Röhren-Vorsorge

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RE: Röhren-Vorsorge

diet schrieb:
Moin,

eine Preamp/direkt ins Pult Ersatzlösung setzt immer auch ein gutes separates Monitoring für den Gitarristen auf der Bühne voraus.
Wenn man hier mitliest, scheint jeder bei jedem Gig immer auf einer hochprofessionell ausgestattete Bühne mit allem Pipapo zu stehen.
Das freut mich für euch, denn bei mir ist das nicht so. Sehr oft ist es deutlich spartanischer. Wir gehen immer noch manchmal sogar nur mit einer Gesangsanlage los und alles andere wird nicht abgenommen. Wie früher eben Ich wäre mit einer Preamplösung also oft dann verloren oder im Fast-Blindflug unterwegs.

Meine Backup Lösung wäre daher immer ein kleiner leichter kompletter Amp a la Fender Mustang z.B. (nur um einen zu nennen).

Röhrenwechseln auf der Bühne würde ich nicht. Ich hatte bisher aber auch noch nie derartige Probleme und klopf deshalb hier mal schnell auf Holz

Gruß Diet


Wenn mit den Gesang über irgendeine Box hören will/muss (und das wollen/müssen wir ja alle beim Gig), dann kann man auch den Sound aus dem Preamp hören. Ob das jetzt über Monitor oder PA läuft, ist dabei ja egal. Funktionieren tut es. Nicht sehr gut, wenn es eine schnelle Ersatzlösung ist. Aber gut genug, um schnell weiterzumachen. Wichtig ist dabei (mir), dass das Publikum schnell wieder einen Gitarrensound hört. Ob der jetzt 100% oder 97% perfekt ist weniger wichtig, als langes Rumschrauben am Sound schlecht ist.
Außerdem kann man ja bei Bedarf den Preamp beim Souncheck für den Fall der Fälle schon mal einstellen.
 
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RE: Röhren-Vorsorge

uwich schrieb:
diet schrieb:
Moin,

eine Preamp/direkt ins Pult Ersatzlösung setzt immer auch ein gutes separates Monitoring für den Gitarristen auf der Bühne voraus.
Wenn man hier mitliest, scheint jeder bei jedem Gig immer auf einer hochprofessionell ausgestattete Bühne mit allem Pipapo zu stehen.
Das freut mich für euch, denn bei mir ist das nicht so. Sehr oft ist es deutlich spartanischer. Wir gehen immer noch manchmal sogar nur mit einer Gesangsanlage los und alles andere wird nicht abgenommen. Wie früher eben Ich wäre mit einer Preamplösung also oft dann verloren oder im Fast-Blindflug unterwegs.

Meine Backup Lösung wäre daher immer ein kleiner leichter kompletter Amp a la Fender Mustang z.B. (nur um einen zu nennen).

Röhrenwechseln auf der Bühne würde ich nicht. Ich hatte bisher aber auch noch nie derartige Probleme und klopf deshalb hier mal schnell auf Holz

Gruß Diet


Funktionieren tut es. Nicht sehr gut, wenn es eine schnelle Ersatzlösung ist.



Moin,

"nicht sehr gut", das ist es.
Das tue ich mir lieber nicht an, warum auch.
Deshalb für mich lieber ein kleiner Zweitamp.
Viel mehr Aufwand bedeutet das ja nicht.

Gruß Diet
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RE: Röhren-Vorsorge

diet schrieb:
...
eine Preamp/direkt ins Pult Ersatzlösung setzt immer auch ein gutes separates Monitoring für den Gitarristen auf der Bühne voraus.
...


O.k., kann ein Argument sein, insb. in einer lauten, größeren Band und mit einem 2. Gitarristen.
Wobei man sich mit den heutigen Modellern und Gesangseinlagen IMO durchaus auch ohne direktes Monitoring auskommen kann.
Liegt aber wie gesagt am Umfeld.

diet schrieb:
...
Meine Backup Lösung wäre daher immer ein kleiner leichter kompletter Amp a la Fender Mustang z.B. (nur um einen zu nennen).
...


Gerade mal geschaut, so ein Statesman kostet gebraucht um die 300 Euro und ein Amp1 um die 450, wenn man etwas Glück hat.
Würde ich nach meiner Erfahrung einem Mustang vorziehen - ist aber letztlich eine Geschmacks- und Geldfrage.
 
