Equipment » Gitarren » Eigenbau » Als Telecaster
Eintragsdatum 07.10.2006 11:27
Besitzer Al
Hersteller Eigenbau
Modell Telecaster
Baujahr 2006
Beschreibung Also die Gitarre gehörte vor mir dem Robin (Univalve) und der Einfachkeit halber, lassen wir die Geschichte der Gitarre wie er sie erzählt mal so stehen:


Die Tele hat einen Hals und Korpus welche ich bei Mighty Mite in den USA gekauft habe. Mighty Mite produziert sehr günstig Fender lizensierte Teile. Also Standard Fender Maße (replacement parts).

Also eigentlich kein echter Eigenbau - da ja nur "zusammengebaut" wurde.

Die Idee zu der Tele kam daher, dass mir die Charvels mit Maple Neck und schwarzen Mechaniken gefallen haben: also am besten eine Tele komplett schwarz bis auf den Maple Hals. Ich bin auf den Korpus gestoßen, der aus Swamp-Ash mit einer Wölckchen-Ahorn Decke und transparent schwarz lackiert ist, und hatte das Bild der fertigen Gitarre im Kopf.

Dann alle notwendigen Teile zusammengekauft und mal einen Samstagnachmittag alles zusammengeschraubt.
Verbaut ist Folgendes:
Mighty Mite Hals (9 Zoll Griffbrettradius - sattes U-Profil!)
Mighty Mite Korpus (Esche mit Wölkchen-Ahorn-Decke, transparent schwarz)
Warmoth Tele Special Pickguard schwarz
Warmoth Telebrücke mit Rockinger "compensated brass saddles"
Häussel Tele Halspickup "Big Mag"
Seymour Duncan "Broadcaster" Steg Pickup
Warmoth Halsplatte und Kontrollplatte
Rockinger Schrauben und sonstiges Gedöns
Schaller Mechaniken mit vintage "string-tree"

Besonderheiten: Zwischenposition "out-of-phase" und der Tone Poti ist nicht angelötet (wer braucht den schon?)

Mit dem Hals bin ich erst nicht so klar gekommen: die Bünde war nicht richtig schön entgratet und der Sattel auch nicht ideal gekerbt. Von daher habe ich sie noch Meister Kraushaar anvertraut und seit dem geht sie ab wie ein Schnitzel: läßt sich super bespielen, Bendings sind ein Traum, Obertöne purzeln nur so raus und der Sound ist schön eigen und klingt trotzdem nach Tele. Der Halspickup ist ein bisschen zwischen einem P90 und einem normalen Telepickup - also mehr Output und etwas fetter im Sound. Das kommt ziemlich gut. Der Stegpickup ist für alle, die mit ihrem Stegpickup an der Tele unzufrieden sind eine wirklich Empfehlung: nicht zu spitz, schöner Output und den "Twang" oder "Spong", wie man ihn erwartet ohne einem die Eier zu spalten. Dazu noch relativ günstig.

Alles in allem eine schöne Tele die noch recht kostengünstig war und sicherlich ein Unikat ist (hab' noch keine ähnliche gesehen).

Zwei kleine optische "fauxpas": die "brass saddles" und die beiden Schrauben für den 3-Wege-Schalter (letztere werden noch ausgetauscht). Aber die mitgelieferten, schwarzen Sättel haben nicht geklungen - von daher war der Tausch notwendig.

Auf den Fotos erscheint das schwarz so, als ob es ein bisschen ins lila geht - das trügt: tatsächlich schimmert sie eher dunkelgrün.
Rent a bench! Gitarrenbaukurs unter fachlicher Anleitung
Bilder
07.10.2006 17:37:42 | doc guitarworld
Hi Robin, was ein hübsche Telly! Die Brass-Reiter würde ich so lassen, hat was ... Schöne Gitarre! LG Sven
07.10.2006 19:27:19 | Gast
Danke, Sven!
Ja, die Brass-Saddles bleiben. Alles andere klingt nicht!
greetz
univalve
26.10.2006 16:29:45 | Gast
Seeeeeehr schick! Der Headstock sieht ein bißchen nackig aus, willst Du da nicht ein Univalve-Loge hinmachen?
Der Big Mag am Halse wäre mir persönlich zu heftig, und die Mittelstellung würde ich definitiv vermissen. Aber den Steg Broadcaster mag ich auch sehr.
15.01.2008 10:10:28 | Gast
Hey,

wirklich tolle Gitarre! Wenn ich des richtig verstanden habe hast Du ja noch ein Poti frei!? Da könntest Du doch jeden PU mit seinem eigenen Volumen Poti belegen...

Gruß Daniel