Equipment » Amps & Effekte » Fender » Blues-Vernes THE TWIN Redknob
Eintragsdatum 27.11.2020 15:31
Besitzer Blues-Verne
Hersteller Fender
Modell THE TWIN Redknob
Beschreibung Fender The Twin, vintage ca.1986, Red Knob Twin aus der Paul Rivera Ära

Der "Red Knob" oder auch "Evil"-Twin stammt aus den 80er Jahren und so langsam werden diese enorm vielseitigen Amps immer gefragter. Der Amp liefert alle klassischen Fender Tones von Clean bis Crunch, kann aber bei Bedarf auch sehr satt zerren. Dank seiner ausgeklügelten Klang­regelung mit sieben Push-Pull Optionen und der schaltbaren Leistungsreduzierung von 85 auf 25 Watt ist der Amp einfach grandios vielseitig einsetzbar. Das haben einige Profis erkannt und man sieht den Red Knob Twin immer wieder mal auf den Bühnen der "Großen", so z.B. gleich zwei bei Ted Horowitz (alias Popa Chubby) und bei Robben Ford, der auch schon mal zwei dieser Twins auf der Bühne hat.

Mein TWIN war eine Reparatur-Leiche. Gehäuse mit Schalengriff-Einbau "zerspant". Schaltung defekt mit zerbröselten Lastwiderständen und von drei Endpentoden ein defekt, eine zweite fast abgebrannt. Zudem frontseitig eine ausgebrochene Eingangsbuchse und ein defektes Schaltpotentiometer. Eine recht heftige Reparatur oder besser gesagt: ein wirtschaftlicher Totalschaden. Ich habe mich dem Ärmsten angenommen, dem Besitzer sozusagen die Leiche entsorgt. Was tut man nicht alles zur Kundenzufriedenheit...

Nach der Widerinstandsetzung und mit neuem Netzanschluss hab ich erst mit original orangenen JBL/Fender D120F Lautsprecherchassis neu bestückt - das gefiel mir überhaupt nicht. Dann mit zwei '69er Celestion Alnico Blue, wohl wissend, dass die viel zu wenig Belastbarkeit für diese Verstärker-Dampframme haben - das ging ordentlich in Richtung VOX, war aber natürlich keine Dauerlösung.
Erst als mein Mechi mit zwei früh-siebziger Alu-Frame FANEs aufschlug, kehrte das Glück ins BluesHaus ein! Unser aller geschätzter Erich Klapperton hatte genau solche Chassis auch in einem seiner Twins und sogar zeitweise in einem AC 30.

Wissen muss man bei diesen Twins die Sound-Einstellungen vorzunehmen. Dazu braucht mann einen zweiten Mann, der an den Poti schraubt, ein acht Meter Gitarrenkabel und, bewaffnet mit Gitarren einen 6 Meter Hörabstand, sprich: grösserer Proberaum oder offene Bühne. Das verkürzt die try-and-error Phase enorm.

Dann aber glänzt The Twin dank seiner extrem vielseitigen Bedienelemente mit einer umwerfenden Soundpalette, welche in diesem Umfang und Qualität von nur sehr, sehr wenigen Konkurrenten bereitgestellt werden.
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