Equipment » Amps & Effekte » Komplettanlagen » erniecasters das "Akustik-Brett"
Eintragsdatum 08.04.2013 19:01
Besitzer erniecaster
Hersteller Komplettanlagen
Modell das "Akustik-Brett"
Seriennummer the one and only
Beschreibung Mein „Akustik-Brett“ ist eine Mischung aus Un- und Zufällen, Pragmatismus,
Faulheit und hochgereckten Daumen.

Irgendwann bestellte ich bei Conrad neben anderem Kram Klett für mein frisch
eingetroffenes Case. Als Füllmaterial lag dieses Stück festes Schaumstoff dabei
und zwei Streifen Klett waren über. Für einen anstehenden Akustik-Gig klettete
ich diese beiden Effekte drauf. Das ist Jahre her, in der Zeit habe ich alle
meine akustischen Gigs mit diesem Hi-End-Equipment gespielt.

Das Signal geht als erstes in einen halbparametrischen Equalizer von Boss, den
PQ-3B. Dieses Gerät war eigentlich für E-Bässe gedacht, offensichtlich im
Verkauf ein Flop und wurde schnell nicht mehr gebaut. Wenn man weiß, wie man
einen halbparametrischen EQ benutzt, kann man damit böse Frequenzen
herausfiltern, gefühlvoll etwas Druck dazugeben und außerdem das Signal noch ein
wenig boosten.

Wie auf dem Foto zu sehen ist, hängt in der Ausgangsbuchse ein (übrigens
sündhaft teures) Patchkabel. Das wird vor der Inbetriebnahme dann in den
folgenden Tuner gestöpselt, denn die beiden Geräte werden mit Batterien
betrieben.

Der Tuner Boss TU-2 ist – wenig überraschend - zum Stimmen und Muten da.

Dieses „Brett“ landet so in der Krempeltasche, ist problemlos einsatzbereit und
ich kann meinen Sound mit ein paar Handgriffen an Location und P.A. anpassen.
Etwas Hall gibt es vom Pult, wenn der Raum zu „trocken“ ist. Der Schaumstoff ist
einigermaßen rutschfest, passt sich allen Fußböden an, wiegt fast nichts und die
Größe ist so, wie sie nun mal ist.

Ich hatte immer vor, das Schaumstoffdingens mal durch etwas anderes zu ersetzen,
das war aber nie so wichtig, dass es unbedingt erledigt werden musste. Die
beiden Effekte tun, was sie sollen und alles in allem ist das wunderbar
funktionierendes Werkzeug ein einer leicht trashigen „Low-Tech“-Anmutung.
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Bilder
08.04.2013 23:21:59 | Gast
Ach, an einem Acoustic-Board arbeite ich auch gerade. Allerdings wird meines etwas aufwendiger werden.

Was ist an diesen Patchkabeln denn genau so teuer? Diese Stecker verarbeite ich auf Board zu Massen, sind Centartikel. Da sie nie verändert werden und immer da bleiben wo sie sind, hält das auch alles bombenfest :)
08.04.2013 23:55:08 | erniecaster
Hallo! Das sind Ernie Ball-Patchkabel. Frag mich nicht, warum sie so teuer waren - ich verbuche es für mich unter Jugend-Dummheit...
10.04.2013 09:09:06 | Riddimkilla
Du sollst doch keine Handyfotos einstellen! Warum ist denn der Tuner nach dem EQ? Ich hätte es anders rum gemacht ...
10.04.2013 13:21:50 | erniecaster
Hallo!

Das ist kein Handy-Foto sondern eine Demonstration, wie schlecht ich fotografiere. ;-) Davon mal abgesehen, haben die Fotos den gleichen "Low-Tech-Approach" wie das "Brett".

Klanglich ist es überhaupt kein Unterschied, ob der Tuner vor oder hinter dem EQ ist und der Tuner funktioniert vor und hinter dem EQ gleich gut. Aber da der EQ eine Winzigkeit an Rauschen mitbringt und der EQ dann auch dieses Rauschen in Spielpausen mutet, habe ich das in dieser Reihenfolge. Letzten Endes ist es aber schlicht egal.
10.04.2013 18:16:39 | Riddimkilla
... ja aber der TU-2 als Impedanzwandler ... (hier Klugscheisssmilie)
11.04.2013 12:17:54 | erniecaster
Nixda, Schatzemaus: Eine Impedanzwandlung ist nicht erforderlich bei einem Piezo-Pickupsystem mit integriertem Preamp.