Boss RC-2 Looper

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Boss RC-2 Looper

Hi zusammen,

Ich hatte letzte Woche einen GAS-Anfall, nachdem ich das
Gerät im Internet entdeckt hatte. Also kurzerhand bestellt.
Das hilft nachgewiesener Weise bei mir gegen GAS-
Also erstmal das vorneweg: kurzum, ich bin begeistert.

Dies ist der erste Looper von Boss, der im "normalen" Boss
Gehäuse sitzt. Kurz zur Klärung, da es unter dem Begriff
Looper zwei Gerätesorten gibt: Dies ist ein Gerät, mit dem
man seine Phrasen aufnehmen kann und diese in endlos
Schleifen wiederholt werden. Dazu kann man dann natürlich
spielen und weitere Phrasen dazu aufnehmen (im weiteren
Overdubbing genannt). Dies steht im Gegensatz zu Geräten,
die "True-Bypass" Schleifen (loops) für Bodentreter erzeugen
(www.loooper.com , http://www.tone-toys.de/de/The_Black-Switch.html).
Von letzterem ist also NICHT die Rede.

Ok, dann mal los:

Das Gerät kommt wie gesagt im klassischen Boss Gehäuse.
Im Reglerbereich gibt es ganz links ein Doppelpoti das die
Lautstärke des aufgenommenen Loops im äußeren Ring, und
die Lautstärke des "Guide" (dazu mehr weiter unten) im
inneren Teil des Potis regelt. Dann gibt es einen elf stufigen
Regler mit dem sich die Phrasen für die Aufnahme auswählen
lassen. Ein Tap Tempo Taster ist danach angeordnet und
abschließend ein Schalter um den jeweiligen Modus des
Pedals auszuwählen.

Auf der linken Seite gibt es den Ausgang, der auch das Pedal,
im Gegensatz zu den herkömmlichen Boss Pedalen, die über
die Inputbuchse geschaltet werden, aktiviert. Bevor jetzt jemand
motzt, das hat einen Sinn! Angenommen, ihr habt etwas
aufgenommen und wollt jetzt das Solo oder sonstwas mit einem
anderen Effekt (z.B. ein Zerrer) drüber spielen, kabelt ihr
natürlich an der Inputbuchse rum. Würde diese das Gerät an
und aus schalten, wäre der bereits aufgenommene Loop / die
Phrase, gelöscht. Da hat mal jemand mitgedacht! Meinerseits
ein dickes Lob dazu. Auf der rechten Seite gibt es die Inputbuchse
und eine Buchse zum Anschluß eines bzw. zweier externer
Taster um die "Guide"-Geschwindigkeit zu tappen und die
11 Phrasen aufwärts durchzuschalten. An der Stirnseite ist
die 9V Buchse und ein Eingang für andere Audioquellen.

Zum Loslegen musste ich nicht mal die Bedienungsanleitung
lesen! Pedal verkabeln, Phrase spielen, am Start einmal
drücken, und wenn man fertig ist (also immer auf die "1"),
und schon läuft der Loop los.

Kurz zum "Guide":

Der Guide ist eine Art Drumcomputer, der im 4/4 33
und 3/4 2, verschiedene Rhytmussektionen parat hat.
Dieser läßt sich in der Lautstärke, wie oben erwähnt,
separat regeln. Also, zu der aufgenommenen Phrase
ertönt dann ein Rhytmus, der witziger weise im Gerät
intern berechnet wird und immer passt. Also egal, ob man
nur einen 4/4 oder 5 4/4 spielt, der Rhythmus hat immer
die korrekte Geschwindigkeit (anständiges Einspielen
natürlich vorausgesetzt).

