Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

therealmf schrieb:
Von EMGs halte ich nicht so viel. Hab ich auch jahrelang gespielt, aber 1. ist der Sound einfach sehr modern (auch bei den SV- und SAV-Sets), nicht wirklich vintage

Alter! Kar-ne-vals-Band! Was willst Du da mit Vintage-Gesülze?

therealmf schrieb:
2. wenn du einmal ne leere Batterie hattest (und dann nix mehr aus der Klampfe rauskommt), denkst du über Batterien in Gitarren anders.

Ich spiele seit >10 Jahren ausschließlich aktive Instrumente. Davon abgesehen, dass EMGs so wenig Strom fressen, dass 'ne Batterie wirklich sehr, sehr lange hält, ist so ein Block auch nicht mal eben schlagartig leer, sondern das kündigt sich an.
Und wenn man bedenkt, wieviel heutzutage auf der Bühne batteriebetrieben ist – angefangen von den Funkmikros bis hin zu IEM – warum sollte ausgerechnet die Gitarre plötzlich ohne Strom da stehen? Sind Gitarristen von natur aus extra-doof?
Mit der entsprechenden Routine wechselt man die Batterie rechtzeitig bzw. regelmäßig. Wer das nicht auf die Kette bekommt, geht auch mit rostigen Saiten auf die Bühne.

Und wenn man uwichs Parameter mit hinzunimmt, kommt dabei ein sehr deutliches "Ja, aber hallo!" für aktive Pickups heraus: Gelassenheit gegenüber Lichtmüll auf der Bühne, fast völlige Schmerzfreiheit hinsichtlich der Kabellänge (wobei eine Funkstrecke hier wohl auch die pragmatische Wahl des Mittels sein dürfte, um Stolperfallen bei den 90% Bühnenpräsentation zu vermeiden) – machen!
 
Gruß & Grooves,
Andreas
--

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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

Na, da muß ich doch nochmal Gegenpressing spielen...
mein Problem mit den EMGs resultierte aus einer Kriechstrom-Schwachstelle. Da war die Batterie ratzfatz leer. Und ich im Arsch.
Zum Sound: ich weiß ja nicht wie du so tickst, und jeder Jeck ist anders, sogar an Karneval. Aber ICH mag es, wenn eine Strat auch nach Strat klingt und nicht nach modernem, tendenziell sterilem Lukather-Strat-Derivat. Deswegen bevorzuge ich Vintage-Gesülze.
Und was die Vorteile angeht: das bieten dir moderne passive Humbucker-Singlecoils wie die Kinmans auch alles. Und die Kabellänge ist eh, wie du selbst schreibst, kein Problem, wenn man sinnvollerweise ne Funke nimmt.

Kannst natürlich sagen: ey, die Feinheiten sind doch eh scheißegal, wenn du solche Auftritte machst, hört eh keiner. Aber dann hören wir auch bitte auf, das Thema zu diskutieren, der Anfangsposter kauft sich ne Squier mit EMGs, ein Tonelab und beschwer sich NIE WIEDER über schlechte Sounds...
 
Gruß
Markus


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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

Woody schrieb:
Noch mal einmal ganz dumm dazwischen gefragt, hab ich das richtig verstanden,
mit der Variax, kann ich da auch von der Gitarre aus Patches am POD umschalten?
Und wenn ja, wieviele Schalterpositionen gibt es?
Wenn man da Akustik, Clean, Crunch und einen Leadsound von der Gitarre aus schalten könnte,
dann wäre für mich die Sache klar.

Es gibt bei der Variax JVT69 Strat zwei Custom Bänke mit 5 Plätzen.
Diese kann man frei mit beliebigen Gitarrenmodels/PUs belegen, und da dann jeweils einen passenden Amp mit dabei, zB:

Bank 1
Pos 1 = Steg HB Les Paul Model mit Plexi, TS & Delay = Rock Lead
Pos 2 = Steg SC Tele mit Dr Z für Crunch
Pos 3 = Strat Zwischenstellung mit Blackface für Knopfler´sches
Pos 4 = Neck Strat SC mit Plexi für knusprig-glockiges
Pos 5 = Akustik Jumbo via Mic Preamp

Bank 2
Pos 1 = Steg P90 Les Paul Special Model mit Plexi = Bluesiges Rockbrett
Pos 2 = Gretsch Model mit Fender Tweed und Slap Back = RnR/Rockabilly
Pos 3 = Ricky 12 String an Vox
Pos 4 = Les Paul Steg HB an Recti mit Drop D
Pos 5 = Akustik 12 String in Open G via Mic Preamp
Mit der Workbench kannst Du Dir die Gitarren auch noch schön tweaken, zB ne Tele mit P90 am Steg usw.

