Equipment » Gitarren » Framus » BruderMs Tennessee
Eintragsdatum 13.05.2014 20:50
Besitzer BruderM
Hersteller Framus
Modell Tennessee
Baujahr 1997
Seriennummer D-001255
Beschreibung Hier ein Gitarre, die ich vor vielen Jahren mal im Musicstore nicht gekauft, aber immer im Gedächtnis behalten habe.
Irgendwann in der Bucht lief mir dann dieses Exemplar in schick Rot über den Weg, wegen der Saitenaufhängung wie gemacht für Bigsby-Experimente.
Ich halte die Tennessee für das gelungenste Framus-Design (so ganz viel tolle Entwürfe gibt es da ja nicht) und die geschnitzte Decke mit der umlaufenden Fräsung ist einfach schick und macht der Gitarre einen tollen Hintern.....
Was mir gefällt:
Dünne Lackierung an Korpus und Hals, hochwertige Hartware (Duncan und ABM), mittlere (PRS-)-Mensur.
Was mich überrascht hat ist der mächtige Ton der Konstruktion. die Ahorndecke ist (wegen der Fräsung fast 2 cm stark und das gibt dem Mahagony-Unterbau doch einiges an Wumms mit. Ich habe das mit einer konstruktiv ähnlichen Yamaha AEX verglichen, die eine dünne Ahorndecke auf einer ebenfalls halbhol ausgefrästen Wanne hat und mann, kommt da schon akustisch ein Wumms raus. Dazu kommt, das der Hals (wie ach die ganze Konstruktion) extrem hart und verwindungssteif ist (ich mach sonst schon mal gerne Vibrato durch leichte Halsbiegung, aber nicht bei dieser Dame...) und das knallt für mich überraschend möchtig.
Dann meine erste Begegnung mit Duncan-PUps - SH "Jazz" am Hals mit klassichem PAF-Ton und ein JeffBeck an der Brücke - ich habe selten einen treffenderen Namen für einen PUp gelesen. Das Ding haut die Obertöne nur so raus, dass man wirklich die Tonbildung des Meister hört - fast schon zu viel für manche Stile.

Was soll ich sagen, ich habe mit dem Ding ein wenig rumgespielt und den Hals-TA durch einen P90er (MEAN90 von GFS) getauscht (ich bin grade in so einer 90er Phase) und habe dann noch gleich ein XTREM-Vibrato probiert (s. Fotos).

Der Mean90 haut auf der Konstruktion heftigst ins Auge, dies ist schon rein akustisch meine lauteste Gitarre und elektrisch kommt das auch so rüber. Der Andruckwinkel des Tremolos ist jetzt aber etwas flach und das klaut schon ein wenig Ton, ich probiere vielleicht nochmal einen etwas steileren Halswinkel, obwohl ich Paulartig hohe Saitenverläufe über der Decke eigentlich gar nicht mag.
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Bilder
14.05.2014 09:05:22 | gitarrenruebe
Sollten die Saiten am Trem nicht UNTER (derzeit über) der Andruckrolle verlaufen? Damit wäre Dein oben beschriebenes Problem auch gelöst ...
14.05.2014 10:58:40 | BruderM
Nee, das ist schon richtig so bei den GFS-Dingern, dafür gibt´s auch keine Stifte sondern nur Einfädeln. Leider baut die Kolnstruktion doch etwas höher als gedacht und die Kehle in der Decke ist nicht so tief, wie ich gehofft hatte....
14.05.2014 11:43:39 | gitarrenruebe
Dann würde sowas hier wohl das Problem lösen - http://www.rockinger.com/index.php?cat=WG073&product=3627C%2F3627A%2F3627G&sid3=b6eb83d812b736b78dbacb9c8bbb2953
14.05.2014 16:41:02 | BruderM
Wie ich schon schrub, ich habe nur ein aufgelegtes Trem verbaut und nix gebohrt, weil ich nicht sicher bin, ob ich die Änderung des Charakters der Gitarre auch so auf Dauer haben will. Bin noch in der Findungsphase, denn die Origianalkonfiguration hatte auch was, daher erstmal keine gebohrten Vibratos....