Also mal kurz zu den Features:

Man kann 11 Phrasen (einschließlich Overdubs, Rhythmus,
Time (damit ist die Geschwindigkeit und die Taktauswahl
4/4 oder 3/4)) abspeichern und auch wieder abrufen. Hinzu
gibt es die Möglichkeit über eine separate Buchse auch
Audio vom mp3-Player, CD, etc. aufzunehmen. Von
abgespeicherten Phrasen läßt sich die Geschwindigkeit in
einem gewissen Bereich durch den Tap-Taster (oder das
externe Tap-Pedal) ändern. Damit lassen sich dann auch
Stellen, die man üben möchte, verlangsamt abspielen. (Das
habe ich noch nicht getestet!).

Mit dem Mode Schlater läßt sich Einstellen, ob man Aufnehmen
möchte (in welcher Art), die "Guide"-Time, der "Guide"-Rhythmus,
ob man Loop (endlos Wiederholung) oder "One Shoot" (einmalige
Wiederholung) möchte, sowie Speichern und Löschen der
jeweiligen 11 Phrasen. Ok, ich glaube jetzt wird es
langsam etwas wirr, da das Pedal echt unheimlich viele
Varianten des Einsatzes erlaubt und ich mich zusammenreißen
muss, hier nicht allzu profan abzulabbern.

Also mal die möglichen Anwendungen:

- Spielen einer Phrase und Aufnehmen. Ab dem zweiten Tritt
auf das Pedal wiederholt es die Phrase mit (oder ohne, je
nach Lautstärkeeinstellung) "Guide".

- Geschwindigkeit "eintappen" und der "Guide" zählt ein und
unterstützt einen beim Aufnehmen - Bedienung wie beim Punkt vorher.

- "auto": Beim ersten "Geräusch" startet die Aufnahme von
selbst, Wiederholung der Phrase beginnt, beim Beenden des Loops
mit Pedaltritt.

Zur Bedienung:

Einmal Treten (leere Phrase vorausgesetzt): Aufnahme beginnt.
Das zweite mal Treten: Aufnahme beendet - sofort beginnt der
Loop zu laufen. Zweimal innerhalb einer Sekunde treten: Loop stoppt.

Wenn bereits ein Loop läuft kann man Overdubs aufnehmen.
Aufnahme gleich wie ohne laufenden Loop. Sehr cool: man
kann Overdubs auch wieder löschen, ohne den laufenden Loop
zu verändern!

Löschen funtioniert auch sehr einfach: einfach das Pedal 2
Sekunden gedrückt halten. Fertig.

Das hört sich jetzt alles etwas kompliziert an. Ist es aber nicht .
Es wirklich intuitiv. Ich brauchte dazu im ernst keine
Bedienungsanleitung. Also bevor ich mich jetzt weiter über die
Bedienung und die Möglichkeiten auslasse stoppe ich einfach, da
ich einen Großteil der angebotenen Funktionen überhaupt nicht
benötige. Falls Fragen dazu sind, beantworte ich die natürlich
gerne.

Ich nehme in den nächsten Tagen mal noch ein Beispiel mit dem
Looper auf und verlinke es dann hier im Post. Dann kann sich
jeder mal anhören, wie das "ungefähr" funktioniert.

Nun mein kleines Fazit:

Ich habe bereits einen Lexicon "Jamman" gehabt, mein AKAI
"Headrush" kann loopen und ich habe einen ZVex "Lo-Fi Loop
Junkie". Keines dieser Geräte hat meiner Meinung nach den
Spassfaktor wie die Boss Loop Station RC-2. Was in so einem
kleinen Gehäuse möglich ist, halte ich echt für beeindruckend.
Die Rhytmussounds mögen etwas "cheesy" sein (kommen ja dann
auch aus dem Gitarrenamp), aber man kann sie ja ausschalten.
Ich halte es für ein nettes Feature, das ich zur Zeit noch sehr
gerne nutze. Mit dem "Jamman" mußte ich beispielsweise über ein
MIDI-Kabel einen Drumcomputer anschließen um etwas ähnliches
zu bekommen. Um Ideen umzusetzen, Harmonien zu finden, an
Songs zu arbeiten etc. das Gerät ist für so etwas klasse. Ich könnte
mir auch gut vorstellen, damit live zu arbeiten. Die Bedienung ist
sehr einfach, der Bypass Sound "klaut" in meinen Ohren nur
minimalst Bass, also ist wirklich sehr gut, und die Möglichkeit
Overdubs hinzuzufügen und wieder zu löschen ist wirklich klasse
(es gibt von dem Gerät ja größere Brüder (oder Schwestern )
bei Boss, die kenne ich aber nicht persönlich, und kann somit dazu
nichts sagen). Kurzum, KAUFEN! Für 159.- EUR ein super Gerät,
das jeden "timingfester", kreativer und mehrdimensionaler
denkend macht.

