Equipment » Amps & Effekte » Komplettanlagen » Armints Modern Fridge II
Eintragsdatum 30.11.2011 23:31
Besitzer Armint
Hersteller Komplettanlagen
Modell Modern Fridge II
Baujahr 2011
Beschreibung Da die Modern Fridge ja in sich schlüssig und funktionsfähig ist bzw. war, habe ich den Galerie-Eintrag stehen lassen und stelle die 2. Version (oder Ausbaustufe) davon ebenfalls ein.

Die Basstown-Box ist dieselbe, auch das Amp-Rack ist geblieben, aber der Inhalt wurde verändert:
Anlässlich des Besuches bei Sandberg in Braunschweig hatte ich die Gelegenheit einen Glockenklang Soul in Aktion zu sehen bzw. zu hören. Der steht da - in Verbindung mit einer Glockenklang Box (die Quattro, glaube ich) als Abhöranlage in der Endmontage.
Nun - dieser überaus (im besten Sinne) kompakte und druckvolle Klang gefiel mir.

So war es nur eine Frage der Zeit bis ich den Soul II mit meinem SVT-7 PRO im Laden verglich.
Kurzzeitig hatten wir auch noch einen TC Electronic RH750 im Test. Das war aber etwas unfair, der hatte nicht den Hauch einer Chance weil er nicht mal mit viel Schrauberei auch nur annähernd so transparent und druckvoll wie der Soul II klingen wollte - da wäre auch der SVT als Sieger hervorgegangen. Der SVT unterscheidet sich vom Soul II in erster Linie durch weniger Transparenz und verfärbt etwas mehr - es ist aber nicht so, dass der Soul II als wirklich klarer Sieger aus dem Vergleich hervorging, da spielt schon sehr stark Subjektivität eine Rolle. Der RH750? Nein, der wäre kein Gegner, nur Opfer. SVT-7 und Soul II sind Gegner.

Im zweiten Rack befindet sich übrigens der schon erwähnte Line6 X3 in der Bohnenversion.
Er sitzt auf einem sehr vergewaltigten original Line6-X3-Träger. Der schwarz-gelbe Gurt vorne wird während des Transports über den X3 gelegt. Der Anpressdruck wird durch das weisse Tuch hinten rechts etwas verteilt und gedämpft. Der X3 sitzt auf einer offenen Rackschublade von Adam Hall, das Rack ist von Thomann.

Auf der Rackschublade befinden sich auch noch das Netzteil für den X3 (hinter dem X3) sowie ein recht starkes 9V-Netzteil das den Korg Pitchblack antreibt.

Der X3 hängt im parallelen Effekt-Loop des Soul II und wird dort auch nur dann aktiviert wenn das Stück den Einsatz eines Effektgerätes erfordert, andernfalls ist der Effektweg abgeschaltet.

Ich spiele von ca. 30 Songs etwa 5 mit eingeschaltetem Effektweg. Deshalb gönne ich mir den Luxus den Effektweg von Hand einzuschalten, ein Fussschalter wäre hier absolut unnötig.

Gesteuert wird das X3 über ein FBV-Mk2-Board - das ist das kleine mit 4-Tastern und einem Ex-Pedal, ich habe die meisten Sounds als Fade-In programmiert - Ich mische zum Direktsignal Chorus (oder Phaser etc.) hinzu.
Aktuell habe ich drei Sounds:
a) Chorus
b) Phaser (und Chorus/Flanger gemischt - für viel "Fläche")
c) Wah mit Phaser - für Stücke á la "Fly away" von Kravitz.



Technische Daten:

Amp:
Glockenklang Soul II
- 440W/4Ohm
- 250W/8Ohm
2 Eingänge, 1 trimmbar
5-fach Klangregelung, abschaltbar
Paralleler Effektweg, post EQ, schaltbar, zumischbar (logo!)
Serieller Effektweg, pre EQ

Box:
Bassline 810 SVT-Klon
- 1500W/4Ohm
- 102db/m
Frequenzgang bis 7kHz
- ca. 44 Kilo

Und wie klingts?

Gut, sehr gut sogar.
Wir hatten neulich an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen einen Supportgig, bei dem die Anlage zeigen konnte was sie kann und an beiden Samstagen bekam ich sowohl für den Sound als auch ...(ok, das gehört hier nicht her) nur positive Kritiken. - Und das nicht (nur) von Familienmitgliedern sondern von der MuPo (u.a. Monkeyinme)! Das eine Bild zeigt den Aufbau eines der beiden Gigs - mitten im Kabelchaos!

Meine frühere Ablehnung gegenüber Glockenklang - ich dachte, das wäre eher was für die Jazzfuddelfraktion - wurde umgekehrt in 100%ige Zustimmung.
Noch nie klang mein Bass so durchsetzungsfähig!

Nachtrag, Anfang 2012:
Geändert hat sich fast nichts, ausser:
Im Signalweg sitzt nun nach dem Bass zunächst ein Lehle-P-Split II, der das Basssignal auf die beiden Eingänge des Soul II verteilt.
Warum?
Nun, der Bundbass ist etwas leiser als der Fretless und als der HEAD-Bass. spiele ich den Bundbass so ist Eingangskanal A per Druckschalter aktiviert. Spiele ich einen der beiden anderen ist Eingang B (der einen Abdämpfungspoti hat) aktiviert. somit sind die Lautstärkeunterschiede ausgeglichen.
Mit dem P-Split erspare ich mir das ständige Umgestöpsel.
Bilder
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