Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

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Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Mir sind da erstmals einige "Röhrenprodukte" aufgefallen, die ich bisher noch nicht kannte..bisher habe ich da absolut nichts von gehört. Wohl absolute Nieschenprodukte, aber doch sehr interessant oder ...
Hot or Not?


Tonegrinders



http://www.wattgrinder.com/TGDescription.htm


JET CITY RetroValves



http://www.robertsaudiotech.com/


AMT Solid State "Tubes"



http://eshop.amtelectronics.com/6l6-12ax7-amt-electronics-solid-state-tubes.html



SO dann auch mal mal direkt ein "Video"Tonvergleich auch wennn er ein Spielgefühl nicht vermittelt:





Zuletzt bearbeitet von SilviaGold am 02.10.2013, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Das Thema „Transistor-Röhren“ als Ersatz für normale Röhren wird auch in anderen Foren heiß diskutiert.
AMTs 12 AX7 werden beim BigT schon für 29 € verkauft: http://www.thomann.de/de/amt_warm_stone_12ax7_ws.htm?sid=97a2737d2a6b4d8bd41ab966c4ea1a72.

Die Jet Citys Retro Valves haben wohl noch keinen internationalen Distributor gefunden. Es gibt dazu ein älteres Vergleichs-YT Video vom Toneking.
Der kommt ebenfalls zum Ergebnis, daß die klangneutral arbeiten – oder zumindest innerhalb der Klangnuancen alternativen Röhrenmarken.

Die Röhrentechnik an sich stammt ja vom Anfang des vorherigen Jahrhunderts. Irgendwann einmal greift auch hier der Fortschritt und die Uralttechnik wird - wann auch immer - von etwas anderem abgelöst werden. Das ist nun mal der Lauf der Dinge. Natürlich wird es immer Musiker geben, die auf die althergebrachte Technik schwören und auch zukünftig Röhrenamps für unverzichtbar halten.

Ich selbst nutze schon seit Jahren einen Röhrenamp in der Band. Dennoch würde ich sofort die Röhren gegen Solid State-Ersatz-„Röhren“ tauschen, sofern diese annähernd soundneutral arbeiten. Das gilt für mich sowohl für Vor- als auch für Endstufenröhren. Und wenn ich dann noch problemlos auch Endstufenröhren selbst tauschen könnte, ohne Zeit & Geld in externe Dienstleister investieren zu müssen, wäre es für mich perfekt.

Gerne verzichte ich zukünftig z.B. auf lebensgefährliche Hochspannungstechnik, nicht mehr zeitgemäße unnötige Energieverluste, aufgeheizte Chassistops, temperatur- & erschütterungsempfindliche Röhren und andere Bauteile, die die herkömmliche Röhrentechnik für uns Musiker so teuer machen.
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Also ich verstehe den Sinn dieser Produkte nicht. Wenn ich mit Halbleitern verstärken will, dann kann nich doch gleich einen "Transistorverstärker" bauen/spielen.

Viele Grüsse,
gp
 
Früher dachte ich, dass alle Musiker nette, freundliche und intelligente Menschen sind.
Dann fing ich an, selbst Musik zu machen.
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Ich such mich grad wund, irgendwo hatten wir doch mal nen längeren Thread wo es genau hier um diese Teile ging....

Pierroooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Nur weil man "echte" Röhren gegen Solid State tauscht, wird daraus noch kein Transistor-Verstärker. Es werkeln immer noch "Röhren", alledings modernste Techologie von 2013.
Vielleicht helfen diese Infos weiter? Zitat aus CCInfo http://www.elektronikinfo.de/strom/roehren.htm:

"Elektronenröhren, meistens kurz Röhren oder Valves (britisch) bzw. Tubes (amerikanisch) genannt, waren die ersten aktiven elektronischen Bauelemente, d.h. Bauelemente, mit denen man kleine elektrische Signale einigermaßen linear verstärken konnte. Sie begründeten das Elektronikzeitalter, das sich in der Anfangsphase vor allem in Form von Radiogeräten manifestierte. Ein halbes Jahrhundert lang gab es keine Alternativen zu Elektronenröhren, weshalb in dieser Zeit die Radios, Fernsehgeräte und Verstärker durchgängig mit Verstärkerröhren ausgestattet waren. Das Aufkommen der Transistoren in den 50er/60er Jahren läutete außer bei Spezialanwendungen (z.B. RADAR), bei denen Röhren lange Zeit schlicht billiger als Transistoren waren, das Aussterben der Röhren auf breiter Front ein. Grund war ihre vergleichsweise große Bauform, die hohe Verlustleistung, die als Wärme abgeführt werden muß, ihre begrenzte Lebensdauer sowie ihr vergleichsweise extrem hoher Preis (Vorstufenröhre heutzutage um die 10 Euro, guter und rauscharmer Vorstufentransistor weniger als 0,05 Euro!). Zudem verändern Röhren ihre Eigenschaften im Laufe der Lebensdauer, brauchen beim Einschalten des Geräts einige Minuten, bis sie richtig warmgelaufen sind, und zusätzlich ist ein sogenannter Heiztrafo oder alternativ bei batteriebetriebenen Geräten eine separate Batterie für die Heizung erforderlich. Aufgrund dieser Nachteile kamen im Niederfrequenzbereich ab ca. 1965 kaum noch neuentwickelte Geräte mit Röhren auf den Markt."

Funktionsweise einer Röhre: http://www.elektronikinfo.de/strom/roehren.htm
Röhren, Mythos und Wahrheit: http://www.elektronikinfo.de/strom/roehrenirrtum.htm.
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

olerabbit schrieb:
Nur weil man "echte" Röhren gegen Solid State tauscht, wird daraus noch kein Transistor-Verstärker. Es werkeln immer noch "Röhren", alledings modernste Techologie von 2013.


Und was meinst Du hier mit "immer noch Röhren"?


olerabbit schrieb:
Vielleicht helfen diese Infos weiter? Zitat aus CCInfo http://www.elektronikinfo.de/strom/roehren.htm:

...


Nein, diese Infos helfen mir nicht weiter. Ich kenne die Geschichte der Röhren auch schon länger.

In einem Röhrenverstärker sind Röhren die aktiven Elemente. Wenn ich diese durch Transistoren und/oder IC's (plus einige Dioden, Thyristoren,...) ersetze, dann brauche ich nicht erst einen Röhrenverstärker zu bauen sondern kann gleich in Halbleitertechnik anfangen.


Viele Grüsse,
gp
 
Früher dachte ich, dass alle Musiker nette, freundliche und intelligente Menschen sind.
Dann fing ich an, selbst Musik zu machen.
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Moin,

für mich macht das Konzept insofern Sinn, dass man seinen heißgeliebten (Röhren) Verstärker praktisch wartungsfrei und reparaturfreundlich bekommen kann. Robuste, einfache Löttechnik, die in vielen Röhrenverstärkern vorhanden ist in Verbindung mit dem Austausch der empfindlichen Teile (Röhren) gegen steckbare, unempfindliche Halbleiterteile. Kein Einmessen, kein vorsichtiges Handhaben etc. mehr.

Wäre ich z.B. auf meinen Bluesbreaker gewerblich angewiesen, käme diese Technik für mich echt in Frage.
 
Gruss, tommy
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Ich verstehe die Aussage "klangneutral" hier nicht wirklich.
Wenn etwas klangneutral ist, dann sind das wohl Transistoren und nicht Röhren, welche den Klang doch entscheidend mit formen.
Bei Transistorschaltungen ist das alles nicht so einfach, die Schaltung an sich schon, nur die Kunst besteht darin aus einem Transistoramp einen guten Sound zu "designen"

Ich verstehe auch nicht warum Röhrentechnik oft gewartet werden muss.
Gut den Röhrenherstellern freuts natürlich
Solang man den AMP nicht durch die Gegend wirft, halten mMn Röhren auch ewig.
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Noisezone schrieb:
Ich verstehe auch nicht warum Röhrentechnik oft gewartet werden muss.
Gut den Röhrenherstellern freuts natürlich
Solang man den AMP nicht durch die Gegend wirft, halten mMn Röhren auch ewig.


Oh, die Gefahr auf man nicht unterschätzen... Bei mir hat sich doch, nach knapp 20 Jahren Röhrenamps, neulich tatsächlich erstmalig eine Vorstufenröhre verabschiedet und schrie nach Ersatz. Sowas aber auch...