greetz
univalve

P.S.: Die englischsprachige Bedienungsanleitung ist super.
Das zweiseitige DIN A4 Blatt in deutscher Sprache kann man
mMn vergessen. Da sind Inkonsistenzen drin und wie man einen
Loop löscht, steht auch nicht drin.
 
I will burn your brain with my fuzz.
Verfasst am:

RE: Boss RC-2 Looper

Morje,
schönes Rewiew,mit allen wichtigen Informationen.
Da kann es ja sein, das ein Altsack damit auch noch zurechtkommt.
Aber: Was ist GAS
 
besten Gruß
Peter

nein danke,es muß keine Strat sein.
Nein, wirklich nicht, danke.
Verfasst am:

RE: Boss RC-2 Looper

ESPedro schrieb:
Morje,
schönes Rewiew,mit allen wichtigen Informationen.
Da kann es ja sein, das ein Altsack damit auch noch zurechtkommt.
Aber: Was ist GAS

GAS sollte über die FAQ Anzeige angezeigt werden (was für ein Satz ). Ansonsten kuck' mal dort.
Ja, im ernst, das Ding ist echt sehr einfach zu bedienen.
Gewöhnungsbedürftig war bisher jeder Looper. Aber das hat sich nach 5 Minuten erledigt. Und der Boss ist wirklich ein klasse Beispiel, wie einfach man eine Bedienung mit nur einem (!) Taster machen kann.

Mir ging' es beim Kauf eigentlich nur um die Looperfunktion an sich und nicht um Loops auch noch zu speichern. Ich kann es ja sofort wieder einspielen

greetz
univalve
 
I will burn your brain with my fuzz.
Verfasst am:

RE: Boss RC-2 Looper

ESPedro schrieb:
Aber: Was ist GAS


Fahre mal mit dem Cursor über GAS und erlebe ein kleines Wunder!
Banger seine Schuld!

@univalve: eins rauf mit Mappe und Frühstück! Sehr schön gemacht.
Verfasst am:

RE: Boss RC-2 Looper

mad cruiser schrieb:
Fahre mal mit dem Cursor über GAS und erlebe ein kleines Wunder!
Banger seine Schuld!


So,gemacht, also GAS jibbet bei mir nicht
Ich überlege jetzt nur, ob das Kistchen was für mich...
 
besten Gruß
Peter

nein danke,es muß keine Strat sein.
Nein, wirklich nicht, danke.
Verfasst am:

RE: Boss RC-2 Looper

Hallo Uni

danke für den ausführlichen Testbericht. Als alleiniger Gitarrist in meiner Band liebäugle ich schon eine ganze Weile mit einem Looper der alle von Dir beschriebenen Eigenschaften und Features aufweist. Trotzdem noch einige Fragen von meiner Seite:

1.) Ist der Looper auch für den Live-Einsatz zu empfehlen? Wie gesagt, könnte ich mir vorstellen damit einige Dinge erledigen zu wollen, die sonst ein zweiter Gitarrist macht. Was meinst Du?

