Callaham Front Roller Upgrade Kit for Bigsby B5 und B7

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Callaham Front Roller Upgrade Kit for Bigsby B5 und B7

Callaham Front Roller Upgrade Kit for Bigsby B5 und B7 Vibratos

Meine vor knapp zwei Jahren erstandene Hamer Newport (review gibt es hier: http://www.guitarworld.de/forum/review-hamer-usa-newport-p279827,highlight,Hamer+Newport.html#279827) macht mir immer noch sehr viel Spaß und Freude, und selbst mit dem Bigsby B 5, dem ich anfangs eher skeptisch gegenüber stand, habe ich mich inzwischen angefreundet und mag das dezente Gewimmere des hardware-Dinos. Dazu beigetragen hat ein Satz Grover Klemmmechaniken und der geniale Vibramate string spoiler. Allerdings blieb der dumpfe Verdacht - auch genährt durch Infos aus dem weltweiten Gewebe, dass das Ding auch ein bisschen was von einem sound-killer hat. Aus eigener Anschauung hatte ich z.B. bislang das Gefühl, dass das sustain und die Dynamik zwischen dem 12. und 15. Bund nicht ganz dem des Resthalses entspricht.

Bei einem Routinebesuch auf der webpage von Bill Callaham (http://www.callahamguitars.com), der inzwischen auch Austauschteile für Bigsby-Vibratos anbietet, machten mich folglich folgende Worte neugierig:

“All guitars equipped with a Bigsby B5 or B7 Vibrato suffer greatly from reduced frequency response and sustain because of the complete lack of quality of the front roller of the units. Our upgrade kits provides a solid, stainless steel front roller and axil that will widen the frequency response and sustain to where it should have always been. The roller is polished to a mirror finish and is grooved to maintain string alignment. This is a simple retrofit and pays huge dividends.”

Da ich bereits mit Callaham-Teilen gute Erfahrungen bei Strat und Tele gemacht habe, wurde also besagtes “front roller upgrade kit” für den Preis eines exzellenten Abendessens (mit Wein!!) Bei ProGuitar geordert (übrigens schnelle, hilfsbereite und freundliche Bedienung...).


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Das Teil macht erst einmal einen ausgesprochen wertigen Eindruck (Bild 4). Die Rolle ist (bis auf die Bohrung natürlich) ebenso wie die Welle aus vollmassivem Edelstahl. Gegenüber dem Original fallen zuerst einmal die Rillen zur Saitenführung positiv auf. Dann hat das Callaham-Teil deutlich mehr Masse (58 gr.) als das Original (31 gr.). Alle, die noch die Messing-modding-Ära der späten 70er und frühen 80er Jahre vor Augen haben, wissen: Masse ist durch nichts zu ersetzen...

Zum Einbau muss das Vibrato komplett demontiert werden, dann kann man von unten eine Madenschraube lösen, mit der die Welle fixiert ist. Also das alte Teil raus. Das sieht eher nicht so edel aus und ist auch nicht aus einem Stück gefertigt (Bilder 1-3). In einer offenbar verchromten Hülse aus Stahl / Blech ??? steckt eine Buchse aus Messing (Bild 4). Leider ist die Callaham-Welle etwas zu stark für die Bohrungen im Bigsby. Musste ich auf 5 mm aufbohren. Kein Problem - das Bigsby ist ja offenbar aus Aluminum gefertigt. Danach das Callaham-replacement montiert, Madenschraube festgezogen, Vibrato montiert und Saiten drauf.

Schon unplugged fällt mir als erstes auf, dass die Newport deutlich mehr resoniert als vor dem Austausch! Und auch am Verstärker bin ich ziemlich verblüfft. Mir kommt es so vor, als ob hier das berühmte “mehr von allem” zutrifft: tatsächlich mehr sustain, mehr Dynamik und auch das “12. bis 15. Bund handicap” scheint sich in Wohlgefallen aufgelöst zu haben. Nein, es liegen keine Welten zwischen Vorher und Nachher, es ist einfach dieses gewisse Quäntchen.

Fazit:
Die nicht unerhebliche Investition (steht der Meister da persönlich an der Drehbank und baut jedes Teil in liebevoller Handarbeit ??) hat sich für mich gelohnt. Und hey, Gutes muss ja nicht immer billig sein...
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