Ist schon Interessant.. Viele würden ihre teuren Röhrenamps sofort mit Surrogaten auf Transistorbasis bestöpseln, reine Transistordesigns fristen dennoch meist ein Schattendasein als Amps 2. Klasse. Dabei kommt, vor allem bei uns Einkanalern, die Zerre doch eh meistens aus einer Transistordose
Ich mag meine Röhrenamps trotzdem... Aber nicht weil sie aus Röhre sind sondern weil sie anständig klingen. Testen würde ich diese plastikröhren schon mal. Warum auch nicht.
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Alles Ketzerei und dunkelster Aberglaube!

Das Energiesparargument ist zwar nicht falsch, aber bevor ich beim Amp anfange zu sparen, rüste ich die Zimmerbeleuchtung auf LED um und benutze eine Induktionskochplatte. Vom Auto reden wir lieber nicht, genauso Flugreisen.
Wenn die Röhrenschaltung ordentlich dimensioniert ist, halten die Röhren lange genug.
Gute Transistorverstärker gibts im übrigen auch schon Ewigkeiten.

Aber wers braucht....
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Gurkenpflücker schrieb:
Noisezone schrieb:
Ich verstehe auch nicht warum Röhrentechnik oft gewartet werden muss.
Gut den Röhrenherstellern freuts natürlich
Solang man den AMP nicht durch die Gegend wirft, halten mMn Röhren auch ewig.


Oh, die Gefahr auf man nicht unterschätzen... Bei mir hat sich doch, nach knapp 20 Jahren Röhrenamps, neulich tatsächlich erstmalig eine Vorstufenröhre verabschiedet und schrie nach Ersatz. Sowas aber auch...


Ist schon Interessant.. Viele würden ihre teuren Röhrenamps sofort mit Surrogaten auf Transistorbasis bestöpseln, reine Transistordesigns fristen dennoch meist ein Schattendasein als Amps 2. Klasse. Dabei kommt, vor allem bei uns Einkanalern, die Zerre doch eh meistens aus einer Transistordose
Ich mag meine Röhrenamps trotzdem... Aber nicht weil sie aus Röhre sind sondern weil sie anständig klingen. Testen würde ich diese plastikröhren schon mal. Warum auch nicht.


Jop klar, bei mir sind auch schon Röhren kaputt gegangen, oder kamen schon kaputt bei mir an, erst neulich ging im class 5 ne neue JJ Vorstufenröhre flöten, und nu hockt wieder die alte chinesische Röhre drin, die auch noch gut klingen tut

Meine bescheidene Erfahrung von Amps zeigt mir aber dass eher Lötstellen brechen, oder Elkos nach 15 Jahren an fangen zu lecken.
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Laßt uns doch mal sachlich die beworbenen Vorteile der neuen Technologie beleuchten:

- Baubedingt keine Mikrofonie.
- Deutlich effizienter: produziert deutlich weniger Hitze/Abwärme.
- Verbraucht deutlich weniger Energie.
- Aufgrund der geringen thermischen Belastung schonender für das Elektronik-Innenleben.
- Unempfindlich gegen mechanische Belastungen/Stöße.
- Kann beliebig mit herkömmlichen Röhren kombiniert werden oder diese komplett ersetzen.

Ich finde, das Produkt passt viel besser zu den Anforderungen der heutigen Zeit. Es ersetzt einfach nur eine Röhre herkömmlicher Bauart in einem RÖHREN-Amp mit den o.g. Vorteilen.
Und im direkten A/B-Vergleich mit einer herkömmlichen Röhre wäre ich mit dem Klang absolut zufrieden, wenn man dem YT-Video trauen kann.

Ich hoffe,
- daß diese neue Technologie gleichberechtigt neben der alten stehen kann,
- daß die zukünftigen „Röhren“-Amps einfacher und umweltschonender gebaut werden können
- und daß zukünftige Röhren-Amps mit dieser Technologie vlt sogar kostengünstiger angeboten werden können, damit sich mehr Musiker Röhrenamps leisten können.