Wird an der Gitarre via Poti (Bank-Wahl) und 5-Weg-Schalter verwaltet.
Voraussetzung ist, dass das via Datenkabel in den Variax-Input (also POD HD500(x) oder HD Pro (x), auch die "alten" POD X3 Live oder XT live) geht.
Per Sender oder normalem Klinkenkabel geht das mit der Ampschaltung via Gitarre nicht, die freie Belegung in der Gitarre ohne die Ampschaltung funktioniert aber immer.
 
Grüße DeLüXe vom Rolf
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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

Ich denke, wir zeigen hier Möglichkeiten auf, aus der man sich dann SEINE Lösung zusammenschustern kann:

Für mich wäre auch wg. der verschiedenen Tunings die Variax-Variante am interessantesten.
Ansonsten ist man mit einer soliden, vielseitigen Gitarre die a) nicht brummt, b) gut aussieht,
c) anständig klingt und d) unempfindlich ist gut gerüstet.

Noch auf d) zu kommen:
Carneval ist im Winter. Rein in den Saal, warm 25° C,
hohe Luftfeuchte, ab durch O°C Kälte ins Auto,
15 Minuten zum nächsten Gig, durch die Kälte wieder rein ins Warme ...
Da darf eine Gitarre nicht anfällig sein.
Vielleicht doch ´n Steinberger Paddel ?!
 
Grüße DeLüXe vom Rolf


Zuletzt bearbeitet von gitarrenruebe am 08.07.2014, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

uwich schrieb:
Ich denke, wenn Du Dir ernsthaft detailierte Gedanken über den optimalen Sound der Gitarre für Karnevalsmusik machst, bis Du vielleicht nicht der richtige Mann für den Job. Als ehemaliger Tanzmucker (allerdings ohne Karnevalserfahrung) schätze ich die Priorität der Qualitätsbeurteilung des Gitarristen folgendermaßen:

- 90% Bühnenpräsentation (Outfit, Mimik, Gestik, Optik der Gitarre etc.)
- 10% richtige Lautstärke der Gitarre
- ca. 0,1% toller Sound der Gitarre


Ja dann....
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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

therealmf schrieb:
Kannst natürlich sagen: ey, die Feinheiten sind doch eh scheißegal, wenn du solche Auftritte machst, hört eh keiner. Aber dann hören wir auch bitte auf, das Thema zu diskutieren, der Anfangsposter kauft sich ne Squier mit EMGs, ein Tonelab und beschwer sich NIE WIEDER über schlechte Sounds...


Genau die Lösung würde ich nehmen und aufhören zu schwadronieren Noch ne Funke dazu und feddisch ...
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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

Hallo!

therealmf schrieb:
Aber dann hören wir auch bitte auf, das Thema zu diskutieren, der Anfangsposter kauft sich ne Squier mit EMGs, ein Tonelab und beschwer sich NIE WIEDER über schlechte Sounds...


Jepp, das ist der Weg.

In der ersparten Zeit der Equipmentsuche werden die Songs bis zum Erbrechen geübt, fertig. Das bringt Sicherheit und die hört man auch.

Die Frage ist ja, was tatsächlich an Sounds gebraucht wird. Das mit dem "Solosound" kann man vermutlich vernachlässigen, es wird zu 99% um Rhythmus gehen und da vermutlich zu 76,4 % um clean. Vielleicht sagt auge mal was zu der Einsatzhäufigkeit von verschiedenen Sounds im Kommerzbereich.

Ich spiele ja viele Trauungen, zu 99% mit elektro-akustischer Gitarre neben einem Digitalpiano. Von meinem Edeleffektbrett nebst Edelgitarre plus Stereopickupsytem ist exakt mein Tuner übrig geblieben. Anstelle einer dynamischen und ausdrucksstarken Gitarre plus jeder Menge "Außenborder" ist eine simple Elektroakustische mit Autoradio in der Zarge im Einsatz, die sich eher gutmütig verhält.

