. Ich bereue den Kauf aber keineswegs, da es für meine Zwecke ein relativ ideales Gerät ist.
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