Equipment » Amps & Effekte » BlueAmps » Gitarrenschlumpfs "Blue"
Eintragsdatum 24.02.2012 13:47
Besitzer Gitarrenschlumpf
Hersteller BlueAmps
Modell "Blue"
Baujahr 2008
Beschreibung Der "Blue" hat die Abmaße von 63x48x34 cm (BxHxT). In ihm arbeiten zwei 10-Zoll-Lautsprecher, zwei Hochtöner, 2 Aktivmodule mit Aktivweiche und ein kleiner herausnehmbarer Digitalmixer von Edirol. Die Lautsprecher werden mit insgesamt 2x165 Watt von den Endstufen versorgt.

Der Betrieb mit Kaltgerätesteckern hat sich über die Jahre an anderen Amps bei mir leider nicht bewährt und so ist der Netzanschluss bei diesem Amp auf Powercon ausgelegt. Alle hervorstehenden Teile wurden eingefräst.

Aufgrund des von oben eingelassenen Digitalmixers kann man ein DI-Signal per symmetrischer Klinke abnehmen. Mit dem 15-Band Summen-EQ mit 10 Speicherplätzen ist der Amp in der Lage, das Signal mit einem linearen Frequenzgang in einen Frequenzbereich von 60 Hz-14 kHz zu verstärken. Im Edirol-Mixer ist eine Einmessautomatik eingebaut. Mit einem Messmikrofon wird dabei der Amp mittels rosa Rauschen in der gewünschten Hörposition eingemessen.

Mit dem EQ kann man natürlich auch den Frequenzgang "unlinear" verbiegen. Wenn jemand mehr Wärme, weniger Höhen (wie z.B. ein richtiger Gitarrenspeaker) haben will, muss man nur den EQ wie gewünscht einstellen und das Setup auf einen der 10 Speicher ablegen.

Die ersten beiden Eingangskanäle des Digitalpults besitzen gemodelte Preamps, um z.B. das Eingangssignal zu komprimieren (3 Kompressortypen) oder anzuwärmen (Röhrensimulation). Das Pult hat einen eingebauten Effektkanal. Man könnte also eine Akustikgitarren direkt am Pult anschließen und mit etwas Hall veredeln. Desweiteren gibt´s in der Summe einen Multibandkompressor. Dieser heißt hier und bei einen anderen Gerät eines renomierten Herstellers "Finalizer".

Der erste Test auf der Bühne:

Auf die ersten beiden Kanäle hab ich mir die Gitarre (Variax 700 und Line6 X3 Live mit TC G-Force) gelegt. Auf 2 andere Eingänge hatte ich mir das Signal geroutet, was ich normalerweise von unserem Monitorpult aufs Inear kriege. Die Gitarre hab ich am Monitorpult dann natürlich rausgenommen. Fazit: Ich hatte Spaß! Und überlege mittlerweile sogar, das Inear in Zukunft komplett wegzulassen. Endlich ein Amp, der (bei mir zumindest) keine Wünsche offen lässt.

Update: Seidem ich den "Blue" spiele, höre ich meine Fehler beim Soundprogrammieren sehr deutlich und musste sogar mein X3 Live und das G-Force in Rente schicken. Seit Oktober 2008 spiele ich ein Fractal Audio Axe-FX Ultra und bin bestens zufrieden.
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