Die Aufbauzeit meines Trios liegt im Rekordfall unter fünf Minuten, gerechnet vom Zeitpunkt, wo das gesamte Equipment vor Ort ist. Wir müssen genau einmal tragen. Den Abbau schaffen wir in der gleichen Zeit. Das passt im Regelfall so, dass wir als letztes dem Brautpaar gratulieren können, der Bräutigam drückt uns dann meistens direkt die Gage in die Hand. (Es gilt übrigens der Grundsatz: Wenn das Make-Up der Braut tränenverschmiert ist, waren wir richtig gut.)

Unser Rekord liegt bei zwei Kurzgigs und einem längeren Gig an einem Samstag. Da muss die Logistik stimmen und die Zusammenarbeit in der Band. Bei uns weiß jeder, wo welches Kabel hingehört und da kommt es auch hin. Keiner steht doof rum, bis nicht alles erledigt ist.

Die Trauung ist der schönste Tag im Leben des Brautpaares - so das Klischee. Da musst du "abliefern" und darfst nicht verkacken. Soundcheck? Selten. Einspielen? Nie. Die ersten drei Songs zum Einstimmen? Du spielst nur drei Songs. Die dreizehnte Obertonreihe ist völlig egal, du musst deine Parts im Schlaf beherrschen, es dürfen keine Fehler zu hören sein. Das ist die Pflicht. Die Kür ist, die drei Songs - denn mehr sind es im Regelfall nicht - auch noch ausdrucksstark zu spielen. Nicht immer einfach bei dem Schmalz, den sich die Menschen wünschen aber wie oben geschrieben, das verheulte Make-Up der Braut ist das Ziel!

Bei solchen Kurzgigs bist du mit den Bandkollegen meistens länger im Auto unterwegs als zusammen auf der Bühne. Da muss die Chemie in der Band stimmen, sonst wird das unangenehm stressig.

Wie gesagt, ich habe von Karneval keine Ahnung. Nach meinen Erfahrungen ist beim Equipment aber Verlässlichkeit das Wichtigste, Einfachheit das Zweitwichtigste und dann kommt sehr lange gar nichts. Aus einigermaßem gutem Zeug einen richtig schlechten Sound zu bekommen, halte ich heute auch schon für eine Leistung.

Zurück zum Topic.

Gruß

erniecaster
 
Ziegenkäse ist Rassismus!
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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

therealmf schrieb:
Kannst natürlich sagen: ey, die Feinheiten sind doch eh scheißegal, wenn du solche Auftritte machst, hört eh keiner. Aber dann hören wir auch bitte auf, das Thema zu diskutieren, der Anfangsposter kauft sich ne Squier mit EMGs, ein Tonelab und beschwer sich NIE WIEDER über schlechte Sounds...

Ohne Scheiß – das halte ich für einen, wenn nicht den einzig sinnvollen, Ansatz.
Tu Dir mal so 'nen Rosenmontagsabend im WDR an und dachte darauf, was auf der Bühne passiert und was vom Gitarrensound übrig bleibt. Das ist: Rauf auf die Bühne, funktionieren, Hurrahurrarättättä, winkewinke, runter.
Da bleibt keine Zeit für 'nen Gitarristen, der bitterlich weint, weil seine teuren und feinzeichnenden Kinmans nicht zur Geltung kommen.
 
Gruß & Grooves,
Andreas
--

Tu Deinem Admin was Gutes.
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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

OK ich fasse zusammen:

- Kaufhaus-Strat im Glitterlook (ist ja wichtig). Pickups egal weil man das Brummen eh nicht hört.

- Irgend einen Bodenmodeler, Hauptsache man kann das Kabel irgendwo reinstecken (ausser wenn man über Funk spielt).

- Gummibärchen für die Band mitbringen, weil man denen nicht die Laune versemmeln darf wenn man stressig unterwegs ist.

