Gitarre Gibson Les Paul Standard

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Gitarre Gibson Les Paul Standard

gekauft:
aus der Avis (Annoncenblatt) 1998 für 1100 DM incl. Koffer und Zubehör

Ich mag:
War meine erste "gute" Gitarre. Was mir direkt gefiehl war der dicke Hals und die kurze Mensur und das wirklich gute Sustain (hatte vorher nur Strat gespielt). Habe mich dirket auf dem teil zu Hause gefühlt, die Zerrsounds kommen allererste Sahne, besonders angetan hat es mir der Hals PU , der für Rhytmus zwar nur matscht, aber für Leadlines einfach nur schön rund, fett und bluesig kommt, so in etwa Slash like. Verbaut sind in diesem Modell (Bj. 89) noch die von Bill Lawrence (der so um 1987 zu Gibson kam nach der Übernahme um die Modellpalette und die PU's zu überarbeiten) entwickelten "R" Pickups mit aufgedrucktem Anschlußfeld an der Unterseite. Für verzerrte Sounds sind sie wirklich genauso, wie man es von einer Paula erwartet schön rund.
Was damals, ich konnte kaum spielen ausschlaggebend für den kauf war, war primär die Optik: ein schönes dunkles heritage cherry sunburst, die fetten inlays und die Form.
Ich habe später noch ein Bigsby nachgerüstet, und jetzt ist sie so, wie sie sein soll. Seit das Bigsby montiert ist habe ich leider das berühmte g-Saitenproblem, sprich diese verstimmt sich dauernd, das war vorher nicht der Fall. Das weiche Vibrato allerdings entschädigt dafür. Mit extrem Tremolosystemen konnte ich nie etwas anfangen, so war das Bigsby erste Wahl und ich habe es nicht bereut.
Vom Hals her muß ich sagen: gutes Fretwork, die Bindings lappen über die Bundenden (im Winter schön, wenn die Stäbchen nicht raustreten,-)). Soweit ich weiß sind Medium Jumbos verbaut, welche perfekt passen.

Ich mag nicht:
Was ich nicht mag sind die Cleansounds, die sind zu undifferenziert. Die Tuner sind zwar besser als die alten Klusons (10er Bohrung und von oben verschraubt), jedoch leiern auch diese schnell aus.
Das Gewicht ist auch nicht ohne: mit Bigsby wiegt sie an die 5 kg!
Die Potis sind auch nicht die besten und kratzten schnell, also habe ich CTS Potis reingemacht, jetzt ist Ruhe.

Verarbeitung:
Tja, das ist der wunde Punkt bei dieser Gitarre: die Bindings sind gerissen, die Inlays ein wenig schief eingesetzt, ebenso das Trussrod Cover. Der Lack ist nicht wirklich schön, er sieht ein wenig nach Orangenhaut aus. Die Schrauben für die E-Fächer fassen z.T. nicht in's Holz.
Den Übergang Hals/Korpus spürt man deutlich, das kann man besser machen, aber das ist wohl Tradition bei Gibson.
Auch die Bindings am Hals spürt man.

Support:
Bisher nie gebraucht

Zusammenfassung:
Für 1100 DM würde ich sie wieder kaufen, allerdings nicht zum heutigen Preis, da die Verarbeitungsqualität in dieser Preisklasse nicht gut genug ist.
Mein Tip: Paulas aus den jahren 88 und 89 mit "R"-PU's, klingen gut und sind etwas günstiger als die 90er Jahre Paulas.
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