Nun können Röhrenpuristen zurecht die Frage stellen: „Ist das noch ein Röhren-Amp, wenn da keine „echten“ Röhren mehr drin sind?“.
Das ist mMn eine philosophische Diskussion - genauso, ob ein heutiges Auto im Vergleich zu einem Oldtimer noch als Auto bezeichnet werden kann.
Oder jedes andere beliebige Produkt aus den 1900er Jahren, das es heute in fortschrittlicher Form gibt.

Das ist eben der Fortschritt, der über kurz oder lang auch vor uns Gitarristen nicht Halt machen wird.
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Das glaub ich kaum, das sagte man damals schon als die ersten Transistoramps auf dem Markt kamen oder sogar das POD I wo alle dachten jetzt spielt keiner mehr Röhren

Und zwecks Umwelt glaube ich dass eine Röhre weitaus weniger belastend ist als diese Plastik und mit Halbleitern vollgestopften Dingens.

Aber testen würd ich das schon gerne mal, aus reiner Neugier, zwecks Dynamikveränderung, Rauschverhalten etc.
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

blabla


Zuletzt bearbeitet von trebletool am 04.05.2014, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Wenn ich das richtig verstanden habe, handelt es sich um Vorstufenröhren; es gibt Amps mit Transistor Vorstufe aber mit Röhrenendstufe, diese Dinger klingen ziemlich gut, schließlich wird der gute Ton doch erst mit der Endstufe gemacht. Wenn es die neue Technik für Endstufenröhren gibt, dann wirds erst interressant, wenn da das sogenannte Clipping stattfindet, na dann, warum nicht.
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Nabend,

ich würde die Teile durchaus gerne mal ausprobieren. Aber irgendwie wäre ein adäquater Endstufenersatz doch deutlich interessanter, oder? Die Kollegen verschleißen doch schneller...
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Guitarplayer schrieb:
In einem Röhrenverstärker sind Röhren die aktiven Elemente. Wenn ich diese durch Transistoren und/oder IC's (plus einige Dioden, Thyristoren,...) ersetze, dann brauche ich nicht erst einen Röhrenverstärker zu bauen sondern kann gleich in Halbleitertechnik anfangen.


Viele Grüsse,
gp


Moi moi,

mein Amptechniker hat mir mal erzählt, dass es die Interaktion zwischen Ausgangstrafo und Lautsprecher ist, die den "Röhrenton" macht. Diese Interaktion bliebe erhalten.

Ich werde mir bei Gelegenheit mal eine diese Solid State tubes kaufen und in der V1 position ausprobieren.

Aber interessanter als die 12AX7 Typen wären die 6L6 replacements, die man auf einer der Wepages sehen kann. Vorstufenröhren sind ja doch relative Preiswert und halten ziemlich lang (wenn sie denn nicht mikrofonisch werden).
Aber nicht mehr mit dem Enstufenröhrenverschleiss kämpfen zu muessen, wäre interessant. Ich wuerde gerne wissen, ob biasing noch nötig wäre. Andererseits - anscheinend stehen die noch nicht zum Verkauf.

Bei den Retrovalves (die ja leider nocch keinen Vertrieb in D haben) wäre es reizvoll, die roten Typen auszuprobieren - die haben angeblich um einiges mehr Gain als reguläre ECC83/12AX7 Röhren.

Also neugierig wär ich schon.

Und dass die meisten von uns sowieso Röhrenamps von Transen so ohne weiteres nicht unterscheiden können, wurde hier inm Forum bereits eindrucksvoll belegt.

Schöne Gruesse

Alex
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
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RE: Tonegrinders, RetroValves, Solid State "Tubes"

Guitar-Addict schrieb:
Nabend,

ich würde die Teile durchaus gerne mal ausprobieren. Aber irgendwie wäre ein adäquater Endstufenersatz doch deutlich interessanter, oder? Die Kollegen verschleißen doch schneller...


Da sind auch 6L6 Endstufenröhren dabei, aber das Produkt wird ja noch erst getestet.

http://eshop.amtelectronics.com/6l6-12ax7-amt-electronics-solid-state-tubes.html

und ach gugg mal an die Vorstufenröhren sind schon erhältlich:

http://www.thomann.de/de/amt_warm_stone_12ax7_ws.htm

RUSSISCH
Verschoben: 06.10.2014 Uhr von Schnuffi
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