2.) Da man mit dem Gerät ja mehrere Loops abspeichern kann, würde mich noch interessieren, wie man z. B. während eines gerade gespielten Loops zum nächsten abgespeicherten Loop kommt?

Danke für deine Antworten.
Verfasst am:

RE: Boss RC-2 Looper

Hi Wolvi ,
VVolverine schrieb:
1.) Ist der Looper auch für den Live-Einsatz zu empfehlen? Wie gesagt, könnte ich mir vorstellen damit einige Dinge erledigen zu wollen, die sonst ein zweiter Gitarrist macht. Was meinst Du?

Ja, ich denke er läßt sich sehr gut live benutzen.
Dazu jetzt aber ein paar Anmerkungen, die ich aus dem Spiel mit dem Schlagzeuger kenne:
Ich würde das Backing (Phrase, Loop) IMMER live einspielen und dann drüber dudeln. Erstens ist es immer die Frage, ob das Timing letzten Endes paßt - spielt man live tatsächlich in der richtigen Geschwindigkeit für den bereits abgespeicherten Loop? - und zweitens, kommt es authentischer, wenn das Backing mit dem "live"-Flair eingespielt wurde. Die Timing Geschichte gilt natürlich nicht, wenn der Schlagzeuger live mit "Click" spielt. Dann spricht natürlich nichts dagegen, die Sachen schon vorher in das Gerät zu speichern. Würde ich aber aus dem zweiten genannten Grund trotzdem nicht machen.
Der Schlagzeuger hat oft ein Problem das Signal des Loops, also mal hauptsächlich der Rhythmus, von dem "drüber Gedudel" zu unterscheiden, da beides aus dem gleichen Gitarrenamp/Box kommt. Abhilfe hierzu geht mit einem zweiten Amp, über den man den Loop ausgibt. Ist jetzt aber nur eine Anmerkung zu dem Problem, was bei mir aufkam.
VVolverine schrieb:
2.) Da man mit dem Gerät ja mehrere Loops abspeichern kann, würde mich noch interessieren, wie man z. B. während eines gerade gespielten Loops zum nächsten abgespeicherten Loop kommt?

Das geht. Dazu muss man einen weiteren Fußtaster anschließen. Mit dem lassen sich die 11 Loop-Speicherplätze aufwärts durchschalten. Sollte ja auch kein Problem sein, die in der richtigen Reihenfolge abzuspeichern. Es lassen sich, soweit ich das richtig sehe, die Loops auch nachträglich auf andere Speicherplätze legen.
Kann ich nicht ausprobieren, da ich nicht so einen Fußtaster habe. Sorry.

greetz
univalve
 
I will burn your brain with my fuzz.
Verfasst am:

RE: Boss RC-2 Looper

Hallo Uni,

Klasse, danke für die Antworten. Zu dem netten Funktionsumfang kommt ja auch noch eine sympatischer Preis von ca. 160 Euro hinzu. Ich denke, da kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Der von Dir beschriebene Spaßfaktor ist bei mir schon beim Lesen übergesprungen...
Verfasst am:

Re: Boss RC-2 Looper

univalve schrieb:
Für 159.- EUR ein super Gerät,
das jeden "timingfester", kreativer und mehrdimensionaler
denkend macht.


Hi Robin,

ein wirklich spannendes Ding mit den Looooopern,
ich beschäftige mich ja auch schon seit geraumer Zeit
mit den kreativen Spielzeugen, zu denen zB. Dein Boss auch gehört.

Sehr informativ geschrieben, ich bin ehrlich, da zuckt der Bestell-Finger

Ich habe Dein Review ein wenig "in Form" gebracht in puncto Absatz. Ich
hoffe, das war in Ordnung. Ist jetzt etwas leichter zu lesen.
 
VG, Sven

Spiele bei den SONIC HEADS feine SIGN GUITARS und Amps vom Bogner's Reinhold!
Verfasst am:

LoopstationRC 20

Hallo Looper!