LG
Uwe
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RE: Röhren-Vorsorge

Moin,
Mir ist ja tatsächlich bei einem der letzten Gigs der Ampel abgeraucht. Zum Glück hatte ich einen Handtaschamp dabei, nach einem kurzen Test mit Rohrenamp neu booten, gleiches Problem, habe ich das andere Head verkabelt und weiter ging es.
2 Minuten und ein Song mit weniger Gitarre von mir. Ist garnicht jedem aufgefallen...
Sehr witzig, die Handtasche klang besser als der eigentliche Röhrenamp, ist aber auch nicht so flexibel. Also nicht flexibel meine ich.
Ich werde in Zukunft mehr mit der Handtasche spielen...
Ciao
Monkey

Ps.: Röhren tauschen in der Pause? Da habe ich keine Lust zu. Ist sowieso nicht immer zielführend, es kann ja auch was anderes defekt sein. Deswegen tendiere ich zu einem zweiten möglichen Signalweg, mit nur einer Box. Die sollte wirklich nicht kaputtgehen...
 
D'oh!

On sale:
Rote PRS Gitarre
Squier Strat VII
4 Kanal Komp/Gate/Limit/etc
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RE: Röhren-Vorsorge

Ich spiele zwar sehr gerne Röhrenamps (auch Plural), aber live zunehmend weniger - das Fractal AX8 ist einfach praktischer und klingt super. Abgeraucht ist bei mir noch nie etwas, Ersatzröhren habe ich nie dabei. Früher hatte ich meist einen Backup - Amp am Start (zuletzt den Tubemeister 5). IMMER dabei (neben einer zweiten Gitarre) ist ein Line6Pocket Pod, der passt prima in jeden Gitarrenkoffer, funzt zur Not mit Batterie und taugt auch perfekt als Übungsmöglichkeit mit Kopfhörern. Klingt absolut OK, gebraucht meist um 50.- zu finden. Mehr Sound für weniger Geld geht fast nicht. Notwendig war die Backuplösung allerdings wie gesagt noch nie - ich habe nur einmal beim Soundcheck das Setup getestet, um sicherzugehen.
Wir spielen immer mit Mischpult und PA, die allerdings sehr variabel ist (Yamaha DXR 10 als Monitore/Hochtöner +/- ein bis zwei DXS 12 als Subs je nach Saal-/Raumgröße - sehr empfehlenswerte Kombination aus meiner Sicht ). Von daher auch kein Problem mit der Verstärkung des Pocket PODs.
 
Es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem...
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RE: Röhren-Vorsorge

Mir geht es da wie Diet, wir spielen auch meist nicht über die PA, und daher habe ich als Backup immer einen Crate Powerblock dabei, mit dem ich dann weiterspielen könnte. Es ist aber auch noch nie was passiert. So ein Billig-Behringer-Teil GDI21 habe ich tatsächlich auch, aber mir ist der Crate lieber.
 
Jetzt ist Jetzter!

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RE: Röhren-Vorsorge

Hallo alle Miteinander,
Röhrentausch während des Gigs finde ich auch unrealistisch. Wenn der Amp nicht mehr funktioniert kann es ja an einer Reihe von Dingen liegen, und Röhrentausch auf Verdacht hilft dann nicht unbedingt. Den ganzen Satz auszuwechseln dauert auch schon mal eine halbe Stunde. Da Ist das Publikum schon fort.
Entweder ist bei mir ein zweiter Amp dabei, oder, wenn kein Platz ist, ein EH. 44 Magnum. Ein dual Overdrive und Hallpedal davor, dann komme ich ganz OK durch den Auftritt.

Gruss
Alex


Zuletzt bearbeitet von Alex K. am 23.09.2018, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Röhren-Vorsorge

Hier, ich:
Eine Endröhre (5881) meines Soldano SL60 ist mir beim letzten Song des regulären Programms (Let there be Rock) abgeraucht. Ein zweites Head war dabei, umstecken bis zur Zugabe war in 30 Sek erledigt (der Backupamp stand direkt hinter dem Halfstack), weiter ging’s.
Das war 2003, seitdem hatte ich bei Gigs fast immer eine Headversion meines derzeitigen Combos als Backup dabei bei Gigs. Einmal nicht, da war die Anfahrt im Rahmen eines Stadtfestes schwierig, und ich wollte nur das Nötigste dabeihaben. Rumms, wieder passiert ... 11 Jahre (übrigens war das da eine der unkaputtbaren JJs, eine EL84-Montagsröhre) später wieder die Enstufenröhren.