- Die restlichen 700 Euro werden wie folgt angelegt:
1. Glitzeranzug (ca. 100 Euro)
2. Mimik- und Choreografie-Kursus (ca. 600 Euro)

Denke, das war ganz richtig zusammengefasst
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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

Dr Gonzo schrieb:
OK ich fasse zusammen:

- Kaufhaus-Strat im Glitterlook (ist ja wichtig). Pickups egal weil man das Brummen eh nicht hört.

- Irgend einen Bodenmodeler, Hauptsache man kann das Kabel irgendwo reinstecken (ausser wenn man über Funk spielt).

- Gummibärchen für die Band mitbringen, weil man denen nicht die Laune versemmeln darf wenn man stressig unterwegs ist.

- Die restlichen 700 Euro werden wie folgt angelegt:
1. Glitzeranzug (ca. 100 Euro)
2. Mimik- und Choreografie-Kursus (ca. 600 Euro)


Denke, das war ganz richtig zusammengefasst



Hört sich jetzt so an, als wärst du mit den Anregungen nicht ganz einverstanden? Was ist denn dein Ansatz?

Vox Tonelab nutze ich in der Coverband ausschliesslich. Wir sind zwar keine reine Karnevalsband, sind aber Kerwe (kirmes, messe) und auch Karnevalserprobt und unser Ansatz ist genau jener: schnell und einfach! Kein Mensch interessiert sich für die letzte Meile Gitarrensound. Es muss kompakt und zuverlässig sein und ich darf keinen Schreikrampf kriegen, wenn irgendein besoffener in seiner Begeisterung mal ein halbes Bier drauf entleert. Daher kommen nur günstige aber zuverlässige Instrumente und ebensolche Amps zum Einsatz. Ein Festzelt ist nicht die Royal Albert Hall - da wird getanzt und gehüpft und ab und zu verirrt sich auch mal ein Besoffener auf die Bühne.

Beim Fasching, Karneval, Fasnet usw. ist es genauso. Entweder man rangiert in einer engen Kneipe oder unter erheblichem Zeitdruck. Kompromisse sind da schon angesagt...


Zuletzt bearbeitet von Al am 08.07.2014, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

Dr Gonzo schrieb:
OK ich fasse zusammen:

- Kaufhaus-Strat im Glitterlook (ist ja wichtig). Pickups egal weil man das Brummen eh nicht hört.

- Irgend einen Bodenmodeler, Hauptsache man kann das Kabel irgendwo reinstecken (ausser wenn man über Funk spielt).

- Gummibärchen für die Band mitbringen, weil man denen nicht die Laune versemmeln darf wenn man stressig unterwegs ist.

- Die restlichen 700 Euro werden wie folgt angelegt:
1. Glitzeranzug (ca. 100 Euro)
2. Mimik- und Choreografie-Kursus (ca. 600 Euro)

Denke, das war ganz richtig zusammengefasst


Überwiegend schon richtig. AbeR:
Statt Gummibärchen würde ich aber Killepitsch, Wodka oder Danziger Goldwasser anbieten. Und die Gitarre darf ruhig eine Squire sein und das Pedal darf ruhig ein kleines Multieffekt sein. Der Rest ist dann "Gute Laune" Winke Winke und nicht vergessen: Grinsen bzw. Lachen. Und das meine ich wirklich ernst. Und die gesparten 700 Euro lege lieber in einen gute Gitarre oder Amp für zu Hause an.
Karnevalsmusik ist Unterhaltung, nur nebenbei Musik. Und das ist auch O.K. so, ich will das gar nicht generell abwerten. Es wäre meiner Meinung nach aber ein Fehler und am Thema vorbei, wenn man als Karnevalsmucker die Musik im Vordergrund sieht. Es geht um Entertainment. Die Musik muss nebenher perfekt funktionieren, das wird vorausgesetzt.
 
"Wir essen jetzt Opa!" - Interpunktion rettet Leben!
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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

Al schrieb:
Hört sich jetzt so an, als wärst du mit den Anregungen nicht ganz einverstanden? Was ist denn dein Ansatz?


Nein quatsch war nur Spaß.

Die Tipps waren vielfältig, jetzt muss ich erstmal ein paar Teile von den vorgeschlagenen Sachen testen.

Danke und Gruß
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RE: Brauche Beratung: Equipment Karnevalsband

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