Looporientierte Elektronik ist für viele heutzutage das Medium für intuitive Klangtüfteleien und sehr hilfreich bei der Entwicklung einer ganz persönlichen musikalischen Sprache, da häufig klassische Songschreiber-Kenntnisse fehlen. Ich spreche da aus eigener Erfahrung und bin mittlerweile über das Headrush von Akai und das RC 20 von Boss bei der Musik-Weichware Ableton Live angelangt.
Das RC 20 (es gib schon eine Weiterentwicklung RC 20 XL und einen neuen Super-Looper von Boss RC 50) ist sehr unkompliziert, höchst kreativ und wer z.B. den Kopf mal aus und den "Zufall" einschaltet, mal mit dem Micro rumprobiert, wird schnell dem hohen Spaßfaktor verfallen sein. Das Ding ist solistisch sehr geil, in welcher Form auch immer, ob intuitv improvisierend oder wohl durchdacht arrangiert. Allerdings je mehr Musiker mit dabei sind, desto wichtiger wird dann der Klick, bzw das Monitoring sein. Wer die einzelnen Loops noch in Echtzeit bearbeiten oder später sogar am PC verwurschteln möchte, wird um ein Laptop oder um das neue RC 50 nicht herum kommen. Begrenzungen hier werden dann nur noch durch die technische Auffassungsgabe des Users bestimmt und durch die Frage was will ich musikalisch letztendlich damit ausdrücken.
Fazit: Absolut empfehlenswert

Intuitive Grüsse, Uwe

www.uwespielt.de
Verfasst am:

Re: LoopstationRC 20

Moin,
ich gebrauche das RC 20 bereits seit ein paar Jahren und hatte es auch schon auf ein paar Guitarworld-Sessions dabei. Ich hatte auch mal eine Beschreibung dazu gemacht, die aber offenbar im alten Rewiew-Bereich verloren gegangen ist.

Ein massiver Nachteil. der den RC20 für den Bandgebrauch sehr einschränkt ist der Umstand, dass das Gerät nicht Midifähig ist. Er lässt sich nicht triggern und es gibt auch keine Möglichkeit, einen Klick für den Schlagzeuger zu bekommen. Tighte Loops sind damit live fast nicht drin - es sei denn, man bläst dem Trommler den Loop per Monitor auf die Ohren.

Für Athomos, wabernde Flächen und Einwürfe ist das Teil Life großartig. Ich habe es gerne in Triosituationen eingesetzt, weil es, klug eingesetzt, den Keyboarder ersetzt. Gerade in Kombi mit einem Multieffekt Pedal lassen sich so Teppiche in jeder Farbe und Knüpfart fertigen. Sehr geil!
Zum Üben ist es überhaupt nur wunderbar! Es gibt keine Widerworte oder Zicken und begleitet bereits das zu übende Solo, wenn der Computer mit dem Audioprogramm noch hoch fährt.
Ich werde das RC20 auf jeden Fall behalten, denn die fehlende Syncronisation mit der Band hat durchaus ihren Reiz. Sie fordert taktlose Sounds - Zeug, was man als Gitarrist nicht unbedingt und auf Anhieb unter den Fingern hat.
Ich habe mir aber auch ein RC50 bestellt.
Tighte Sequenzen brettern.
Auch geil!
 
Gruß

Walter


http://www.facebook.com/der-gitarrenbauer

Kunst ist schön - macht aber viel Arbeit
Karl Valentin
Verfasst am:

RE: Boss RC-2 Looper

Hi Walter,

das RC 50 interessiert mich auch. Die Einbindung in mein Ableton-Live-Loopen verlangt noch nach einem klickfreie eingespielten Loop, der dann aber auch sofort rundläuft, das Timing analysiert und mein Läppi syncronisiert. Die kleine Tretmine RC 20 (XL) kann das zwar zum Teil, aber wie Du schon sagst, ohne Midi-Funktion. Melde Dich mal wenn Du das RC50 hast.

