Mumpfige Vintage Amps zur wahren Größe bringen...

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Mumpfige Vintage Amps zur wahren Größe bringen...

Hi,

wer kennt das nicht, man spart und spart und testet Amps hin und her...

Ne, nix Modernes, jetzt soll mal ein echter Röhren-Amp Vintage her, aber klingen irgenwie alle so muffig, nicht wie auf den berühmten Aufnahmen meiner Helden damals?

Ausgiebig getestet im Laufe meines Lebens diverse Marshalls:
JTM 45, JCM 800 (900), Plexi Lead 50, 100, Silver Jubilee (gefiel, der mir aber wieder zu modern war)
Besessen 2 versch. Combos 50 Watt 1x12" 42xx schießmich tot und nen 35 Watt Hybrid mit EL 34, aber Transenvorstufe klang noch am besten für mich.

Fenders:
The Twin und diverse kleinere, allerdings Red Knob-Zeit, wobei mir der kleine Champ mit seinen 12-15 Watt am besten gefiel.

Hiwatt:
Vorbelastet, da selbst besessen 100er Stack und später den 50er Combo

Orange:
besessen den 120er OD/AD? ca. 1975

Mesa Boogie:
Vor allem kenne ich die Combos mit ihren Grafik-EQ's näher

Und viele andere, auch div. Preamps und Röhrenendstufen die ich täglich wg. meiner Beschäftigung damals testen konnte...

Was mir bei allen teuren Röhrenboliden auffiel, selbst nach unendlich erscheinender Tweakerei, sie klangen zwar gut, aber nie so richtig, wie ich mir das wünschte, oder von Plattenaufnahmen kannte, klar war ja auch nachträglich im Studio verfeinert.

Nun meine wohl auch nicht ganz neue Erkenntnis:

Sobald man einen guten Booster, Overdrive oder Distortion vorschaltet, der ironischerweise meist Transistoren beinhaltet ), aber nicht muß, kommt Leben in die Bude und zwar doch sehr Verstärker spezifisch, soll heißen jeder Amp klingt so, wie er eigentlich soll.

Vorrausetzung:
Man stellt den Amp nach Gefühl clean ein, wie es einem persönlich gefällt, aber das Gain nur so weit mit leichtem Breakup, oder wie der Ami sagt Sweet-Spot.

Dann das Vorschaltgerät Level, oder Volume auf 75% und Gain, oder Drive so minimal wie möglich.
Zwischen AUS und AN sollten keine gewaltigen Pegelsprünge auftreten, außer einer erheblichen Verbesserung des Klanges meines Amps.

Das funktioniert von mir bis jetzt getestet am Besten z. bsp mit:
EHX Soulfood, TS 808 (ne klar), Ibanez-Maxon SD9, Fulltone OCD, Blackstar HT-Dual (Röhre), Orion Elektro-Booster, JHS Andy Timmons u.v.a.
Das sind 'immer an' -Pedale!

Man kann so beschrieben beim Aufdrehen des Vol-Potis an der Gitarre einen satten Crunch bis Overdrive erziehlen, aber auch beim Zurückdrehen auf ca. 3-4 annähernd clean bleiben, ohne signifikanten Verlust der Klarheit und Lautstärke, falls die Elektrik der Gitarre stimmig ist. Die unsäglichen Bässe mit pappigen Anschlag werden so angenehm ausgedünnt und die Höhen erhalten ein Schimmern.
Funktioniert auch Bestens bei besseren Modellern, soweit sie nicht ähnlich gute Geräte schon mit drin haben.

Ich weiß, das ist für Einige hier ein alter Hut, aber bin ja auch ein alter Sack und für den einen, oder anderen jüngeren Gitarristen mögen meine Ausführungen hilfreich sein...?

LG Tom58
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