Ich hab dann den Gig dem POD HD500 direkt ins Pult gespielt. War anders, ungewohnt, es ging - hat aber keinen Spaß gemacht. Der Ersatzamp ist jetzt wirklich immer dabei.
 
Grüße DeLüXe vom Rolf


Zuletzt bearbeitet von gitarrenruebe am 11.09.2018, insgesamt einmal bearbeitet
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RE: Röhren-Vorsorge

Ich habe einen Amp zum Üben zu Hause und einen im Proberaum.
Geht´s vor Leute, steht der von zu Hause als Ersatz bereit.
Alles andere funktioniert imho nicht, weder irgendwelche Umkabelaktionen auf PA (zumal ich mein Monitoring selbst bestimmen will)und schon gar nicht Reparatur on the flight.
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RE: Röhren-Vorsorge

diet schrieb:
Moin,

eine Preamp/direkt ins Pult Ersatzlösung setzt immer auch ein gutes separates Monitoring für den Gitarristen auf der Bühne voraus.
Wenn man hier mitliest, scheint jeder bei jedem Gig immer auf einer hochprofessionell ausgestattete Bühne mit allem Pipapo zu stehen.
Das freut mich für euch, denn bei mir ist das nicht so. Sehr oft ist es deutlich spartanischer. Wir gehen immer noch manchmal sogar nur mit einer Gesangsanlage los und alles andere wird nicht abgenommen. Wie früher eben Ich wäre mit einer Preamplösung also oft dann verloren oder im Fast-Blindflug unterwegs.

Meine Backup Lösung wäre daher immer ein kleiner leichter kompletter Amp a la Fender Mustang z.B. (nur um einen zu nennen).

Röhrenwechseln auf der Bühne würde ich nicht. Ich hatte bisher aber auch noch nie derartige Probleme und klopf deshalb hier mal schnell auf Holz

Gruß Diet


Du bist nicht allein. Genau diese Situation ist der Grund, weshalb ich keinen Kemper o. ähnliches spiele. Fahre mit 2 Amps zum Gig. Habe ich noch nie gebraucht, das gibt mir aber ein sicheres Gefühl.

Gruß
Jörg
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Backup-Amp ersetzen?

Moin zusammen,

ich spiele Gitarre -> Stressbrett -> Topteil+Box, kein Modelling.
In Kneipen meist nicht angenommen. Bislang habe ich immer 2
Tops mitgeschleppt, um für einen Röhrenausfall vorzusorgen.

Die Amps gehen grob in Richtung AC 30.

Nun meine Frage:
Hat jemand Erfahrungen gemacht, wie z.B. ein "Tech 21 SansAmp
Liverpool" mit Verzerrern vom Stressbrett davor klingt?

In den meisten Demos spielen die Leute die Gitarre direkt in
so ein Gerät und das mag ja halbwegs klingen. Aber live
bräuchte ich halt auch noch die Sounds vom Stressbrett,
besonders mehrere Stufen Verzerrung von Crunch bis Lead.

Besten Dank schonmal und schöne Grüße

R.
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RE: Röhren-Vorsorge

Das Liverpool klingt mit milden Zerrern davor auch klasse.Kann man sogar
direkt ins Pult so benutzen. Am besten funzen für mich Zerrer die
in Richtung Tubescreamer gehen und getrennte Bass/Treble Reglern haben.
Hall + Delay sollte dann natürlich hinterm Liverpool kommen.

 
"Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen
das tut, was ihm gefällt.“ - Bob Dylan
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RE: Röhren-Vorsorge

Dr.Dulle schrieb:
Das Liverpool klingt mit milden Zerrern davor auch klasse.Kann man sogar
direkt ins Pult so benutzen. Am besten funzen für mich Zerrer die
in Richtung Tubescreamer gehen und getrennte Bass/Treble Reglern haben.
Hall + Delay sollte dann natürlich hinterm Liverpool kommen.



..... und als Resultat hast Du dann genau ein FlyRig.
 
"Wir essen jetzt Opa!" - Interpunktion rettet Leben!
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RE: Röhren-Vorsorge

Das war ein sehr umfassendes Bündel an Antworten. Vor allem solche wie
Bei keinem Gig musste ich die Röhren wechseln.
waren Wasser auf meine Mühlen, sodass ich die Sache wesentlich entspannter sehe und von einer Vorratshaltung erst mal absehe .

Die Anregung,sich einen kleinen Zoom oder Ähnliches als Notlösung zuzulegen, hätte ich fast umgesetzt, habe mir aber erst mal vom Bekannten das Line6Pod zum rumprobieren ausgeliehen.
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
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