Übrigens Deine Mucke gefällt mir. Im besonderen die, die "eigentlich nicht dahin gehört", die so schön deutlich macht, das ich nicht allein chronisch krank bin.
Deine Instrumente muß ich mir noch mal in Ruhe anschauen. Erster Eindruck: Der hat ja mindestens zwei gefährliche Virus-Infektionen der Arme...

Schönen Gruß

Uwe
Verfasst am:

RE: Boss RC-2 Looper

Alter Schwede, Robin,

Du verstehst es aber ganz schön, GAS-Anfälle auszulösen. Gibt`s da was vom Hersteller für oder machst Du das umsonst?

Ich kann mich nur schwer bremsen.

Sehr schönes Review, sehr informativ und lebendig geschrieben.
Good Job, Boy!
 
Gruss
frank
Verfasst am:

RE: Boss RC-2 Looper

frank schrieb:
Gibt`s da was vom Hersteller für oder machst Du das umsonst?

Eigentlich stehe ich nicht auf die Boss-Teile. Aber der Looper in dem kleinen Gehäuse machte einfach einen zu guten Eindruck.
Looper habe ich seit 10 Jahren, war aber bei jedem immer mit irgendetwas unzufrieden: Jamman war im 19" Gehäuse (hatte aber die von Walter vermißte MIDI-Funktion - damit kann man z.B. den Drumcomputer oder das Metronom synchronisieren), der Headrush ist mir zu blöd zum bedienen, rauscht und zu groß, der Lo-Fi Loop Junkie kann nur einen Loop ohne Overdubs. Ich mag eben einfach kleine Geräte
Tja und dann entdecke ich das kleine Ding, was wunderbar mit einem Fußschalter alles kann (was ich mir vorstelle). Von daher habe ich wohl alles in einer leichten Euphorie geschrieben.
frank schrieb:
Sehr schönes Review, sehr informativ und lebendig geschrieben.
Good Job, Boy!

Danke

greetz
univalve
 
I will burn your brain with my fuzz.
Verfasst am:

RE: Boss RC-2 Looper

univalve schrieb:
Ich mag eben einfach kleine Geräte
Tja und dann entdecke ich das kleine Ding, was wunderbar mit einem Fußschalter alles kann (was ich mir vorstelle). Von daher habe ich wohl alles in einer leichten Euphorie geschrieben.

univalve


Damit hast Du leider genau meinen Geschmack getroffen. Durch die wirklich schöne Darstellung und die leichte Euphorie bekommt die Fa Boss, Dank Dir, nun auch Geld von mir.

Mehr Funktionen brauch ich nicht, größere Geräte, wie z.B: RC 50, nehmen mehr Platz weg auf der Bühne (ja leider selten riesig), sind teurer und mir auch etwas zu protzig, sowas für ca. 2 Stücke live aufzufahren.

Danke uni für die nette Beschreibung
Verfasst am:

Boss RC-2 Looper

Hallo - ich arbeite auch schon seit Jahren mit Loopern zum Aufnehmen und Abspielen - in den letzten Jahren hatte ich folgende Geräte ausprobiert: Akai Headrush, Boss RC-20, Boss RC-50, Electrix Repeater,
Oberheim Echoplex, Lexicon Jamman

Zur Zeit arbeite ich mit 3 Aufnahme-Loopern: Boss RC-20, Electrix
Repeater, Lexicon Jamman

Akai Headrush - arbeitet mono - leider zu viel Rauschen, zu wenig
Aufnahmezeit - stand nicht zur Diskussion

Boss-RC20 - arbeitet mono - für den Live Einsatz ein wunderbares Werkzeug - kaum Klang-Unterschied ob im Bypass oder in Action,
genügend Aufnahmezeit, sehr benutzerfreundlich, Nachteil: nur 2
Hauptschalter per Fuß zu bedienen - wenn man sich Live einmal verschaltet ist alles weg - hier fehlt die Bedienung mit Midi für die einzelnen Funktionen wie Start, Stop, Overdub, Undo, Reverse

Boss-RC50 da mein Rack in stereo aufgebaut ist und ich schon lange mit dem RC-20 arbeite dachte ich - endlich ein funktionierender stereo Looper. Zur Zeit hat der RC-50 leider noch seine Kinderkrankheiten:
nach dem Aufnehmen gibt es eine Latenzzeit bis das Abspielen erklingt.
Habe mit Boss telefoniert- der Techniker sagte mir das Boss daran arbeitet dieses Problem zu beheben (ich hoffe das dies in 1-2 Monaten erledigt ist) - dann wird dieser Looper für mich die erste Wahl sein.

Electrix Repeater: der Looper in stereo mit der längsten Aufnahmezeit
(mit der 512MB Karte bis zu 45 Minuten) und den meisten Features
mit diesem Looper ist alles möglich (schaltbar manuell oder mit MIDI: Start, Stop, Overdub, Undo, syncronisation mehrerer Loops, Time-Code,
und so weiter und so weiter - von den Features her der beste Looper
aber: Nachteil: da der Repeater für die DJ und Club Scene entwickelt
worden ist hat er keinen true Bypass- das heißt wen er im Signalweg ist
klaut er Ton und Dynamik - wenn der RC-50 von Boss funktioniert
werde ich den Repeater verkaufen

Oberheim Echoplex: arbeitet mono, sehr guter Looper aber für das Preis
Leistungsverhältnis zu teuer, zu kurze Aufnahmezeit; wenn man mit der
original Fußleiste arbeitet sollte man Plattfüße haben um die einzelnen
Schalter immer zu treffen - aber als mono Looper über ein Midi-Board angesteuert kann ich ihn empfehlen

Nun zu einem der ältesten Looper: dem Lexicon Jamman
arbeitet in pseudo stereo, true hard Bypass, super einfach zu bedienen,
kein Klangunterschied zwischen Bypass und Action, mein liebster Looper
für Live-Anwendung aber: nur 32 Sekunden Aufnahmezeit.
Ich habe den Jamman schon seit über 6 Jahren und hatte ihn secondhand
gekauft - nie ein Problem damit gehabt - eine treue Seele

Gruß

Frank
Verfasst am:

Re: Boss RC-2 Looper

noelin schrieb:
Nun zu einem der ältesten Looper: dem Lexicon Jamman
arbeitet in pseudo stereo, true hard Bypass, super einfach zu bedienen,
kein Klangunterschied zwischen Bypass und Action, mein liebster Looper
für Live-Anwendung aber: nur 32 Sekunden Aufnahmezeit.
Ich habe den Jamman schon seit über 6 Jahren und hatte ihn secondhand
gekauft - nie ein Problem damit gehabt - eine treue Seele

Ich hatte den auch 8 Jahre. War (ist) ein gutes Gerät. Aber eben ein Rack. Nachdem ich sonst keine Rackkomponenten habe, war es für mich immer ungeschickt.
Die 32 Sekunden haben mich übrigens nie gestört. War immer ausreichend.

Mit Freude habe ich daher in den letzten Jahren die Entwicklung von neuen, kleineren Loopern verfolgt.

quaktia schrieb:
Damit hast Du leider genau meinen Geschmack getroffen. Durch die wirklich schöne Darstellung und die leichte Euphorie bekommt die Fa Boss, Dank Dir, nun auch Geld von mir.

Sorry, dass ich GAS auslöse. Ist aber nur zu Deinem Besten
Danke, dass Dir die Beschreibung hilft/geholfen hat. Sag' Bescheid, wie Dir das Gerät gefällt.

greetz
univalve
 
I will burn your brain with my fuzz.
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
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